Kommentar-Archiv

In seinem Kommentar beschäftigt sich KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck mit den "Healing of memories"-Gottesdiensten am vergangenen Wochenende. Er meint, Schuld und Sünde im inneren, moralischen Sinne könne jeder Mensch nur höchstpersönlich für sich selbst bekennen. Bekenne man die Schuld anderer Menschen, verwandele man deren innere, moralische Schuld in äußere Schuld, die es zwar irgendwann gegeben hat, die man aber keinem derzeit lebenden Verantwortlichen zuschreiben könne. Möglich sei deshalb...

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Im Brief an die Christen in Kolossä schreibt Paulus: „Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.“ Also steht es auch Christen gut an, sich an öffentlichen Diskus­sionen zu beteiligen und nicht zu schweigen, wenn gehetzt und beleidigt wird. Ob auf dem Marktplatz oder im Internet. Erschreckend, wie aktuell die Ermahnung des Apostels heute wieder ist. Meinungen dürfen demnach durchaus mit Salz gewürzt sein, aber sie sollen eben...

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Bei seinem Bericht über die Privataudienz bei Papst Franziskus erklärt Kirchenpräsident Christian Schad, dass der Papst den Begriff „versöhnte Verschiedenheit“ gebraucht habe, als über die Ökumene gesprochen wurde. Das löst Rückfragen aus, denn die „versöhnte Verschiedenheit“ ist nichts anderes als die offizielle Zielvorstellung der innerevangelischen Ökumene und orientiert sich an einem Einheitsmodell, nach dem lutherische, reformierte und unierte Kirchen einander Kanzel- und...

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„Was darf Satire? Alles.“ Dieser berühmte Satz stammt dem großen Journalisten und Satiriker Kurt Tucholsky. Satire sei wichtig, schreibt Gerd-Matthias Hoeffchen in seinem Gastkommentar im KIRCHENBOTEN. Sie lebe von der Grenzverletzung. Sie dürfe schmerzhaft sein. Um auf etwas hinzuweisen, was nicht übersehen werden dürfe. Mit einem ganzen Zirkus voll greller Blinklichter. Um aufzurütteln, wo man sich nicht abfinden dürfe. Darf Satire also alles? Jedenfalls sei sie kein Freibrief für blindes...

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Die Dresdener Innenstadt ist heute ohne die wiederaufgebaute Frauenkirche mehr als 70 Jahre nach deren Zerstörung im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs kaum mehr vorstellbar. Inzwischen sorgt ein ähnliches Vorhaben für größere Debatten: die Potsdamer Garnisonkirche. Deren Wiederaufbau unterscheide sich gewaltig von der Dresdener Erfolgsgeschichte, meint Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar im KIRCHENBOTEN. Die Garnisonkirche sei Stein gewordenes Symbol für die Symbiose von Kirche und Staat...

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Die katholische Kirche in Deutschland will wiederverheiratete Geschiedene in Einzelfällen zur Eucharistie zulassen. Allerdings gebe es in dieser Frage keinen Automatismus in Richtung einer generellen Zulassung, heißt es in einem Wort der deutschen Bischöfe zum Schreiben „Amoris laetitia“ (Die Freude der Liebe) von Papst Franziskus. Eine wichtige Kategorie zur Beurteilung des Einzelfalls ist den Bischöfen die Schuld, die jemand beim Scheitern einer Ehe auf sich geladen hat, meint...

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Das Verhältnis zwischen den Kirchen und dem neuen US-Präsidenten Donald Trump ist Thema des Kommentars von Wolfgang Weissgerber im KIRCHENBOTEN. Barack Obamas achtjährige Amtszeit war geprägt von sozial engagiertem und tolerantem „Mainline“-Protestantismus. Seit der Wahl von Donald Trump zum 45. US-Präsidenten weht ihnen der Wind ins Gesicht. Sie sind der komplette Gegenentwurf zu dessen großspurigen, rassistischen und sexistischen Äußerungen. Bei seiner ­Amtseinführung fehlten die...

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KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch setzt sich in seinem Kommentar mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, die NPD nicht zu verbieten, auseinander. Das Vertrauen der Richter in die Selbstreinigungskraft der Gesellschaft könne man als starkes Zeichen werten. Aber ein ungutes Gefühl bleibe. Der Rechtspopulismus in Deutschland werde immer aggressiver und Positionen der ach so schwachen NPD wie etwa die Pflege eines unsäglichen deutschen Opfermythos nach der Hitlerdiktatur hätten längst bei...

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Pünktlich zum Beginn des denkwürdigen Jahres 2017, dem 500. seit dem Thesenanschlag Martin Luthers am 31. Oktober in Wittenberg, treibt das große, runde Gedenkjahr der Reformation seltsame Blüten. Schließlich hat die Reformation samt ihren Folgen in den Jahren nach 1517 die Geschichte des sogenannten „christlichen Abendlandes“ im Guten wie im Bösen so stark bestimmt wie kein anderes Ereignis. Und nun versuchen alle, diesem „Super-Mega-Event-Knaller“ gerecht zu werden – obwohl das auslösende...

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In seinem Gastbeitrag im KIRCHENBOTEN kommentiert Peter Burghold die Situation in Israel und Palästina vor dem Hintergrund der anstehenden Inauguration von Donald Trump als neuer US-Präsident. Nach acht Jahren Präsidentschaft von Barack Obama sei aus palästinensischer Sicht von einstiger Hoffnung auf ein gerechtes, friedliches Miteinander mit Israel nichts geblieben. Da nütze es auch nichts mehr, wenn die USA die UN-Resolution gegen den Siedlungsbau ohne Veto passieren lasse. In Palästina...

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KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck beschäftigt sich in seinem Kommentar mit der katholischen Kirche. Im Vatikan tobe ein Machtkampf, in dem konservative Kritiker von Papst Franziskus nicht davor zurückschreckten, diesen der Häresie zu beschuldigen. Anlass seien Äußerungen im nachsynodalen Schreiben „Amoris laetitia“ vom vergangenen April. In einer Fußnote habe der Papst angedeutet, dass Priester „in gewissen Fällen“ auch wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zulassen können. Vier Kardinäle,...

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Jeder Mensch hat das Recht, unabhängig von seinen Taten und Ansichten mit Anstand und Respekt behandelt zu werden. Was in einfachen Worten fast banal klingt, ist ein Kernstück der reformatorischen Botschaft: In einer noch nicht erlösten Welt ist der sündige Mensch allein durch Gottes Gnade gerechtfertigt. Eine Botschaft, die radikal allen entgegentritt, die eine Nation überhöhen, Fremde herabwürdigen oder vom ökonomischen Erfolg auf den Wert eines Menschen schließen. Wenn die Protestanten in...

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Auf zwei Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres geht KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger in seinem Kommentar besonders ein: die Frühjahrstagung der Landessynode Anfang Juni mit der Wahl einer theologischen Oberkirchenrätin und die Schließung des Evangelischen Krankenhauses in Zweibrücken. Zum großen Reformationsjubiläum im kommenden Jahr gibt er folgenden Rat: Schaltet ab, setzt euch in den Sessel, schlagt die Lutherbibel auf und werdet dem 500 Jahre alten Anliegen des großen Reformators...

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Die Erwartungen im Advent sind groß: Kinder können es kaum erwarten, dass endlich das Glöckchen klingelt und sie die Geschenke auspacken können, die das Christkind für sie gebracht hat. Erwachsene freuen sich auf das gute Essen und die paar freien Tage. Und selbst wer keinen Urlaub hat, spürt, dass es an Weihnachten entspannter zugeht als sonst. Ein bisschen heile Welt; darauf wartet man im Advent. Aber wartet noch einer auf das Kind, das an Weihnachten geboren wird, fragt KIRCHENBOTEN-Autor...

