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Losung

Losung für Sonntag, 21. Juli 2019
So spricht der HERR: Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.
Hosea 6,6

Nun bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1.Korinther 13,13

© Evangelische Brüder-Unität

Fragen rund um die Taufe

Was bedeutet die Taufe?

Die Taufe ist eines der beiden Sakramente der evangelischen Kirche. Sie ist ein zweiseitiges Geschehen zwischen Gott und dem Menschen In erster Linie ist sie Gottes Versprechen an uns; er sagt uns seine Liebe zu und schenkt uns durch das Geschenk des Heiligen Geistes seinen Segen.
Von Seiten des Menschen wird bei der Taufe das Bekenntnis zum christlichen Glauben abgelegt. Da dieses Bekenntnis bei der Taufe von Kleinkindern stellvertretend von Eltern und Paten gesprochen wird, werden die getauften Kinder im Rahmen der Konfirmation eingeladen, sich nunmehr in eigener Verantwortung zu ihrem Glauben und zu einem Leben als Christ zu bekennen.
Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling in die weltweite Gemeinschaft der Christinnen und Christen und in die örtliche Kirchengemeinde aufgenommen.

In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?

Für das Alter bei der Taufe gibt es keine Regel. Zwar werden traditionell immer noch die meisten Kinder im Laufe des ersten Lebensjahrs getauft.
Ohne Probleme ist aber auch eine spätere Taufe möglich, falls die Eltern wünschen, dass das Kind eine eigene Entscheidung fällt und bewusst wahrnimmt, was geschieht.

Was spricht für eine Kindertaufe und was bedeutet sie für Eltern und Paten?

Die Geburt eines Kindes ist immer ein Geschenk Gottes. In der Taufe spricht Gott den kleinen Kindern seine Liebe und sein Mit-ihnen-sein zu. Gerade bei der Taufe von Kleinkindern, die keine Leistungen nach unserem gesellschaftlichen Leistungsmaßstäben vorweisen können, wird Gottes bedingungslose Liebe zu uns Menschen sichtbar und erfahrbar.
Da  die Taufe von ihrem Grundverständnis her jedoch immer ein zweiseitiges Geschehen zwischen Mensch und Gott ist (die Zusage Gottes und das Bekenntnis des Menschen), haben  Eltern, Paten und christliche Gemeinde die verantwortungsvolle Aufgabe, ihre Kinder in den christlichen Glauben einzuführen. Dazu gehört z.B. auch, ihnen die biblischen Geschichten zu erzählen, mit ihnen zu beten und auch über eigene offene Fragen und Zweifel zu sprechen.
Dies zu tun, versprechen die Eltern und Paten vor der Taufe mit dem Taufversprechen.

Was ist eine Nottaufe?

Wenn ein Ungetaufter sehr krank ist und zu sterben droht, kann auf Wunsch des Betroffenen oder bei Kindern auf Wunsch der Eltern eine so genannte Nottaufe vorgenommen werden. Diese Taufe kann jeder getaufte Christ ausführen. Anschließend sollte sie dem zuständigen Pfarramt gemeldet werden.

Was muss ich tun, wenn ich mein Kind taufen lassen will?

Bitte wenden Sie sich an das Pfarramt, um einen Termin für die Taufe und für das Taufvorgespräch zu vereinbaren. Dort erfahren Sie alles Notwendige. In der Regel benötigen die Paten eine Patenbescheinigung ihres zuständigen Pfarramts vor Ort. Wenn Sie als Eltern ein Familienstammbuch haben, bringen Sie es bitte zum Taufgespräch mit. Auf jeden Fall bringen Sie bitte die Geburtsurkunde des Kindes mit.

Wer kann Pate oder Patin werden?

Alle getauften Christinnen und Christen, deren Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehören. Evangelische Christen müssen konfirmiert sein.
Wer aus der Kirche ausgetreten ist, hat sein Recht aufgegeben, Taufpate sein zu können.

Kann ich jemanden vom Patenamt entbinden?

