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Losung

Losung für Sonntag, 18. November 2018
Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.
Psalm 50,23

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
1.Thessalonicher 5,18

© Evangelische Brüder-Unität

liturgische Gegenstände

Informationen zu den Vasa sacra (Bilder siehe unten)

Im Kirchenraum finden sich viele Gegenstände, die im Gottesdienst verwendet werden. Sie heißen vasa sacra, heilige Gegenstände. Im engeren Sinne sind damit die Gefäße und Geräte gemeint, die zur Spendung der Sakramente (Taufe und Abendmahl) dienen.

Wir wollen Ihnen gerne vorstellen, was in unserer Christuskirche dazugehört.

Altar
Ein schwerer und großer Stein aus schwarzem Marmor. Der linke Fuß zeigt Ähren, der rechte Weintrauben, beides Hinweise auf das Abendmahl. So gilt beim Altar die linke Seite als Brotseite und die rechte als Kelchseite. Nach alter Sitte, die schon im 3. Jhd. n. Chr. Bezeugt ist, wird der Altar mit weißen Leinentüchern bedeckt. An der Vorderseite hängt – je nach Kirchenjahreszeit ausgewechselt – ein Antependium.

Altarbibel
Es handelt sich um eine Lutherbibel nach der letzten Revision von 1984, bei der die sonntäglichen Lesungen mit roter Farbe eingetragen sind. Diese Bibel ist eine Stiftung von Frau Helena Walther aus Hessheim, der eigenen Kirchengemeinde übereignet am 1. Advent 1988.

Altarbild
Das Gemälde an der Stirnseite hinter dem Altar hat der Künstler Rolf Müller-Landau aus Landau ausgeführt. Auf Wunsch von Pfr. Kessler zeigt die Darstellung Christus und den sinkenden Petrus. Das Altarbild wurde im März 1954 vollendet.

Altarkreuz
Das Altarkreuz aus Bronze, schlicht gehalten, ohne Corpus. Am unteren Schaft des Kreuzes Stufen, die anzeigen: der gekreuzigte Christus ist derjenige, den Gott selbst erhöht hat. Man spricht auch von der Erhöhung am Kreuz und meint damit: was für die Welt erniedrigt aussieht, wie ein Verbrechertod, das ist doch das Kostbarste, was Gott für uns Menschen gibt: sein eigener Sohn.

Altarkerzen

Es sind zwei Kerzen, wobei die Zahl zwei unterschiedliche Deutungen möglich macht:

  • - das Reich der Welt und das Reich Gottes
  • - das Gesetz Gottes und das Evangelium Gottes
  • - das Alte Testament und das Neue Testament.

Gußmaterial ist Bronze.


Antependium
An der Vorderseite des Altars hängt ein Antependium. Es wird – je nach Kirchenjahreszeit – gewechselt. Ähnliches wiederholt sich an der Kanzel, dort heißen die Tücher Paramente. Dabei haben die Farben jeweils eine besondere Bedeutung, was oftmals durch die aufgestickten Symbole in der Aussage noch verstärkt wird:

Weiß:
Die Farbe Weiß ist die Farbe des Lichts, der Freude und der Vollkommenheit und steht für Christus, das Lamm Gottes, der als Einziger ohne Sünde war.

Feste:
Alle Christusfeste (Weihnachten, Gründonnerstag, Ostern, Trinitatis, Ewigkeitssonntag).

Symbole dazu:
Christusmonogramm Alpha und Omega (der erste und der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet), die Königskrone und das Kreuz.

Violett:
Die Farbe violett steht für Vorbereitungs- und Besinnungszeiten.

Feste:
Adventszeit, Passionszeit und natürlich der Buß- und Bettag.

Symbole dazu:
der brennende Dornbusch (Gott ist gegenwärtig), die brennende Öllampe (seid wachsam, bis der Herr wiederkommt), das Kreuz.

Grün:
Die Farbe grün gilt als Farbe des Lebens und der Saat.

Feste:
Bei allen Tagen, wo keine liturgische Farbe vorgeschrieben ist.

Symbole dazu:
Brot und Kelch, Ähren und Trauben, Kreuz, Fisch als Bekenntnis- symbol der ersten Christen (ichthys – die griechischen Anfangsbuch- staben des Wortes für Fisch „ichthys“ ergeben einen Bekenntnissatz: Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter), außerdem erinnert der Fisch an das Speisungswunder Jesu.

Rot:
Die Farbe rot erinnert an Blut und Feuer.

Feste:
Alle Kirchenfeste zählen dazu: Pfingsten, Konfirmation, Ordination, Kirchweihe, Reformation. Symbole dazu: Dreieinigkeit Gottes, Christuskrone, Bibel als Gottes Wort, das in Christus, dem Alpha und Omega erfüllt wurde.

Nur an Karfreitag und Karsamstag ist bei uns die Farbe schwarz als liturgisches Tuch zu sehen: an der Kanzel und zur Verhängung des Kreuzes.

