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Letzte Aktualisierung: 07.12.2017
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Aktuelles im Dezember 2017


Quelle: speyer.de

Neuerwerbungslisten der BMZ im 1. Halbjahr 2017

Bitte klicken Sie zum Download der Listen auf die Bilder oben.


Buch-Neuerwerbungen im Dezember 2017

Entleihbar unter Sign.: 22 G 51

Hans Joas:
Die Macht des Heiligen - eine Alternative zur Geschichte von der Entzauberung
Berlin : Suhrkamp 2017, 543 Seiten
ISBN 978-3-518-58703-4

»Entzauberung« ist ein Schlüsselbegriff im Selbstverständnis der Moderne. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich? Was genau meinte Max Weber damit? Und sind seine kanonisch gewordenen Vorstellungen überhaupt haltbar beziehungsweise: Sind sie alternativlos?

Die Macht des Heiligen ist der Versuch, »Entzauberung« zu entzaubern. Dazu widmet sich Hans Joas zunächst exemplarischen Fällen der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Religion seit dem 18. Jahrhundert. In direkter Auseinandersetzung mit Weber entfaltet er sodann den Grundriss einer Theorie, die dem machtstützenden Potenzial von Religion ebenso gerecht werden kann wie dem machtkritischen. An die Stelle des Geschichtsbilds vom unaufhaltsam fortschreitenden Prozess der Entzauberung tritt die Konzeption eines Spannungsfelds zwischen Dynamiken der Sakralisierung, ihrer reflexiven Brechung und den Gefahren ihrer Aneignung in Prozessen der Machtbildung. Das beinhaltet Zumutungen – für Gläubige ebenso wie für säkulare Geister.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: M 2012

Christiane Brodersen (Hg.):
Dreihundert Jahre Dreifaltigkeitskirche Speyer
Ludwigshafen : Llux Agentur und Verlag 2017, 552 Seiten
ISBN 978-3-938031-74-2

Zu ihrem dreihundertjährigen Jubiläum im Reformationsjahr 2017 erfährt die barocke, von 1701 bis 1717 errichtete protestantische Dreifaltigkeitskirche zu Speyer in der vorliegenden Festschrift eine umfassende Würdigung. Studien zur Erbauung der Kirche rücken die architektonischen Ideen in den Zusammenhang südwestdeutschen Kirchenbaus der Barockzeit und erläutern Herkunft sowie Funktion der bemerkenswerten Architektur und Ausstattung. Weitere Aufsätze umkreisen die Entwicklung der Stadt seit der Reformation 1540 und untersuchen die bedeutsame Rolle der Dreifaltigkeitskirche im Leben der evangelischen Gemeinde und der Stadt Speyer bis in die heutige Zeit. Zum Bildprogramm von Altar, Emporen- und Deckengemälden werden die komplexen theologischen Zusammenhänge dargelegt.

Insgesamt bieten über dreißig Beiträge zu geschichtlichen, bau- und kunsthistorischen, theologischen, restauratorischen oder gemeindebezogenen Themen eine breitgefächerte Sammlung neuester Erkenntnisse zur berühmten Stadtkirche von Speyer.


Entleihbar unter Sign.: H 3190

Christoph Nonn (Hg.):
Eine andere deutsche Geschichte 1517-2017 : was wäre wenn ...
Paderborn : Schöningh 2017, 298 Seiten
ISBN 978-3-506-78788-0

Die Neuzeit ohne Martin Luther: Der 20jährige Krieg. Die glorreiche Revolution von 1848. Deutschland ohne Hitler. Die deutsche Wiedervereinigung 1953 ... In diesem Buch fragen renommierte Historiker: Wären Alternativen zur deutschen Geschichte, wie wir sie kennen, möglich gewesen? Die letzten 500 Jahre stehen auf dem Prüfstand: Was war notwendig? Unvermeidlich? Alternativlos? Welche anderen Entwicklungen wären möglich gewesen? Die Autoren des Bandes machen historisches Nachdenken öffentlich. Sie regen zum eigenen Nachdenken darüber an, was wir für selbstverständlich im Lauf der Geschichte halten.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Ca 2990

Amélé Adamavi-Aho Ekué:
Heimat(en)? - Beiträge zu einer Theologie der Migration
Zürich : Theologischer Verlag 2017, 206 Seiten
ISBN 978-3-290-17896-3

Kaum ein Thema hält Europa zur Zeit derart in Atem wie die Migration. Auch die Kirchen engagieren sich in diesem Gebiet. Wie begründen sie ihr Engagement und woran richten sie es aus? Das Stichwort «Heimat» bietet eine überraschende, aber aussichtsreiche Perspektive an. Heute wird Migration von Flüchtenden als Verheissung von Heimat und von Ansässigen als Bedrohung von Heimat erfahren. Auch die Bibel ist über weite Strecken ein Buch, das von Heimatverlust und Heimatsuche handelt.

