Dialog

Rückblick auf eine Veranstaltung

10. bis 12. März 2017 Workshop in Heidelberg

Kleider machen Leute - Leute machen Kleider:

Die Licht und Schattenseiten der Modeindustrie.

Mode fasziniert und begeistert. Nicht umsonst ist das Sprichwort „Kleider machen Leute“ allgegenwertig. Mode ist aber auch zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden. In den letzten Jahren entwickelte sich der Begriff „Fast Fashion“. Unter diesem Begriff versteht man heutzutage eine Unternehmensstrategie, die immer schneller neue Mode als Massenware entwirft produziert und vertreibt. Doch welchen Preis bezahlen Mensch und Umwelt für Billigmode? In unserer globalisierten Welt entwickeln sich die Anforderungen an Unternehmen stets weiter. Insbesondere auf die Wertschöpfungskette müssen sich international operierende Textilunternehmen konzentrieren. Welche Herausforderungen müssen Unternehmen der Textilindustrie in Bezug auf ihr Supply Chain Management konkret meistern? Leider vergessen wir in diesem Zusammenhang oft, dass Menschen unsere Kleider produzieren. Zweifelsohne führen Wettbewerbsdruck und Lücken in der Gesetzgebung dazu, dass beispielsweise in einigen Zuliefererbetrieben schlechte Arbeitsbedingungen billigend in Kauf genommen werden. Das zeigte sich beispielsweise bei dem Gebäudeeinsturz in Sabhar, Bangladesch bei dem über 1000 Menschen getötet und mindestens 2000  verletzt worden sind. In diesem Gebäude ließen auch zahlreiche Modeunternehmen aus Europa ihre Textilien verarbeiten. Im Anschluss an diese Katastrophe wurde der Ruf nach einer Sozialverantwortung der Unternehmen entlang der Wertschöpfungs- und Lieferkette laut. Die Lösung erfordert schließlich einen Balanceakt zwischen Effizienz und Ethik. Was können Unternehmen tun? Was können Konsumenten tun? Diesen und anderen Fragen wollen wir, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, nachgehen. Der Workshop ist eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie der Pfalz. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Interessierten zwischen 15 und 26 Jahren.