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Losung

Losung für Montag, 18. Januar 2021
HERR, du machst alles lebendig und das himmlische Heer betet dich an.
Nehemia 9,6

Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!
Römer 11,36

© Evangelische Brüder-Unität

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Aktuelles

Angedacht

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,

ein Pfarrer ist spät am Abend mit seinem Auto unterwegs. Er fährt Schlangenlinien. Prompt gerät er in eine Polizeikontrolle und wird angehalten. Er lässt sein Fenster ein Stück herunter und der Polizist fragt: „Haben Sie getrunken, Herr Pfarrer?“ „Nur Wasser!“ antwortet der. „Aber Sie sind Schlangenlinien gefahren“ entgegnet der Polizist. „Ich habe nur Wasser getrunken!“ „Aber Herr Pfarrer, ich rieche doch den Alkohol und da unten im Fußraum, das ist doch eine leere Weinflasche!“ Der Pfarrer schaut auf neben sich auf den Boden seines Autos und ruft: „Oh, er hat’s schon wieder getan!“

Sie wissen wahrscheinlich, auf welche biblische Geschichte dieser Witz anspielt.

Zu Beginn des Johannesevangeliums (Johannes 2, 1 – 11) wird erzählt, dass Jesus und seine Jünger zu einer Hochzeitsfeier eingeladen waren. Da haben zwei Menschen „Ja“ zueinander gesagt, feiern ein großes Fest, weil sie sich wie im 7. Himmel fühlen und sie wollen all ihre Freunde und Bekannten an ihrem Glück teilhaben lassen. Und dann der Super-Gau für solch ein Fest: Vor der Zeit geht der Wein aus. Die Gäste sitzen sozusagen auf dem Trockenen. Eine Blamage für die Gastgeber.

Maria, Jesu Mutter, erkennt das Dilemma und geht zu Jesus hin. „Sie haben keinen Wein mehr!“ sagt sie zu ihm. Und vermutlich noch: „Tu doch was! Hilf ihnen aus der Klemme, damit das Fest weitergehen kann. Du kannst das doch!“ Jesus reagiert extrem abweisend. „Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!“ So hätte ich mit meiner Mutter nicht reden dürfen. Doch Maria lässt sich von der Abfuhr nicht entmutigen und weist die Jünger an, zu tun was Jesus ihnen sagen wird.

Interessant finde ich, dass von Jesus keiner der Sprüche zu hören ist wie: “Wir können doch auch ohne Alkohol fröhlich sein!“ Auch kein moralisierender Vortrag über die Gefahren des Alkohols ist von ihm zu hören. Vielmehr tut er am Ende, um was Maria ihn gebeten hat. Er lässt seine Jünger die leeren Weinkrüge mit Wasser füllen – kluge Menschen haben ausgerechnet, dass es sich dabei um Gefäße mit ca. 600 Liter Fassungsvermögen gehandelt habe – und zum Speisemeister bringen, damit der den Inhalt der Krüge probieren soll. Und der kann es nicht fassen. Er ruft den Bräutigam zu sich und tadelt ihn geradezu. „Mensch, bei so einer Hochzeit schenkt man doch zuerst den guten Wein aus und wenn die Gäste dann betrunken sind den weniger guten. Du hast den besten Wein aber bis jetzt zurückgehalten.“ Ein lebenskluger Mann, der aber die Dimension dessen, was da vor seinen Augen passiert ist, nicht erfasst.

Johannes hilft uns zu verstehen. „Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat … und er offenbarte seine Herrlichkeit.“

Nicht um seine eigene Herrlichkeit geht es aber. Jesus will nicht sich selbst, quasi als Supertalent, in den Vordergrund stellen. Bei diesem, wie bei allen anderen Wundern, die er später noch tun sollte, geht es immer darum, auf den hinzuweisen, der ihm überhaupt erst die Kraft und die Macht gibt, so etwas zu tun und in dessen Auftrag er als sein Sohn in die Welt gekommen ist: Gott.

Die Botschaft ist klar: Gott ist mit seiner Herrlichkeit mitten unter uns. Bei der Hochzeit damals ließ Jesus die Menschen ein Stück Himmel sehen. Er ließ sie bei diesem Fest der Liebe die Liebe Gottes spüren, damit es weitergehen konnte und sich nicht Ernüchterung und Enttäuschung breitmachten.

