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Mitgliederversammlung Bauverein

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Ökumenische Nachbarschaftshilfe

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Abschied nehmen von

Die protestantische Kirchengemeinde Wollmesheimer Höhe

Die frühere protestantische Stadtgemeinde Landau, der bis zum Beginn der 1960er Jahre alle Protestanten - ausgenommen die der 1937 einge­meindeten Stadtteile Queichheim und Mörlheim - angehörten, war in zwei Pfarrämter geteilt, deren Trennungslinie die Queich bildete. Somit gehörte die Wollmesheimer Höhe zum Pfarramt l von Landau.

Vor und während des Krieges fanden auf der Siedlung keine Gottesdienste statt. Nach dem Krieg wurde der Wunsch nach eigenen Gottesdiensten in dem überwiegend protestantischen Wohngebiet geäußert. Eine alte Baracke bot sich dazu an. Nachdem Pfarrer Hust das Pfarramt Landau l übernommen hatte, fanden hier regelmäßig Gottesdienste statt, die Pfarrer Hust meist im Wechsel mit dem damaligen Vikar Heinrich Kron hielt. Für Ordnung und Sauberkeit sorgte der alte Kirchendiener Bibiko, der oft Mühe hatte, die wilde Siedlerjugend im Zaum zu halten.

In der Stadt war zwischenzeitlich, zur Bewältigung der durch die Kriegsschäden notwendigen Ausbauarbeiten, eine evangelische Aufbauge­meinde gegründet worden, die auch die hier wohnenden Kirchenmitglieder zum Helfen mobilisierte. Im Januar 1954 erschien ein von Dekan Mehringer, Pfarrer Hust und Vikar Kron unterzeichneter Aufruf zum Bau eines Kindergartens, in dem auch Gottesdienste stattfinden sollten. Im Oktober 1954 konnte man mit dem Erdaushub beginnen, am 5. November war Richtfest und im Juni 1955 war das Gemeindezentrum beziehbar. Zwischenzeitlich hatte sich die Gemeinde von etwa 800 Mitgliedern vor dem Krieg auf fast 1500 vergrößert. 1954 wurden zwei Mitglieder ins Presbyterium gewählt, Herr Becker und Herr Links. Als weiterer Presbyter kam im April 1955 Herr Puster dazu der in das Wohngebiet umgezogen war. Diese drei Presbyter vertraten in der Stadtgemeinde die Interessen des jungen Wohngebietes, und es gelang mit der Unterstützung des ehemaligen Oberkirchenrates D. Schaller, die Errichtung eines Vikariates zu erreichen. Dr. Hensel war der erste Inhaber dieser Stelle. Während seiner Dienstzeit wurde im Januar 1957 ein eigenes Glöckchen in einem Dachreiter auf dem Gemeindezentrum aufge­hängt. Im April 1958 wurde Frau Vikarin Franck mit der Vikarsstelle betraut; 1960 wurde ein eigenes Vikariat für die Wollmesheimer Höhe errichtet und im November 1962 zur eigenständigen Pfarrstelle erhoben, die Frau Franck als eine der ersten Pfarrerinnen der Pfalz übernahm Im März 1967 konnte der Neubau der Matthäuskirche eingeweiht werden.

Nach mehr als 13-jährigem Dienst auf der Wollmesheimer Höhe übernahm Pfarrerin Franck im Februar 1971 eine Krankenhauspfarrstelle an der Universitätsklinik in Homburg. Das Presbyterium wählte Pfarrer Ade zum Nachfolger, der im Februar 1971 seinen Dienst in der Matthäuskirchen­gemeinde antrat. Ins neue Pfarrhaus konnte Familie Ade im Herbst einziehen. Die Gebäude der Matthäuskirchengemeinde waren nun vollendet (Kirche, Gemeindezentrum mit Kindergarten und Pfarrhaus). 

Dieses Quadrat inmitten der Wollmesheimer Höhe mit der Nachbarschaft zur katholischen St. Albertgemeinde und der Grundschule kann mit Fug und Recht Mittelpunkt des Wohngebietes genannt werden.

Nach Vollendung des äußeren Aufbaus der Gemeinde war deren Festigung auch im Innern notwendig. Die Arbeit in den einzelnen Gruppen wurde verstärkt, Gemeindefreizeiten durchgeführt und die Öffentlichkeitsarbeit auf- und ausgebaut. Nach der Wahl Pfarrer Ades zum Dekan von Germersheim, ernannte die Kirchenregierung Pfarrer Gerhard Kron zum Nachfolger, der seinen Dienst im August 1988 antrat.

Neben einigen Renovierungsarbeiten im Gemeindezentrum, der Dachsanierung der Kirche und dem Anbau eines „Spiel- und Schlafsaals“ für die Ganztagskinder des Kindergartens im Jahr 2006 fand in den Jahren 2009/2010 nochmals eine Veränderung im Gemeindezentrum statt. Unsere Kirchendienerin Frau Vöhringer zog zum Jahreswechsel 2009/10 aus der Dienstwohnung aus. Das Kindergartenteam und das Presbyterium nahm dies als Chance wahr, diese Räumlichkeiten einer Nutzung für eine dritte Kindergartengruppe zuzuführen, und zwar einer so genannten Krippen­gruppe für Kinder ab dem ersten Lebensjahr in der Ganz­tags­betreuung. Dazu fielen größere Renovierungs- und Umbau­arbeiten an, welche im Herbst 2009 abgeschlossen wurden.