Anschrift und Kontaktformular

Evangelische Kirche der Pfalz 
Bibliothek und Medienzentrale
Hausanschrift:
Roßmarktstr. 4, 67346 Speyer
Postanschrift:
Domplatz 5, 67346 Speyer
Telefon: 06232/667-415
Fax: 06232/667-478
Email: bibliothek(at)evkirchepfalz.de
Kontaktformular

Montag – Donnerstag:
09:00 – 12:00 Uhr
Montag, Dienstag, Donnerstag:
14:00 – 16:00 Uhr

Neben den Print-Ausgaben der abonnierten Zeitschriften werden auch Online-Versionen im Volltext angeboten.

Impressum

Zum Impressum
Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
Zur Startseite

Februar 2013

Donnerstag, 21. Februar 2013

Prof. Dr. Irene Dingel

Lesung mit Prof. Dr. Irene Dingel und Katechismus-Ausstellung in der BMZ

Der Heidelberger Katechismus ist neben Luthers Katechismus der bedeutendste evangelische Katechismus der Reformationszeit. Vor 450 Jahren wurde er in der Kurpfalz publiziert und eingeführt und noch 1563 in die neue kurpfälzische Kirchenordnung aufgenommen. Sein Hauptverfasser war der in Heidelberg und Neustadt lehrende und in der Neustadter Stiftskirche bestattete Universitätstheologe Zacharias Ursinus († 6.3.1583). In mehr als 40 Sprachen übersetzt, prägt der 1619 in den Rang einer reformierten Bekenntnischrift erhobene "Heidelberger" bis heute weltweit die Identität nicht nur des reformierten Protestantismus.

Die Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz (BMZ) möchte den Heidelberger Katechismus in seinem Jubiläumsjahr mit einem Vortrag und einer Ausstellung als klassischen - zeitlosen wie auch zeitgebundenen - Bekenntnistext vorstellen:

Frau Prof. Dr. Irene Dingel, Kirchenhistorikerin und Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz, spricht am Donnerstag, 21. Februar 2013, 18 Uhr, Roßmarktstr. 4, Speyer, über "Den Glauben ins Leben ziehen ... Der Heidelberger Katechismus als Handbuch des christlichen Lebens und konfessionelle Neuordnung". Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zum Ausstellungsbesuch.

Vom 18. Februar bis zum 15. März 2013 präsentiert die Bibliothek und Medienzentrale zu den üblichen Öffnungszeiten in ihrem Lesesaal, Roßmarktstr. 4, Speyer, eine Katechismus-Doppelausstellung: Die Wanderausstellung "450 Jahre Heidelberger Katechismus" des Reformierten Bundes stellt auf 12 Schautafeln Entstehung, Inhalt und Wirkung des "Heidelbergers" dar.

Die von Frau Dr. Traudel Himmighöfer, der Leiterin der Bibliothek und Medienzentrale, erarbeitete Buchausstellung "Von Heidelberg nach Leuenberg. Die Katechismen und Bekenntnisse der pfälzischen Landeskirche" zeigt, ausgehend vom Heidelberger Katechismus, die weitere Entwicklung von Katechismus und Bekenntnis in der Geschichte der Evangelischen Kirche der Pfalz bis heute auf.

In Vitrinen im Foyer werden Bücher und Medien der BMZ rund um das Thema "Katechismus" vorgestellt, die nach Ablauf der Ausstellung (15. März)  entliehen werden können.

Zum Vortragsabend und zur Besichtigung der Ausstellung möchten wir Sie sehr herzlich einladen. Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind in begrenzter Zahl am Haus vorhanden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Zum Vortragsabend am 21. Februar 2013 erbitten wir Ihre Anmeldung

per Mail an: bibliothek(at)evkirchepfalz.de oder

per Fax an: 06232/667-478 oder schriftlich an:
Evangelische Kirche der Pfalz/Landeskirchenrat

Bibliothek und Medienzentrale

Roßmarktstr. 4

67346 Speyer

 

Weltgebetstag 2013: Frankreich

Der Weltgebetstag ist eine weltweite Basisbewegung von christlichen Frauen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Menschen weltweit den Weltgebetstag (WGT). Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. Auch in unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen in ökumenischen (=konfessionsübergreifenden) Gruppen den Weltgebetstag. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene!

