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Losung

Losung für Mittwoch, 26. Juli 2017
Lobet Gott in den Versammlungen.
Psalm 68,27

Der Gott der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Römer 15,5-6

© Evangelische Brüder-Unität

„Oh Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit Dir anzufangen"

Ganz im Sinne des Heiligen Augustinus trifft sich die Sitztanzgruppe der Martinskirche regelmäßig jeden 2. und 4. Donnerstag in der Unterkirche. Helga Tavernier leitet diese Gruppe nun schon seit Oktober 1995.

Für den Herbst-Kontakt 2009 machte Frau Andrea Poigné-Karsten folgendes Interview:

Frau Poigné-Karsten: Hallo Frau Tavernier, ich muss gestehen, dass ich mir unter dem Begriff Sitztanz sehr wenig vorstellen kann.

Frau Tavernier: Sitztanz entstand aus dem Wunsch, Senioren zu aktivieren und zu Bewegung zu animieren. Sitztänze haben einfache, sich ständig wiederholende Figurenfolgen und regen durch die Musik zum Mitmachen an.

Frau Poigné-Karsten: Wie kam es denn zu dieser Gruppe?

Frau Tavernier: Die Sekretärin des ehemaligen Pfarrers Scheuermann sprach mich Mitte der 90er Jahre an, ob ich Interesse an einem Seminar für Tänze im Martin-Butzer-Haus hätte. Ich ging neugierig hin und nachdem mir das gefallen hatte, stellte ich das bei einem Seniorennachmittag vor. Viele waren begeistert und nachdem ich es zunächst vierteljährlich in dieser Runde angeboten habe, kam der Wunsch auf, dies zu einer regelmäßigen Veranstaltung zu machen. Seitdem treffen wir uns zwei Mal im Monat in der Unterkirche.

Frau Poigné-Karsten: Das heißt, Sie sind eine Gruppe mit festen Teilnehmern?

Frau Tavernier: Ganz am Anfang kamen nur 4 Frauen, dann wuchs die Gruppe auf 10. In Spitzenzeiten waren wir 18 Personen, auch ein „mutiger“ Mann war zwischenzeitlich regelmäßig da, der leider verstorben ist. Mittlerweile sind wir im Schnitt ca. 12 Teilnehmer, altersmäßig so ab 70 aufwärts. Und - wir sind ökumenisch!!

Frau Poigné-Karsten: Kommen denn ausschließlich Frauen?

Frau Tavernier: Der Großteil schon, aber seit kurzem nimmt auch ein Ehepaar gemeinsam teil.

Frau Poigné-Karsten: Also darf auch gerne mal geschnuppert werden?

Frau Tavernier: Ja, selbstverständlich freuen wir uns über neue Gesichter. Manchmal besuchen auch zwei, drei angehende Konfirmanden unsere Runde und machen nach anfänglichem Zögern dann doch interessiert mit.

Frau Poigné-Karsten: Was für Vorkenntnisse braucht man dafür?

Frau Tavernier: Keine. Der Sitztanz ermöglicht Menschen, die keinen Sport im Stehen (mehr) machen können, aber dennoch auf Bewegung nicht verzichten mchten, sich rhythmisch zu bewegen. Ich lege bei der Zusammenstellung der einzelnen Tänze viel Wert darauf, dass alle Körperpartien beansprucht werden. Wir machen alle Durchgänge 2x wegen der Nachhaltigkeit. Außerdem wird die Koordination geschult, was auch zur geistigen Fitness der grauen Zellen beiträgt. Ich bereite mich immer vor und probiere die Abläufe und die passende Musik zu Hause erst aus.

Frau Poigné-Karsten: Gibt es dafür spezielle Musik?

Frau Tavernier: Ja, ich bekam damals die erste Musik und viele Anleitungen von Pfarrer Scheuermann, und beziehe jetzt über einen extra Versand, der sich auf Tanzmusik spezialisiert hat. Die Anleitungen sind in einem Buch mit der passenden Musik und den verschiedenen Rhythmen beschrieben.

Frau Poigné-Karsten: Kennen sich die Leute auch so untereinander?

Frau Tavernier: Das ist unterschiedlich. Manche kennen sich durch den Seniorenkreis oder aus der Seniorenresidenz. Aber auch "Neue" sind sofort integriert. Es ist immer gesellig und manchmal muss ich sogar augenzwinkernd daran erinnern, dass wir wieder weitermachen im Takt.

Frau Poigné-Karsten: Danke für das Interview und ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß bei Ihren Treffen.