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Evangelische Kirche der Pfalz 
Bibliothek und Medienzentrale
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Neben den Print-Ausgaben der abonnierten Zeitschriften werden auch Online-Versionen im Volltext angeboten.

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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Mai 2013

Bibliothek des Butenschoen-Hauses Landau online

Die Bibliothek des Butenschoen-Hauses mit ihren knapp 15.000 Bänden - Sammelschwer-punkte sind die Praktische Theologie, Homiletik, Pädagogik, Religions-pädagogik und Psychologie - ist ab sofort online über das Informationsportal der BMZ Speyer auf www.kirchenbibliothek.de (Button "Katalog") zu recherchieren. Die neue Datenbank wird am oberen Bildrand der Suchmaske angezeigt und kann entweder separat oder im Verbund mit BMZ und/oder Notenbibliothek abgefragt werden.

Die Einrichtung dient als Präsenzbibliothek der Literaturversorgung der Referentinnen und Referenten sowie der am Predigerseminar auszubildenden Vikarinnen und Vikare. Auch Tagungsteilnehmer können die Bibliothek vor Ort in Anspruch nehmen. Eine externe Ausleihe ist leider nicht möglich, zumal die Einrichtung ohne bibliothekarisches Fachpersonal betrieben wird. Die Pflege der Datenbank erfolgt durch die Mitarbeiter der BMZ Speyer.

Das Butenschoen-Haus in Landau, Luitpoldstr. 8, ist das "Protestantische Bildungszentrum" der Pfälzischen Landeskirche. Angeschlossen sind:

- das Predigerseminar 
- das Institut für kirchliche Fortbildung  
- das Erziehungswissenschaftliche Fort- und Weiterbildungsinstitut 

Unmittelbarer Nachbar ist zudem die Evangelische Akademie der Pfalz.

 

Neue Online-Videos im Medienportal


16 neue Filme im Medienportal:

Blood in the mobile / 9 Leben / Keine Angst / Der kleine Nick / Virtual life / Ich bleibe immer positiv / Du sollst nicht Angst haben / Oskar und die Dame in Rosa / Was zählt im Leben? / Chi Rho / Schnitzeljagd im Heiligen Land / Albert Schweitzer - Anatomie eines Heiligen / Ausreichend / Von kleinen Kickern und Fußballgöttern / Leiden-Schaft / Kaddisch für einen Freund


Beschreibung des Online-Kurzfilm-Pakets "Was zählt im Leben?":
Drei Kurzfilme zum Thema Lebenssinn. Sie regen auf unterschiedliche Weise an, über den Sinn des Lebens nachzudenken. Sie machen Lust, den einzelnen Tag zu nutzen und die eigene Lebenszeit bewusster zu genießen. 1 "One Minute Fly": Kurzfilm von Michael Reichert, Deutschland 2008, 4 Minuten: Der animierte Kurzfilm erzählt vom Leben einer Ein-Minuten-Fliege, die versucht, das Beste aus ihrem kurzen Leben zu machen. Der Zuschauer wird vor die Aufgabe gestellt: Denkt mal darüber nach, was ihr mit eurem Leben alles anstellen wollt. // 2 "Hard Boiled Chicken": Kurzfilm von Arjan Wilschut, Niederlande 2006, 5 Minuten: Ein Detektiv-Hahn und seine Frau versuchen verzweifelt, den Fall ihres vermissten Eis zu klären. // 3 "Was kostet das Leben": Kurzfilm von Anne Berrini, Deutschland 2008, 17 Minuten: Wie wäre es, wenn wir wiedergeboren werden würden – gegen Gebühr? Ben stirbt in der Notaufnahme der Unfallklinik. Als er wenig später wieder aufwacht, sieht er sich einem Mann in grauem Anzug gegenüber. Schnell muss er zwei Dinge begreifen: Nichts ist umsonst, nicht mal das Leben. Und nichts ist für ewig, nicht mal der Tod.