Am Freitag, den 1. März 2013, feiern wir weltweit den Weltgebetstag der Frauen aus Frankreich. Die Materialien des deutschen Weltgebetstagskomitees können - wie in jedem Jahr - in der BMZ entliehen werden. Darüber hinaus bietet die Bibliothek zahllose Publikationen zu Politik und Geschichte, Kultur und Religion Frankreichs an.

Bitte beachten Sie auch:

Offizielle Seite des Weltgebetstages (mit Materialien zum Download)  
Wikipedia-Seite des Weltgebetstages  
Wikipedia-Seite des Élysée-Vertrages  
Deutsch-Französisches Jahr 2013  
Sammlung "Französischer Protestantismus" in der BMZ   

Passend hierzu im Verleih:

Werner Paracivini (Hg.): Deutsch-französische Geschichte [in 11 Bänden]
Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, ab 2005
ISBN 3-534-14697-2

Über die Jahrhunderte hinweg haben Deutschland und Frankreich – beide können auf gemeinsame historische Wurzeln im fränkischen Reich zurückblicken – immer engste wechselseitige Beziehungen unterhalten, oft als Rivalen, oft als Feinde, manchmal auch als Freunde. Ihr Zusammenspiel war maßgeblich für die Entwicklung der europäischen Geschichte. Insbesondere die beiden letzten Jahrhunderte mit den Marksteinen 1871, 1918 und 1945 waren geprägt von gegenseitigem Hass und schrecklichen Kriegen. Aus den gemeinsamen Anstrengungen der beiden Nationen zur Überwindung der tiefen Kluft in der Vergangenheit entstanden schließlich die deutsch-französische Freundschaft und die Europäische Union. Im Auftrag des renommierten Deutschen Historischen Instituts in Paris haben Werner Paravicini und Michael Werner deutsche und französische Historiker verpflichtet, um diese Bilanz der gemeinsamen wie gegensätzlichen Geschichte der beiden Länder zu ziehen. Schwerpunkt der Bände ist jeweils die politische, wirtschaftliche und soziale Geschichte. Hinzu kommen neueste Erkenntnisse unter kulturgeschichtlichen Aspekten – Wissen und Tradition, Erinnerung und Vorstellung, Wahrnehmung und Repräsentation. Eine so umfassende Darstellung der deutsch-französischen – und damit der zentraleuropäischen – Geschichte ist einmalig, und sie wird es auf lange Zeit nicht mehr geben.

 

Präsentationen in Lesesaal und Foyer

Auf unseren Präsentationsflächen in Lesesaal und Foyer bieten wir Ihnen derzeit eine Auswahl unserer Materialien zu folgenden Themen:

- Frühling
- Fasten
- Biographien
- Margot Käßmann

Alle präsentierten Materialien können bei Interesse sofort ausgeliehen werden.

 

Neuerwerbungen der BMZ- einzeln vorgestellt

Herz des Himmels, Herz der Erde
Frauke Sandig und Eric Black, Piffl Medien, Dokumentarfilm, Deutschland 2012
1 DVD-Video (88 Min.) : farb.

