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Krabbelgottesdienst

Erntedank 2018

So 21. Oktober:
14.00h Winden: Erntedank-Gottesdienst mit Kirchenchor, Abendmahl und anschließendem Kirchfest

Losung

Losung für Mittwoch, 17. Oktober 2018
Seine Herrschaft wird groß und des Friedens kein Ende sein.
Jesaja 9,6

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
Hebräer 13,8

© Evangelische Brüder-Unität

Mit allen Wassern gewaschen... - Wissenswertes zur Taufe

Foto: epd bild

Warum werden Menschen getauft?
Die Taufe ist die persönliche Zusage der voraussetzungslosen Liebe und des Segens Gottes. Durch die Taufe wird ein Mensch einmal in die Gemeinschaft einer konkreten Kirche und Gemeinde vor Ort aufgenommen und gehört gleichzeitig zur weltweiten Gemeinschaft aller Christinnen und Christen. Deshalb finden Taufen in unserer Gemeinde im Gemeindegottesdienst statt.

Getauft wird mit Wasser, dem Urelement des Lebens und Sterbens. Wasser reinigt nicht nur äußerlich von Schmutz. In der Taufe wird auch alles, was den Menschen von Gott trennt symbolisch ein für allemal weggewaschen; deshalb wird die Taufe niemals wiederholt.
Wasser ist lebensnotwendig, kann aber auch Leben bedrohen und vernichten. Beide Dimensionen kommen in der Taufe mit Wasser zu Geltung. Wie Jesus Christus durch den Tod zum ewigen Leben gelangt, so „taucht“ auch der Täufling als Mensch des neuen Lebens aus der Taufe auf (Römer 6).

Ebenso wichtig wie das Wasser, das dreimal über den Kopf des Täuflings gegossen wird, ist das Wort, das die Pfarrerin oder der Pfarrer dazu spricht: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Da beginnt für Christinnen und Christen die grenzenlose Freiheit, zu der wir berufen sind: zu einem Leben in Würde. Allein Gott hat Anspruch auf uns und unser Leben, keine andere Macht darf und soll über uns bestimmen.

Warum tauft die Kirche Kinder?
Wird ein Mensch getauft, kommt er mit leeren Händen zu Gott. Wie ein kleines Kind steht der Täufling vor ihm und nimmt die Taufe als reines Geschenk aus seinen Händen. Die Kirche hat seit frühesten Zeiten diese bedingungslose Zusage der Liebe Gottes immer betont und deshalb Kinder getauft. (Apostelgeschichte 16, 15) Eltern und Paten haben die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und dem Täufling zu vermitteln.

Kann ich mich auch im Erwachsenenalter taufen lassen?
Eine Taufe ist in jedem Alter möglich. 
Neben der Kindertaufe gibt es auch die Taufe von Erwachsenen. Der Erwachsenentaufe geht oft der Konfirmandenunterricht als Vorbereitung voraus, oder man kann in Glaubenskursen oder im Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin gemeinsam Antworten auf die grundlegenden Fragen christlichen Glaubens suchen, als Grundlage für ein freies uns bewußtes Bekenntnis. (Apostelgeschichte 8, 26–39).
Viele Menschen, die sich bewusst für die Erwachsenentaufe entscheiden, legen besonderen Wert darauf, dass gerade der Glaube an Jesus Christus, den sie im Gottesdienst vor der Gemeinde selbst bekennen, eine wesentliche Voraussetzung für die Taufe ist.

In welchem Alter soll mein Kind getauft werden?
Eine Taufe ist zu jeder Zeit und in jedem Alter möglich. Meist werden Kinder zwischen 2 und 18 Monaten getauft.

Wer wird die Taufe halten?
Grundsätzlich ist das Gemeindepfarramt ihres Wohnbezirkes für Sie zuständig. Rufen Sie dort einfach an und vereinbaren Sie einen Termin mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer. Erste Fragen können Sie schon am Telefon klären.
Wollen Sie Ihr Kind nicht in Ihrer Heimatgemeinde, sondern in einer anderen Gemeinde taufen lassen, ist auch das möglich: Sie benötigen dann nur einen Entlassschein, den ihnen ihr zuständiges Pfarramt gerne ausstellt.

Wann und Wo findet die Taufe statt?
In unserer Gemeinde ist eine Taufe grundsätzlich in jedem Gemeindegottesdienst möglich.
In der Regel feiern wir diese am Sonntagmorgen oder an Feiertagen. Gelegentlich aber auch zu anderen Zeiten und an außergewöhnlichen Orten (z.B. beim Gottesdienst im Grünen oder auch im Krabbelgottesdienst), auch da ist eine Taufe möglich.
Fragen sie gerne frühzeitig im Pfarramt an und vereinbaren Sie einen Termin, um alle Fragen über Sinn und Verlauf des Gottesdienstes und der Taufe selbst im direkten Gespräch zu klären.

Wer schmückt die Kirche?
Es ist gute Tradition, dass die Tauffamilie einen Strauß oder ein Gesteck für den Altar mitbringen. Grundsätzlich steht aber auch der normale Kirchenschmuck in den Kirchen zur Verfügung. Auch andere Dekorationen sind möglich, sprechen Sie uns gerne darauf an.