 

Auf dem neuen BMZ-Medienportal www.medienzentralen.de/pfalz finden Sie seit Herbst 2012 hochwertige Filme, Web-DVDs und begleitende Arbeitsmaterialien, die Sie direkt auf Ihren Rechner herunterladen und anschließend im Religionsunterricht, in Kirche und Gemeinde verwenden können. Näheres zum Medienportal erfahren Sie HIER


Melden Sie sich einmalig auf dem Portal an. Im Anschluss haben Sie Zugriff auf alle 109 Filme. Dieser Service ist kostenlos.

 

 

Neuerwerbungen der BMZ- einzeln vorgestellt

Entleihbar unter Sign.: 11 GP 07

Amen!
Moritz Mayerhofer, Katholisches Filmwerk, Animationsfilm, Deutschland 2011
1 DVD-Video (5 Min.) : farb.

Heute ist ein guter Tag für eine Sonntagspredigt vor der Gemeinde, denkt sich der Dorfpfarrer und schreitet mit stolzer Brust auf die Kanzel. Doch ein Blick auf das Kirchenschiff zeigt ihm mal wieder gähnende Leere. Dann aber betritt ein alter Mann die Kirche und setzt sich mit wissbegierigem Blick auf die Bank. Begeistert legt der Pfarrer mit seiner euphorischen Predigt los – bis er dann doch ein wenig übertreibt.

Die Kirche als Haus Gottes – in dem originellen Kurzanimationsfilm von Moritz Mayerhofer wird diese Aussage mehr als wörtlich genommen. Mit augenzwinkerndem und trockenem Humor gelingt Mayerhofer dabei eine kleine sympathische Parabel. Die Predigt selbst ist in kreativem Fantasie-Deutsch gehalten, doch die liebevoll gestalteten Bilder an den Kirchenwänden lassen keine Fragen über die Botschaft offen. Ein amüsanter Film, nicht nur für Gläubige (FBW).

Entleihbar unter Sign.: 11 GQ 07

Religiosität im Alltag
André Rehse, FWU, Dokumentarfilm, Deutschland 2012
1 DVD-Video (25 Min.) : farb.

Gehört Religion zum Wesen des Menschen? Sind die Menschen des 21. Jahrhunderts noch religiös? Und was ist das überhaupt - Religion? Drei Jugendliche begeben sich auf die Suche nach Antworten. Sie interviewen dafür Experten und recherchieren in verschiedenen Bereichen, die im Alltag vieler junger Menschen eine Rolle spielen (Fußball, Popkultur, Markenkult). Der Film regt zur Diskussion darüber an, inwiefern es sich bei den beobachteten Phänomenen um Religion handelt und wie man Religion allgemein definieren kann. Umfangreiches Arbeitsmaterial ergänzt die Produktion.

Die Schülerinnen und Schüler
- erfassen Erscheinungsweisen, Funktionen und Definitionen von Religion und (Alltags-)Religiosität in unserer Gesellschaft;
- lernen Beispiele für den Zusammenhang von Religion und Kultur kennen;
- analysieren die Formen von Religiosität in der heutigen Lebenswelt und setzten sich kritisch mit ihnen auseinander;
- erörtern, inwieweit der Mensch als transzendenzbedürftiger homo religiosus gedeutet werden kann bzw. inwieweit Religion zum Wesen des Menschen gehört.

Entleihbar unter Sig.: 11 ZW 18

Wer's glaubt, wird selig
Marcus H. Rosenmüller, Constantin Fim, Spielfilm, Deutschland 2012
1 DVD-Video (97 Min.) : farb.

Fischkopp Georg hat es einst der Liebe wegen in den bayerischen Skiort Hollerbach verschlagen. Doch weil dort nun schon seit Jahren der Schnee ausbleibt, ist nicht nur die Existenz der Dorfbewohner bedroht, auch Georgs Eheleben wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Da bringt ausgerechnet der ebenso tragische wie kuriose Tod der Schwiegermutter die rettende Idee: Man könnte die Verstorbene heilig sprechen lassen und Hollerbach so in einen Wallfahrtsort verwandeln. Doch dazu benötigt man ein Wunder, am besten sogar zwei.