Was verbirgt sich hinter dem Mythos des Mayakalenders, dessen »Lange Zählung« nach 5125 Jahren am 21. Dezember 2012 endet? Wird die Welt untergehen? Der Film reist ins mexikanische Chiapas und nach Guatemala, die Heimat der etwa neun Millionen heutigen Maya. Sechs junge Maya lassen uns teilhaben an ihrem Leben, ihrem Alltag, ihren Zeremonien und ihrem Widerstand gegen die Bedrohung ihrer Kultur und Umwelt. Dem westlichen Objektdenken, das Globalisierung, genmanipulierte Nahrung und Umweltzerstörung als Normalität hinnimmt, begegnen sie mit einer Kosmovision, die das Andere, Mensch, Tier, Natur, nicht als losgelöstes Gegenüber, sondern als Teil des eigenen Seins begreift. Der Film verknüpft die politische und soziale Gegenwart der Protagonisten in musikalischen und traumartigen Sequenzen mit Bildern der Natur und der mythologischen Vergangenheit. Der Film schlägt den Bogen vom Popol Vuh, dem Schöpfungsmythos der Maya, zu den Herausforderungen von heute; von den majestätischen Ruinen der klassischen Periode zu den Zeremonien der heutigen Maya, zu ihrer Spiritualität und ihrem Widerstandsgeist.  

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2012
Tim Hartelt u.a., Evangelische Medienzentrale Bayern, Kurzfilme, Deutschland 2012
1 DVD-Video (105 Min.) : farb.

Am 8. Dezember 2012 wurde in Nürnberg zum achten Mal der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis vergeben. Die DVD enthält den Preisträger in der Sparte "Amateur-Produktionen" sowie sieben weitere nominierte Produktionen:

1. "Syrien - Zwischen Verzweiflung und Hoffnung"
Tim Hartelt, Dokumentarfilm, 30 Min.

Das syrische Volk erhebt sich gegen die Diktatur. Noch immer scheint nichts erreicht und Assad lässt weiter auf sein Volk schießen. Doch aufgeben kommt für die Aufständischen nicht in Frage. Sie kämpfen für ihre Freiheit. Der Film liefert ein Stimmungsbild von in Deutschland lebenden Exil-Syrern, die sich um ihre Familien und Freunde in Syrien sorgen und für die Revolution engagieren.

Weitere Kurzfilme auf der DVD:
2. "Csendes Sikoly - Stiller Schrei" - Philipp Westerfeld, Kurzspielfilm über das trostlose Leben zwei allein lebender Kinder, 8 Min.
3. "Bewegung in China - Das Problem der Arbeitsmigration in Fujian" - Lina Gross, Dokumentation einer Begegnungsreise, 21 Min.
4. "Wie die Ratten"- n-ten Film, Kurzspielfilm zu den Themen Verfolgung und Verzweiflung, 12 Min.
5. "Illegale" - Raúl Erdossy und Team, Kurzspielfilm zum Thema Transplantationsmedizin, 18 Min.
6. "3-7-4" - Maximilian Heinemann und Team, Kurzspielfilm zum Thema Gleichschaltung der Gesellschaft, 9 Min.
7. "Intensivstation" - Horst Olrich, Animationsfilm der die Wirtschaftskrise illustriert, 6 Min.
8. Der letzte Schrei - Raúl Erdossy und Team, Kurzspielfilm zum Thema faire Kleidung, 1 Min.

Fürsten zwischen Glaube und Vernunft - Die andere Reformation Anhalts
Achim Detmers und Konrad Schmid, Evangelische Landeskirche Anhalts, Dokumentarfilm, Deutschland 2012
1 DVD-Video (40 Min.) : farb.

Zum Jubiläumsjahr „Anhalt 800“ ist jetzt ein Film erschienen, der die Geschichte der Reformation und der evangelischen Kirche in Anhalt nachzeichnet. Produziert und gedreht haben ihn im Auftrag der Evangelischen Landeskirche Anhalts Pfarrer Dr. Achim Detmers und der Filmemacher Konrad Schmid. Der Dokumentarfilm mit dem Titel „Fürsten zwischen Glaube und Vernunft – die andere Reformation Anhalts“ enthält zahlreiche Interviews und Bilder von Schauplätzen in Anhalt. Zudem treten Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg und ihr Gatte Christian I. in einen fiktiven Dialog und berichten unterhaltsam und anschaulich über die anhaltische Reformation. Der Dokumentarfilm zeichnet die markanten Wendepunkte der anhaltischen Kirchengeschichte nach und zeigt, wie sich die Evangelische Landeskirche Anhalts damals den Herausforderungen gestellt hat – und heute weiterhin stellt.

