
Überreichte den Siegern die Urkunde: Kirchenpräsident Christian Schad mit dem Redaktionsteam des "Turmhahn".
Neunter Hermann-Lübbe-Preis verliehen
Schad würdigt missionarische Bedeutung der Gemeindebriefe
Speyer. Kirchenpräsident Christian Schad hat die missionarische Bedeutung der evangelischen Gemeindebriefe hervorgehoben. Die Publikationen erreichten sowohl die aktiv am Gemeindeleben beteiligten Christen als auch die distanzierten, sagte Schad am Donnerstagabend bei der Verleihung des neunten Hermann-Lübbe-Preises für evangelische Gemeindepublizistik in Speyer.
In diesem Jahr hat die Jury den Preis an den „Turmhahn“ der protestantischen Kirchengemeinde Dansenberg vergeben. Der Sonderpreis des Kirchenpräsidenten ging an den Gemeindebrief der Kirchengemeinden Kallstadt und Erpolzheim, den Sonderpreis für besonders gelungene Berichterstattung zur Presbyteriumswahl erhielt die Christuskirchengemeinde St. Ingbert.
Gemeindebriefe brächten menschennah und allgemeinverständlich die christliche Botschaft zum Ausdruck, sagte Schad. Auf der anderen Seite zeigten sie durch Hinweise auf Veranstaltungen und andere gemeindliche Angebote das Leben einer konkreten christlichen Gemeinde und ihre werbende Liebe für die Menschen. Es sei deshalb angemessen, die Gemeindebriefe als Liebesbriefe zu bezeichnen.
Die Kirche ist nach Schads Worten eine die Liebe Gottes bezeugende Erzählgemeinschaft. Der Gemeindebrief drücke dabei das Interesse der Gemeinde aus, den christlichen Glauben auch den Menschen mitzuteilen, die nicht in die Kirche gingen. Diese Menschen seien immer von Herzen eingeladen, und die Gemeindepublizistik könne sie dazu verlocken, „einmal wieder um die Kirche herumzuschleichen“. Dieses Werben disqualifiziere aber niemanden, der sich am kirchlichen Leben nicht beteiligen wolle.
Der Gemeindebrief „Turmhahn“ aus Dansenberg genüge höchsten publizistischen Ansprüchen, heißt es in der Begründung der Jury. Ein klares Layout, originell gestaltete Bilder und intelligente Grafik machten Lust auf Blättern und Lesen. Damit sei das Blatt ein außerordentlich gelungenes Beispiel, wie mit zeitgemäßen publizistischen Mitteln ein Organ geschaffen werden könne, das erkennbar zum Zusammenhalt einer Kirchengemeinde beitrage.
Die konsequente Orientierung an theologischen Inhalten zeichnet nach Auffassung der Jury den Gemeindebrief der Gemeinden Kallstadt und Erpolzheim aus. Er sei ein gutes Beispiel, wie mit relativ bescheidenen publizistischen Mitteln ein lesenswertes und informatives Heft entstehen könne, das zwar äußerlich schlicht daherkomme, aber niemals langweilig werde.
Eine über Jahre gleichbleibend hohe Qualität bestätigt die Jury dem Gemeindebrief der Christuskirche St. Ingbert. Dieser Gemeindebrief hat im Jahr 2001 bereits den Preis des Kirchenpräsidenten und 2007 den Hermann-Lübbe-Preis gewonnen. In diesem Jahr überzeugte die Jury besonders die Berichterstattung zur Presbyteriumswahl. Sie verlieh dem Blatt deshalb den vom Öffentlichkeitsreferat der Landeskirche gestifteten Sonderpreis.
Zur Jury des Hermann-Lübbe-Preises gehören Henri Franck, Präsident der pfälzischen Landessynode, Ulla Hoffmann, Dekanin des Kirchenbezirks Bad Dürkheim, Hartmut Metzger, Chefredakteur der Wochenzeitung „Evangelischer Kirchenbote“, Rolf Schlicher, Redakteur der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“, Martin Schuck, Verlagsleiter des Evangelischen Presseverlags Pfalz, und Wolfgang Schumacher, Öffentlichkeitsreferent der pfälzischen Landeskirche. (epd)
Den Vortrag "Der Gemeindebrief als Liebesbrief" von Kirchenpräsident Christian Schad können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.