Entleihbar unter Sign.: Cb 1888

Jean Ziegler: Wir lassen sie verhungern - die Massenvernichtung in der Dritten Welt
München : Bertelsmann 2012, 319 Seiten
ISBN 978-3-570-10126-1

Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Menschen ist der Skandal unseres Jahrhunderts. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Und das auf einem Planeten, der grenzenlosen Überfluss produziert. Dieser Massenvernichtung von menschlichem Leben begegnet die öffentliche Meinung mit eisiger Gleichgültigkeit – solange die alltäglichen Katastrophen nicht allzu aufdringlich »sichtbar« werden, wie etwa die Hungersnot, die seit Sommer 2011 in fünf Ländern am Horn von Afrika eine tödliche Bedrohung darstellt.

Jean Ziegler verbindet seine Erfahrungen aus acht Jahren als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung mit seinem unermüdlichen Kampf für eine friedliche, gerechte Welt. Er erinnert an die dramatische ungleiche Verteilung von Reichtum, an die strukturelle Gewalt unserer Weltordnung, an Milliardenzocker, die Nahrungsmittel monströs verteuern, und er zeichnet das brutale Bild des Hungers.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar, Sign.: Ea 552/151a

Hans-Helmar Auel (Hg.):
Gottesdienste zum Pfingstfest - und der Geist Gottes sprang Saul an
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2013, 221 Seiten
ISBN 978-3-525-63045-7

Eine Besinnung auf das biblische Reden vom Heiligen Geist konfrontiert uns mit einer erstaunlichen Vielfalt und mahnt uns, die Geister zu prüfen (1Joh 4,1). Dem geht Hans-Helmar Auel in diesem Band nach und rückt geläufige und am Rande liegen gelassene Texte in den Mittelpunkt. Wissen wir noch, wes Geistes Kind wir sind und wo wir den Zeitgeist für Gottes Geist ausgeben? In vielen Pfingstpredigten jedenfalls ist vom „neuen Wind“ die Rede, von der „Kommunikation des Evangeliums“ und von der „Kommunikationsbedürftigkeit der Menschen“.

Neun namhafte Theologen legen bekannte und weniger bekannte Bibelstellen aus und schaffen damit einen neuen Zugang zu Texten, die oft nicht leicht zu verstehen sind. Hans-Helmar Auel verfasst dazu jeweils eine Predigt und einen möglichen Gottesdienstentwurf. Erstmals sind nach einem Teil der Gottesdienste „Bausteine“ mitgegeben. Sie laden dazu ein, die Gottesdienste zu erweitern oder zu variieren.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: 84 N 36

Arne Ulbricht:
Lehrer - Traumberuf oder Horrorjob? Ein Insiderbericht 
Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 2013, 157 Seiten
ISBN 978-3-525-70147-8

"Lehrer – Traumberuf oder Horrorjob?" ist ein spannender, wahrer, absurder und auch heiterer Bericht über die Abgründe des Schulbetriebs. Aber Achtung: Wer wissen will, wie es sich anfühlt, wenn man mit 26 Jahren sein Referendariat beendet, von der Schule übernommen wird und mit 30 Jahren seine Verbeamtungsurkunde auf Lebenszeit erhält, der wird enttäuscht werden. Dieses Buch steckt voller überraschender Episoden und zeugt von einem reichen, spannenden und manchmal das Absurde streifenden Erfahrungsschatz eines Lehrers, der bislang in vier Bundesländern an acht Schulen und an drei Schulen in Frankreich unterrichtet hat.

