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Evangelische Kirche der Pfalz 
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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Januar 2013

Donnerstag, 21. Februar 2013

Prof. Dr. Irene Dingel

Lesung mit Prof. Dr. Irene Dingel und Katechismus-Ausstellung in der BMZ

Der Heidelberger Katechismus ist neben Luthers Katechismus der bedeutendste evangelische Katechismus der Reformationszeit. Vor 450 Jahren wurde er in der Kurpfalz publiziert und eingeführt und noch 1563 in die neue kurpfälzische Kirchenordnung aufgenommen. Sein Hauptverfasser war der in Heidelberg und Neustadt lehrende und in der Neustadter Stiftskirche bestattete Universitätstheologe Zacharias Ursinus († 6.3.1583). In mehr als 40 Sprachen übersetzt, prägt der 1619 in den Rang einer reformierten Bekenntnischrift erhobene "Heidelberger" bis heute weltweit die Identität nicht nur des reformierten Protestantismus.

Die Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz (BMZ) möchte den Heidelberger Katechismus in seinem Jubiläumsjahr mit einem Vortrag und einer Ausstellung als klassischen - zeitlosen wie auch zeitgebundenen - Bekenntnistext vorstellen:

Frau Prof. Dr. Irene Dingel, Kirchenhistorikerin und Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz, spricht am Donnerstag, 21. Februar 2013, 18 Uhr, Roßmarktstr. 4, Speyer, über "Den Glauben ins Leben ziehen ... Der Heidelberger Katechismus als Handbuch des christlichen Lebens und konfessionelle Neuordnung". Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zum Ausstellungsbesuch.

Vom 18. Februar bis zum 15. März 2013 präsentiert die Bibliothek und Medienzentrale zu den üblichen Öffnungszeiten in ihrem Lesesaal, Roßmarktstr. 4, Speyer, eine Katechismus-Doppelausstellung: Die Wanderausstellung "450 Jahre Heidelberger Katechismus" des Reformierten Bundes stellt auf 12 Schautafeln Entstehung, Inhalt und Wirkung des "Heidelbergers" dar.

Die von Frau Dr. Traudel Himmighöfer, der Leiterin der Bibliothek und Medienzentrale, erarbeitete Buchausstellung "Von Heidelberg nach Leuenberg. Die Katechismen und Bekenntnisse der pfälzischen Landeskirche" zeigt, ausgehend vom Heidelberger Katechismus, die weitere Entwicklung von Katechismus und Bekenntnis in der Geschichte der Evangelischen Kirche der Pfalz bis heute auf.

In Vitrinen im Foyer werden Bücher und Medien der BMZ rund um das Thema "Katechismus" vorgestellt, die nach der Ausstellung kostenlos entliehen werden können.

Zum Vortragsabend und zur Besichtigung der Ausstellung möchten wir Sie sehr herzlich einladen. Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind in begrenzter Zahl am Haus vorhanden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Zum Vortragsabend am 21. Februar 2013 erbitten wir Ihre Anmeldung

per Mail an: bibliothek(at)evkirchepfalz.de oder

per Fax an: 06232/667-478 oder schriftlich an:
Evangelische Kirche der Pfalz/Landeskirchenrat

Bibliothek und Medienzentrale

Domplatz 5

67346 Speyer

 

Weltgebetstag 2013: Frankreich

Der Weltgebetstag ist eine weltweite Basisbewegung von christlichen Frauen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Menschen weltweit den Weltgebetstag (WGT). Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. Auch in unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen in ökumenischen (=konfessionsübergreifenden) Gruppen den Weltgebetstag. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene!

Am Freitag, den 1. März 2013, feiern wir weltweit den Weltgebetstag der Frauen aus Frankreich. Die Materialien des deutschen Weltgebetstagskomitees können - wie in jedem Jahr - in der BMZ entliehen werden. Darüber hinaus bietet die Bibliothek zahllose Publikationen zu Politik und Geschichte, Kultur und Religion Frankreichs an.

Bitte beachten Sie auch:

Offizielle Seite des Weltgebetstages (mit Materialien zum Download)  
Wikipedia-Seite des Weltgebetstages  

 

Präsentationen in Lesesaal und Foyer

Auf unseren Präsentationsflächen in Lesesaal und Foyer bieten wir Ihnen derzeit eine Auswahl unserer Materialien zu folgenden Themen:

- Frühling
- Fasten
- Biographien
- Margot Käßmann

Alle präsentierten Materialien können bei Interesse sofort ausgeliehen werden.