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Ökumenische Gemeindezentren waren einmal die Testlabore, wie weit evangelische und katholische Gemeinden auf dem Weg zu mehr Gemeinschaft gehen konnten. Heute seien die meisten ökumenischen Zentren normale kirchliche Orte, die allenfalls auf eine außergewöhnliche Geschichte zurückblicken könnten, schreibt KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck in seinem Kommentar. Die ökumenischen Zentren fänden ihre neue Rolle darin, Zeugnis zu geben von der Möglichkeit, dass sich zwei Kirchengemeinden ein...

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Spenden für „Brot für die Welt“ sind gut angelegt, meint Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar im KIRCHENBOTEN. Wir in den reichen Ländern Mitteleuropas würden auf Dauer von stabilen Strukturen, sicherer Lebensmittelversorgung, wachsender Wirtschaft und Frieden in Afrika profitieren. Dann blieben die Menschen nämlich dort. Stattdessen legen wir selbst die Grundlagen dafür, dass es dazu nicht kommt: Der Strom von Flüchtlingen, der aus dem Schwarzen Kontinent nach Europa drängt, ist auch der...

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In seinem Gastkommentar im KIRCHENBOTEN beschäftigt sich Markus Springer mit zwei künftigen Präsidenten: Donald Trump ist „president-elect“ der USA; am 20. Januar soll er – nach einem widerwärtig niveaulos geführten Wahlkampf – als 45. US-Präsident vereidigt werden. Nur wenige Tage später, am 12. Februar, wird die deutsche Bundesversammlung Noch-Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit den Stimmen von Union und SPD zum Bundespräsidenten wählen. Der Kontrast könnte größer kaum sein, meint...

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Der Bundestag hat eine Novelle des Arzneimittelgesetzes beschlossen. Die sieht vor, dass nicht einwilligungsfähige Patienten - zum Beispiel an Demenz erkrankte - auch dann an Studien teilnehmen können, wenn es ihnen nichts mehr bringt. Bislang durften neue Medikamente an nicht einwilligungsfähigen Menschen nur erprobt werden, wenn ihr Zustand bedrohlich und davon auszugehen ist, dass ihnen die Medikamente helfen. Voraussetzung bei der Neuregelung ist, dass die Patienten zuvor bei vollem...

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Öffentliche Buße ist nicht auf einen gesetzlichen Feiertag angewiesen. Aber die Zustimmung der Evangelischen Kirche in Deutschland und fast aller Landeskirchen zur Abschaffung des Buß- und Bettages vor gut 20 Jahren legt einen Verdacht nahe: Wenn die Preisgabe eines Feiertages damit begründet wird, dass das an diesem Tag zusätzlich erwirtschaftete Geld der Finanzierung einer Pflegeversicherung zugute kommen soll, dann betrachten die Kirchen die Sozialpolitik für wichtiger als ihre ureigensten...

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„Was ist uns der Sonntag wert?“ Diese Frage diskutierten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und EKD-Präses Irmgard Schwaetzer bei der Veranstaltung von KIRCHENBOTE und "Rheinpfalz". Gegen verkaufsoffene Sonntage erheben vor allem Gewerkschaften und Kirchen berechtigten Protest. Leiser oder gar unhörbar sei dieser Protest gegen Arbeitsabläufe in großen Firmen, die ihre Maschinen an sieben Tagen und rund um die Uhr laufen lassen, meint KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch in seinem Kommentar. Diese Form der...

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In seinem Gastkommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN stellt Markus Springer die Frage, wie sich kommende Generationen an das Reformationsjubiläum 2017 erinnern werden. Geschichtliches Erinnern sei Geschichtspolitik: Was bedeutet das, was war, für heute? Auf keinen Fall wollten die Protestanten 2017 „Profil gewinnen auf Kosten anderer“, wie Margot ­Käßmann in einem Vortrag die ­protestantische Angst vor dem Feiern ­ausgedrückt habe. Springer meint, mit der Rede vom „Reformations­gedenken“ habe sich...

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In seinem Gastkommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN beschäftigt sich der Wittenberger Pfarrer Friedrich Schorlemmer mit der Flut der Devotionalien zum Reformationsjubiläum: Luther-Zwerg, Luther als Playmobil-Figur und nun auch die Bibel auf dem Bierdeckel, eine Aktion der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau. Schorlemmer meint, dies sei wohl nicht der richtige Umgang mit dem, was uns im Innersten berühre und zum Äußersten befähige.

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KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck beschäftigt sich in seinem Kommentar mit dem Reformationsjubiläum 2017. Die katholische Kirche habe auf Beteiligung gedrängt und keinen Zweifel daran gelassen, dass sie sich einer einseitig positiven Würdigung der Reformation widersetzen würde. Schuck meint, dass sich in den theologischen Beiträgen und liturgischen Feiern die katholische Sicht durchgesetzt habe. Deutlich werde das in dem am 16. September 2016 veröffentlichten gemeinsamen Wort der Evangelischen...

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Der Katholikentag hatte zu seinem Leipziger Treffen im Mai die rechtspopulistische, in Teilen offen rechtsradikale AfD kurzerhand ausgeladen. Auch der Deutsche Evangelische Kirchentag hat sich eindeutig positioniert und will auf seinem Treffen nächstes Jahr in Berlin und Wittenberg niemandem ein Podium bieten, der sich „rassistisch äußert“ oder „Äußerungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ macht. Wie soll die Kirche mit Rechten, mit Rassisten und Populisten umgehen? Mit dieser Frage...

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KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck erläutert in seinem Hintergrund die politische Lage zur Zeit der Gründung des Bezirkstags Pfalz. Der Rheinkreis sei 1816 die erste Region innerhalb eines Herrschaftsgebiets gewesen, das eine Teilautonomie zugesprochen bekam. So sei es kein Zufall, dass in der Pfalz mit dem Hambacher Fest die erste demokratische Kundgebung in Deutschland stattfand. Eine weitere Auswirkung sei, dass die pfälzische Landeskirche und das Bistum Speyer ein identisches Gebiet umfassen.

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Die Kinderarmut nimmt zu, sagt die Bertelsmann-Stiftung. In Rheinland-Pfalz leben 11,5 Prozent der Minderjährigen von der Grundsicherung, auch Hartz IV genannt. KIRCHENBOTEN-Autor Stefan Mendling meint, dass die Kinder nicht nur an finanzieller Armut leiden, sondern daran, dass ihre Familien immer weniger Zeit mit ihnen verbringen. Es sei eine Armut auf der Beziehungsebene. Es müsse daher vor allem darum gehen, Familien mehr Möglichkeiten zu bieten, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen: nicht...

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Schon als Papst Benedikt XVI. 2013 seinen Rücktritt erklärte, entstand unter Kirchenrechtlern eine Unklarheit über die zukünftige Rolle des sich nun „Papst Emeritus“ nennenden Kirchenoberhaupts. Kürzlich hat die alte Frage neue Aufmerksamkeit bekommen. Auslöser war eine Äußerung von Benedikts Sekretär, Georg Gänswein, bei der Präsentation eines Buches über das Pontifikat Benedikts XVI. im Juni. Gänswein sprach von einem „erweiterten Papstamt“, das nun von zwei Päpsten, einem aktiven und einem...

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Urplötzlich war es wieder da. Ein Wort, das scheinbar längst auf der Müllhalde der Geschichte verrottete, kam in diesen Tagen wieder zum Vorschein. Es ist der bittere Beigeschmack von Angst, Krieg, Not und Tod, der dem Begriff „bunkern“ anhängt, der wieder auftaucht, nach dem die Bundesregierung ein überarbeitetes „Konzept für die Zivilverteidigung“ vorgelegt hat. Von „Hamsterkäufen“ seien wir zwar noch weit entfernt, schreibt Wolfgang Lammel in seinem Gastkommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN....

