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Evangelische Kirche der Pfalz 
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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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März 2013

Neues Themenheft "Heidelberger Katechismus"

Der Heidelberger Katechismus ist neben Luthers Katechismus der bedeutendste evangelische Katechismus der Reformationszeit. Vor 450 Jahren wurde er in der Kurpfalz publiziert und eingeführt und noch 1563 in die neue kurpfälzische Kirchenordnung aufgenommen. Sein Hauptverfasser war der in Heidelberg und Neustadt lehrende und in der Neustadter Stiftskirche bestattete Universitätstheologe Zacharias Ursinus († 6.3.1583). In mehr als 40 Sprachen übersetzt, prägt der 1619 in den Rang einer reformierten Bekenntnischrift erhobene "Heidelberger" bis heute weltweit die Identität nicht nur des reformierten Protestantismus.

Die Bibliothek und Medienzentrale präsentiert in ihrem neuen Startet einen DownloadThemenheft "Heidelberger Katechismus" Primär- und Sekundärliteratur, die nach Ablauf der Ausstellung (siehe unten) entliehen werden kann.

 

Katechismus-Doppelausstellung im Lesesaal der BMZ

Vom 18. Februar bis zum 15. März 2013 präsentiert die Bibliothek und Medienzentrale zu den üblichen Öffnungszeiten in ihrem Lesesaal, Roßmarktstr. 4, Speyer, eine Katechismus-Doppelausstellung: Die Wanderausstellung "450 Jahre Heidelberger Katechismus" des Reformierten Bundes stellt auf 12 Schautafeln Entstehung, Inhalt und Wirkung des "Heidelbergers" dar.

Die von Frau Dr. Traudel Himmighöfer, der Leiterin der Bibliothek und Medienzentrale, erarbeitete Buchausstellung "Von Heidelberg nach Leuenberg. Die Katechismen und Bekenntnisse der pfälzischen Landeskirche" zeigt, ausgehend vom Heidelberger Katechismus, die weitere Entwicklung von Katechismus und Bekenntnis in der Geschichte der Evangelischen Kirche der Pfalz bis heute auf.

In Vitrinen im Foyer werden Bücher und Medien der BMZ rund um das Thema "Katechismus" vorgestellt, die nach Ablauf der Ausstellung (15. März)  entliehen werden können.

Zur Besichtigung der Ausstellung möchten wir Sie sehr herzlich einladen. Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind in begrenzter Zahl am Haus vorhanden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.  

 

Bitte beachten Sie auch:

Bilder vom Vortragsabend mit Prof. Dr. Irene Dingel am 21. Februar in der BMZ Speyer  

 

 

 

Neuerwerbungen der BMZ- einzeln vorgestellt

Entleihbar unter Sign.: 11 JG 02

Wandlungen - Richard Wilhelm und das I Ging
Bettina Wilhelm, Filmkinotext, Dokumentarfilm, Deutschland 2012
1 DVD-Video (87 Min.) : farb.

Richard Wilhelm (1873-1930), Theologe und Missionar, reiste 1899 für die Deutsche Ostasienmission in das damalige Kaiserreich China. Dort übersetzte er die wichtigsten Schriftstücke der chinesischen Kultur wie Laotse, Konfuzius und das "I-Ging", das als "Das Buch der Wandlungen" als eines der ältesten religiösen Schriften der Menschheit gilt. Wilhelm war es, der die inzwischen von vielen gelebten Weisheiten des I-Ging in den Westen brachte und damit auch die chinesische Kultur zugänglich machte. "Wandlungen" ist ein Dokumentarfilm über das Leben und Werk des bedeutendsten Vermittlers klassischer chinesischer Kultur nach Europa. Wie C. G. Jung, mit dem er ab den 20'er Jahren befreundet war, fragte Richard Wilhelm nach den universalen Weisheiten der Menschheit, die dem Wandel der Geschichte widerstehen. In Zeiten turbulenter Umbrüche war der Europäer Richard Wilhelm in China unermüdlich auf der Suche nach der tiefsten Wahrheit, die den Menschen hilft, mit dem Wandel umzugehen und sie befähigt, das eigene Leben zu gestalten.