Hintergrund: Durch die Nähe zu Wittenberg fand die Reformation auch in Anhalt Einzug. Die anhaltischen Fürsten setzten die Ideen Luthers und Melanchthons rasch um. 1534 war das ganze Fürstentum protestantisch, 50 Jahre später jedoch wandten sich die anhaltischen Fürsten dem Calvinismus zu. Diese Öffnung für den französisch-schweizerischen Protestantismus hat Anhalt nachhaltig geprägt, ebenso wie der 30-jährige Krieg und die beginnende Aufklärung.

Kanzel in der Welt - Fragen des Heidelberger Katechismus beantwortet für unsere Zeit
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2012, 201 Seiten
ISBN 978-3-374-03089-7

Im Jahr 2013 wird der Heidelberger Katechismus 450 Jahr alt. Seine Fragen haben von ihrer Aktualität nichts verloren. Sie drängen aber immer wieder neu nach Antwortversuchen in der Sprache und unter den Rahmenbedingungen der Gegenwart. Dem Anliegen, die Theologie mit ihrer Botschaft nicht hinter den Kirchenmauern in Sicherheit zu bringen und die Menschen zur Sprachfähigkeit im Glauben zu ermutigen, fühlte sich der ehemalige Vorsitzende des Rates der EKD und badische Landesbischof Klaus Engelhardt in besonderer Weise verpflichtet. Langjährige Weggefährten aus Kirche und Politik sowie Menschen in aktueller kirchenleitender Verantwortung haben den 80. Geburtstag von Klaus Engelhardt im Jahre 2012 zum Anlass genommen, gewissermaßen auf den Kanzeln mitten in der Welt neue Antworten auf die alten Fragen des Heidelberger Katechismus zu formulieren. 

Martin H. Jung: Reformation und Konfessionelles Zeitalter (1517-1648)
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2012, 288 Seiten
ISBN 978-3-8252-3628-1

Für die evangelische Kirchengeschichtsschreibung ist die Reformation eine eigenständige Epoche der Kirchen-, Theologie- und Frömmigkeitsgeschichte. Mit ihr endet das Mittelalter und beginnt die Neuzeit. Auf die Reformation folgt das Konfessionelle Zeitalter, das sich bis 1648 erstreckte, als der Friede von Münster und Osnabrück mehr Toleranz gewährte. Seine Ausläufer reichen bis ins ausgehende 18. Jahrhundert. Diese beiden Epochen prägten die Kirchengeschichte nachhaltig. Martin H. Jungs Lehrbuch enthält in fünfzehn übersichtlichen Kapiteln den studien- und prüfungsrelevanten Lehrstoff zu beiden Epochen. 

Paul Kluge: Fröhlich leben, ruhig sterben - Ein- und Ausführungen zum Heidelberger Katechismus
Fromm-Verlag 2011, 117 Seiten
ISBN 978-3-8416-0195-7

Der Heidelberger Katechismus, vom Auftraggeber Friedrich III von der Pfalz als gemeinsame Basis für Lutheraner und Reformierte seines Fürstentums gedacht, wurde zu der verbreitetsten Bekenntnisschrift des weltweiten Reformiertentums. Das spiegelt die theologische wie die pädagogische Qualität dieses Werkes, das bald 450 Jahre alt ist. Eine - auch für Nichttheologen verständliche - Einführung und eine Reihe erzählender Predigten über einzelne Fragen und Antworten "des Heidelberger" aktualisieren den Text von 1563. 

Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".