Das war also das erste Wunder, das Jesus wirkte. Viele andere folgten. Immer sollten sie deutlich machen: Bei Gott ist nichts unmöglich. Er vermag alles. Und er hat uns den gesandt, der diese Wunder tat, damit wir Frieden, Heil und Leben haben sollen. Jesus Christus.

Wir wissen wo der Weg, der in Kana begann, endete. Auf dem Hügel Golgatha am Kreuz. Aber dort, in Jerusalem, geschieht dann aber auch das größte aller Wunder, das Gott selbst wirkt, indem er Jesus von den Toten auferweckt. Für uns.

Wunder. Zeichen Gottes, die uns Mut machen sollen und können. Die aber niemals die einzige Grundlage unseres Glaubens sein können, weil wir sonst scheitern würden. Fundament unseres Glaubens kann nur der sein, der diese Zeichen tat, um unseren Glauben und unser Vertrauen in Gott zu stärken. Um uns zu zeigen: Wir liegen Gott am Herzen. Er kümmert sich um uns. Selbst bei so etwas Banalem, wie wenn der Wein bei einer Hochzeit ausgeht.

Wunder sind Zeichen der Stärkung. Ich glaube: Wunder gibt es auch noch heute. Vielleicht nicht mehr so spektakulär wie damals, Doch wenn wir uns die Zeit nehmen einmal still zu werden und Herz, Seele und Sinne zu öffnen, dann werden wir auch heute noch die Zeichen der Herrlichkeit und Liebe Gottes in unserem Leben und in unserer Welt erkennen können. Wir werden sehen, wie viel Gutes er uns jeden einzelnen Tag schenkt. Wie viel Wunderbares, über das wir vor lauter Hektik und auch Sorgen so schnell hinwegsehen.

Gerade in diesen Monaten, in denen wir so manches Gewohnte entbehren, könnten wir dann die ermutigenden Zeichen Gottes in unserem Leben, das Wunderbare, wiederentdecken und uns von ihm stärken lassen, Von seiner Liebe, seinem Licht, seiner Kraft, die Wasser in Wein verwandeln kann. Auch in unserem Leben.

Vielleicht hat er das ja gerade diese Woche erst für jemanden von uns getan – und wir haben es nicht einmal gemerkt.

In diesem Fall wünsche ich uns, dass er uns mit der Nase drauf stößt, damit wir uns darüber freuen können, unser Glaube neue Hoffnung und Kraft erfährt und wir spüren, wie wichtig wir Gott sind. Auch wenn nur mal der Wein ausgeht.

Seien Sie behütet!

Ihr Pfarrer

Andreas Gutting

Andacht zur Jahreslosung

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,

„Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36)

Das ist das Motto, das für uns evangelische Christen über diesem noch jungen Jahr 2021 geschrieben steht. Aufforderung und Ermahnung zugleich!

Denn Barmherzigkeit hat nicht unbedingt Konjunktur in unseren Zeiten. Sowohl sprachlich, wie im Verhalten von Menschen scheint sie weitgehend verschwunden zu sein.

Doch: Was bedeutet Barmherzigkeit eigentlich?

Immer wieder wird uns in der Bibel Gott als barmherzig, gnädig, langmütig vorgestellt. Und darum stellt uns Jesus, von dem das Wort unserer Jahreslosung ja stammt, eben Gott als Vorbild vor Augen, wenn es darum geht, Barmherzigkeit zu üben.

Barmherzigkeit kann man so deuten, dass derjenige, der barmherzig ist, sich im Herzen anrühren, berühren lässt vom Schicksal, Leiden, der Not eines anderen. Ohne, dass das nach den Maßstäben menschlicher Gerechtigkeit verdient sein müsste. Im Gleichnis vom „verlorenen Sohn“ vermittelt Jesus uns einen Eindruck davon, wie Gottes Barmherzigkeit aussieht. Aus Liebe und Freude über die Umkehr des, aus unserer Sicht missratenen, Sohns nimmt Gott ihn wieder bei sich auf und feiert seine Rückkehr mit einem großen Fest. Das ist Barmherzigkeit.

Nicht zufällig geht im Lukasevangelium unserer Jahreslosung das christliche Gebot der Feindesliebe unmittelbar voraus. Darin wird für ihn Barmherzigkeit konkret. Im Anschluss an die Jahreslosung – wiederum nicht zufällig – finden sich zwei Mahnungen:

„Richtet nicht, so werdet auch ihr nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet auch ihr nicht verdammt, Vergebt, so wird euch vergeben.“ Und das Gleichnis vom Splitter im Auge des Nächsten und dem Balken im eigenen Auge. (Lukas 6, 41 + 42).