Die Filmemacherin Bettina Wilhelm beschreibt in ihrem Dokumentarfilm entlang der biographischen Stationen ihres Großvaters Richard Wilhelm in China und Europa die Lebensleistung ihres Großvaters. Durch die Verbindung historischer Aufnahmen aus der Zeit Richard Wilhelms mit Bildern aus dem heutigen China, bekommt das große Lebensthema Richard Wilhelms, wie die großen Wahrheiten und Weisheiten der Menschheit den geschichtlichen Wandel überdauern, eine beindruckende Relevanz.

Entleihbar unter Sign.: 11 WA 33

Weil ich länger lebe als du
Henriette Bornkamm / Carl-A. Fechner, Fechner-Media, Dokumentarfilm, Deutschland 2012
1 DVD-Video (45 Min.) : farb.

"Weil ich länger lebe als du" ist die Geschichte von drei Kindern, die beschlossen haben, sich nicht mehr auf die Erwachsenen zu verlassen. Mit den unterschiedlichsten Projekten haben sie sich auf den Weg gemacht, um sich ihren Traum von einer besseren Welt zu erfüllen:

Die 15-jährige Fardosa in den Slums von Nairobi, die sich gegen die Zwangsverheiratung junger Mädchen einsetzt. Der 13-jährige Roman im Irak, der gegen elterliche Gewalt in seinem Umfeld kämpft. Und allen voran der heute 14-jährige Felix, die zentrale Figur unserer Dokumentation, der sich mit seiner Initiative "Plant-for-the-Planet" gegen den Klimawandel einsetzt, um die Welt reist, mit Entscheidern und Politikern debattiert und es immer wieder schafft, neue Kinder davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, für die eigenen Ziele zu kämpfen.

Weltweit vernetzt und mit einer unglaublichen Energie arbeiten die Kinder so professionell wie die Erwachsenen - aber sie sehen Dinge anders! Die großen Krisen unserer Welt aus Kindersicht. Über vier Jahre hat das Filmteam von fechnerMEDIA Felix Finkbeiner und seine Freunde durch die Höhen und Tiefen ihrer Arbeit begleitet. Eine Erfolgsgeschichte, die anderen Mut macht, sich ebenso für unsere Welt einzusetzen. 

Entleihbar unter Sign.: 11 EM 24

Sir Nicky - Held wider Willen
Matej Minác, Fechner-Media, Dokumentarfilm, Tschechien 2012
1 DVD-Video (93 Min.) : farb.

Nicholas Winton war 1939 Börsenmakler - Investmentbanker würden wir heute sagen - bis er sich entschloss, in einer beispiellosen persönlichen Rettungsaktion 669 tschechische Kinder vor dem sicheren Tod durch die Nazischergen zu bewahren. In seinem Heimatland England findet er Pateneltern, die bereit sind, die Kinder aufzunehmen. Und Nickys Geschichte geht weiter, lebt heute aktueller denn je. Denn sein Einsatz findet Nachahmer. „Seine“ Kinder - mittlerweile gestandene Mütter, Väter und Großeltern - gründen hunderte Organisationen in der ganzen Welt: Obdachlosenintiativen, Straßenkinder-Programme, Friedenscamps …

Mit über 103 Jahren lebt er bis heute den Beweis und macht Mut, es ihm gleich zu tun. Letztendlich siegen Menschlichkeit und Zivilcourage.