Das Buch ist sowohl ein leidenschaftliches Plädoyer für ein einheitliches Schulsystem als auch eine kämpferische Polemik gegen das Elend der Verbeamtung … Und schließlich ist es auch eine Liebeserklärung an einen verrückten und nie langweiligen Beruf, über den jeder Mensch eine eigene Meinung hat.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

 

Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".

 

Jubiläen und Gedenktage


4. Mai:
75. Todestag von Carl von Ossietzky

Carl von Ossietzky (* 3. Oktober 1889 in Hamburg; † 4. Mai 1938 in Berlin) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Pazifist. Als Herausgeber der Zeitschrift Die Weltbühne wurde er im international aufsehenerregenden Weltbühne-Prozess 1931 wegen Spionage verurteilt, weil seine Zeitschrift auf die verbotene Aufrüstung der Reichswehr aufmerksam gemacht hatte.

Als engagierter Pazifist und Demokrat wurde er am 28. Februar 1933 durch die Nationalsozialisten verhaftet und im Gefängnis Berlin-Spandau interniert. Bis zuletzt hatte Ossietzky gehofft, dass sich eine Einheitsfront aus Sozialdemokraten und Kommunisten der drohenden Diktatur der Nationalsozialisten entgegenstellen könnte. Er glaubte, dass die NSDAP nach einer Regierungsübernahme an ihren inneren Widersprüchen zerbrechen würde.

Bei den Bücherverbrennungen durch Studenten in Berlin und anderen Städten am 10. Mai wurde gegen Ossietzky und Tucholsky gehetzt: "Gegen Frechheit und Anmaßung, für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist! Verschlinge, Flamme, auch die Schriften von Tucholsky und Ossietzky!"

Von Spandau aus wurde Ossietzky am 6. April 1933 in das neu errichtete Konzentrationslager Sonnenburg bei Küstrin verschleppt. Dort wurde er ebenso wie die anderen Häftlinge schwer misshandelt. Die Zustände in dem anfänglich von der SA geführten Lager führten schließlich dazu, dass die SS unter Heinrich Himmler im Frühjahr 1934 das Lagersystem professionalisierte. Ossietzky wurde mit weiteren bekannten Häftlingen von Sonnenburg in das KZ Esterwegen im nördlichen Emsland verlegt. Dort wurden die Gefangenen unter unerträglichen Bedingungen bei der Trockenlegung der emsländischen Hochmoore eingesetzt. Ende 1934 wurde der völlig abgemagerte Ossietzky in das Krankenrevier verlegt. Dem Bericht eines Mithäftlings zufolge sollte Ossietzky im Krankenlager durch Spritzen getötet werden. Ob Ossietzky aber, wie der Häftling behauptet, tatsächlich Tuberkulose-Bazillen injiziert wurden, ist nicht zweifelsfrei erwiesen.

Am 7. November 1936 wurde er offiziell aus der Haft entlassen und bezog zunächst ein Zimmer im Krankenhaus Westend, unter ständiger Bewachung der Gestapo. Trotz dieser Zugeständnisse hatte die internationale Kampagne, die in Norwegen von dem deutschen Emigranten Willy Brandt organisiert wurde, ihr Ziel inzwischen erreicht. Am 23. November 1936 wurde Carl von Ossietzky rückwirkend der Friedensnobelpreis des Jahres 1935 zugesprochen. Am 4. Mai 1938 starb Ossietzky im Krankenhaus Nordend an den Folgen der Tuberkulose.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Carl von Ossietzky  
Ossietzkys Veröffentlichungen in der "Weltbühne"  
Die BMZ Speyer hat die "Weltbühne" jüngst im Rahmen eines Pfarrer-Nachlasses erworben. Die Bände sind online noch nicht erfasst, können aber bereits in unserem Lesesaal eingesehen werden.