Die Autorinnen und Autoren erinnern daher an die biblisch-theologische Sicht, dass wir als Christinnen und Christen selbst in eine Migrationsexistenz getauft sind und wir in unseren Lebenswelten zugleich beheimatet und heimatlos sind. Vor diesem Hintergrund fragen sie zunächst nach einem theologischen und erst dann nach einem sozialethischen Zugang zur Problematik der Migration.


Entleihbar unter Sign.: 62 G 20

Clemens Sedmak:
Menschenwürde: Vom Selbstwert des Menschen
Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2017, 281 Seiten
ISBN 978-3-534-20780-0

Die Idee der Menschenwürde und die Achtung vor der Würde des Menschen haben das Wertedenken in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg nachhaltig bestimmt; so sehr, dass der Respekt vor Menschenrechten wie auch die Akzeptanz von Werten wie Solidarität, Gleichheit, Freiheit und Frieden nicht vom grundlegenden Begriff der Menschenwürde getrennt werden können. Doch nicht nur der Wertediskurs, auch vielfältige Formen von Wertepraxis sind vom Menschenwürdebegriff geprägt. Dabei bleibt der Begriff umstritten, gerade auch im Lichte jüngster politischer wie biotechnologischer Entwicklungen. Dieser Band geht diesen Kontroversen mit Blick auf die Idee Europas als Wertegemeinschaft nach.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Eb 7797

Alexander Deeg (Hg.):
Nach der Volkskirche : Gottesdienste feiern im konfessionslosen Raum 
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2017, 183 Seiten
ISBN 978-3-374-05144-1

Die kirchliche Situation in den östlichen Bundesländern stellt die gottesdienstliche Feier vor ganz neue Herausforderungen. Zentrale Begriffe liturgiewissenschaftlicher Reflexion geraten in Schräglage: Was heißt Tradition, wenn deren Weitergabe abbricht? Wie kann Liturgie »wirken« ohne oder nur mit erodierten religiösen Bildungsgrundlagen? Was für eine liturgische Sprache ist gefordert?

Unsere Vermutung ist, dass der ostdeutsche Kontext mit seinen tiefen Säkularisierungsbrüchen ein Sensor ist für grundlegende liturgische Entwicklungen in Mitteleuropa. In Leipzig, einer Stadt, deren überwiegende Mehrheit keiner Kirche angehört, wurden zwei Kirchen neu gebaut: die katholische Propsteikirche St. Trinitatis (der größte katholische Kirchenneubau im Osten Deutschlands seit der Friedlichen Revolution) und die Universitätskirche.

Der Band untersucht, ausgehend von den architektonischen, liturgischen und gemeindepraktischen Vorgaben dieser beiden Sakralräume, die Möglichkeiten gottesdienstlicher Gestaltungen in konfessionslosem Kontext. Zudem wird versucht, die Wirklichkeit hinter dem Adjektiv »konfessionslos« genauer zu fassen, um die liturgischen Herausforderungen besser zu verstehen.


Entleihbar mit Sign.: 80 M 73/2

Peter Zimmerling (Hg.):
Handbuch Evangelische Spiritualität - Band 2: Theologie
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2018, 729 Seiten
ISBN  978-3-525-56720-3

Das „Handbuch Evangelische Spiritualität“ erarbeitet in drei Bänden die Vielfalt und den Reichtum evangelischer Spiritualität. So werden die verschiedenen Facetten des wesentlich von Luthers Entdeckung der Rechtfertigung des Sünders allein aus Gnaden bestimmten Glaubens in das öffentliche Gespräch eingebracht und Wege zu seiner erfahrungsmäßigen Aneignung eröffnet.

Im zweiten Band des Handbuches liefern fast 40 anerkannte Expertinnen und Experten Beiträge zu den Brennpunkten und Herausforderungen evangelischer Spiritualität. Sie behandeln Ökologie, Gesundheit, Säkularismus, Mystik sowie das Sterben als gesellschaftliche Kontexte und konkrete Problemfelder zeitgenössischer Spiritualität.