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Seit dem Angriff auf die katholische Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray in Nordfrankreich stehen die Kirchen vor der Herausforderung, sich um die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Gottesdienstbesucher zu sorgen. Von einer akuten Bedrohungslage gingen die meisten Vertreter ­der evangelischen Kirche zumindest bei normalen Sonntagsgottesdiensten nicht aus, erläutert KIRCHENBOTEN-Autor Stefan Mendling in seinem Hintergrund. Kirchen seien Orte des Friedens, der Einkehr und des Gebets, begründe...

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Michael Diener, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands, fragt in seinem Gastkommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN, ob die christliche Welt sich genügend für ihre verfolgten Glaubensbrüder einsetzt. Er meint, christliche Nächstenliebe ende nicht an den Grenzen der eigenen Religion, keinesfalls. Aber sie beginne bei den eigenen Glaubensgeschwistern. Denn: Wie könne das Ende gut werden, wenn der Anfang nicht beherzigt werde?

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KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck beschäftigt sich in seinem Kommentar mit der Wirkung von Theologie auf die heutige Gesellschaft. Er glaubt, die Zeit der von Theologen angeregten gesellschaftlichen Debatten wie die über Krieg und Frieden, Ökologie und soziale Gerechtigkeit in den 1980er Jahren, sei vorbei: Von der Theologie an den Universitäten gingen überhaupt keine Impulse mehr für die Kirchen aus. Schuck fordert eine rege Debattenkultur zwischen Universitäten, Kirchenämtern und Gemeinden, um...

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Seit Jahrzehnten ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) ein bevorzugter Ansprechpartner für die deutsche Politik und die christlichen Kirchen im Land. Die deutsche Politik will verhindern, dass Erdogan via Ditib Einfluss in deutschen Klassenzimmern erhält. Während die Politik nachdrücklich darauf besteht, dass sich Ditib von der türkischen Regierung unabhängig macht und zum Rechtsstaat bekennt, sind die christlichen Kirchen zurückhaltend. Ein Kommentar von...

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Der islamistische Terror zielt auf Europa als Ganzes, er kann jederzeit und überall zuschlagen, er kann jeden treffen. Wolfgang Weissgerber geht in seinem Kommentar auf die Angst vor dem Terror ein. Angst sei aber auch eine Errungenschaft der Evolution. Sie bewahre davor, unnötige Risiken einzugehen und gehöre zum Selbsterhaltungstrieb, ist ein guter Ratgeber. Und ein schlechter – wenn sie zum Dauerzustand werde. Wolfgang Weissgerber zitiert die Worte von Bundespräsident Joachim Gauck. Die...

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KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck erläutert in seinem Kommentar zum Putschversuch in der Türkei, wer die von Präsident Erdogan beschuldigte Gülen-Bewegung ist. Schuck meint, die totalitäre Wende in der ­Türkei erreiche bald auch die deutsche Innenpolitik. Denn da Erdogan seine Gegner an ­jedem Ort verfolge, zeichne sich ein ­türkischer Gewaltexport ab. Stellvertreterkämpfe ­orientalischer Despoten seien aber das ­Letzte, was Europa gebrauchen kann.

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Die Missionsreisen des Paulus, von denen das Neue Testament berichtet, waren weder antike Urlaubsreisen noch sind sie mit modernen Flucht­geschichten zu vergleichen. Sie haben jedoch eine Verbindung geschaffen, die heute abzubrechen droht: die ­kulturelle Verbindung zwischen Europa und dem Vorderen Orient. Ein Kommentar von KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck.

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Der Rundfunk hat untersuchen lassen, wie viele im Osten Geborene zu den ostdeutschen Eliten gehören. Das Ergebnis: Die Ostdeutschen sind in der Minderheit. Und das sei ein Skandal. In seinem Beitrag im aktuellen KIRCHENBOTEN schreibt der Theologe und Politiker Richard Schröder, er halte das für üble Stimmungsmache durch Geschichtsklitterung. Denn suggeriert werde: Da gibt es zwei Völker, die Ostdeutschen und die Westdeutschen, und das eine beherrscht das andere. Diese zwei Völker habe es nie...

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Es hätte groß werden können. Ein schönes Bild und starkes Zeichen für Verständigung über Ländergrenzen hinweg. Die Oberhäupter aus 14 orthodoxen Kirchen treffen sich und legen alte Streitigkeiten bei, beraten darüber, was ihre Aufgabe im 21. Jahrhundert ist. Jedoch: Die Christen tun sich schwer mit der Einheit. Auch sie ergehen sich lieber in kleinlichem Gezänk und Machtspielen, statt gemeinsam ihren Glauben an Christus zu bezeugen und entsprechend zu handeln. Martin Vorländer kommentiert im...

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KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch kommentiert die Schließung des Evangelischen Krankenhauses in Zweibrücken. Er fordert, aus diesem Fiasko Konsequenzen zu ziehen: Mehr Fachleute in die Vorstände und in die Kontrollgremien. Und die Diakonie in der Pfalz müsse endlich gemeinsam vorangehen. Kleine Unternehmen seien auf dem Gesundheits- und Pflegemarkt kaum noch überlebensfähig. Daher sei eine Gesamtstrategie für die diakonischen Einrichtungen unerlässlich.

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Wolfgang Lammel kommentiert im aktuellen KIRCHENBOTEN die Entscheidung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland keine Frauen mehr zu Pfarrerinnen zu ordinieren. Er meint, der Kurs der lettischen Kirche dürfte auf eine Art Schulterschluss mit der russisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche zielen, um die drei Kirchen als gesellschaftliche Kraft zu stärken. Der Protest aus dem Westen könnte da sogar einkalkuliert sein.

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KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger beschäftigt sich in seinem Kommentar mit der Oberkirchenratswahl. Er meint, die Wahl von Marianne Wagner zeige, dass das System der Absprachen der drei etablierten kirchenpolitischen Gruppen durchbrochen sei. Was bleibt sei die Erkenntnis, dass es zu guten Entscheidungen auch ohne verbindliche Absprachen zwischen den Gruppen kommen kann. Die Synodaltagung stehe für einen Wandel im Selbstverständnis der Synodalen: Wir arbeiten in den Gruppen, aber denken...

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Früher haben wir gelernt: Die schlimmste Christenverfolgung hat in den ersten 300 Jahren der Kirche stattgefunden. Heute muss es leider heißen: Die schlimmste Christenverfolgung findet gegenwärtig statt, wo die Christen mit 2,3 Milliarden Gläubigen die größte Religionsgemeinschaft der Erde sind. Warum schweigen so viele, fragt Steffen Reiche in seinem Gastkommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN.

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Nach den drei ergebnislosen Wahl­gängen im November des vergangenen Jahres, als die pfälzische Landessynode keinen der beiden Bewerber für geeignet hielt, hat sie nun die Qual der Wahl: Sie hat die Auswahl zwischen drei neuen und einem alten Kandidaten für die Nachfolge von Oberkirchenrat Müller und darf sich in fünf Wahlgängen an einer für die Zukunft der Landeskirche maßgeblichen Personalentscheidung abarbeiten. Ein Kommentar von KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger.