 

Entleihbar

5. Mai:
200. Geburtstag von Sören Kierkegaard

Søren Aabye Kierkegaard ( Aussprache?/i [ˈsœːɔn ˈkʰiɔ̯g̊əˌg̊ɔːˀ], * 5. Mai 1813 in Kopenhagen; † 11. November 1855 ebenda) war ein dänischer Philosoph, Essayist, Theologe und religiöser Schriftsteller. In seinen meist unter Pseudonymen veröffentlichten Schriften zeigte er sich als engagierter Verfechter der Idee des Christentums gegen die Realität der Christenheit. Etwa ein Drittel seines gedruckten Werkes besteht ferner aus unter eigenem Namen veröffentlichten Predigten und religiösen Reden. Auch wird Kierkegaard vielfach als der erste Existenzphilosoph, als geistiger Wegbereiter der Existenzphilosophie oder als Pionier derselben aufgefasst. Kierkegaard gilt als der bedeutendste dänische Philosoph und darüber hinaus als bedeutender Prosastilist. Er zählt zu den wichtigen Vertretern von Dänemarks Goldenem Zeitalter.

Kierkegaards Leben ist arm an äußeren Ereignissen, dafür jedoch reich an inneren Konflikten. Sein Leben wie auch sein geistiges Schaffen spielten sich fast ausschließlich im Mikrokosmos der Hauptstadt Kopenhagen ab, das damals kaum mehr als 100.000 Einwohner hatte, die dicht gedrängt innerhalb der Stadtmauern lebten. Kierkegaard war zeit seines Lebens ein tief religiöser Mensch, beständig auf der Suche nach dem "wahren" Christentum, stets introspektiv, innerlich zerrissen von seelischen Konflikten, die in seinen umfangreichen Tagebuchaufzeichnungen ihren Niederschlag fanden. Insgesamt ergibt sich das Bild eines melancholischen, bisweilen schwermütigen Menschen.

Kierkegaards letzte Lebensjahre sind von einer zunehmenden religiösen "Radikalisierung" gekennzeichnet. Das "amtliche", gemäßigte, verbürgerlichte Christentum der dänischen Staatskirche konnte seinen steigenden Ansprüchen an das "wahre" Christentum immer weniger genügen. Kierkegaard schraubte die Bedingungen, die ein Mensch erfüllen musste, um sich aus seiner Sicht einen Christen nennen zu können, immer weiter hinauf, so dass sie schließlich praktisch unerfüllbar wurden und jeder organisierten Kirche die Grundlagen entzogen hätten.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Sören Kierkegaard  
Startet einen DownloadLiteraturliste der BMZ Speyer zu Sören Kierkegaard   

 

10. Mai:
80. Jahrestag der Bücherverbrennung

Kurz nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten 1933 kam es im März im Zuge einer "Aktion wider den undeutschen Geist" zu einer organisierten und systematisch vorbereiteten Verfolgung jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller. Dabei handelte es sich um eine von der Deutschen Studentenschaft geplanten und durchgeführten Aktion unter Führung eines Mitglieds des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB). Höhepunkt waren die am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen Universitätsstädten groß inszenierten öffentlichen Bücherverbrennungen, bei denen zehntausende Werke verfemter Autoren von Studenten, Professoren und NS-Organen ins Feuer geworfen wurden.

Am 9. Mai wurden in einem Rundschreiben an die Einzelstudentenschaften so genannte "Feuersprüche" versendet, die eine einheitliche symbolische Grundlage für die Bücherverbrennungen am nächsten Tag bilden sollten. Diese Serie vorgegebener Parolen sollten landesweit ertönen, wenn Vertreter der Studentenschaft die Werke exemplarischer "Schund- und Schmutz"-Literaten ins Feuer warfen. Damit wurde die symbolische Handlung der Bücherverbrennungen betont und ihnen der Charakter eines Rituals verliehen.