Film-Neuerwerbungen im Dezember 2017

Entleihbar unter Sign.: 11 RH 13

Der Opa wohnt jetzt im Himmel - ein Kurzspielfilm für Grundschulkinder 
Liv Scharbatke, Evangelisches Medienhaus, Kurzspielfilm, Deutschland 2016
1 DVD-Video (15 Minuten)

Kaum ein Thema tabuisiert wie die Auseindersetzung mit Sterben, Tod und Trauer. Und doch sind das elementare Bestandteile eines jeden Lebens. Kinder haben einen ganz eigenen Umgang mit dem Thema "Tod" und trauern anders als Erwachsene. So auch der sechsjährige Paul: "Der Opa wohnt jetzt im Himmel". Das ist alles, was der Junge über den Tod seines Großvaters erfährt. Die Mutter geht zur Beerdigung und bringt das Kind so lange zu einem benachbarten älteren Ehepaar. Natürlich stellt der Junge Fragen. Die Frau erzählt ihm vom Tod in christlichem Zusammenhang. Der Mann hilft ihm zu begreifen und ein eigenes Abschiedsritual zu finden. Konsequent aus kindlicher Perspektive gezeigt, mit wenigen Dialogen und umso aussagekräftigeren, wunderschönen Bildern, vermittelt der Kurzspielfilm etwas Heilsames und sei es, dass eine Verbindung auch anch dem Tod bleibt.

Mit Verleih- und Vorführrechten!


Entleihbar unter Sign.: 11 GN 15

Beten
Christian Wölfel & Anja Lupfer, FWU, Dokumentarfilm, Deutschland 2016-2017
1 DVD-Video (32 Minuten)

Beten ist eine besondere Ausdrucksform. In Gebeten wenden sich Menschen mit Klagen, Bitten, Lob und Dank an Gott. Beten kann man aber nicht nur mit Worten. In Gebetshaltungen wird deutlich, dass auch der Körper mitbetet: Knien, sich Verbeugen oder das Ausbreiten der Arme kann ein Gebetsanliegen spürbar unterstreichen. Die Produktion lädt ein, dem Gebet in Judentum, Christentum und Islam (neu) zu begegnen und regt an, verschiedene Formen des Betens selbst auszuprobieren.

Mit Verleih- und Vorführrechten!


Entleihbar unter Sign.: 11 ME 10

24 Wochen 
Anne-Zohra Berrached, Matthias-Film, Spielfilm, Deutschland 2016
1 DVD-Video (99 Minuten)

Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin, ihr Mann und Manager Markus unterstützt sie besonnen und liebevoll. Doch als die beiden ihr zweites Kind erwarten, wird ihr Leben aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass das Baby schwer krank ist. Gemeinsam wollen sie lernen, mit der belastenden Diagnose umzugehen. Doch während Heilungspläne, Ratschläge und Prognosen auf sie niederprasseln, stößt ihre Beziehung an ihre Grenzen. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt alles in Frage - ihre Beziehung, den Wunsch nach einem Kind, ein Leben nach Plan. Je mehr Zeit vergeht, desto klarer erkennen sie, dass nichts und niemand ihnen die Entscheidung abnehmen kann, die eine Entscheidung über Tod und Leben ist.

Mit Verleih- und Vorführrechten!


Entleihbar unter Sign.: 11 RA 30

Hinterher ist alles anders
Andreas von Hören, Medienprojekt Wuppertal, Dokumentarfilm, Deutschland 2015
3 DVD-Videos (380 Minuten)

»Der Unfall war das schönste Geschenk meines Lebens«, sagt die heute querschnittsgelähmte Melanie S.; Ingrid B. erzählt: »Und dann merkte ich schon, wie ich aus meinem Körper heraus hochschwebte. Um mich herum war nur noch Licht und eine unglaubliche Freude und das Gefühl von bedingungsloser Liebe, die ich vorher in meinen Liebesdramen vermisst hatte. In diesem Glücksgefühl hatte ich noch gedacht: Wow, jetzt komm ich in den Himmel.« »Es ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Ich glaube, dass sich eine ganz große Verantwortung daraus für das Leben ergibt«, berichtet Barbara H. Nahtoderfahrungen verändern die Persönlichkeit und die Biografie vieler Menschen.

