Dialog

Rückblick auf eine Veranstaltung

15. November 2016, 19 Uhr Veranstaltungsreihe in Ludwigshafen

Schnittmengen - Christen und Muslime lesen Bibel uind Koran

Teil I: Abraham und Isaak/Ismael

Die Opferung oder jüdisch „Bindung“ des Sohnes (Gen 22,1-19) gehört in der jüdischen, christlichen und islamischen Überlieferung zu den Texten bleibender Bedeutung. Kaum ein biblischer Text hat eine intensivere Auslegung erfahren als sie. Dabei ist es einmal Abraham, einmal Isaak und einmal Ismael, der in den Auslegungen zur entscheidenden dramatis persona wird. Zugleich ist die Auslegung der „Bindung des Sohnes“ oft von expliziter Religionspolemik durchzogen, wie sie nur einem Wissen um die wechselseitige Inanspruchnahme ein und derselben Geschichte in unterschiedlichen Kontexten und zu unterschiedlichen Zwecken entspringen kann. Und schließlich wurde in der Moderne nach dem Wesen eines Gottes gefragt, der solch‘ grausames Spiel treibt. Bilden folglich weder der „Gehorsam“ Abrahams noch die „Ergebenheit“ des Sohnes noch die kulturgeschichtliche Interpretation der Abschaffung des Kinderopfers den Fokus der Geschichte, sondern der „Wille Gottes“ und seine Erkennbarkeit?
In der Gesprächsreihe stehen Bibel und Koran im Mittelpunkt. Christen und Muslime lesen gemeinsam ausgewählte Texte der beiden Heiligen Schriften und erkunden Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede.
In Kooperation mit der Citykirche Ludwigshafen (Turm 33) und dem christlich-islamischen Gesprächskreis.