 

Jubiläen

19. Februar: 540. Geburtstag von Nikolaus Kopernikus

Nikolaus Kopernikus (Nicolaus Coppernicus), eigentlich Niklas Koppernigk (* 19. Februar 1473 in Thorn; † 24. Mai 1543 in Frauenburg) war ein Frauenburger Domherr, Jurist, Administrator und Arzt im Dienste des Fürstbistums Ermland in Preußen, der seine freie Zeit der Mathematik und Astronomie widmete. In seinem Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium beschrieb er das heliozentrische Weltbild des Sonnensystems, gemäß dem sich die Erde um die eigene Achse dreht und sich zudem wie die anderen Planeten um die Sonne bewegt.

Wahrscheinlich im Jahre 1509 schuf Kopernikus in Heilsberg im Ermland den Commentariolus, in dem er die Theorie vom Umlauf der Planeten um die Sonne und der durch die Drehung der Erde bedingten scheinbaren Bewegung der Fixsterne aufstellte (heliozentrisches Weltbild). In dieser Schrift kündigte er eine mathematische Ausarbeitung seiner Theorien an. Den Commentariolus machte er jedoch nur Vertrauten zugänglich, um sich nicht dem Spott der Fachwelt auszusetzen. Erst drei Jahrzehnte später, kurz vor seinem Tode, veröffentlichte er dann sein Hauptwerk.

Kopernikus benutzte bei der Beschreibung der Planetenbahnen Überlagerungen von gleichförmigen Kreisbewegungen mit einem Zentrum in der Nähe der Sonne. Damit stellte er das seit etwa 1400 Jahren dominierende, auch von der katholischen Kirche vertretene geozentrische Weltbild des Ptolemäus in Frage.

Inzwischen gilt als gesichert, dass Kopernikus durch die heliozentrische Theorie des antiken Astronomen Aristarchos von Samos entscheidend angeregt wurde. Diese These des 3. Jhs. v. Chr. fand aber wegen der mit dem bloßen Auge nicht feststellbaren stellaren Parallaxen kaum Beachtung. Das von Kopernikus vertretene heliozentrische Weltbild wurde dann von Johannes Kepler verfestigt, indem er berechnete, dass die Planeten in elliptischen Bahnen um die Sonne ziehen.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Nikolaus Kopernikus  
Kopernikus "Über die Kreisbewegungen der Weltkörper" (1543) im Volltext  
Startet einen DownloadLiteratur- und Medienauswahl der BMZ zum Thema "Weltbilder"  

 

DVD entleihbar: Sign.: 11 ZS 07

22. Februar:
70. Todestag von Sophie und Hans Scholl

Bei den Geschwistern Scholl handelt es sich nach üblicher Sprechweise um Hans und Sophie Scholl. Beide wurden bekannt als Mitglieder der Weißen Rose, einer in ihrem Kern studentischen Münchener Gruppe, die während des Zweiten Weltkriegs im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv war, insbesondere bei der Verbreitung von Flugblättern gegen den Krieg und die Diktatur unter Adolf Hitler.

Im weiteren genealogischen Sinn waren es fünf Geschwister: Inge (1917-1998), Hans (1918−1943), Elisabeth (* 1920), Sophie (1921-1943) und Werner Scholl (1922-1944), deren Herkunftsfamilie bis 1930 in Forchtenberg, von 1930 bis 1932 in Ludwigsburg und ab 1932 in Ulm (jeweils Württemberg) lebte.

Das Geschwisterpaar Hans und Sophie Scholl wurde am 18. Februar 1943 beim Auslegen von Flugblättern an der Münchner Universität von deren Hausmeister Jakob Schmid überrascht und bei der Gestapo denunziert. Bereits am 22. Februar 1943 wurden sie vom Volksgerichtshof unter der Leitung von Roland Freisler zum Tod verurteilt und noch am selben Tage im Gefängnis München-Stadelheim mit der Guillotine enthauptet. Ihr Grab befindet sich auf dem dortigen Friedhof am Perlacher Forst (Grab Nr. 73-1-18/19).