Da der Scheiterhaufen wegen des strömenden Regens am 10. Mai nicht entzündet werden konnte, half die Feuerwehr mit Benzinkanistern nach. Nach der Rede des Studentenführers Herbert Gutjahr, die mit den Worten: "Wir haben unser Handeln gegen den undeutschen Geist gewendet. Ich übergebe alles Undeutsche dem Feuer!" endete, warfen neun ausgewählte Vertreter der Studentenschaft zu den markanten "Feuersprüchen" die ersten Bücher in die Flammen. Anschließend wurden unter großem Gejohle der Studenten und des Publikums die übrigen Bücher bündelweise von den Lastwägen gehoben und von einer Menschenkette weitergereicht, an deren Ende die Bücher des "undeutschen Geistes" von Karl Marx, Heinrich Heine, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Sigmund Freud und anderen - insgesamt 94 Autoren - ins Feuer geworfen wurden. Etwa 70.000 Menschen nahmen an dieser Aktion teil. Gegen Mitternacht erschien Propagandaminister Joseph Goebbels, ein promovierter Germanist, und hielt seine Rede, an deren Ende von den Büchern nur mehr ein rauchender Aschenhaufen übrig geblieben war. Mit dem Absingen des Horst-Wessel-Liedes endete das Fanal.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite der Bücherverbrennung  
Bibliothekssterben in der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart  

 

Termine

1. bis 5. Mai:
Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg

Für die Evangelisch Lutherische Kirche in Norddeutschland ist es das erste Mal, dass sie sich als Gastgeberin deutschlandweit präsentieren kann. Die Hansestadt Hamburg hat den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2013 bereits das vierte Mal zu Gast. Mit der Hafencity, der Speicherstadt und der Internationalen Gartenschau in Wilhelmsburg wird der Kirchentag wieder ein Erlebnis.

Seit über 60 Jahren ist der Deutsche Evangelische Kirchentag ein beeindruckendes Ereignis, nicht nur für die Kirche, sondern in der ganzen Gesellschaft. Doch Kirchentag ist nicht nur eine Veranstaltung, es ist auch eine Bewegung, die immer wieder für Aufsehen sorgt. Hinter der Bewegung stecken Menschen, die den Kirchentag in Gremien und vor Ort organisieren und inhaltlich gestalten. Eins der wichtigen Anliegen des Kirchentags als eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen in Deutschland ist der Klimaschutz.

Bitte beachten Sie auch:

Offizielle Website des Kirchentages 2013  
Wikipedia-Seite des Deutschen Evangelischen Kirchentages  
Die Dokumentar-Bände sämtlicher Kirchentage seit 1956 können in der BMZ Speyer eingesehen und entliehen werden!

 

15. Mai: Wehrt Euch? 
Biblische Gestalten, die sich gegen die bestehende Ordnung gewehrt haben

Szenische Umsetzung des Themas mit Dekan Armin Jung und Mitgliedern der Theatergruppe "Theater im Hof" aus Haßloch

Veranstaltungsort: Neustadt, Casimirianum, Ludwigstr. 1
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 8 €

Kartenvorverkauf:
Prot. Dekanat, Schütt 9, 67433 Neustadt, Tel: 06321-398921
E-Mail: dekanat.neustadt(at)evkirchepfalz.de
Prot. Pfarramt Gommersheim, Tel.: 06327-3213
und an der Abendkasse

Abendveranstaltung des Dekanatsfrauentages im Kirchenbezirk Neustadt
Veranstalter: Dekanatsarbeitskreis Bildung und Gesellschaft - Frauenausschuss
theologische Beraterin: Pfarrerin Martina Horak-Werz

www.dekanat-nw.de

 

15. Mai:
Konfessionelles Zusammenleben im Speyer des 16. Jahrhunderts

Veranstaltungsort: Speyer, Stadtarchiv, Johannesstr. 22a
Beginn: 18.30 Uhr
Eintritt: frei

Referentin: Diplom-Theologin Daniela Blum (Tübingen)

Auch 2013 setzt sich die alljährliche Vortragsreihe im Stadtarchiv Speyer fort. Thematische Schwerpunkte sind Speyerer Stadtgeschichte sowie pfälzische Landesgeschichte, Kultur- und Heimatgeschichte.

