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Losung

Losung für Montag, 25. März 2019
Dein Volk spricht: »Der HERR handelt nicht recht«, während doch sie nicht recht handeln.
Hesekiel 33,17

Jesus spricht:  Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.
Johannes 14,15

© Evangelische Brüder-Unität

„Oh Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit Dir anzufangen"

Ganz im Sinne des Heiligen Augustinus trifft sich die Sitztanzgruppe der Martinskirche regelmĂ€ĂŸig jeden 2. und 4. Donnerstag in der Unterkirche. Helga Tavernier leitet diese Gruppe nun schon seit Oktober 1995.

FĂŒr den Herbst-Kontakt 2009 machte Frau Andrea PoignĂ©-Karsten folgendes Interview:

Frau Poigné-Karsten: Hallo Frau Tavernier, ich muss gestehen, dass ich mir unter dem Begriff Sitztanz sehr wenig vorstellen kann.

Frau Tavernier: Sitztanz entstand aus dem Wunsch, Senioren zu aktivieren und zu Bewegung zu animieren. SitztÀnze haben einfache, sich stÀndig wiederholende Figurenfolgen und regen durch die Musik zum Mitmachen an.

Frau Poigné-Karsten: Wie kam es denn zu dieser Gruppe?

Frau Tavernier: Die SekretĂ€rin des ehemaligen Pfarrers Scheuermann sprach mich Mitte der 90er Jahre an, ob ich Interesse an einem Seminar fĂŒr TĂ€nze im Martin-Butzer-Haus hĂ€tte. Ich ging neugierig hin und nachdem mir das gefallen hatte, stellte ich das bei einem Seniorennachmittag vor. Viele waren begeistert und nachdem ich es zunĂ€chst vierteljĂ€hrlich in dieser Runde angeboten habe, kam der Wunsch auf, dies zu einer regelmĂ€ĂŸigen Veranstaltung zu machen. Seitdem treffen wir uns zwei Mal im Monat in der Unterkirche.

Frau PoignĂ©-Karsten: Das heißt, Sie sind eine Gruppe mit festen Teilnehmern?

Frau Tavernier: Ganz am Anfang kamen nur 4 Frauen, dann wuchs die Gruppe auf 10. In Spitzenzeiten waren wir 18 Personen, auch ein „mutiger“ Mann war zwischenzeitlich regelmĂ€ĂŸig da, der leider verstorben ist. Mittlerweile sind wir im Schnitt ca. 12 Teilnehmer, altersmĂ€ĂŸig so ab 70 aufwĂ€rts. Und - wir sind ökumenisch!!

Frau PoignĂ©-Karsten: Kommen denn ausschließlich Frauen?

Frau Tavernier: Der Großteil schon, aber seit kurzem nimmt auch ein Ehepaar gemeinsam teil.

Frau Poigné-Karsten: Also darf auch gerne mal geschnuppert werden?

Frau Tavernier: Ja, selbstverstĂ€ndlich freuen wir uns ĂŒber neue Gesichter. Manchmal besuchen auch zwei, drei angehende Konfirmanden unsere Runde und machen nach anfĂ€nglichem Zögern dann doch interessiert mit.

Frau PoignĂ©-Karsten: Was fĂŒr Vorkenntnisse braucht man dafĂŒr?

Frau Tavernier: Keine. Der Sitztanz ermöglicht Menschen, die keinen Sport im Stehen (mehr) machen können, aber dennoch auf Bewegung nicht verzichten mchten, sich rhythmisch zu bewegen. Ich lege bei der Zusammenstellung der einzelnen TĂ€nze viel Wert darauf, dass alle Körperpartien beansprucht werden. Wir machen alle DurchgĂ€nge 2x wegen der Nachhaltigkeit. Außerdem wird die Koordination geschult, was auch zur geistigen Fitness der grauen Zellen beitrĂ€gt. Ich bereite mich immer vor und probiere die AblĂ€ufe und die passende Musik zu Hause erst aus.

Frau PoignĂ©-Karsten: Gibt es dafĂŒr spezielle Musik?

Frau Tavernier: Ja, ich bekam damals die erste Musik und viele Anleitungen von Pfarrer Scheuermann, und beziehe jetzt ĂŒber einen extra Versand, der sich auf Tanzmusik spezialisiert hat. Die Anleitungen sind in einem Buch mit der passenden Musik und den verschiedenen Rhythmen beschrieben.

Frau Poigné-Karsten: Kennen sich die Leute auch so untereinander?

Frau Tavernier: Das ist unterschiedlich. Manche kennen sich durch den Seniorenkreis oder aus der Seniorenresidenz. Aber auch "Neue" sind sofort integriert. Es ist immer gesellig und manchmal muss ich sogar augenzwinkernd daran erinnern, dass wir wieder weitermachen im Takt.

Frau PoignĂ©-Karsten: Danke fĂŒr das Interview und ich wĂŒnsche Ihnen weiterhin viel Spaß bei Ihren Treffen.