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„Hörst du mir zu?“ Die Frage ist häufig berechtigt. Denn Zuhören ist anstrengend. Zuhören braucht Zeit, Ruhe, Geduld, Aufmerksamkeit. Davon haben wir immer weniger. Der Alltag und die Lebensbezüge des modernen Menschen sind anspruchsvoll und brauchen viel Kraft. Es sind manchmal zu viele Dinge, die gleichzeitig auf uns einstürmen. Da heißt es sortieren, filtern, was wichtig ist. Im richtigen Moment zuhören, den und die anderen verstehen, ist Lebenskunst. Ein Gastkommentar des Vorsitzenden des...

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Ohne Sprache kann Integration nicht gelingen. Über diesen Grundsatz herrscht Einigkeit. Gerungen wird im Rahmen des geplanten Integrationsgesetzes nur darüber, wer wann das Recht zur Teilnahme an einem Sprach- oder Integrationskurs hat. Die Mittel dazu sollen aufgestockt werden. Geld in die Sprachförderung zu stecken, ist ein guter Plan. Aber er muss schneller umgesetzt werden, urteilt Renate Haller in ihrem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN.

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Die neueste Sinus-Studie über die Lebenswelten der Jugendlichen in Deutschland hat ergeben, dass die große Mehrheit muslimischer Jugendlicher in Deutschland genauso ist wie die deutsche Jugend: weitgehend angepasst, friedlich und tolerant. Die heutigen Jugendlichen wollten die Welt nicht aus den Angeln heben, sie haben nichts mit Revolution oder Revolte am Hut. Doch in einem unterscheiden sich die heutigen Jugendlichen nicht von ihren Vorgängergenerationen: Sie sind auf der Suche nach Sinn und...

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Der 1. Mai, der arbeitsfreie Tag der Arbeit, fällt auf einen Sonntag. Damit sind die Beschäftigten angeschmiert. Denn am Sonntag haben die meisten von ihnen sowieso frei. Ein entgangener Feiertag ist aber das geringste Problem, das Arbeitnehmer plagt. Denn angesichts der Digitalisierung der Arbeitswelt und des demografischen Wandels steht über allem die eine entscheidende Frage: Wie sozial und wie solidarisch will diese Gesellschaft sein? Ein Kommentar von Wolfgang Weissgerber.

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Zu wenige Stimmen haben sich unter den Pfälzer Protestanten gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime erhoben. Die pfälzische Landeskirche schaltete sich bereitwillig gleich, machte Kirchenpräsident Christian Schad bei der Vorstellung des Handbuchs zur Geschichte der Landeskirche in der NS-Zeit im Historischen Museum der Pfalz in Speyer deutlich. Daraus erwachse heute auch die Verpflichtung, verfolgten Menschen beizustehen. „Rheinpfalz“-Chefredakteur Michael Garthe forderte die Christen...

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KIRCHENBOTEN-Autor Alexander Lang beschäftigt sich in seinem Hintergrund mit dem soeben erschienenen Handbuch zur Geschichte der Landeskirche in der NS-Zeit. Die mehr als 900-seitige Publikation biete erstmals ein differenziertes ­Gesamtbild der Geschichte der Landeskirche im Nationalsozialismus. Das Buch wolle zum Nachdenken über die damalige Rolle der evangelischen Kirche sowie über den Nationalsozialismus insgesamt anregen und zu weiteren regional- und lokalgeschichtlichen Forschungen...

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Die Flüchtlingskrise hat die Bundesrepublik und Europa tief gespalten. Nationaler Egoismus der meisten Mitglieder der EU verhindert vernünftige Vereinbarungen über eine gerechte Verteilung von Flüchtlingen. In Deutschland haben die Sorgen vieler Menschen den Islamhassern und Asylfeinden von Pegida und AfD einen Zulauf gebracht, der das Spiel der politischen Kräfte empfindlich stört. Nun heißt es, die Scherben zusammenzukehren, Europa neu zu erfinden. Ein Rückfall in den Nationalismus des 19. und...

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Die durchschnittliche Rente in Deutschland liegt unter 1200 Euro. Viele Senioren müssen mit weitaus weniger Geld auskommen, darunter viele Frauen. Die Kosten im Heim- und Pflegebereich zeigen jedoch nur in eine Richtung: nach oben. Die Kosten für die Betreuung im Alter sind so hoch, dass viele Menschen nicht mehr wissen, was sie machen sollen. Und da liegt der Gedanke, Onkel Rudi oder Tante Berta in Polen oder anderen Ländern wie Thailand, Tschechien, Ungarn oder gar Zentralafrika...

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Das Haus der Familie in Bad Bergzabern hat ein Repaircafé gegründet. Hier treffen sich einmal im Monat Menschen und bringen Elektrogegenstände mit, die nicht mehr funktionieren – und im Reparaturcafé möglicherweise erneut zum Leben erweckt werden. Unterstützt werden die Gäste von fünf bis sechs ehrenamtlichen Reparateuren. Es sind allesamt handwerklich ausgebildete Spezialisten, meist im Ruhestand, die ein solides Fachwissen einbringen und zudem Spaß an der Fachsimpelei mit den Gästen haben.

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Terror sei lateinisch und bedeute Angst, Schrecken. Darum gehe es den islamistisch-fundamentalistischen Terroristen. Ihre Absicht sei Angst und Schrecken zu verbreiten, um so die Herrschaft Allahs in die Welt zu tragen. Doch wie soll man ihnen begegnen, fragt Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar im KIRCHENBOTEN. Die Wurzel des Terrors sei jedoch nicht allein in missglückter Integ­ra­tion zu suchen. Seine geistigen Väter seien der IS, al-Qaida und die Taliban. Es wäre fatal, diese nun mit...

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Der Brauch des Osterlachens war im späten Mittelalter weitverbreitet. Mit mehr oder weniger gelungenen Witzen – und gelegentlich gar mit üblen Zoten – wollten die Geistlichen von der Kanzel die Gemeinde am Osterfest zum Lachen bringen. Die Menschen verlachten den Tod, der mit Jesu Auferstehung endgültig besiegt war. Doch wer am Osterfest 2016 auf die Welt blickt, dem könne angesichts Gewalt, Krieg, Hunger, Flucht, Umweltkatastrophen und Verzweiflung das Lachen schnell vergehen, meint...

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Der englische Begriff „Update“ bedeutet, dass etwas aktualisiert, auf den neuesten Stand gebracht wird und Fehler behoben werden. Stefan Mendling sieht in der Konfirmation ein „Update“, mit dem die Jugendlichen vertrauensvoll und gestärkt ihren Weg weitergehen. Es sei ein echtes „Update“, denn es warteten auf die frisch Konfirmierten viele Möglichkeiten, die entdeckt werden wollten, und ein Glaube, der sie durch alle Lebenslagen hindurch begleite, vielleicht sogar eine neue Heimat, die sie in...

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Selbstfahrende Autos sind Thema des Kommentars von Wolfgang Weissgerber im aktuellen KIRCHENBOTEN. Computerhersteller, Softwareschmieden, Maschinenbauer und Automobilkonzerne tüfteln an Fahrzeugen, die wie von Geisterhand gesteuert fahren, ohne dass der Mensch noch lenkend oder korrigierend eingreifen muss. Unsere Straßen können nur sicherer werden, wenn emotionslose Computer den Menschen in all seiner Unzulänglichkeit unterstützen, meint Weissgerber.

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Die deutsche Entwicklungspolitik ist Thema des Kommentars von Wolfgang Weissgerber im aktuellen KIRCHENBOTEN. Diese entdecke gerade das Thema Religion. Das sei nicht nur eine weitere von zahlreichen Volten, sondern ein grundlegender Paradigmenwechsel. Vor allem aber sei es höchste Zeit. Denn die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren – auch mit den Religionsgemeinschaften – sei eigentlich selbstverständlich.