 

Deutsch-französisches Jahr 2013

Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Dieses Abkommen über die deutsch-französische Zusammenarbeit hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer "Erbfeindschaft" und verlustreichen Kriegen seitdem immer mehr zusammengeführt. Der Vertrag verpflichtet beide Regierungen zu Konsultationen in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik. Ebenso wurden Treffen auf Regierungsebene in regelmäßigen Abständen beschlossen. Auf französischer Seite war François Seydoux de Clausonne, auf deutscher Seite Adenauers außenpolitischer Berater Horst Osterheld wesentlich am Zustandekommen des Vertrages beteiligt.

Um den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags zu feiern, haben Frankreich und Deutschland ein Deutsch-Französisches Jahr ausgerufen. In dessen Rahmen finden von September 2012 bis Juli 2013 zahlreiche Veranstaltungen auf offizieller und zivilgesellschaftlicher Ebene statt.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Élysée-Vertrages  
Deutsch-Französisches Jahr 2013  
Sammlung "Französischer Protestantismus" in der BMZ   
Startet einen DownloadLiteraturliste der BMZ: Standardwerke zu Geschichte, Kultur und Religion Frankreichs  

Passend hierzu im Verleih:

Werner Paracivini (Hg.): Deutsch-französische Geschichte [in 11 Bänden]
Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, ab 2005
ISBN 3-534-14697-2

Über die Jahrhunderte hinweg haben Deutschland und Frankreich – beide können auf gemeinsame historische Wurzeln im fränkischen Reich zurückblicken – immer engste wechselseitige Beziehungen unterhalten, oft als Rivalen, oft als Feinde, manchmal auch als Freunde. Ihr Zusammenspiel war maßgeblich für die Entwicklung der europäischen Geschichte. Insbesondere die beiden letzten Jahrhunderte mit den Marksteinen 1871, 1918 und 1945 waren geprägt von gegenseitigem Hass und schrecklichen Kriegen. Aus den gemeinsamen Anstrengungen der beiden Nationen zur Überwindung der tiefen Kluft in der Vergangenheit entstanden schließlich die deutsch-französische Freundschaft und die Europäische Union. Im Auftrag des renommierten Deutschen Historischen Instituts in Paris haben Werner Paravicini und Michael Werner deutsche und französische Historiker verpflichtet, um diese Bilanz der gemeinsamen wie gegensätzlichen Geschichte der beiden Länder zu ziehen. Schwerpunkt der Bände ist jeweils die politische, wirtschaftliche und soziale Geschichte. Hinzu kommen neueste Erkenntnisse unter kulturgeschichtlichen Aspekten – Wissen und Tradition, Erinnerung und Vorstellung, Wahrnehmung und Repräsentation. Eine so umfassende Darstellung der deutsch-französischen – und damit der zentraleuropäischen – Geschichte ist einmalig, und sie wird es auf lange Zeit nicht mehr geben.

 

Themenjahr "Reformation und Toleranz"

Das Jahresthema 2013 der Lutherdekade ist nicht einfach: Für Toleranz sind zwar irgendwie (fast) alle. Doch schon bei der Definition des Begriffs zeigen sich Probleme. Wo beginnt Toleranz für mich, wo hört sie auf? Wo liegen für mich ihre Wurzeln und ihre Widerstände? Ist das Kreuz Christi ein christliches Sinnbild für unbedingte Toleranz?

Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation und Toleranz"  
Startseite zum Heidelberger Katechimus  
Religionspädagogisches Angebot zum Heidelberger Katechismus  

Themenheft "Toleranz" mit Literatur und Medien der BMZ (in Vorbereitung)
Startet einen DownloadThemenheft "Heidelberger Katechismus" mit Literatur, Medien und Aufsätzen der BMZ   

Bündnis für Demokratie und Toleranz