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Losung

Losung für Freitag, 17. August 2018
Der HERR sprach: Dich jammert der Rizinus, um den du dich nicht gemüht hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, der in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt?
Jona 4,10-11

Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
1.Korinther 10,24

© Evangelische Brüder-Unität

„Liturgie“ – was ist das eigentlich?

Der Begriff „Liturgie“ kommt vom griechischen „leitourgia“ und bezeichnet Rituale zur Verehrung Gottes und zur Vertiefung des gemeindlichen Lebens (nach Wikipedia). Martin Luther hat „leitourgia“ einfach mit dem Wort „Gottesdienst“ übersetzt. Und weil der Gottesdienst ein zentrales Element in einer christlichen Gemeinde darstellt, hat sich in unserem Presbyterium ein Liturgie-Ausschuss ans Werk gemacht.

Ausgangspunkt war die neue Agende, die 2006 in unserer Landeskirche eingeführt wurde. Noch so ein Fremdwort! Eine Agende enthält den Gottesdienstverlauf mit Alternativen sowie die zum jeweiligen Sonn- oder Feiertag gehörenden Gebete und Texte.

Diese Agende geht grundsätzlich von einer stärkeren Beteiligung der Gemeinde aus. Der Liturgie-Ausschuss hat sowohl zur Gestaltung des Kirchenraumes als auch zum Ablauf der Gottesdienste Vorschläge erarbeitet. Wie ein neu gestalteter liturgischer Raum aussehen kann, haben wir 2011 in vier Gottesdiensten praktiziert.

Die elliptisch angeordnete Raumkonzeption ist von den liturgischen Vollzügen her gedacht. Taufen und Mahlfeiern, Singen und Instrumentieren, Gehen, Stehen, Knien, Sitzen, Reden, Meditieren – alles ist von vielen Orten im Raum aus möglich.

Auch im Ablauf der Gottesdienste hat es Veränderungen gegeben. So kann die Predigt mit dem Friedensgruß („Und der Friede Gottes…“) beendet werden. Das „Ehre sei dem Vater“ nach dem Psalm wird als gesamtes Stück von der Gemeinde gesungen.

Und weil „Amen“ so viel heißt wie „So ist es“ oder „So soll es geschehen“ und die Zustimmung der Gemeinde zu einem Gebet oder ähnlichem ausdrückt, ist es sinnvoller, wenn nicht nur der Pfarrer, sondern alle Teilnehmenden es sprechen.

Also: „Amen“, Herr Pfarrer!