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Das Verhältnis von Kirche und Politik ist Thema des Kommentars von KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck. Ein mündiger Christ stehe mitten im Leben; dazu gehöre, dass er eine politische Haltung hat. Dabei dürfe angenommen werden, dass der christliche Glaube einen Einfluss auf die Bewertung politischer Alltagsfragen ausübt. Es dürfe jedoch niemals der Eindruck entstehen, als gäbe es irgendwelche kirchlichen Agenturen, die im Namen aller evangelischen Christen eine Art „Meinung der Kirche“ in...

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Mit den Folgen der Entscheidung der Evangelischen Kirche im Rheinland zur Trauung gleichgeschlechtlicher Paare für die pfälzische Landeskirche beschäftigt sich KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger in seinem Kommentar. Er meint: Wenn der Eintrag einer rheinischen Amtshandlung, die es in der Pfalz nicht gibt, in pfälzische Kirchenbücher erfolgt, ist der Gesetzgeber der Landeskirche, die Landessynode, am Zug.

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Papst Franziskus plant am Reformationstag 2016 an einer gemeinsame Gedenkfeier mit dem Lutherischen Weltbund (LWB) im schwedischen Lund teilzunehmen. Einige hundert Kilometer weiter südlich wird am selben Tag die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Wittenberg das abschließende Jahr ihrer Reformationsdekade eröffnen. Es sei zu befürchten, dass der Auftritt des Papstes die EKD aus den Schlagzeilen verdrängen wird, meint KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck in seinem Kommentar: Ein gemeinsames...

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KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch beschäftigt sich in seinem Kommentar mit dem Streit in der evangelikalen Bewegung. Konservative Evangelikale haben die evangelikalen Dachverbände aufgefordert, strittige Positionen etwa zur Pluralität in Glaubensfragen oder zum Umgang mit Homosexualität zu klären. Auslöser der Initiative sind Interviews des Vorsitzenden der Evangelischen Allianz, Michael Diener. Darin hatte der die evangelikalen Christen zu mehr Selbstkritik ermuntert, vor Abschottung gegen die...

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Wie soll man dem wachsenden Fremdenhass in Deutschland begenen, fragt Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN. Er plädiert dafür, dazu auch Adolf Hitlers „Mein Kampf“ zu nutzen. Das Institut für Zeitgeschichte habe gerade eine kommentierte Ausgabe herausgebracht, die in jede Schule gehöre. Dort müssten in den kommenden Jahren nicht nur junge Deutsche mit der offenen, pluralen Gesellschaft und deren Werten, mit Gleichberechtigung, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit...

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KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck beleuchtet die Hintergründe des Konfliktes zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Nimr Baker al-Nimr in Saudi-Arabien habe diesen Dauerkonflikt eskalieren lassen, der vordergründig als Kampf Saudi-Arabiens und des Iran um die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten erscheint. Im Hintergrund gehe es aber nicht nur um geopolitische Fragen, sondern um einen jahrhundertealten ideolo­gischen Streit, nämlich die...

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Es ist eine alarmierende Zahl: Etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Angststörungen. Manchmal sind es konkrete Ängste, zum Beispiel, den Job zu verlieren oder, dass im Rentenalter das Geld nicht reicht. Und dann gibt es da noch diese Lebensangst, die einen in den Griff nimmt, die alles zu bestimmen scheint. Dass auch gläubige Menschen davon nicht verschont sind, erfahren Seelsorger jeden Tag. Vielleicht auch an sich selber. Hat der Glaube hier eine Antwort, kann der Glaube...

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In seinem Kommentar geht KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch auf das Erstarken des Nationalismus in Europa ein. Die Länder Europas müssten ihre nationalen Hinterhöfe verlassen, fordert er. Über die Richtung in der Außen-, Wirtschafts-, Finanz- oder Sozialpolitik dürften nicht einzelne Staaten miteinander streiten. Es sei Zeit für schlagkräftige europäische Institutionen, in denen nicht Nationen, sondern demokratisch legitimierte Politiker entscheiden - per Mehrheitsbeschluss und parlamentarisch...

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In seinem Gastkommentar geht der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm auf die Ängste der Menschen ein. Nach den Attentaten von Paris, wo der Terror so nahe gekommen sei, schafften es auch viele vernünftige Argumente nicht, den Menschen die Angst und das Gefühl der Unsicherheit zu nehmen. Aber auch die Vorstellung, dass den eigenen Kindern etwas zustoßen könnte, verursache Angst. Wie man damit umgehen kann, dazu gibt er zwei Ratschläge.

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Der geplante Bundeswehreinsatz in Syrien ist Thema des Kommentars von KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch. Es gebe gute Gründe, den Einsatz abzulehnen. Wie schon bei den Einsätzen in Afghanistan, im Irak oder in Libyen fehle auch dem Einsatz in Syrien eine überzeugende politische Strategie. Es gäbe im Vorfeld von militärischen Einsätzen viel zu tun, um den IS zu schwächen, meint Koch. Weder die Waffenlieferungen an die Terrorgruppe noch deren Geldströme würden bisher wirkungsvoll unterbunden. Und zur...

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Mit der Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland beschäftigt sich Stephan Bergmann in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN. Sie berge zunehmend sozialen Sprengstoff – nicht erst seit dem Flüchtlingsansturm. Ein Leben an der Schwelle zur Armut hierzulande sei sicherlich nicht vergleichbar mit der Not in der Dritten Welt. Bei uns gehe es eher um Teilhabegerechtigkeit und Chancengleichheit in einer stark auseinanderdriftenden Wohlstandsgesellschaft. Im Licht einer solidarischen...

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KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger beschäftigt sich in seinem Kommentar mit der gescheiterten Oberkirchenratswahl bei der pfälzischen Landessynode. Wer sich einer demokratischen Wahl stelle, müsse immer mit Zweierlei ­rechnen: dass er gewählt wird – oder nicht. Wenn die kirchenpolitischen Gruppen jedoch die Vorabverteilung der Leitungspöstchen nach Proporz betrieben, würden sie dieses demokratische Prinzip ad absurdum führen und die presbyterial-synodale Verfassung der Landeskirche...

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Knapp zwei Jahre vor der 500-Jahr-Feier des Thesenanschlags Martin Luthers versucht die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), ihre theologischen Profile immer mehr einzuebnen und organisatorisch immer mehr der katholischen Kirche nachzueifern. Rund neun Jahre nachdem die EKD den Gliedkirchen attestierte, dass sie unterhalb einer Mitgliederzahl von einer Million nicht überlebenswert sind, hat die EKD-Synode nun in Bremen beschlossen, dass sie nun selbst Kirche ist – eine Kirche ohne...

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Die bevorstehende Synode mit Oberkirchenratswahlen ist Thema des Kommentars von KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch. Männlich, Dekan und mehr oder weniger deutlich über 50 Jahre alt: Das sei das Profil der neuen geistlichen Oberkirchenräte in der pfälzischen Landeskirche im 21. Jahrhundert. In den 1990er Jahren sei dies noch anders gewesen: Keiner der geistlichen Oberkirchenräten, die damals gewählt wurden, sei schon 50 Jahre alt und zuvor Dekan gewesen.

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Die Angst wachse. Die Wut auch. Im Sommer noch hätten Menschen ankommende Flüchtlinge an Bahnhöfen willkommen geheißen. Heute drehe sich die Debatte um Asylbewerber hauptsächlich um die Sorgen der Alteingesessenen. Sorge vor einwandernden Terroristen, Sorge um den Wert der Eigenheime, Sorge vor Überfremdung. Nils Sandrisser thematisiert in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN die Leichtgläubigkeit vieler Bürger und den Populismus mancher Politiker.