Im Gegensatz zur möglichen Entbindung vom Patenamt auf eigenen Wunsch ist eine Streichung gegen den Willen des Paten nicht möglich.
Bei Auseinandersetzungen suchen Sie das Gespräch mit dem Paten, um den Konflikt gemeinsam zu klären. Womöglich können Sie auch Ihren Pfarrer oder Pfarrerin zu einem klärenden Gespräch hinzuziehen.

Wann endet das Patenamt?

Es endet in der evangelischen Kirche formal nach der Konfirmation. Es ist natürlich gut, wenn die Beziehung zwischen Paten und Patenkind auch nach der Konfirmation Bestand hat und gepflegt wird.
In der katholischen Kirche dauert die Patenschaft lebenslang.

Kann man sein Kind taufen lassen, wenn beide Eltern nicht in der Kirche sind?

In Ausnahmefällen ist das möglich. Dann müssen die Paten evangelisch sein. Grundsätzlich aber sollte ein Elternteil der Kirche angehören.

Kann mein Kind an Konfirmandenunterricht teilnehmen, ohne getauft zu sein?

Ja. Ihr Kind nimmt ganz normal am Unterricht teil. Die Taufe findet dann nach Absprache entweder während der Konfirmandenzeit oder im Rahmen des Konfirmationsgottesdienstes statt.

Muss ich mich erneut taufen lassen wenn ich die Konfession wechsle oder wieder eintrete?

Nein. In Deutschland erkennen die christlichen Kirchen die Taufe gegenseitig an. Diese Kirchen haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen. Die Taufe ist einmalig und wird auch beim Übertritt in eine andere Konfession oder beim Wiedereintritt nicht wiederholt.

 

Dürfen wir während des Taufgottesdienstes fotografieren oder filmen?

Das Presbyterium hat beschlossen, dass in Gottesdiensten grundsätzlich nicht fotografiert werden soll. Nach dem Gottesdienst steht der Pfarrer gern für Bilder zur Verfügung.
Nichts einzuwenden dagegen ist, wenn diskret und unauffällig ein Film gedreht wird.

Was kostet die Taufe?

Grundsätzlich ist die Taufe für die Kinder von Kirchenmitgliedern kostenlos. Nur wenn Sie besonderen Blumenschmuck oder ausgefallene musikalische Einlagen wünschen, entstehen Ihnen Kosten.

Gibt es eine ökumenische Taufe?

Nein. Da die Taufe zugleich die Aufnahme in eine konkrete Gemeinschaft ist, erfolgt sie immer innerhalb einer Konfession. Allerdings erkennen die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen Kirchen die Taufe gegenseitig an. Die Taufe ist daher einmalig und wird auch beim Übertritt in eine andere Konfession nicht wiederholt.

Wir möchten unser Kind taufen lassen. Können wir gleichzeitig kirchlich heiraten?

Das können Sie. Von vielen Pfarrerinnen und Pfarrern wird ein solcher Gottesdienst inoffizielle „Traufe" (Taufe und Trauung in einem Gottesdienst) genannt. Es haben sich inzwischen eigene Formen entwickelt. Sprechen Sie mit Ihrem Pfarrer!

Ist eine Segnung statt einer Taufe möglich?

Manchmal wollen Eltern den Kindern die freie Entscheidung zur Taufe selbst überlassen. Das kleine Kind wird dann in einer gottesdienstlichen Handlung gesegnet.
Diese Segnung unterscheidet sich inhaltlich jedoch deutlich vom Sakrament der Taufe und begründet auch keine Kirchenmitgliedschaft.

Was ist ein Sakrament?

In der evangelischen Kirche gibt es zwei Sakramente: Taufe und Abendmahl. Beide wurden von Jesus selbst eingesetzt. In einer menschlichen Handlung wird durch Verwendung weltlicher Elemente (Wasser, Brot, Wein) die göttliche Dimension unseres Lebens sichtbar. Alltägliches Wasser wird durch die Verheißung Gottes in der Taufhandlung zu einem göttlichen Segen.