Dialog

Informationen zur Veranstaltung

15. bis 17. Dezember 2017 Workshop in Bad Dürkheim

Wozu ist das Böse gut?

Macht, Gewalt und das Böse in der Politik

Warum gibt es so viel Böses in der Welt? Warum hat das Böse oftmals mehr Erfolg als das Gute? Was ist eigentlich das Böse? Eine schlüssige Antwort auf diese Fragen gibt es nicht und kann es wohl auch nicht geben. Einander widerstreitende und sich ausschließende Auffassungen reichen von der Anerkennung der Existenz eines Bösen bis zu seiner Leugnung bzw. Bezwingung. In der Moderne scheint der Teufel erfolgreich wegsäkularisiert zu sein und mit ihm die Hölle (J.-P. Sartre). Heute geistert nur noch das sogenannte Böse (K. Lorenz) durch die Welt. Es existiert höchstens noch als Abweichung oder Mangel. Diese Sicht ist keineswegs neu, sondern eine der traditionellen Denkfiguren des Abendlandes, die andere Sichtweisen schon recht früh verdrängte. Was demgegenüber heute jedoch neu ist, dass
1.) das Böse aus dem Menschen selbst erklärbar und damit abschaffbar wird,
2.) der Mensch durch Leiden schlecht wird - traditionell dachte man anders herum: Leiden ist ein Weg zur Besserung -,
3.) das Böse nicht grundlos ist, sondern Gründe hat – die gegenteilige Annahme gehörte früher zum Begriff des Bösen.
Die fortwährende Suche nach überzeugenden Antworten auf die eingangs gestellten Fragen durchzieht die gesamte Philosophie- und Religionsgeschichte. Aus der großen Vielzahl der Verstehens- und Erklärungsversuche lassen sich jedoch rückblickend einige Grundmuster herauspräparieren, die wir im Rahmen der Tagung kennenlernen und kritisch hinterfragen wollen.
Für Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 26 Jahren.