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Mit dem Motto der Reformationsdekade für das Jahr 2016 beschäftigt sich KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch in seinem Kommentar. Es könne aktueller nicht sein, meint er: Reformation und die Eine Welt. Zunächst verweise diese Aussage darauf, dass die Reformation keine deutsche Angelegenheit sei. Zwar seien wichtige Impulse für die Reformation von hier ausgegangen, aber inzwischen beriefen sich weltweit etwa 400 Millionen Christen auf das reformatorische Erbe. Trotz vielfältiger Frömmigkeitsstile...

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Die Energiewende ist Thema des Kommentars von Nils Sandrisser im aktuellen KIRCHENBOTEN. Alle wissenschaftlichen Parameter würden sagen, dass die Wende notwendig und vernünftig sei. Man dürfe der Regierung zudem schon unterstellen, dass sie zumindest ungefähr weiß, wohin die Reise gehen soll. Aber sie sage es bislang nicht. Womöglich habe sie Angst, dass die Euphorie, mit der 2011 die Energiewende startete und die schon merklich abgenommen hat, dann komplett weg ist, meint Sandrisser.

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KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch beschäftigt sich in seinem Kommentar mit den Plänen des Kirchenbezirks Kaiserslautern, die Gottesdienstzeiten flexibler zu gestalten. Es müsse sich etwas ändern, meint er. Schon allein deshalb, weil eine kleiner werdende Kirche es sich auf Dauer schlicht nicht leisten könne, jeden Sonntag Kirchen zu bespielen, in denen jeweils zwei Handvoll Besucher sitzen während sie nur wenige Gehminuten voneinander entfernt liegen. Allerdings sei es kaum praktikabel, jeden...

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KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger setzt sich in seinem Kommentar mit der Handlungsweise von Angela Merkel in der Flüchtlingsfrage auseinander. Für ihn geht es selbstverständlich auch künftig darum, Flüchtlinge aus Krisengebieten, die bisweilen tausende Kilometer unter schlimmsten Bedingungen hinter sich haben, freundlich zu empfangen und Obdach zu bieten. Hier dürfe jeder seine Religion ausüben, und er kann es lassen, wenn er will. Meinungsfreiheit und Toleranz seien nicht für jeden...

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Mit dem Tag der offenen Tür für Presbyter im Landeskirchenrat beschäftigt sich KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch in seinem Kommentar. Wenn die Kirche ihre Strahlkraft erhalten oder wiedergewinnen wolle, dann müssten sie und ihre Mitglieder und Mitarbeiter mit ihren Defiziten erkennbar anders umgehen, als das in der Gesellschaft allgemein üblich sei, fordert er. Christen und Kirche müssten öfter einmal für eine Überraschung sorgen: öffentlich Fehler eingestehen, versöhnlich auf Widersacher zugehen,...

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Griechenland nach der Wahl ist Thema des Kommentars von Wolfgang Weissgerber im aktuellen KIRCHENBOTEN. Bei keinem Thema habe Europa die Griechen derart ­alleingelassen wie beim Thema Flüchtlinge, schreibt er. Das müsse sich Alexis Tsipras, der seine neue Mehrheit nicht mehr nur einem lauten „Nein“ zu Europa verdankt, nun nicht länger gefallen lassen. Eine selbstbewusste Regierung in Athen werde die Europäer jetzt an ihre gemeinsame Verantwortung in der Flüchtlingsfrage erinnern.

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Die Krise der Demokratie ist Thema des Kommentars von Nils Sandrisser im aktuellen KIRCHENBOTEN. Er meint, dass die Krise der Demokratie vor allem eine soziale Krise ist und damit Folge einer Politik, die jahrzehntelang zugesehen hat, wie Arm und Reich auseinanderdriften, und dies mit einem ungerechten Bildungssystem zementiert hat.

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Wie gefährlich ist TTIP? Das geplante transatlantische Handels- und Investitionsabkommen spaltet die Gemüter. Auf der einen Seite hört man Befürchtungen. Von Chlorhühnchen ist die Rede, genmanipulierten Lebensmitteln. Auf der anderen Seite beteuert die EU-Kommission, welche die Verhandlungen mit den transatlantischen Partnern führt, das sei Unfug. Mehr Transparenz bei den Verhandlungen fordert Gerd-Matthias Hoeffchen in seinem Gastkommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN.

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Seit über einem Jahr geht das Gespenst eines neuen Kalten Kriegs um in Europa. Die Rolle des Alleinschuldigen am Ukraine-Konflikt, an den Sanktionen und Gegensanktionen, sehen die meisten Europäer exklusiv bei Russland, das wegen des Ölpreisverfalls auch noch in eine schwere Rezession gerutscht ist. Wer sich im Sommer 2015 ein Bild davon machen möchte, wie sich das Land verändert, wie die Russen mit Krise und neuer Konfrontation umgehen, der kann eine Reihe überraschender Erfahrungen machen,...

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Die Zahlen der Asylbewerber aus Balkan-Ländern wie dem Kosovo und Albanien steigen. Vor diesem Hintergrund fordert Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN, dass die Europäische Union dabei helfen solle, dort stabile demokratische Strukturen und ein rechtstaatliches System aufzubauen sowie die Korruption zu bekämpfen. Denn: Niemand verlasse seine Heimat, der dort eine Zukunft sieht.

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Aktuell stehen Hetzkampagnen gegen Asylbewerber bei einer viel zu großen Gruppe deutscher Facebook-Nutzer hoch im Kurs. Es sind Aufrufe zum Kampf gegen all diese gefährlichen und noch dazu kriminellen Asylanten, die sich auf Kosten des deutschen Staats in diesem Land breitmachen. Nachhilfe in Sachen Toleranz und Nächstenliebe würde einigen Facebook-Nutzern ­sicher nicht schaden, schreibt Charlotte Lisador in ihrem Kommentar.

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Endlich Urlaub! Zeit, das Wetter zu genießen, die Arbeit zu vergessen und Kraft zu tanken? Von wegen. Denn wer in der Freizeit bloß entspannt, bei dem geht’s womöglich schnell bergab mit der Karriere. Das zumindest behauptet die sogenannte „Karriere­bibel“. Doch wenn Menschen in ihrer Freizeit nicht mehr frei sind, den „Funktionier-Modus“ abzuschalten, macht sie das vielleicht kurzfristig beruflich erfolgreich, aber bestimmt nicht dauerhaft glücklich, meint Brigitte Vordermayer in ihrem...

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Wissen Sie wer Wassili Archipow und Stanislaw Petrow sind? Jeder dieser beiden hat einmal einen möglichen Atomkrieg verhindert. 70 Jahre nach dem ersten Abwurf einer Atombombe auf Hiroshima beschäftigt sich Nils Sandrisser in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN mit der Frage, ob ein Gleichgewicht des Schreckens sicheren Schutz vor der Vernichtung bietet. Es schieße nur dann keiner, wenn klar sei, dass er dann als Zweiter sterbe, so die fragwürdige Begründung.

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Aktuell sitzen zwölf der 19 Dekane unter den 62 gewählten Mitgliedern der pfälzischen Landessynode. Da die Dekane mit ihren weitgehenden Rechten, wie der Ordination der Pfarrer, das bischöfliche Element in dieser reformiert geprägten Kirche darstellen, gibt das schon zu denken. Wird aus der 1818 gegründeten „Vereinigten protestantisch-evangelisch-christlichen Kirche der Pfalz“ zur 200-Jahr-Feier etwa eine Bischofskirche? Mit dieser Frage beschäftigt sich KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut...