Hans und Sophie Scholl gelten seit der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart als bedeutende Symbolgestalten eines an humanistischen Werten orientierten Widerstands innerhalb Deutschlands gegen das totalitäre NS-Regime.

 

Entleihbar in der BMZ

22. Februar:
225. Geburtstag von Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer.

Schopenhauer entwarf eine Lehre, die gleichermaßen Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik umfasst. Er sah sich selbst als Schüler und Vollender Immanuel Kants, dessen Philosophie er als Vorbereitung seiner eigenen Lehre auffasste. Weitere Anregungen bezog er aus der Ideenlehre Platons und Vorstellungen östlicher Philosophien. Innerhalb der Philosophie des 19. Jahrhunderts entwickelte er eine eigene Position des Subjektiven Idealismus und vertrat als einer der ersten Philosophen im deutschsprachigen Raum die Überzeugung, dass der Welt ein irrationales Prinzip zugrunde liegt.

Kaum ein deutscher Philosoph der Neuzeit hat posthum sowohl breite Leserschichten als auch zahlreiche Berühmtheiten aus Kunst und Wissenschaft so unmittelbar erreicht wie Schopenhauer. Die Verbreitung des Buddhismus in Deutschland lässt sich auch auf sein Wirken zurückführen. Er sah in dieser Religion einen Gegenentwurf zur abendländischen Metaphysik und deutete deren Erkenntnisstreben als Mittel, die geistige Isolierung des Individuums zu durchbrechen. Schopenhauer fand zahlreiche Verbindungen zwischen seiner eigenen Philosophie und der buddhistischen Lehre, etwa den Atheismus. Die Indien-Begeisterung vieler damaliger Intellektueller wie auch die ersten Übersetzungen asiatischer Texte wurden durch seine Schriften angeregt.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Arthur Schopenhauer  
Schopenhauer-Archiv der Universität Frankfurt am Main  

 

Termine

Entleihbar: Sign.: 11 WJ 04

12. Februar:
Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten (englisch Red Hand Day) ist ein jährlich am 12. Februar begangener internationaler Gedenktag, mit dem an das Schicksal von Kindern erinnert werden soll, die zum Kampfeinsatz in Kriegen und bewaffneten Konflikten gezwungen werden. Ziel des Tages ist der Aufruf zu einem verstärkten Einsatz im Kampf gegen diese besonders schwerwiegende Form des Kindesmissbrauchs. Beispiele für den massiven Einsatz von Kindersoldaten finden sich in aktuellen Konflikten im Kongo oder in Ruanda.

Anlass für diesen Tag war das Inkrafttreten des Fakultativprotokolls über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002. Dieses Zusatzprotokoll wurde von der UNO-Generalversammlung im Mai 2000 beschlossen und von 92 Staaten unterzeichnet. Eine Reihe von nationalen und internationalen Organisationen setzt sich aktiv gegen die Rekrutierung von Kindern als Soldaten ein. Hierzu zählen beispielsweise das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), Amnesty International, terre des hommes oder die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Die Bemühungen dieser Organisationen stehen unter dem Kürzel DDR: Disarmament - Entwaffnung der Kinder, Demobilization - Entlassung aus dem Militärdienst sowie Reintegration - Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des "Internationalen Tages"  
Startet einen DownloadAktuelle Auswahl von Kinderbüchern im Bestand der BMZ 

 

Entleihbar: Sign.: 56 X 15-17

19. Februar: Vortrag "Von Napoleon bis Kurt Beck"

Uhrzeit: 19:00 Uhr - 20:00 Uhr
Ort: LBZ / Pfälzische Landesbibliothek, Otto-Mayer-Str. 9
Veranstalter: LBZ / Pfälzische Landesbibliothek
Website: http://www.lbz-rlp.de/cms/plb/

Die französische Epoche war im linksrheinischen Deutschland nur von kurzer Dauer, sie hat jedoch Wirkungen hervorgebracht, die die Entwicklung dieser Region im ganzen 19. Jahrhundert nachhaltig prägten und zum Teil bis in das heutige Rheinland-Pfalz reichen.