„Der größtenteils von Geretteten selbst erzählte Film arbeitet mustergültig heraus, dass es für Menschlichkeit und Hoffnung auch in dunkelsten Stunden nie zu spät ist. Man muss sich nur trauen.“ (Thomas Schneider, Haus des Dokumentarfilms)

Entleihbar unter Sign.: 50 Q 70

Margot Käßmann (Hg.): Gott will Taten sehen - Christlicher Widerstand gegen Hitler
München : Beck 2013, 479 Seiten
ISBN 978-3-406-64453-5

Dieses Buch versammelt erstmals die bewegendsten Zeugnisse aus dem christlichen Widerstand gegen Hitler, darunter auch bisher unpublizierte Texte. Die Briefe und Aufzeichnungen, die oft in großer Not und Gefahr geschrieben wurden, berühren zutiefst - und lassen uns darüber nachdenken, wo heute Mut zum Widerstand gefordert ist. Für viele Widerständler wurde ihr christlicher Glaube zum moralischen Kompass und zur Quelle ihres Mutes. Es waren ganz unterschiedliche Menschen: Theologen, die sich enttäuscht von den Kirchen abwandten, Staatsbeamte und Militärs, die es nicht mehr ertrugen, an Verbrechen mitzuwirken, Studenten, die von einer gerechten Zukunft träumten, Frauen und Männer, Junge und Alte, Katholiken und Protestanten.

Die einen führte ihr Glaube in den Widerstand, die anderen wurden durch den lebensgefährlichen Widerstand zu überzeugten Christen. Sie alle einte die Überzeugung, dass etwas getan werden musste, auch unter Einsatz des eigenen Lebens.

Durch die chronologische Anordnung und die kundigen Einführungen zu Personen und Zeitumständen ist die einzigartige Anthologie zugleich eine höchst spannende Geschichte des christlichen Widerstands. Hautnah kann der Leser mitverfolgen, wie von den ersten zaghaften Protesten gegen das Unrechtsregime für einige mutige Menschen der Weg in den Untergrund und ins Gefängnis führte und wie ihnen gerade im Angesicht des Todes zur Gewissheit wurde, dass das "Dritte Reich" der größtmögliche Gegensatz zum Reich Gottes ist.

Entleihbar unter Sign.: H 2686

Schwester Jordana: Auf einen Tee in der Wüste - 11.000 Kilometer bis Jerusalem
Reinbek bei Hamburg : Rowohlt 2013, 288 Seiten
ISBN 978-3-499-62507-7

Ein göttliches Abenteuer: Entlang der Stätten des ersten mittelalterlichen Kreuzzuges: Von Istanbul, der Stadt zwischen Okzident und Orient, reist Schwester Jordana bis nach Jerusalem, in einem roten Chevrolet, auf der Autobahn oder der Wüstenpiste, kreuz und quer durch die Türkei, den Libanon und Israel. Sie erlebt sechs Wochen voller spannender Ereignisse, begegnet ungewöhnlichen Menschen, lernt dabei auf besondere Art die drei großen Weltreligionen kennen und setzt sich gleichzeitig ganz persönlich mit ihrem eigenen Glauben und Ordensleben auseinander.

"Ich bin keine Nonne, sondern eine Schwester. Was ist der Unterschied? Schwestern sind Frauen, die in einen Orden eintreten, der sich der Arbeit mit und für die Menschen widmet. Nonnen sind diejenigen, die vorrangig beschaulich leben, gern in Klausur 'hinter Klostermauern', die aber längst nicht so unüberwindbar sind, wie viele glauben. Aber auch darüber könnte man ein ganzes Buch schreiben ..."

Entleihbar, Sign.: H 2514/1298

Kristin Helberg: Brennpunkt Syrien - Einblick in ein verschlossenes Land
Bonn, Bundeszentrale für politische Bildung 2012, 272 Seiten
Bpb-Best.-Nr. 1298

Wieder einmal ereignet sich eine Tragödie vor den Augen der Weltöffentlichkeit: Syrien versinkt im Bürgerkrieg, und es sieht nicht so aus, als ob ein baldiges Ende der Kämpfe zu erwarten sei. Die schrecklichen Bilder von Anschlägen und zahllosen zivilen Opfern haben wir vor Augen, aber es scheint zu einfach, die Konflikte allein mit religiösen Motiven oder der Suche nach Freiheit zu erklären. Die Ursachen der blutigen Auseinandersetzungen sind vielfältig.

