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Losung

Losung für Dienstag, 21. Mai 2019
In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.
Psalm 31,6

Das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
Römer 8,2

© Evangelische Brüder-Unität

Gemeindebrief

Unsere neue Pfarrerin an der Martin-Luther-Kirche:

Frau Scherer
Pfarrerin Michelle Scherer

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

als neue Pfarrerin der Martin-Luther-Kirchengemeinde möchte ich mich Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen.

Ich wurde in Zweibrücken geboren und bin 29 Jahre alt. Nach dem Abitur am Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium 2005 habe ich an der Humboldt-Universität zu Berlin das Theologiestudium begonnen. Nach weiteren Stationen an den Universitäten in Heidelberg, Kiel und Mainz, habe ich im August 2012 die Erste Theologische Prüfung bei der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) abgelegt.

Für meinen Vorbereitungsdienst auf das Pfarramt, das Vikariat, bin ich 2012 nach St. Ingbert gekommen. Zunächst war ich insgesamt neun Monate an der Grundschule Rischbach und dem Albertus-Magnus-Gymnasium als Religionslehrerin tätig. Das sog. Schulvikariat ist der erste Teil unserer Ausbildung.

Daran schloss sich die Gemeindephase in der Christuskirche unter dem Mentorat von Pfarrer Fred Schneider-Mohr an. Dort habe ich erste und viele Erfahrungen in pfarramtlichen Tätigkeiten gesammelt.

Von der Saarpfalz ging es im September letzten Jahres nach Lateinamerika. In der Evangelisch-lutherischen Kirche deutscher Sprache in Mexiko-Stadt habe ich mein sog. Spezialvikariat, den letzten Abschnitt des Vikariates absolviert. In dieser Phase wird VikarInnen die Möglichkeit gegeben, sich in einem kirchlichen Handlungsfeld besonders einzuarbeiten.

Nach erfolgreicher Zweiter Theologischer Prüfung im Februar 2015 habe ich am 1. März meinen Dienst als Pfarrerin an der Martin-Luther-Kirche aufgenommen.

Ich bin sehr froh und glücklich darüber, dass ich nach St. Ingbert zurückkehren konnte. Sehr gespannt blicke ich meinem Dienst in Ihrer Gemeinde entgegen und freue mich auf den gemeinsamen Weg mit Ihnen.

Herzlichst,

Ihre Pfarrerin Michelle Scherer

Abschied von Pfarrer Roland Wagner

Pfarrer kommen und gehen

Meine aktive Dienstzeit geht mit Ablauf des Monats August zu Ende. Am 1. September beginnt für mich die sog. Freistellungsphase der Altersteilzeit, die von der Pfälzischen Landeskirche den Geistlichen der Geburtsjahrgänge 1952 bis 1956 angeboten wurde und die ich in Anspruch genommen habe.

Ich war gerne in St. Ingbert und danke allen, die mich als Pfarrer angenommen haben, wie ich bin, und so dazu beigetragen haben, dass mir diese 12 Jahre in guter Erinnerung bleiben werden.

Ich danke den Mitgliedern des Presbyteriums und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die allzeit loyale Zusammenarbeit, insbesondere meiner Stellvertreterin Karin Hasenfratz, unserem Gemeindediakon Alfred Hunsicker und meiner unmittelbaren Mitarbeiterin Jutta Schmitt im Gemeindebüro.

Mein Dank gilt den Erzieherinnen unserer Kita und ihrer Leiterin Karin Deller für die Wege, die wir miteinander gehen konnten, und für das gedeihliche  Zusammenwirken zum Wohle der nachwachsenden Generation.

Ich danke auch von Herzen der großen Schar der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne die man eine Gemeinde nicht führen kann, für die zuverlässige Unterstützung, die ich von ihnen in meiner Arbeit erfahren habe.

Nicht zuletzt bin ich sehr dankbar für die unzähligen persönlichen Begegnungen mit all den Menschen, die ich an den Schwellen des Lebens in Freud und Leid mit der Verkündigung des Glaubens begleiten durfte.

Pfarrer kommen und gehen. Als Pfarrer ist man Glied einer langen Kette, es gibt Vorgänger und Nachfolger, da werden Dinge auf den Weg gebracht, die andere weiter führen werden. Manches wird von Erfolg gekrönt, anderes bleibt auf der Strecke. Und jeder versucht das Evangelium so weiterzugeben, wie nur er in der ihm eigenen Art es weitergeben kann. So habe auch ich das auf meine Weise versucht, und mein Nachfolger wird es auf seine Weise tun. Es bleibt immer ein fragmentarisches Geschäft, unfertig, begrenzt, überschattet von Vergänglichkeit - menschlich eben. Aber Gott gebraucht gerade das Bruchstückhafte menschlichen Tuns, um unter uns das Gerücht von seiner tatsächlichen Menschwerdung lebendig zu halten.

Auch wenn Pfarrer kommen und gehen – die Gemeinde bleibt! Möge Gott sie in der kirchlichen Umbruchsituation, in der wir gegenwärtig stehen, durch den Wechsel der Zeiten tragen und ihr die Wege öffnen, die sie gehen muss, um für die Menschen in dieser Stadt  mit dem Zeugnis des Evangeliums präsent zu bleiben.

Das wünscht Ihr Pfarrer Roland Wagner