 

Neuerwerbungen der BMZ- einzeln vorgestellt

Wintertochter
Johannes Schmid, Zorro Medien, Spielfilm, Polen / Deutschland 2011
1 DVD-Video (90 Min.) : farb.

Zwischen den Jahren begeben sich die 12-jährige Kattaka und die 75-jährige Lene auf eine für beide sehr aufregende Reise von Berlin nach Polen. Kattaka macht sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater, einem russischen Matrosen, der gerade mit seinem Schiff in Danzig liegt - Lene auf die Suche nach ihrer bisher verdrängten Vergangenheit, in der sie während des Krieges aus Masuren fliehen musste und ihre Eltern verloren hat. Eine Geschichte über Freundschaft zwischen verschiedenen Generationen und Nationen und über den Mut, sich dem Leben zu stellen. 

Blaubeerblau
Rainer Kaufmann, Das Erste, Spielfilm, Deutschland 2011
1 DVD-Video (88 Min.) : farb.

Fritjof Huber (Devid Striesow), in der Schule wahlweise Fritte oder Friedhof genannt, stand im Leben immer am Rand. Er wurde Angestellter in einem Architekturbüro und blieb ein Muttersöhnchen. Als Fritjof für ein Aufmaß in ein Sterbehospiz geschickt wird, trifft er dort auf Hannes (Stipe Erceg), einen früheren Schulkameraden. Zwischen den beiden ungleichen Männern entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Hannes hat Pankreaskrebs im Endstadium. Durch ihn und die anderen Bewohner des Sterbehospiz gelingt es Fritjof, seine Lebensängste zu überwinden. Während Hannes stirbt, wächst in Fritjof großer Mut und Lust auf das Leben. Blaubeerblau - Ein Film über das Sterben, der Lust aufs Leben macht. 

Kriegerin
David Wnendt, Ascot Elite Home Entertainment, Spielfilm, Deutschland 2011
1 DVD-Video (102 Min.) : farb.

Jung, weiblich, rechtsradikal. Marisa (20) ist Teil einer Jugendclique der rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf ihrer Schulter hat sie Skingirl tätowiert, vorne ein Hakenkreuz. Marisa schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Schwarze, Politiker, Juden und die Polizei. In Marisas Augen sind sie alle schuld. Sie sind schuld daran, dass ihr Freund im Knast sitzt und alles um sie herum den Bach runter geht: Ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt.

In diesem Sommer wird sich alles ändern. Svenja, ein junges Mädchen, stößt zur Clique und geht Marisa gehörig auf die Nerven. Marisa und ihre Clique geraten mit Jamil und Rasul aneinander - zwei jungen Asylbewerbern, die hier in der Provinz gestrandet sind. Der Streit eskaliert, Marisa ist nicht zu bremsen. Ohne es zu ahnen, löst sie eine Kette von Ereignissen aus, die alles komplett auf den Kopf stellen. Während Svenja immer tiefer in die rechte Szene rutscht, gerät Marisas Weltbild ins Wanken. Sie beginnt sich zu ändern, doch der Weg raus wird härter als sie ahnt.

Der Heidelberger Katechismus
Neukirchen-Vluyn : Neukirchener Theologie, 5., überarb. Aufl. 2012, 95 Seiten
ISBN 978-3-7887-2629-4

Obwohl die reformierte Kirche keine für alle verbindliche Sammlung von Bekenntnisschriften kennt, gilt der 1563 verfasste Heidelberger Katechismus als Bindeglied zwischen den reformierten Kirchen der Welt. Die Überarbeitung des ursprünglichen Textes bringt den Heidelberger Katechismus in einer gewandelten Sprach- und Vorstellungswelt in Gottesdienst, Unterricht, Gemeindeveranstaltungen und im persönlichen Studium noch mehr zu Gehör.