Schon zu Jesu Zeiten war es so, dass Menschen gerne, ausgiebig, selbstgerecht und vor allem unbarmherzig über andere geredet und geurteilt hatten. Weil sie Fehler gemacht hatten, moralisch vielleicht nicht dem Verhalten der Mehrheit entsprachen oder einfach anders waren, eine andere Meinung hatten. Die erklärte man wohl damals schon zu Feinden (Feindesliebe!) und fällte Urteile über sie, die sie aus der Gesellschaft ausschlossen oder an den Rand drängten.

Was Jesus uns ins Stammbuch schreibt: So wie du behandelt und beurteilt werden möchtest, so behandle gefälligst auch andere! Und noch wichtiger: Kümmere dich doch erst mal um den Dreck, den du unter deinen Teppich gekehrt hast und der vor deiner Haustür liegt, bevor du über andere den Mund aufmachst!

Ich weiß: Das Ende des meisten Dorftratschs und von vielem Müll in den sogenannten sozialen Medien. Aber das wäre kein Schade, sondern ein echter Gewinn, wenn diese Mahnungen Jesu einmal bei uns ankämen.

„Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.“

Ein Wort, das mitten in unsere Zeit und in unser Leben trifft. Wie wir unbarmherzig mit anderen umgehen, habe ich gerade angedeutet. Dass Menschen mit anderen Ansichten und Meinungen geradezu zu Feinden werden, dazu brauchen wir nicht überheblich in die USA der jüngsten Zeit zu schauen. Es reicht auch ein Blick in unser eigenes Land, in unsere eigenen Dörfer, da werden wir schnell genug fündig werden und sehen, dass es all das auch mitten unter uns gibt.

Doch es geht weiter. Wie unbarmherzig, herz- und gedankenlos, gehen wir mit der Schöpfung um? Keine Gnade, wenn es um kurzfristige Gewinne geht, seien die langfristigen Kosten auch noch so hoch.

Und schließlich: Wie unbarmherzig gehen wir oft genug mit uns selbst um, weil wir Angst haben, aus dem unbarmherzigen Kreislauf des immer schneller, besser, weiter, höher, härter rauszufallen, zu versagen und dann ebenso abgeurteilt und abgeschoben zu werden, wie wir das oft genug selbst praktiziert haben?

Burnout mit all seinen verheerenden Folgen und Nebenwirkungen ist die Folge. Psychologen können sich vor Arbeit oft nicht mehr retten mit Patient*innen von Kindes Beinen an.

Folge eines unbarmherzigen und darum unmenschlichen Wettbewerbsdenkens, das nur Gewinner akzeptiert. Wer das in seiner krankhaften Form sehen möchte, hatte die vergangenen vier Jahre bis in die letzten Tage hinein immer wieder die Gelegenheit dazu.

Für mich steht fest: Wenn ich es ernst nehme mit der Aufforderung Jesu barmherzig wie Gott zu sein, dann muss ich zunächst lernen, auch mit mir barmherzig zu sein. Meine Grenzen, meine Schwächen, meine Fehler zu akzeptieren und Gott zu bitten, mich ebenso anzunehmen und zu tragen. Dann werde ich es hoffentlich auch schaffen, mein Herz vom Schicksal anderer berühren zu lassen und mit ihnen barmherzig zu sein.

Dazu noch eine Geschichte aus Irland: Ein Mensch wollte sich von einer Klippe stürzen. Da kam ein Fremder vorbei. Ihm erzählt er schließlich die Geschichte seines traurigen Lebens: Dass er alle Gebote Gottes gebrochen hatte und den Leuten nur mehr ein Ärgernis war. Seine Schuld sei so groß, dass er nicht mit dem Erbarmen Gottes rechnen könnte. Der Fremde entgegnet ihm: „Aber du weißt doch, die Barmherzigkeit Gottes ist unvorstellbar groß. Er bietet uns immer seine verzeihende Liebe an. Wir brauchen sie nur anzunehmen.“

Der verzweifelte Mann entgegnete: „Mein Herz ist wie ein Eimer voller Risse und Löcher. Sobald Gott seine Vergebung hineingießt, geht sie verloren!“ Da antwortete der Fremde: „Das Herz eines jeden von uns ist vergleichbar mit einem Eimer voller Risse und Löcher. Aber wenn dieser löchrige Eimer in das Meer der barmherzigen Liebe Gottes geworfen wird, ist es gleich, wie viele Risse er hat; denn das Meer der Liebe Gottes umschließt und durchdringt dich von allen Seiten.“

Diese Geschichte macht mir Mut. Mut, mich der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen, mich in dieses Meer seiner Barmherzigkeit zu stürzen, damit ich selbst barmherzig werden kann. Im Umgang mit Menschen, die Hilfe brauchen egal woher sie kommen, mit Menschen, die anders leben, denken fühlen wie ich. Dass ich aufhöre, letzte Urteile zu fällen, die mir nicht zustehen. Dass ich die Not der Schöpfung erkennen und auch mein Verhalten an dieser Not ausrichte.