Syrien unter dem Assad-Regime war ein politisch, ökonomisch und kulturell recht abgeschottetes Land - entsprechend gering sind die Kenntnisse über die Gesellschaft, die Lebensbedingungen und die politischen Konfliktlinien dort. Die Journalistin Kristin Helberg hat in Syrien gelebt, bis die Behörden ihre Akkreditierung im Vorfeld des Konflikts nicht mehr verlängerten. Sie zeichnet ein Bild der schleichenden Vergiftung einer Gesellschaft, in der einmal das persönliche Lebensglück, die religiöse Toleranz und die Gastfreundschaft bestimmend waren.

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Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".

 

Jubiläen

20. März: Zehnter Jahrestag des Beginns des Irak-Krieges

Der Irakkrieg (auch Zweiter Irakkrieg oder Dritter Golfkrieg) war eine Invasion in den Irak durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten und die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs mit militärischer und politischer Unterstützung verbündeter Staaten, der sogenannten Koalition der Willigen. Der Krieg begann mit der Bombardierung ausgewählter Ziele in Bagdad am 20. März 2003 und wurde am 1. Mai nach der Eroberung Bagdads und dem Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein von US-Präsident George W. Bush für beendet erklärt.

Dem Irakkrieg gingen der Krieg einer Koalition von Staaten angeführt von den USA und legitimiert durch die Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates gegen den Irak von 1990/91 (Zweiter Golfkrieg) und ein langer Konflikt zwischen dem Regime Saddam Husseins und dem UN-Sicherheitsrat voraus. Der Krieg wurde von der US-Regierung als Prävention eines angeblich vorbereiteten Angriffs des Iraks auf die USA mit Massenvernichtungsmitteln begründet, aber ohne UN-Mandat geführt. Er wurde vom UN-Sicherheitsrat nicht autorisiert und brach somit völkerrechtlich das in der UN-Charta verankerte Verbot eines Angriffskrieges. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte das jedoch nicht, weil dessen ständige und Veto-berechtigte Mitglieder USA und Großbritannien dies verhinderten. Die genannten Kriegsgründe sind historisch widerlegt und werden oft als absichtliche Irreführung der Weltöffentlichkeit bewertet, da im Irak weder Massenvernichtungsmittel noch Beweise akuter Angriffsabsichten gefunden wurden. Stattdessen wird angeführt, die USA habe durch den Krieg vor allem geopolitische und wirtschaftliche Interessen, insbesondere im Zusammenhang mit Erdöl verfolgt.

Nach dem erklärten Kriegsende kam es im Irak zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen mit tausenden Terroranschlägen, Kriegshandlungen und Gewaltkriminalität, sowohl verschiedener irakischer Gruppen gegeneinander als auch gegen westliche Besatzungstruppen.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Irak-Krieges  
Startet einen DownloadBerichterstattung der Kirchenpresse über den Irak und den Irak-Krieg 2003-2012: Große Aufsatzdokumentation der BMZ in chronologischer Folge  

 

Entleihbar unter Sign.: Bi 2085

21. März:
250. Geburtstag von Jean Paul

Jean Paul (* 21. März 1763 in Wunsiedel; † 14. November 1825 in Bayreuth; eigentlich Johann Paul Friedrich Richter) war ein deutscher Schriftsteller. Er steht literarisch gesehen zwischen Klassik und Romantik. Die Namensänderung geht auf Jean Pauls große Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau zurück.