Christine Eichel: Das deutsche Pfarrhaus - Hort des Geistes und der Macht
Berlin : Quadriga, 2012, 367 Seiten
ISBN 978-3-86995-040-2

Eine Pfarrerstochter ist Kanzlerin, ein ehemaliger Pfarrer Bundespräsident. Zufall? Seit Martin Luther den Zölibat verwarf, stieg das deutsche Pfarrhaus zum Paradigma christlichen Zusammenlebens auf. Als Hort der Bildung und Bollwerk gegen säkularen Sinnverlust wurde es auch gesellschaftlich relevant: religiöses Biotop und politischer Gegenentwurf, bürgerliche Enklave und antibürgerlicher Kampfschauplatz. Und nicht zuletzt Heimat so unterschiedlicher Pfarrerskinder wie Albert Schweitzer, Friedrich Nietzsche oder Gudrun Ensslin. Die Geschichte des deutschen Pfarrhauses erzählt von einem geistigen Reizklima mit hohem Wertepotenzial. Glaube, Liebe, Hoffnung, aber auch Kritik, Einspruch und Radikalität - das sind offenbar wieder attraktive Optionen in Zeiten des unverbindlichen Pragmatismus.

Martin Ebner (Hg.): Jahrbuch für Biblische Theologie: Das Böse
Neukirchen-Vluyn : Neukirchener Theologie, 2012, 445 Seiten
ISBN 978-3-7887-2538-9

Das Jahrbuch für Biblische Theologie bietet Beiträge zu einem kohärenten Thema aus allen theologischen Disziplinen sowie der Judaistik, der Literatur und der Kultur. Der vorliegende Band beschreibt Erfahrungen und Wahrnehmungen des Schreckens oder auch der Faszination des Bösen. Er reflektiert die Ambivalenzen des menschlichen Lebens und der menschlichen Lebensführung und bringt Ansätze zur Bewältigung dieser Erfahrungen aus der biblischen Tradition zur Geltung. Die alttestamentlichen Beiträge zu Themen der Urgeschichte, der Prophetie, der Psalmen und der Apokalyptik sind von Andreas Schüle, Alexandra Grund, Andreas Wagner und Veronika Bachmann verfasst. Die neutestamentlichen Beiträge zu Lucifer, zur Judasgestalt, zu den Exorzismen Jesu und zur Frage nach der Funktion von Bildern des Bösen stammen von Samuel Vollenweider, Christfried Böttrich, Christian Strecker und Jutta Leonhardt-Balzer. Volker Leppin reflektiert das Thema "Luther und der Teufel", Helmut Hoping das Problem der Erbsünde und Dorothea Sattler die Praxis von Exorzismen in der Kirche. Friedrich Schweitzer fragt religionspädagogisch, ob Kinder auch einen "bösen Gott" brauchen. Gabrielle Oberänsli-Widmer beschreibt Leviathan und Behemot als Sinnbilder des Bösen im Judentum, der Schriftsteller Johannes Aderegg reflektiert über das Hiob-Problem in Theologie und Literatur, Michael Leicht thematisiert das Gesicht des Bösen in der politischen Propaganda. Der Band bietet so einen vielfältigen und fundierten Beitrag zur Reflexion über die Wirklichkeit des Bösen in der Welt im Licht der biblischen Botschaft.

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Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".

 

Jubiläen

1. Januar:
150. Jahrestag der Sklavenbefreiung in den USA

Mit der Emanzipations-Proklamation (englisch Emancipation Proclamation) erklärte die Regierung Abraham Lincolns am 22. September 1862 die Abschaffung der Sklaverei in den Südstaaten, die nach deren Inkrafttreten am 1. Januar 1863 noch Teil der Konföderierten Staaten von Amerika waren. Auf Unionsstaaten hatte die Emanzipations-Proklamation keine rechtlich bindende Wirkung. Trotz dieser Einschränkung war die Proklamation ein erster, entscheidender Schritt zur vollständigen Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Sklavenhaltung entstand auf dem nordamerikanischen Festland nicht erst mit der Ankunft der europäischen Kolonialherren; sie war bereits in manchen indianischen Kulturen üblich. Mit der Gründung der Kolonien im 17. Jahrhundert erlangte sie allerdings erstmals allgemeine Verbreitung. Einen steilen Aufstieg nahm die Sklaverei mit der Entstehung der Plantagenökonomie, die im 17. Jahrhundert in Virginia entstand und sich in den folgenden zwei Jahrhunderten immer weiter nach Süden und Westen ausbreitete. Da die dünn besiedelten Kolonien den wachsenden Bedarf nach billigen Arbeitskräften nicht aus eigenen Ressourcen decken konnten, wurden afrikanischstämmige Sklaven zunächst aus der Karibik, dann aber in immer größerer Zahl über die so genannte "Mittelpassage" direkt aus Westafrika, besonders aus Angola, importiert.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zerfiel die Plantagenökonomie in Virginia und North Carolina, dehnte sich dafür aber immer weiter in den amerikanischen Westen aus. Infolge dieser Verlagerung wurden Hunderttausende afroamerikanischer Sklaven aus dem Oberen Süden in den Tiefen Süden, besonders nach Alabama, Mississippi und Louisiana, verschleppt. Diese erzwungene Massenwanderung war für die Betroffenen kaum weniger traumatisch, als es für ihre Vorfahren die Verschleppung über den Atlantik gewesen war.