In diesem Dokumentarfilm werden drei Menschen mit ihren Nahtoderfahrungen porträtiert. Sie berichten von ihren tiefen Empfindungen von Freiheit, Frieden, Liebe, Tunnel-Licht-Erfahrungen, dem Verlassen des eigenen Körpers, Begegnungen mit Toten und der Rückschau auf das eigene Leben. Im Zentrum des Films stehen die Gefühle, die die Erfahrung bei den Betroffenen ausgelöst hat, und welche Folgen das Erlebnis für die Persönlichkeit und das Leben dieser Menschen hat. Außerdem erklärt der niederländische Kardiologe Dr. Pim van Lommel das Phänomen der Nahtoderfahrungen wissenschaftlich anhand seiner Untersuchungen und sein Modell des endlosen Bewusstseins, das nach dem Tod nicht aufhört zu existieren.

Auf der Dreier-DVD gibt es neben dem Hauptfilm mit drei Nahtoderfahrenen neun weitere Interviews mit Frauen und Männern mit verschiedenen Nahtoderfahrungen, darunter auch kindliche Nahtoderfahrungen und negative Nahtoderfahrungen nach Suizidversuchen. Außerdem befinden sich im Bonusmaterial Experteninterviews mit dem Theologen Prof. Dr. Enno Edzard Popkes, dem Neurologen Prof. Dr. Wilfried Kuhn und der Philosophin Prof. Dr. Regine Kather.


Entleihbar mit Sign.: 11 TC 06/2

Gewalt macht Schule 2 - eine Filmreihe über Mobbing
Medienprojekt Wuppertal, Dokumentarfilm, Deutschland 2016
2 DVD-Videos (174 Minuten)

In der Filmreihe werden unterschiedliche Formen von realem Mobbing und Cybermobbing unter Jugendlichen (verschiedener Schulformen und beiderlei Geschlechts) durch selbsterlebte Geschichten dargestellt, und zwar aus der Perspektive der Opfer, der Täter und (nicht einschreitender) Bezugspersonen. Hierbei reflektieren die Betroffenen die Folgen des ausgrenzenden Verhaltens für die Opfer, und es werden Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. Durch biographische Interviews, dokumentarische Porträts und nach erlebten Geschichten inszenierte Kurzspielfilme werden die verschiedenen Erfahrungen, Sichtweisen und Motivationen der Opfer, Täter und Betroffenen vermittelt. Die Filmreihe wurde produziert zur Aufklärung und Prävention von Mobbing.


Entleihbar unter Sign.: 11 MF 01

Nicht Mutter - Erfahrungsberichte über Schwangerschaftsabbrüche
Kim Münster, Medienprojekt Wuppertal, Dokumentarfilm, Deutschland 2016
1 DVD-Video (155 Minuten)

Nach aktuellen Schätzungen hat jede fünfte Frau in ihrem Leben einmal ihre Schwangerschaft abgebrochen. In dem Film erzählen mehrere betroffene Frauen und ein Mann ihre Erfahrungen eines Schwangerschaftsabbruches und die damit zusammenhängenden Gefühle und Folgen für ihr Leben.


Entleihbar unter Sign.: 11 RH 14

Rede mit mir - ein Film über die Trauerverarbeitung von verwaisten Eltern und trauernden Geschwistern
Andreas von Hören, Medienprojekt Wuppertal, Dokumentarfilm, Deutschland 2016
1 DVD-Video (146 Minuten)

Der Film porträtiert fünf betroffene Familien. Sie verloren ihre Kinder während der Schwangerschaft als Sternenkind, durch eine lebensverkürzende Krankheit, durch Unfall, durch gewaltsamen Tod oder als Geschwister durch Suizid. Der Film zeigt ihren Umgang mit dem Verlust in seiner Entwicklung von der Trauer unmittelbar nach dem Tod bis heute. Eine Mutter, deren Tochter mit 3 Jahren an einer lebensverkürzenden Erkrankung starb, sagt: »Dann bin ich in die Trauergruppe gegangen und es war mir schon nach dem ersten Abend klar: Das tut mir gut. Da kann ich noch mal erzählen und noch mal drüber weinen, da hab ich Zeit zu trauern.«

Es ist ein langer, mühevoller und schmerzhafter Kampf der Eltern, den Verlust zu bewältigen. Hierbei helfen ihnen Trauergruppen organisiert im Bundesverband »Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland«, in denen sie auf Menschen mit ähnlichen Verlusterfahrungen treffen. Die Mitgliedsgruppen und Vereine des Bundesverbandes helfen persönlich, von Mensch zu Mensch, das Unsagbare zu verarbeiten. Die Auseinandersetzung der Betroffenen als Paar, mit Freunden und in der Trauergruppe schafft Linderung des Schmerzes und Heilung, Stück für Stück und bei jedem/r anders. Die Betroffenen erzählen, wie sich ihr Leben geändert hat, wer und was geholfen hat, welche Bedeutung die Trauerverarbeitung in der Selbsthilfegruppe für sie hatte, wie Kinder als Geschwister der Verstorbenen mit dem Verlust umgegangen sind und was ihnen geholfen hat.