Zu den positiven Wirkungen werden die Rechtsverfassung mit öffentlicher Gerichtsverhandlung und der Beteiligung von Schöffen als Volksvertretern, das Friedensgericht und der Notar sowie das napoleonische Gesetzeswerk (Code Napoléon) gezählt. In Vergessenheit ist eher geraten, dass die Gemeinden um 1800 praktisch verstaatlicht wurden und der Bürgermeister nun als ernannter Staatsbeamter amtierte, dass jede gemeindliche Ausgabe seitdem von staatlichen Aufsichtsgremien genehmigt werden musste und dass den Gemeinden viele staatliche Aufgaben übertragen wurden, wie z. B. das Standesamtswesen, das bis dahin ausschließlich den Kirchen oblag.

Die städtischen Gemeinden kamen zwar in den folgenden Jahrzehnten in den Genuss gewisser Selbstverwaltungsrechte, nicht hingegen die ländlichen Gemeinden. Ihr Bemühen um mehr Selbständigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte 19. Jahrhundert. In der Weimarer Republik wurde dieser Wunsch für kurze Zeit durch demokratische Wahlbestimmungen umgesetzt, doch die Nationalsozialisten machten dies 1933 umgehend wieder rückgängig, indem sie alle Kommunalversammlungen und alle Führungsämter mit Parteigängern besetzten. Nach 1945 wurde mit dem staatlich ernannten Landrat in Rheinland-Pfalz die Tradition des 19. Jahrhunderts fortgeführt - im Gegensatz zu fast allen anderen Bundesländern. Erst 1993 wurde in Rheinland-Pfalz die Direktwahl der Leiter der Kreise, Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden eingeführt.

In ähnlicher Weise lässt sich ein Bogen von der ländlichen Gebietsgemeinde der französischen Epoche, der "mairie", zu der stets mehrere Gemeinden gehörten, bis zur Verbandsgemeinde schlagen, die 1968 durch Gesetz und bis 1973 in der Praxis in Rheinland-Pfalz eingeführt wurde.

Der Vortrag von Dr. Walter Rummel möchte diese Elemente, denen im gerade erschienenen Handbuch zur Geschichte von Rheinland-Pfalz ("Kreuz-Rad-Löwe") ein großer Abschnitt gewidmet ist, in ihrer Modernität, aber auch in ihrer Ambivalenz aufzeigen. Insofern wird damit auch an die gegenwärtige Diskussion um die schleichende Aushöhlung der kommunalen Selbstverwaltung durch Aufgabenzuweisung bei gleichzeitiger Unterfinanzierung angeknüpft, desgleichen an die Diskussion über den "überforderten Staat", dem die Bürger mittels ehrenamtlichen Engagements beiseite stehen sollen.

Der Eintritt ist frei.

 

21. Februar: Lesung der BMZ mit Prof. Dr. Irene Dingel 

Nähere Informationen finden Sie HIER
Anmeldung zum Vortrag bitte HIER 

 

Themenjahr "Reformation und Toleranz"

Das Jahresthema 2013 der Lutherdekade ist nicht einfach: Für Toleranz sind zwar irgendwie (fast) alle. Doch schon bei der Definition des Begriffs zeigen sich Probleme. Wo beginnt Toleranz für mich, wo hört sie auf? Wo liegen für mich ihre Wurzeln und ihre Widerstände? Ist das Kreuz Christi ein christliches Sinnbild für unbedingte Toleranz?

Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation und Toleranz"  
Startseite zum Heidelberger Katechimus  
Religionspädagogisches Angebot zum Heidelberger Katechismus  

Themenheft "Toleranz" mit Literatur und Medien der BMZ (in Vorbereitung)
Themenheft "Katechismen" mit Literatur und Medien der BMZ (in Vorbereitung)

Bündnis für Demokratie und Toleranz