Ihr offizielles Ende fand die Sklaverei, die von Befürwortern in den Südstaaten euphemistisch oft als The Peculiar Institution (deutsch: "die besondere Institution") bezeichnet wurde, mit der militärischen Niederlage der Konföderation im Sezessionskrieg (1865) und dem im selben Jahr verabschiedeten 13. Zusatzartikel zur Verfassung. Der Bedarf an billigen Arbeitskräften wurde sodann durch das Convict lease-System aufgefangen, wodurch eine Vielzahl von Afroamerikanern bis ins 20. Jahrhundert hinein (in Alabama bis 1928) in einem System der Zwangsarbeit gehalten wurden.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite "Sklaverei in den Vereinigten Staaten"  
Moderne Sklaven in Deutschland (Artikel des Tagesspiegels) 
Startet einen DownloadLiteratur und Medien der BMZ zu Sklaverei und Menschenrechtsverletzung  

 

14. Januar:
70. Geburtstag von Dr. Klaus Bümlein

Dr. Klaus Bümlein, der langjährige Oberkirchenrat und Bildungsdezernent der Evangelischen Kirche der Pfalz, feiert seinen 70. Geburtstag, zu dem wir ihm herzlich gratulieren. Eine Festschrift ihm zu Ehren (incl. Bibliographie seiner Veröffentlichungen) befindet sich derzeit im Druck. Zum Jahreswechsel gibt er sein Amt als Vorsitzender des Vereins für Pfälzische Kirchengeschichte ab.

Bitte beachten Sie auch:

Vereinsbibliothek als Depositum in den Räumen der BMZ

 

22. Januar:
50 Jahre Deutsch-französischer Vertrag ("Élysée-Vertrag")

Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Dieses Abkommen über die deutsch-französische Zusammenarbeit hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer "Erbfeindschaft" und verlustreichen Kriegen seitdem immer mehr zusammengeführt. Der Vertrag verpflichtet beide Regierungen zu Konsultationen in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik. Ebenso wurden Treffen auf Regierungsebene in regelmäßigen Abständen beschlossen. Auf französischer Seite war François Seydoux de Clausonne, auf deutscher Seite Adenauers außenpolitischer Berater Horst Osterheld wesentlich am Zustandekommen des Vertrages beteiligt.

Um den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags zu feiern, haben Frankreich und Deutschland ein Deutsch-Französisches Jahr ausgerufen. In dessen Rahmen finden von September 2012 bis Juli 2013 zahlreiche Veranstaltungen auf offizieller und zivilgesellschaftlicher Ebene statt.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Élysée-Vertrages  
Deutsch-Französisches Jahr 2013  
Sammlung "Französischer Protestantismus" in der BMZ  

 

Passend hierzu im Verleih:

Werner Paracivini (Hg.): Deutsch-französische Geschichte [in 11 Bänden]
Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, ab 2005
ISBN 3-534-14697-2

Über die Jahrhunderte hinweg haben Deutschland und Frankreich – beide können auf gemeinsame historische Wurzeln im fränkischen Reich zurückblicken – immer engste wechselseitige Beziehungen unterhalten, oft als Rivalen, oft als Feinde, manchmal auch als Freunde. Ihr Zusammenspiel war maßgeblich für die Entwicklung der europäischen Geschichte. Insbesondere die beiden letzten Jahrhunderte mit den Marksteinen 1871, 1918 und 1945 waren geprägt von gegenseitigem Hass und schrecklichen Kriegen. Aus den gemeinsamen Anstrengungen der beiden Nationen zur Überwindung der tiefen Kluft in der Vergangenheit entstanden schließlich die deutsch-französische Freundschaft und die Europäische Union. Im Auftrag des renommierten Deutschen Historischen Instituts in Paris haben Werner Paravicini und Michael Werner deutsche und französische Historiker verpflichtet, um diese Bilanz der gemeinsamen wie gegensätzlichen Geschichte der beiden Länder zu ziehen. Schwerpunkt der Bände ist jeweils die politische, wirtschaftliche und soziale Geschichte. Hinzu kommen neueste Erkenntnisse unter kulturgeschichtlichen Aspekten – Wissen und Tradition, Erinnerung und Vorstellung, Wahrnehmung und Repräsentation. Eine so umfassende Darstellung der deutsch-französischen – und damit der zentraleuropäischen – Geschichte ist einmalig, und sie wird es auf lange Zeit nicht mehr geben.