Eine Betroffene, deren Schwester durch Suizid starb, erinnert sich: »Es war immer so, dass man sich gegenseitig auch Mut zugesprochen hat, dass andere gesagt haben: Ich kenn das, ich weiß, wie es dir geht. Oder dass Leute dabei waren, wo der Verlust schon länger her war, die dann gesagt haben: So war’s bei mir am Anfang auch, aber jetzt sind zwei Jahre vorbei und jetzt ist es anders.« Der Film erzählt auch davon, wie Menschen und Paare an ihren schlimmen Erfahrungen gewachsen sind.


Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


Themenhefte der BMZ zu Luther 2017

Nachfolgend stellen wir Ihnen unsere Themenhefte zum Reformationsjubiläum 2017 vor. Alle dort aufgeführten Bücher und Medien können Sie in der BMZ entleihen.

Startet einen DownloadLuther 2017: 500 Jahre Reformation (2016)  
Startet einen DownloadLuther 2017: Bücher-Update (Februar 2017)  
Startet einen DownloadLuther 2017: Medien-Update (Februar 2017)  
Startet einen DownloadMartin Luther und die Juden  
Startet einen DownloadUnterrichtsmaterialien zu Luther & Co.


Bücher und Medien zum Reformationsjubiläum 2017

Entleihbar unter Sign.: 50 K 17

Irene Dingel:
Geschichte der Reformation
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2018, 306 Seiten
ISBN 978-3-7887-3203-5

Die Reformation, die in erster Linie auf eine umfassende kirchlich-theologische Erneuerung zielte, brachte zugleich tiefgreifende Wirkungen in Kultur, Gesellschaft und Politik hervor. Insofern war sie für Europa ein einschneidendes Ereignis. Als ausschlaggebendes Datum gilt das Jahr 1517, in dem mit der Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers nicht nur das Nachdenken über zentrale theologische Fragen, sondern auch der Ruf nach Erneuerung von Kirche und Gesellschaft neue, kraftvolle Impulse erhielt. Dem standen gesellschaftliche und politische Entwicklungen sowie weitere reformatorische Ansätze in Europa zur Seite, die mit der 1517 von Wittenberg ausgehenden Bewegung in Interaktion traten. Für die Reformatoren war die konsequente Orientierung an den Ausschließlichkeit beanspruchenden Grundsätzen „sola scriptura“, „solus Christus“, „sola gratia“ und „sola fide“ leitend, was sich in Glauben und Lehre, Frömmigkeit und Ritus niederschlug und zugleich das Leben des Einzelnen und der Gesellschaft tiefgreifend veränderte.

Das Buch versucht, die Prozesse der Etablierung und Entfaltung der Reformation im Spannungsfeld der politischen Entwicklungen in Europa nachzuzeichnen. Ein kurzer Blick auf die spätmittelalterlichen Strukturen in Politik, Gesellschaft und kirchlichem Leben dient dazu, das Substrat zu skizzieren, auf dem sich die Reformation entfaltete und von dem sie sich abgrenzte. Nicht nur Wittenberg und die von dort ausgehende Reformation kommen zur Sprache, sondern auch weitere reformatorische Zentren und ihre herausragenden Akteure.


Entleihbar unter Sign.: Em 534

Martin Geck:
Luthers Lieder - Leuchttürme der Reformation
Hildesheim : Olms, 2. Auflage 2017, 143 Seiten
ISBN 978-3-487-08584-5

Martin Geck – Musikwissenschaftler und zudem studierter Theologie - hat sein Schaffen auch der evangelischen Kirchenmusik gewidmet und u. a. eine maßstabsetzende Bach-Biographie geschrieben. In seinem Buch über Luthers Lieder verknüpft der mehrfache Literaturpreisträger die musikalischen, theologischen, literarischen und kulturgeschichtlichen Fäden des Themas zu einer ebenso knappen wie originellen Gesamtdarstellung.