Jean Paul kam als Sohn des Lehrers und Organisten Johann Christian Christoph Richter und seiner Ehefrau, der Tuchmachertochter Sophia Rosina, geb. Kuhn in Wunsiedel zur Welt. 1765 wurde sein Vater Pastor in Joditz, 1776 erhielt er eine bessere Stelle in Schwarzenbach an der Saale. Die Atmosphäre des protestantischen Landpfarrhauses prägte Jean Pauls Kindheit. Weniger durch seinen konservativen Vater als durch einen verehrten Lehrer und den Pfarrer des Nachbarortes Rehau, Erhard Friedrich Vogel, wurde er mit dem Gedankengut der Aufklärung vertraut gemacht. Abseits der politisch-literarischen Zentren seiner Zeit bildete sich Jean Paul autodidaktisch und besaß schon als 15-Jähriger ein umfangreiches Bücherwissen, das er in Exzerptheften zusammentrug.

Jean Paul nimmt in der deutschen Literatur eine Sonderstellung ein und hat das Lesepublikum schon immer gespalten. Bei den einen erntete er höchste Verehrung, bei anderen Kopfschütteln und Desinteresse. Er trieb die zerfließende Formlosigkeit des Romans der Romantiker auf die Spitze; August Wilhelm Schlegel nannte seine Romane "Selbstgespräche", an denen er den Leser teilnehmen lasse (insofern eine Übersteigerung dessen, was Laurence Sterne im Tristram Shandy begonnen hatte). Jean Paul spielte ständig mit einer Vielzahl witziger und skurriler Einfälle; seine Werke sind geprägt von wilder Metaphorik sowie abschweifenden, teilweise labyrinthischen Handlungen. In ihnen mischte Jean Paul Reflexionen mit poetologischen Kommentaren; neben geistreicher Ironie stehen unvermittelt bittere Satire und milder Humor, neben nüchternem Realismus finden sich verklärende, oft ironisch gebrochene Idyllen, auch Gesellschaftskritik und politische Stellungnahmen sind enthalten.

Besonders weibliche Leser schätzten seine Romane. Dies lag vor allem an der Empathie, mit der Jean Paul die Frauenfiguren in seinen Werken gestalten konnte: Nie zuvor waren in der deutschen Literatur weibliche Charaktere mit einer solchen psychologischen Tiefe dargestellt worden. Allerdings finden sich auch nirgends sonst derart vergnüglich-misogyne Sticheleien wie bei Jean Paul.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Jean Paul  
Die Gesamtausgabe der Werke Jean Pauls kann in der BMZ unter der Grundsignatur El 1104 entliehen werden.

 

Entleihbar unter Sign.: Bi 2086

30. März:
160. Geburtstag von Vincent van Gogh

Vincent Willem van Gogh [ɡɔx, niederländisch ɣɔx] (* 30. März 1853 in Groot-Zundert; † 29. Juli 1890 in Auvers-sur-Oise) war ein niederländischer Maler und Zeichner; er gilt als einer der Begründer der modernen Malerei. Nach gegenwärtigem Wissensstand hinterließ er 864 Gemälde und über 1000 Zeichnungen, die allesamt in den letzten zehn Jahren seines Lebens entstanden sind. Sein Hauptwerk, das stilistisch dem Post-Impressionismus zugeordnet wird, übte starken Einfluss auf nachfolgende Künstler, vor allem die Fauves und Expressionisten, aus. Während er zu Lebzeiten nur wenige Bilder verkaufen konnte, erzielen seine Werke seit den 1980er-Jahren bei Auktionen Rekordpreise. Vincent van Gogh hat einen umfangreichen Briefwechsel geführt, der eine Fülle von Hinweisen auf sein malerisches Werk enthält und selbst von hohem literarischem Rang ist.