Abendmahlskanne und Abendmahlskelche
In der Christuskirche weisen diese Gefäße eine lebendige Geschichte auf. Man achte nur auf die Inschriften bei den beiden älteren Abendmahlskelchen (Abbildung 1+2): „Hessheim 1679“ und „Der evangelische Gemeinde Hessheim 1821“ (unkorrigierte Schreibfehler). Zwei neue Abendmahlskelche wurden vom Konfirmationsjahrgang 1987 der Christuskirchengemeinde gespendet. Angefertigt hat sie Juwelier Bernd Süssenguth, Würzburg. Einer von beiden trägt die Inschrift „Konfirmation 1987 Kirchengemeinde Heßheim“.

Taufstein
Eigentlich widerspricht es sich: unser „Taufstein“ ist hölzern. Ursprünglich gehörte er der Kirchengemeinde in Mörsch, wurde im Zuge der Innenrenovierung und Neuausstattung der Mörscher Kirche, vermittelt durch den Presbyter Arno Fuchs, unserer Christuskirche in Heßheim übereignet. Weinreben und das „Alpha und Omega“ zieren seine Oberseite. Die Messing-Taufschale ziert die Inschrift: „Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes“, ein Bibelzitat aus dem Markus-Evangelium (Mk 10,14). In der Taufkanne wird das Wasser bis zur eigentlichen Taufe aufbewahrt.

Osterkerze
Sie erinnert die Gemeinde daran, dass jeder Sonntag ein Osterfeier im Kleinen ist: unser Herr ist auferstanden und lebt und ruft uns zu einem Leben mit sich. Das nennen wir Nachfolge. Die Osterkerze im Jahr 2011 ist ein Geschenk unserer katholischen Schwestergemeinde St. Martin. Das Kreuz Jesu wird gerahmt vom Alpha und Omega. An zentraler Stelle leuchtet die Ostersonne, ein Symbol für Christus. Die Farben des Regenbogens durchziehen das Kreuz: Leben trotz des Todes, weil Christus auferstanden ist.

Vier weitere Gegenstände aus dem Kirchenraum:

Glocken
Vier Glocken hängen im Turm der Christuskirche. Gegossen wurden sie von Gebrüder Bachert, Karlsruhe. Ihr Geläute ist auf die Glocken der katholischen Schwestergemeinde abgestimmt. Die vier Glocken wurden am 22. Mai 1960 feierlich durchs Dorf gefahren und am 26. Juni 1960 feierlich in Dienst gestellt. Glocke 1 (g‘): Ewigkeits- und Totenglocke. Sie trägt die beiden Inschriften: „Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben“ und „Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben.“ Glocke 2 (h‘): Betglocke. Sie trägt die beiden Inschriften: „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“ und „Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“ Glocke 3 (d‘‘): Mahnglocke. Sie trägt die beiden Inschriften: „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort“ und „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Glocke 4 (e‘‘): Taufglocke. Sie trägt die beiden Inschriften: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein“ und „Christus spricht: Lasset die Kindlein zu mir kommen.“

Orgel
Die Orgel wurde 1954 von Oberlinger/Windesheim gebaut. Umbau 1986 durch Walcker/Hanweiler, II-P-13 mechanisch.
Register:
1. Manual: Principal 4 Fuß, Rohrflöte 8 Fuß, Kleingedackt 4 Fuß, Waldflöte 2 Fuß, Mixtur 5fach.
2. Manual: Gedackt 8 Fuß, Koppelflöte 4 Fuß, Sesquialter 2 2/3 und 1 3/5, Prinzipal 2 Fuß, Zimbel 4fach.
Zusätzlich: Zimbelstern (fehlt), Tremulant, Koppel II / I.
Pedal: Subbaß 16 Fuß, Gemshorn 8 Fuß, Posaune 8 Fuß.
Pedalkoppeln: I / Pedal und II / Pedal.

Grabplatte
Die Grabplatte im vorderen Bereich der Kirche erinnert an den reformierten Pastor von Heßheim Philipp Elia Oeste. Folgende Inschrift ziert sie: „In diesem Kästchen ist alles begraben, was Sterbliches (an sich) hatte der fürsorglichste, verdienteste und würdigste Philipp Elia Oeste, reformierter Pastor dieser Kirche, geboren am 20. März 1735, gestorben am 18. Januar 1816. Zur frommen Erinnerung ließen daher die Freunde, Verwandten und Einwohner dem seligen Verstorbenen dieses Denkmal errichten.“

Taufbäumchen
Unser Taufbäumchen, ein Olivenbaum, trägt seit Beginn des Jahres 2011 die Taufschilder zu jedem einzelnen Täufling. Anlass dazu ist, dass in der gesamten Evangelischen Kirche in Deutschland das Jahr 2011 zum „Jahr der Taufe“ ausgerufen wurde.

Bilder: Vasa Sacra

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