Fünf der sechs Hauptkapitel gelten zentralen Lutherliedern. Dabei betrachtet Gecks facettenreiches Erzählen, die Phänomene vor weitem Horizont. So wird das Lied "Ein feste Burg" - einstmals von Heinrich Heine als "Marseillaise der Reformation" gepriesen - nicht nur mit der Theologie Luthers, sondern auch mit seiner vielgestaltigen Nachgeschichte bis hin zur Vereinnahmung in der NS-Zeit konfrontiert. An weiteren Beispielen demonstriert der Autor die Affinität des Liederdichters Luther sowohl zur mittelalterlichen Mystik als auch zum politischen Zeitlied. Ausblicke auf "Luther und die Musik", "Luther und Bach", "Luther und Mendelssohn" beleuchten die Bedeutung des Reformators für die Kultur- und Musikgeschichte der nachfolgenden Jahrhunderte.

Die Darstellung entspricht neuestem Forschungsstand, richtet sich jedoch nicht speziell an Kenner, vielmehr an alle Leserinnen und Leser, die im Jahr des 500jährigen Reformationsjubiläums über Luthers Lieder knapp aber gründlich informiert werden möchten - keine Heiligenlegende, sondern ein von kritischem Enthusiasmus getragenes Plädoyer für Luthers Lieder als Leuchttürme der Reformation.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 50 K 88

Volker Leppin & Dorothea Sattler (Hg.):
Ökumenisches Lesebuch Reformation - Texte und Kommentare
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt & Paderborn : Bonifatius 2017, 328 Seiten
ISBN 978-3-374-05052-9 & 978-3-89710-725-0

Die Reformation ökumenisch zu begehen, heißt auch, sich in ökumenischem Sinne mit ihren Grundlagen vertraut zu machen. Der Band des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen versammelt wichtige Quellentexte zum Humanismus, zur Wittenberger und zur oberdeutschen Reformation, zur katholischen Reformation sowie zu Religionsgesprächen des 16. Jahrhunderts. Die Texte werden in gut lesbarem Deutsch präsentiert und von Experten beider Konfessionen gemeinsam eingeleitet und kommentiert. Ein Wegweiser durch das Jahr 2017 und darüber hinaus. Die Einleitungen zu den Quellentexten stammen von Michael Beintker, Franz Xaver Bischof, Eva-Maria Faber, Ulrich H. J. Körtner, Volker Leppin, Friederike Nüssel, Dorothea Sattler, Wolfgang Thönissen und Peter Walter.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


EKD-Themenjahr 2017 "Gott neu vertrauen"

Vor 500 Jahren nahmen sich die Reformatoren die Freiheit, die Autoritäten ihrer Zeit und gängige Vorstellungen von Gott, Glauben und Kirche infrage zu stellen. Neues Nachdenken über Gott und Welt, Bibel und Glaube, Religion und Politik begann. Die Reformatoren begaben sich - wie schon viele vor ihnen - neu auf Gottessuche. Ihre Frage nach Gott nimmt das Magazin mit Blick auf unsere heutige Lebenssituation auf.

"Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 soll es wieder darum gehen, in einer zunehmend säkular denkenden Gesellschaft Gott selbst neu ins Gespräch zu bringen", schreibt der Vorsitzende des Rates der EKD, Heinrich Bedford-Strohm in seinem Vorwort. Ein neu gefundenes Vertrauen in Gott habe Folgen für die ökumenische Situation, für die Frömmigkeit des Christenmenschen und für seine Weltverantwortung. "Gemeinsam können wir Gott neu entdecken, Christus feiern und öffentlich zeigen, dass es eine stärkere Botschaft gibt als die alltäglichen Botschaften von Gewalt, Zerstörung und Leid", so Bedford-Strohm.

Das 108seitige Magazin zum Reformationsjubiläum, das unter dem Leitwort "Gott neu vertrauen" steht, wird den Kirchen und Gemeinden wie auch den kirchlichen Bildungseinrichtungen und Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt. Jedem EKD-Themenmagazin liegt eine Information zur "Lutherbibel 2017" mit einem Gottesdienstentwurf zu ihrer Einführung ab dem 30. Oktober 2016 bei.

EKD-Themenheft "Gott neu vertrauen" zum Download  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation und die Eine Welt" zum Download 
EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download
 
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.