Vincent van Gogh kam am 30. März 1853 in Groot-Zundert, einem Landstädtchen in Nordbrabant, als Sohn des Pfarrers Theodorus van Gogh und seiner Frau Anna Cornelia, der Tochter eines Buchbinders, zur Welt. Genau ein Jahr zuvor war ein nicht lebensfähiger Bruder geboren worden, der ebenfalls den Namen Vincent erhalten hatte. Einige Autoren vertreten die Meinung, dass Van Gogh sich als ungeliebten Ersatz für den Erstgeborenen empfunden und dadurch seelischen Schaden genommen habe. Nie sollte er die frühen Eindrücke seiner ländlichen Heimat vergessen; viele seiner Bilder zeugen von seiner Liebe zur Natur. Nach Vincent wurden noch fünf jüngere Geschwister geboren. Der Vater war Pfarrer der Niederländisch-Reformierten Kirche; christliche Werte spielten in der Familie eine wichtige Rolle. Aber es gab auch Verbindungen zum Kunsthandel, wo drei von Vincents Onkeln tätig waren.

1914 veröffentlichte Theos Witwe, Jo van Gogh-Bonger, den Briefwechsel der Brüder. Damit erfuhr die Öffentlichkeit Genaueres über die Lebensumstände des Malers. Sein bewegendes Schicksal, sein früher, tragischer Tod und im Kontrast dazu die stetig steigenden Preise seiner Bilder machten ihn zum Inbegriff des "verkannten Genies" und boten einen willkommenen Stoff für zahlreiche Bearbeitungen in der Romanliteratur, in Film und Musik. Die dabei vorgenommenen Überhöhungen, einseitigen Interpretationen und Verfälschungen begünstigten einen "Van-Gogh-Mythos", der bis heute die Sichtweise auf den Maler beeinflusst.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Vincent van Gogh  
Vincent van Gogh: Sammlung von Bildern  

 

Termine

8. bis 10. März:
Feierlichkeiten rund um die Wiedereröffnung der Stiftskirche Neustadt

Nach zweijähriger Renovierungsphase erstrahlt der protestantische Teil der Stiftskirche in neuem Glanz.

8. März:
18 Uhr Eröffnungsfeier mit geladenen Gästen

9. März:
ab 10 Uhr Tag der offenen Tür
17.30 Uhr Kurzandacht zum Ausklang des Tages

10. März:
10 Uhr Festgottesdienst zur Wiedereröffnung
mit Dekan Armin Jung
Neustadter Stiftskantorei (Ltg. Bezirkskantor Simon Reichert)
und Bläserchor (Ltg. KMD Traugott Baur)
16 Uhr Geistliches Konzert mit Werken von Joseph Haydn
Orchestre de chambre du Luxembourg, Ltg. David Reiland
Solist: Bezirkskantor Simon Reichert, Orgel
Eintritt frei - Spende erbeten

Informationen:
www.stiftskirchengemeinde-nw.de 

 

14. bis 17. März:
Leipziger Buchmesse 

Die Leipziger Buchmesse ist Treffpunkt verschiedener Kulturen und Literaturen. Vor dem Hintergrund eines zusammenwachsenden Europas kommen Menschen unterschiedlichster Herkunft ins Gespräch. Ein Schwerpunkt der Buchmesse liegt auf der Präsentation mittel-, ost- und südosteuropäischer Literatur. Darüber hinaus sind beispielsweise auch die Literaturen der Nordischen Länder, Frankreichs oder auch Israels zu entdecken.

Europas größtes Lesefest 'Leipzig liest' bietet über 2.800 Veranstaltungen an über 365 Orten auf dem Messegelände und in der ganzen Stadt. 2.900 Autoren und Mitwirkende - darunter Nobelpreisträger, aber auch junge Autoren - stellen ihre Bücher vor.

Bitte beachten Sie auch:

Homepage der Leipziger Buchmesse  
Wikipedia-Seite der Leipziger Buchmesse   

 

22. März:
"Kirche und Kino" in der Friedenskirche Ludwigshafen

In der Reihe Kirche und Kino wird der Stummfilm "Metropolis" in der restaurierten Fassung von 2010 auf der Großleinwand gezeigt. Der Film wird von Torsten Wille live auf der Steinmeyer-Orgel der Friedenskirche begleitet.

