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Evangelische Kirche der Pfalz 
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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Mai 2014

Gruppenaufnahme von Schwestern und Patienten in Uniform, Garten der Anlage; Aufschrift und Mitte: zum Andenken an den 28. April 1915. Kriegs-Lazarett Wachenheim! (Pfalz). Diakonissen Speyer-Mannheim Fotosammlung Nr. 1453

Hundert Jahre Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in Europa, dem Nahen Osten, in Afrika, Ostasien und auf den Weltmeeren geführt und forderte rund 17 Millionen Menschenleben. Der Krieg begann nach dem Attentat von Sarajevo mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien am 28. Juli 1914 und endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918, der einen Sieg der aus der Triple-Entente hervorgegangenen Kriegskoalition bedeutete. Wesentliche Kriegsbeteiligte waren Deutschland, Österreich-Ungarn, das Osmanische Reich und Bulgarien einerseits sowie Frankreich, Großbritannien und das Britische Weltreich, Russland, Serbien, Belgien, Italien, Rumänien, Japan und die USA andererseits.  Annähernd 70 Millionen Menschen standen unter Waffen, 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Ersten Weltkriegs  

Themenheft "Erster Weltkrieg" der BMZ Speyer (in Vorbereitung)  

Webportal "Kriegssammlungen in Deutschland 1914-1918"    
Themenportal Erster Weltkrieg (Clio Online)  
Themenportal Erster Weltkrieg der Bibliothek für Zeitgeschichte  
Europeana Collections 1914-1918  
Feldzeitungen aus dem Ersten Weltkrieg digital  
100 Jahre Erster Weltkrieg auf dem Portal der Bundeszentrale  
Farbfotografien des Ersten Weltkrieges  
Filme zum Ersten Weltkrieg  
Literaturbericht zu Neuerscheinungen zum Ersten Weltkrieg  

Pfälzische Kirchenpresse im Ersten Weltkrieg

Im Gedenken an "Hundert Jahre Erster Weltkrieg", der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", hat die BMZ erstmals die drei pfälzisch-evangelischen Kirchenzeitungen (Kirchenbote, Pfarrerblatt, Union) inhaltlich erschlossen. In den drei Themenheften finden Sie sämtliche 2723 Artikel der Jahre 1914 bis 1918 aufgelistet. 

Startet einen DownloadDer Evangelische Kirchenbote im Ersten Weltkrieg     
Startet einen DownloadPfälzisches Pfarrerblatt im Ersten Weltkrieg     
Startet einen DownloadDie "Union" im Ersten Weltkrieg    

Neuerwerbungen der BMZ zum Ersten Weltkrieg

Entleihbar unter Sign.: 11 EH 08

Der Erste Weltkrieg in Farbe
der Untergang des alten Europa 1914 - 1918  
Jonathan Martin, Gruner + Jahr, Dokumentarfilm, Großbritannien 2014
1 DVD-Video (270 Min.) : farb.

Am Vormittag des 28. Juni 1914 steigen in Sarajevo der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie in ein schwarzes Cabriolet - es sind die letzten Schritte ihres Lebens. Wenige Minuten später treffen sie die tödlichen Kugeln eines serbischen Nationalisten. Noch heute löst diese Szene vor dem Wagen, die ein anonymer Kameramann festgehalten hat, ein Schaudern aus. Nicht nur, weil hier zwei Menschen ihrem Tod entgegengehen, sondern auch, weil an diesem Sommertag eine Katastrophe beginnt, die mehr als 15 Millionen Opfer fordern wird: der Erste Weltkrieg.

Denn die Schüsse von Sarajevo setzen im Epochenjahr 1914 einen Mechanismus in Gang, der die europäischen Großmächte in den grausamsten Konflikt stürzt, den die Menschheit bis dahin erlebt hat. In einen brutalen Krieg, der vier Jahre dauert. Der auf See, in der Luft und vor allem im Schlamm der Schützengräben ausgefochten wird. Und der zum ersten Mal das Vernichtungspotenzial industrialisierter Nationen entfesselt.