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In seinem Gastkommentar im KIRCHENBOTEN fordert der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, eine Politik, die den Schutz der Religionsfreiheit und die Menschenrechte ins Zentrum rückt. Wenn engagierte Leute sich hierzulande für legale Fluchtwege nach Europa einsetzten, dann sei das auch eine Reaktion auf Berichte über Menschen, die wegen ihrer Religion verfolgt würden.

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Schon vor der konstituierenden Sitzung der Landessynode hat es ein wenig gerumpelt. In fünf von 19 Kirchenbezirken lief die Wahl der Landessynodalen nicht reibungslos. So misslich Missverständnisse und Unstimmigkeiten im Einzelfall auch sein mögen, sie bieten immer auch Gelegenheit, grundsätzlich über das Selbstverständnis der Kirche zu diskutieren. Wie sehr muss ein Landessynodaler in der Basis, also in einer Gemeinde, verwurzelt sein? Wie transparent müssen die Kandidatenfindung und die Wahl...

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Der böhmische Kirchenreformer Jan Hus, der vor 600 Jahren auf dem Konzil von Konstanz auf dem Scheiterhaufen vebrannt wurde, wird heute noch in Tschechien als Nationalheld verehrt. Wie 100 Jahre später Martin Luther verurteilte auch Jan Hus den Ablasshandel, und auch Hus hielt Gottesdienste in der Landessprache, stellte das Wort der Bibel über den Papst und teilte beim Abendmahl den Kelch an die Gemeinde aus. Warum Luther den Wormser Reichstag überlebte, während Hus von seinem vermeintlichen...

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Nach Meinung von KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch gehört die Kunst in den Kirchenraum. Bilder könnten das Wort nicht verdrängen, aber sie könnten es unterstützen und dafür sorgen, dass Denken und Fühlen, Vernunft und Glaube sich ergänzen. Er regt an, dass Gemeinden Kunst zum festen Bestandteil des Kirchenraums machen und beim Renovieren Geld für Kunst abzweigen sollten. Es lohne sich, gemeinsam mit einem Künstler eine Kirche neu zu entdecken und eine Möglichkeit zu suchen, den Raum spannender und...

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Von Friedensforschern zu erwarten, dass sie zu den Waffen rufen, wäre wohl zu viel verlangt. Insofern sind viele Thesen im neuen deutschen Friedensgutachten wenig überraschend. Dennoch sind manche Sichtweisen und Argumente der Friedensforscher nicht selbstverständlich. Denn sie fordern von Deutschland ­etwas lange Verpöntes: mehr Einsatz. Wolfgang Weissgerber kommentiert im KIRCHENBOTEN das soeben erschienene Friedensgutachten 2015.

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Als ein „Motivationstraining für alle, die nicht an den großen Problemen der Zeit vorbeisehen wollen“, hatte Bundespräsident Joachim Gauck den Kirchentag bei der Eröffnung bezeichnet. Damit hat er recht. Wer den Bundesministern Müller oder de Maizière zugehört hat, muss das Gefühl haben: Beharrliches Eintreten für eine Sache lohnt sich – so wie es viele Kirchengemeinden in der Flüchtlingsarbeit tun. Renate Haller kommentiert im KIRCHENBOTEN den Kirchentag in Stuttgart.

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Die neue Landessynode steht vor großen Herausforderungen: Die Zahl der Kirchenbezirke wird demnächst auf 16 sinken, aufgrund sinkender Mitgliederzahlen werden die finanziellen Mittel spürbar weniger werden. Aber wird das kirchliche Leben in den Dörfern und Städten darunter wirklich leiden? Selbst das etwas leidvolle und zögerliche Zusammenkommen dieser Landessynode zeigt: Das wird es nicht, meint KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger in seinem Kommentar.

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Ob die neue ökumenische Zeit mit dem Bistum Speyer und der pfälzischen Landeskirche zieht, ist noch lange nicht entschieden, aber Kirchenpräsident Schad und Bischof Wiesemann sangen, predigten, lachten und sprachen zwei Tage lang Seit’ an Seit’. Und mehr als 20 000 Katholiken und Protestanten taten es ihnen gleich auf dem Ökumenischen Kirchentag. Und dennoch: In vielen Diskussionen und Gesprächen wurde klar, dass die Kirchen unter Zugzwang sind, meint KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch in seiner...

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Geistige Fitness bedeutet, mit allen Herausforderungen des ­Alltags umgehen und sich auf das ­eigene Urteilsvermögen verlassen zu können. Auch der „alten Dame“ Kirche macht das manchmal Probleme. Man merkt auch ihr das Alter an: Es klappt einfach nicht mehr so wie ­früher. Sind das die normalen Alterserscheinungen? Diese Frage stellt KIRCHENBOTEN-Autor Stefan Mendling in seinem Kommentar und beschäftigt sich mit dem Thema Streikrecht in der Kirche am Beispiel der Kindertagesstätten.

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Wenige Monate nachdem das Bundesverfassungsgericht im Sinne der katholischen Kirche geurteilt hat, ändert der Verband der Diözesen Deutschlands seine „Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse“ und lässt den Einrichtungen größere Spielräume für den Umgang mit Bediensteten, die den Loyalitätsforderungen in ihrer Lebensführung nicht entsprechen. So sollen wiederverheiratete Geschiedene beispielweise künftig nicht mehr automatisch gekündigt werden. Ein...

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KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger kommentiert den Ausschluß der Öffentlichkeit bei der Kuseler Bezirkssynode Mitte April. Die pfälzische Landeskirche sei seit ihrer Gründung im Jahr 1818 eine demokratisch verfasste, für die Menschen offene und für die Gesellschaft öffentliche Kirche. Das gelte vor allem für die Synoden. Das Kuseler Geschehen sei umso schlimmer, als sich die Frage nach dem dort verbreiteten Kirchenverständnis der Pfälzer Protestanten stelle.

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KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch beschäftigt sich in seinem Kommentar mit der Podiumsdiskussion mit Kirchenpräsident Christian Schad und Bischof Karl-Heinz Wiesemann zur Ökumene. Die Diskussion sei richtungsweisend, lobt er. Denn Schad und Wiesemann hätten vor allem über gemeinsame christliche Werte und Aufgaben jenseits des Kirchenrechts gesprochen. Für die Katholiken und Protestanten in den Gemeinden bedeute dies, enger zusammenzurücken, mehr gemeinsam zu beten, zu feiern und zu helfen. Ihr...

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„Theologieprofessor will das Alte Testament aus der Heiligen Schrift verbannen“, lautet die Überschrift einer jüngst veröffentlichten Stellungnahme von Friedhelm Pieper, dem evangelischen Präsidenten des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christliche-jüdische Zusammenarbeit. Nichts weniger als einen „handfesten theologischen Skandal im gegenwärtigen deutschen Protestantismus“ sieht der hessen-nassauische Pfarrer am Werk, denn der Berliner Professor Notger Slenczka verlasse...

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KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger erläutert in seinem Kommentar die Hintergründe der Pfälzer Kirchenunion, der Vereinigung der reformierten und der lutherischen Gemeinden zur heutigen pfälzischen Landeskirche. Im September 2018 soll das 200. Jubiläum der Union in Kaiserslautern gefeiert werden, an dem Ort, an dem sie nach der Abstimmung der protestantischen „Gemeindsglieder“ gegründet wurde.

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Stephan Bergmann geht in seinem Kommentar auf die Flüchtlingsproblematik ein. Die globale Gerechtigkeitsfrage sieht er zur zentralen Herausforderung für den Weltfrieden werden. Die Armen von heute seien die Flüchtlinge von morgen. Zu Recht würden unsere Kirchen schon lange ihre mahnende Stimme angesichts des wachsenden Nord-Süd-Gefälles erheben. Abseits der ­aktuellen Krisen bestehe auch hier dringender Handlungsbedarf. Wir alle haben nur die eine Welt, sagt er.