Was kostet die Taufe?
Die Taufe ist grundsätzlich kostenlos. Die Gemeinde freut sich über einen Betrag zur Kollekte oder eine Spende.

Mein Ehepartner ist katholisch. Gibt es eine ökumenische Taufe?
Mit der Taufe wird man in eine konkrete Gemeinschaft hineingestellt. Die Taufe erfolgt deshalb immer innerhalb einer Konfession. Allerdings erkennen die meisten der in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen Kirchen die Taufe gegenseitig an.
Da die Taufe ein einmaliges Geschehen ist, wird sie beim Übertritt in eine andere Konfession nicht wiederholt. Es bestehen aber vielfältige Möglichkeiten, den Taufgottesdienst ökumenisch zu gestalten.

Wer kann Taufpatin oder Taufpate werden?
Für die Taufe eines Kindes ist in der Regel mindestens eine Patin oder ein Pate erforderlich. Es dürfen höchstens sechs Patinnen und Paten benannt werden. Mindestens eine oder einer hat der evangelischen Kirche anzugehören. Die weiteren müssen einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und in ihrer Kirche das Recht zum Patenamt haben. 
Evangelische Christinnen und Christen müssen konfirmiert sein.
Wer aus der Kirche ausgetreten ist, hat das Recht verloren, Patin oder Pate zu sein.
Kommt die Patin oder der Pate nicht aus der Kirchengemeinde des Täuflings, wird ein Patenschein benötigt, den das Heimatpfarramt der Patin oder des Paten gerne ausstellt. Er bestätigt Taufe, ggf. Konfirmation und Kirchenzugehörigkeit.

Müssen die Eltern Mitglied der Kirche sein?
Mindestens ein Elternteil sollte der Landeskirche angehören. Die Taufe kann auch gewährt werden, wenn die Eltern nicht Mitglied der evangelischen Kirche sind. In diesem Fall ist die Verantwortung der Patinnen und Paten besonders wichtig. Wenden Sie sich im Zweifelsfall gerne vertrauensvoll an ihren Pfarrer oder ihre Pfarrerin.

Taufe und Trauung: geht das?
Ja. Sie können Ihr Kind im Traugottesdienst taufen lassen. Was dabei zu beachten ist, besprechen Sie bitte mit Ihrer Pfarrerin/mit Ihrem Pfarrer.

Darf während des Gottesdienstes fotografiert werden?
Wir als Kirchengemeinde verstehen den Wunsch der Eltern, diesen besonderen Moment im Leben des eigenen Kindes auch fest zu halten. Deshalb ist es in unseren Gottesdiensten möglich, zu filmen oder zu fotografieren.
Beachten Sie aber bitte, dass die Taufe in einem Gottesdienst stattfindet, der davon lebt, dass wir ihn als Gemeinde gemeinsam feiern. Die Feier sollte durch das Fotografieren und Filmen nicht gestört werden. Es empfiehlt sich, eine geeignete und kundige Person auszusuchen, die bereit ist, für alle schöne Bilder zu machen. Dann können alle anderen in Ruhe dem Gottesdienst folgen.

Gibt es eine Taufkerze?
In unserer Gemeinde ist es üblich, bei der Taufe eine Taufkerze zu entzünden. Sie will daran erinnern, dass das Licht Jesu Christi in jeder und jedem Getauften leuchtet und sie und ihn auf dem ganzen Lebensweg begleiten wird. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“, spricht Jesus Christus. (Johannes 8, 12)
Oft ist es der Wunsch von Paten, Großeltern oder Eltern eine besondere Kerze zu besorgen. Sollten Sie keine eigene Kerze kaufen wollen, schenken wir als Kirchengemeinde dem Täufling eine schlichte aber stilvolle Taufkerze.

Braucht man ein Taufkleid?
Besondere Kleidung ist zur Taufe nicht notwendig. In einigen Regionen und Familien ist das Taufkleid ein weit verbreiteter alter Brauch. Er geht zurück auf Epheser 4, 24 und spielt vor allem in der katholischen Ausgestaltung der Taufe eine Rolle. Wenn sie ein Taufkleid haben, können Sie dieses gerne zur protestantischen Taufe ihres Kindes anziehen.

Wer wählt den Taufspruch und welche gibt es?
Jeder Täufling bekommt einen Taufspruch mit auf seinen Weg ins weitere Leben. Es muss ein Bibelvers sein, also keine Lied- oder Gedichtzeile, und er soll zu ihrem Kind bzw. zu ihren Hoffnungen und Wünschen für die Zukunft passen. Einige Vorschläge finden Sie in dieser Aufstellung oder auf der Seite www.taufspruch.de der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD). Wenn Ihnen die Wahl schwer fällt, können sie gerne beim Taufgespräch gemeinsam mit dem Pfarrer auf die Suche nach dem passenden Taufspruch gehen.

Diese Zusammenstellung basiert auf der Broschüre unserer Landeskirche, die Sie auch hier herunter laden können.

Ausführliche Informationen zu Hintergrund, Theologie usw. finden Sie auch in der Broschüre zum "Jahr der Taufe" unserer Landeskirche.