Der Eintritt ist frei - es wird um Spenden für die Initiative "Friedenskirche hat Zukunft" gebeten.

Bitte beachten Sie auch:

Homepage der Friedenskirche Ludwigshafen  

 

Weltgebetstag Frankreich und deutsch-französisches Jahr 2013

Der Weltgebetstag ist eine weltweite Basisbewegung von christlichen Frauen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Menschen weltweit den Weltgebetstag (WGT). Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. Auch in unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen in ökumenischen (=konfessionsübergreifenden) Gruppen den Weltgebetstag. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene!

Am Freitag, den 1. März 2013, feiern wir weltweit den Weltgebetstag der Frauen aus Frankreich. Die Materialien des deutschen Weltgebetstagskomitees können - wie in jedem Jahr - in der BMZ entliehen werden. Darüber hinaus bietet die Bibliothek zahllose Publikationen zu Politik und Geschichte, Kultur und Religion Frankreichs an.

Bitte beachten Sie auch:

Offizielle Seite des Weltgebetstages (mit Materialien zum Download)  
Wikipedia-Seite des Weltgebetstages  
Wikipedia-Seite des Élysée-Vertrages  
Deutsch-Französisches Jahr 2013  
Sammlung "Französischer Protestantismus" in der BMZ   

Passend hierzu im Verleih:

Werner Paracivini (Hg.): Deutsch-französische Geschichte [in 11 Bänden]
Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, ab 2005
ISBN 3-534-14697-2

Über die Jahrhunderte hinweg haben Deutschland und Frankreich – beide können auf gemeinsame historische Wurzeln im fränkischen Reich zurückblicken – immer engste wechselseitige Beziehungen unterhalten, oft als Rivalen, oft als Feinde, manchmal auch als Freunde. Ihr Zusammenspiel war maßgeblich für die Entwicklung der europäischen Geschichte. Insbesondere die beiden letzten Jahrhunderte mit den Marksteinen 1871, 1918 und 1945 waren geprägt von gegenseitigem Hass und schrecklichen Kriegen. Aus den gemeinsamen Anstrengungen der beiden Nationen zur Überwindung der tiefen Kluft in der Vergangenheit entstanden schließlich die deutsch-französische Freundschaft und die Europäische Union. Im Auftrag des renommierten Deutschen Historischen Instituts in Paris haben Werner Paravicini und Michael Werner deutsche und französische Historiker verpflichtet, um diese Bilanz der gemeinsamen wie gegensätzlichen Geschichte der beiden Länder zu ziehen. Schwerpunkt der Bände ist jeweils die politische, wirtschaftliche und soziale Geschichte. Hinzu kommen neueste Erkenntnisse unter kulturgeschichtlichen Aspekten – Wissen und Tradition, Erinnerung und Vorstellung, Wahrnehmung und Repräsentation. Eine so umfassende Darstellung der deutsch-französischen – und damit der zentraleuropäischen – Geschichte ist einmalig, und sie wird es auf lange Zeit nicht mehr geben.

 

Themenjahr "Reformation und Toleranz"

Das Jahresthema 2013 der Lutherdekade ist nicht einfach: Für Toleranz sind zwar irgendwie (fast) alle. Doch schon bei der Definition des Begriffs zeigen sich Probleme. Wo beginnt Toleranz für mich, wo hört sie auf? Wo liegen für mich ihre Wurzeln und ihre Widerstände? Ist das Kreuz Christi ein christliches Sinnbild für unbedingte Toleranz?

Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation und Toleranz"  
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Religionspädagogisches Angebot zum Heidelberger Katechismus  

Themenheft "Toleranz" mit Literatur und Medien der BMZ (in Vorbereitung)
Startet einen DownloadThemenheft "Heidelberger Katechismus" mit Literatur, Medien und Aufsätzen der BMZ   

Bündnis für Demokratie und Toleranz