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Martin Vorländer beschäftigt sich in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN mit der Frage, wie mit dem Absturz der Germanwings-Maschine umgegangen wird. Kritiker seien der Ansicht, die Betroffenheit werde übertrieben. Schließlich gebe es zu allen Zeiten Unglücke, Kriege und Katastrophen, deren Tote wir nicht derart betrauern, weil sie weit weg sind. Doch Passionszeit bedeute, den Schmerz nicht wegzuschieben, sondern mit zu fühlen. Und gerade dies sei Ostern: Wir wissen um den Tod und feiern...

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KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck kommentiert einen neuen Grundlagentext der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit dem Titel „Für uns gestorben. Die Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi“. Der Grundlagentext vermeide eine Festlegung auf eine bestimmte theologische Position. Dies sei jedoch kein Zugeständnis an die Vorlieben heutiger Kirchenmitglieder sondern vielmehr ein Ausdruck intellektueller Redlichkeit der Sache gegen­über, meint Schuck. Denn jede Deutung sei von...

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Europa stecke beim Thema Flüchtlinge in einem Teufelskreis, an dessen Zustandekommen es nicht ganz unbeteiligt gewesen sei, meint Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN. Den Vormarsch der Terrormiliz IS in Syrien und Irak, das Scheitern des arabischen Frühlings, die Korruption und den Verfall staatlicher Ordnung in Teilen Afrikas sowie das Afghanistan-Desaster – das alles hätten die Europäer zwar nicht unmittelbar zu verantworten. Durch eine halbherzige Politik des...

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Auch die drei Gemeinden der Landeskirche, in denen die Presbyteriumswahlen wegen zu geringer Kandidatenzahl im vergangenen Jahr ausgefallen sind, haben jetzt neue Presbyterien. Auf Vorschlag der zuständigen Bezirkskirchenräte hat der Landeskirchenrat in Speyer sogenannte geschäftsführende Presbyterien ernannt. In seinem Kommentar analysiert KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch, weshalb es manchen Kirchengemeinden schwer fällt, die notwendige Kandidatenzahl zu erreichen und welche Lösungsmöglichkeiten...

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So viel Bewegung gab es im deutschen Katholizismus schon lange nicht mehr, urteilt KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck in seinem Kommentar. Auf der jüngsten Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz habe sich deren Vorsitzender, der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx, als Vertreter eines selbstbewussten Bischofskollegiums präsentiert, das sich in wichtigen pastoralen Fragen nicht mehr von Rom die Richtung vorschreiben lassen will. So wollen die Bischöfe bei der Frage nach der...

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Mit der Rolle der Kirchen im Ukraine-Konflikt beschäftigt sich Karsten Packeiser in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN. Mehrere rivalisierende orthodoxe Kirchen, im Westen die Unierten, die orthodoxe Gottesdienste feiern, aber den Papst als Oberhaupt anerkennen, dazu Katholiken und viele Freikirchler – die konfessionelle Gemengelage in der Ukraine sei schon seit der Unabhängigkeit ziemlich verworren gewesen, schreibt er. Heute, wo das Land in Trümmern liegt, könnten die Kirchen laut...

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An der Tankstelle komme Freude auf: Sprit sei so billig wie schon lange nicht mehr. Das entlaste den privaten Geldbeutel und kurbele die Wirtschaft an, schreibt Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN. Aber ist das wirklich so einfach mit dem niedrigen Ölpreis? Weissgerber meint, die Freude der Verbraucher dauere vermutlich nicht lang. Denn: Wir alle müssten den Preis dafür zahlen durch die ungewollte Finanzierung ­eines schmutzigen Kriegs, durch steigende...

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Den von Bundesinnenminister de Maizière entfachten Streit um das Kirchenasyl kommentiert Renate Haller im aktuellen KIRCHENBOTEN. Mit 80 Prozent werde die Zahl der erfolgreich beendeten Kirchenasyle beziffert, schreibt sie. Mal werde ein Abschiebehindernis anerkannt, mal gebe es ein dauerhaftes Bleiberecht. Beteiligt seien an diesen 80 Prozent die ­Behörden, die den jeweiligen Fall abschließend entscheiden. Minister de Maizière sollte sich einmal fragen, ­warum es nur mithilfe engagierter Bürger...

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In Teilen des ­Islam wachse die Einsicht, dass der ­radikale Islamismus doch etwas mit dem Islam und dem Koran zu tun hat, schreibt Helmut Frank in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN. Er wünsche dem Islam den Mut und Willen zur Auseinandersetzung und zur Aufklärung: Toleranz gegenüber anderen Religionen, Vorrang staatlicher vor religiösen Gesetzen, Gleichberechtigung der Frau. Noch erhebe der Islam Anspruch auf den ganzen Menschen, die ganze Gesellschaft, auf den Staat, das Recht, die...

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KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch beschäftigt sich in seinem Kommentar mit den Problemen des Evangelischen Krankenhauses Zweibrücken. Das zum Landesverein für Innere Mission gehörende Haus kooperiert ab sofort mit der Homburger Uniklinik. Koch meint, jetzt seien die Verantwortlichen in der Landeskirche und bei den diakonischen Trägern gefordert. Sie müssten gemeinsam Konzepte für die Zusammenarbeit aller Unternehmen der Diakonie bis hin zu Fusionen erarbeiten. Denn immer, wenn es bei einem...

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Die Aufarbeitung des kirchlichen Handelns in der Nazi-Zeit ist Thema des Kommentars von Martin Schuck im aktuellen KIRCHENBOTEN. Die Kirchen hätten lange von ihrer Einstufung als weitgehend unbelastete Organisationen durch die Siegermächte gezehrt. Es falle auf, dass die historische Forschung erst richtig in Schwung kam, als die Hauptakteure der damaligen Zeit nicht mehr lebten, schreibt er. Vermutlich sei eine objektive Beurteilung der Verstrickungen in den Nationalsozialismus erst jetzt...

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Die Anschläge in Paris sind Thema des Kommentars von Wolfgang Weissgerber im aktuellen KIRCHENBOTEN. Die Muslime in Deutschland stünden in großer Mehrheit, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung belege, fest zu Demokratie und Rechtsstaat – wen kümmert’s, fragt Weissgerber? Die Geschehnisse in Paris gäben all jenen nun die vermeintlich passenden Argumente an die Hand gegeben, die den Islam schon immer als Bedrohung empfunden hätten. Doch: Religions- und Pressefreiheit seien universell und...

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Die Evangelische Kirche in Deutschland hat den 500. Geburtstag des jüngeren Lucas Cranach zum Anlass genommen für ihr diesjähriges Themenjahr „Reformation – Bild und Bibel“. Anders als zur Zeit Cranachs leben wir aber heute in einer Welt, die regelrecht von Bildern überschwemmt wird. Letztlich gehe es darum, mit den Mitteln der Ästhetik religiöses Bewusstsein neu zu wecken und auf seinen Gegenstand, den in der Bibel bezeugten Gott, zu lenken, schreibt Martin Schuck in seinem Kommentar im...

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Zehn Jahre Hartz-Reformen - mit diesem Thema beschäftigt sich Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar im aktuellen KIRCHENBOTEN. Heute stehe Deutschland vordergründig blendend da, schreibt er. So viele Menschen in Arbeit wie noch nie; Steuereinnahmen auf Rekordniveau. Der Preis jedoch sei hoch gewesen, meint Weissgerber. Anders als von der Reform erhofft, seien die Sozialausgaben weiter gestiegen, und trotz Reform lebe ein wachsender Teil der Bevölkerung in relativer Armut.

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