 

Termine

18. Januar: Susann - Was bleibt

Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Gemeindehaus Johanneskirche Speyer
Theodor-Heuss-Straße 22-24
Veranstalter: Johanneskirchengemeinde
Website: http://www.johanneskirche-speyer.de
Vorverkaufsstellen: Abendkasse

Eigene deutsche Songs - authentisch, gefühlvoll, manchmal witzig, oft melancholisch, mit Texten, die unter die Haut gehen.

Susanne Rees aus Speyer hat im Herbst 2011 begonnen eigene Lieder zu schreiben. Sie verarbeitet darin eigene Erfahrungen und beschäftigt sich mit Themen wie Beziehung, Jahreszeiten, Lebensweisheiten, Liebe.Der Abend steht unter dem Motto "Was bleibt".Susann begleitet sich selbst auf der Gitarre und wird an diesem Abend unterstützt von zwei Musikern aus Speyer: Marcus Schneider (Gitarre) und Thomas Brunecker (Percussion).

 

18./19. Januar: Tagung zum "Heidelberger Katechismus" im Butenschoen-Haus in Landau

Gemeinsam mit der Evangelischen Akademie der Pfalz und dem Verein für Kirchengeschichte in der Evangelischen Kirche in Baden lädt der Verein für pfälzische Kirchengeschichte ein zur Tagung "450 Jahre HEIDELBERGER KATECHISMUS".

Vor 450 Jahren wurde der Heidelberger Katechismus als Teil der kurpfälzischen Kirchenordnung gedruckt- der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Als christliches Unterrichtsbuch verbreitete er sich über den Niederrhein nach Ostfriesland und England. 1618/1619 machte ihn eine Synode im südholländischen Dordrecht zum verbindlichen Bekenntnistext. Bis heute wurde er in mehr als vierzig Sprachen übersetzt - und prägt so weltweit die Identität nicht nur des reformierten Protestantismus. Gleich mit seiner ersten Frage geht er aufs Ganze: "Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?" Sprachlich gekonnt, theologisch durchdacht, didaktisch strukturiert entfaltet er in 129 Fragen, was christlichen Glauben im Kern ausmacht.

Zum Auftakt des Jubiläums fragen wir, wie der pfälzische Bestseller "Heidelberger Katechismus" entstanden ist und wie er verbreitet wurde. Wir suchen auch nach seinen zentralen Aussagen. Schließlich: Was trägt der Heidelberger Katechismus zu einer authentischen und nachvollziehbaren Formulierung des christlichen Glaubens im 21. Jahrhundert bei?

Nähere Informationen auf der Homepage des Vereins für Pfälzische Kirchengeschichte

 

27. Januar: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, bezogen auf den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945, dem letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs, ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: "Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden." Der Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt. Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des KZ Auschwitz-Birkenau, des größten Vernichtungslagers des Nazi-Regimes.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Gedenktages  
Initiative "Zukunft braucht Erinnerung"  
Startet einen DownloadFilmauswahl der BMZ zum Thema Nationalsozialismus  

 

Themenjahr "Reformation und Toleranz"

Das Jahresthema 2013 der Lutherdekade ist nicht einfach: Für Toleranz sind zwar irgendwie (fast) alle. Doch schon bei der Definition des Begriffs zeigen sich Probleme. Wo beginnt Toleranz für mich, wo hört sie auf? Wo liegen für mich ihre Wurzeln und ihre Widerstände? Ist das Kreuz Christi ein christliches Sinnbild für unbedingte Toleranz?

Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation und Toleranz"  
Startseite zum Heidelberger Katechimus  
Religionspädagogisches Angebot zum Heidelberger Katechismus  

Themenheft "Toleranz" mit Literatur und Medien der BMZ (in Vorbereitung)
Themenheft "Katechismen" mit Literatur und Medien der BMZ (in Vorbereitung)

Bündnis für Demokratie und Toleranz