Dialog

Rückblick auf eine Veranstaltung

3. Februar 2017, 19 Uhr Landauer Akademiegespräch

American Dream?

American melting pot? Vorbild für Integration?

Die Vereinigten Staaten sind ein Einwanderungsland par excellence. Glaubensflüchtlinge aus England, versklavte und verschleppte Afrikaner, Holländer, Armutsflüchtlinge aus Irland und Deutschland, später Südeuropäer, verfolgte Juden aus Russland, Polen, mittel- und südamerikanische Hispanics, Asiaten  sie alle kamen mit großen Hoffnungen in die USA - und bilden heute die amerikanische Nation. Die Ausstrahlungskraft der amerikanischen Kultur beruht wesentlich auf der Vielfalt der Einwandererkulturen. Dabei funktionieren die USA nicht nur als »Schmelztiegel«,  sondern auch als »Salatschüssel«: Die kulturellen Eigentümlichkeiten gehen nicht einfach in einer Einheitskultur auf, sondern bewahren zugleich ihr Eigenleben. Was wir als »Parallelgesellschaften« fürchten, gehört in den USA zum Alltag. Zum Teil verbinden sich damit allerdings auch beträchtliche Ungerechtigkeiten.  Wird es gelingen, Ungleichheiten abzubauen und die sozialen Konflikte zu entschärfen? Sind die USA ein Vorbild für Integration? Bleibt Amerika sich selbst und den Traditionen einer offenen Gesellschaft treu?
Referenten: Professor Crister S. Garrett, Institut für Amerikanische Studien an der Universität Leipzig, und Professor Friedrich Heckmann, Leiter des Europäischen Forums für Migrationsstudien an der Universität Bamberg.
In Kooperation mit dem Frank-Loeb-Institut und der Stand Landau.