Was wäre das für eine Welt, wenn nicht nur ich, sondern viele Menschen versuchten, immer mehr Barmherzigkeit zu üben. Jeden Tag, unsere Welt in ein Meer der Barmherzigkeit zu verwandeln.

Ein Traum. Vielleicht. Aber einer, dem sich nachzuleben lohnt.

Darum noch einmal: Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist!

Ich grüße Sie herzlich! Seien Sie behütet!

Ihr

Andreas Gutting

Alle Gottesdienste fallen bis auf Weiteres aus

Das Presbyterium hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber mit jedem Tag zeigt sich für uns immer deutlicher, dass sie richtig ist.

Aus Verantwortung für die Gesundheit und zur Eindämmung der Corona-Infektionen hat das Presbyterium schweren Herzens beschlossen: Alle Gottesdienst fallen bis auf Weiteres aus! Bewahren Sie Umsicht, Vorsicht und Zuversicht.

In ökumenischer Verbundenheit werden bis auf weiteres jeden Abend um 19:30 Uhr die Glocken der Prot. und Kath. Kirchen zum Gebet rufen. Wir laden Sie ein, dann als Gemeinde miteinander und füreinander zu beten.


Glocken läuten zum Gebet

In ökumenischer Verbundenheit werden bis auf weiteres jeden Abend um 19:30 Uhr die Glocken der protestantischen und katholischen Kirchen zum Gebet rufen. Wir laden Sie ein, dann als Gemeinde miteinander und füreinander zu beten.


Rahmenbedingungen zum Besuch von Gottesdiensten

Es besteht grundsätzlich Maskenpflicht beim Betreten und Verlassen der Kirche, am Sitzplatz darf die Maske abgelegt werden, das Singen im Gottesdienst ist nach wie vor nicht gestattet.

  • Melden Sie Ihren Gottesdienstbesuch im Pfarrbüro telefonisch an. Sollten Sie auf den AB sprechen, nennen Sie bitte Ihren Namen, Adresse, Tel.-Nr. und das Datum des gewünschten Gottesdienstbesuchs.
  • Bitte bringen Sie Ihre eigene Maske mit
  • Bitte folgen sie den Anweisungen unserer Ordnungshelfer/innen.

Da der Aufwand für die Hygienevorschriften doch sehr groß ist, werden bis auf Weiteres nur alle 14 Tage jeweils um 10:15 Uhr Gottesdienste im Wechsel mit Zeiskam stattfinden. An den gottesdienstfreien Sonntagen, können Sie selbstverständlich auch den Gottesdienst in Zeiskam besuchen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Terminkalender

Gruppentreffen und sonstige Veranstaltungen

Gruppentreffen und sonstige Veranstaltungen unserer Kirchengemeinden entfallen bis auf weiteres. Auch Geburtstagsbesuche dürfen bis auf weiteres nicht mehr stattfinden. Stattdessen werden Geburtstagshefte mit einem persönlichen Gruß eingeworfen.

Beerdigungen werden in geänderter Form weiter durchgeführt. Bitte achten Sie auch als Angehörige darauf, dass diese im möglichst kleinen Kreis durchgeführt werden können.

In seelsorgerlichen Fällen oder bei Fragen und sonstigen Anliegen erreichen Sie Pfarrer Gutting telefonisch unter 06344 56 49 

Das Büro des Pfarramts ist weiterhin montags und donnerstags von 9.00 h – 12.00 h besetzt.


Herzlichen Dank an die ehrenamtlichen Helfer

Die beiden ehrenamtlichen Helfer Herr Hans Sinn und Herr Frank Lehr haben vor der Kirche mit vorbildlichem Einsatz die Schautafel wieder neu einbetoniert. Sie waren mit großer Leidenschaft dabei. Die Kirchengemeinde möchte sich auf diesem Weg ganz herzlich bedanken.