Diese preisgekrönte britische Dokumentation erzählt die Geschichte des Weltenbrandes, wie sie nie zuvor gezeigt worden ist - in farbigen Filmaufnahmen. Mit modernster Technik und von führenden Historikern beraten, haben die Autoren Originalbilder nachträglich koloriert. Und den Szenen so den unheimlichen Schein der Realität verliehen - auch dem Thronfolger auf seinem Gang in den Tod.

Entleihbar unter Sign.: 11 EH 07

Der Erste Weltkrieg
Yvonne Rüchel-Aebersold, FWU, Dokumentarfilm, Deutschland 2013
1 DVD-Video (25 Min.) : farb.

Der Erste Weltkrieg gilt als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts". Er ist in vielerlei Hinsicht ein neuer Krieg: Millionenheere, neue Technologien und eine unermessliche Materialschlacht prägen das Kriegsgeschehen. Der Erste Weltkrieg beendet das "lange 19. Jahrhundert", ist Kulminationspunkt des Imperialismus und begründet eine neue Epoche, die von weiteren Kriegen geprägt sein wird. Mit aufwendig nachkolorierten Originalaufnahmen und fundierten Spielszenen wird Geschichte anschaulich. Renommierte Historiker ordnen das Geschehen ein. Die Arbeitsblätter leiten zum quellengestützten Analysieren an.

Je nach Blickwinkel kann das Thema mit einem Fokus auf die konkurrierenden europäischen Großmächte oder aber auf der Entwicklung einer neuen Mächtekonstellation, die zu zwei rivalisierenden Supermächten führen sollte, behandelt werden. Übergreifende Aspekte sind zudem die neue, industrielle Art der Kriegsführung mit Stellungskrieg und Dauerfeuer - und den entsprechenden Auswirkungen auf Soldaten und Zivilbevölkerung. Wie konnte es zu diesem Krieg kommen? Welche Folgen hatte er für Deutschland, Europa und die Welt? Diese Fragen werden vielschichtig beantwortet.

Entleihbar unter Sign.: 11 ZB 17

Der brave Soldat Schwejk
Axel von Ambesser, Universum Film, Spielfilm, Deutschland 1960
1 DVD-Video (94 Min.) : farb.

Pünktlich zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird der böhmische Hundehändler Schwejk in Prag zunächst wegen Hochverrats verhaftet und dann als Soldat in den Krieg geschickt. Dank seiner Einfältigkeit und Tollpatschigkeit gelingt es ihm, auch brenzligste Situationen ungeschoren zu überstehen, so dass er "nach dem Krieg um 6" wieder wie gewohnt in seiner Prager Stammkneipe an der Seite seines Freundes Woditschka sitzen kann.

Verfilmung der klassischen Satire von Jaroslav Hasek durch Axel von Ambesser. Für Rühmann stellte die Figur des Schweijk einen weiteren Beitrag zu seiner Sammlung an Rollen als "kleiner Mann" dar, der sich irgendwie doch gewitzt durchs Leben mogelt. Neben Rühmann sind in dem bei den Golden Globes ausgezeichneten Film Ernst Stankowski, Senta Berger und Franz Muxeneder zu sehen.

Entleihbar unter Sign.: H 2922

Christopher Clark:
Die Schlafwandler - Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
München : Deutsche Verlags-Anstalt 2013, 895 Seiten
ISBN 978-3-421-04359-7

Bahnbrechende neue Erkenntnisse über den Weg in den Ersten Weltkrieg 1914: Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. In seinem bahnbrechenden neuen Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor Christopher Clark (Preußen) zu einer anderen Einschätzung. Clark beschreibt minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen und zeichnet das Bild einer komplexen Welt, in der gegenseitiges Misstrauen, Fehleinschätzungen, Überheblichkeit, Expansionspläne und nationalistische Bestrebungen zu einer Situation führten, in der ein Funke genügte, den Krieg auszulösen, dessen verheerende Folgen kaum jemand abzuschätzen vermochte. Schon jetzt zeigt sich, dass "Die Schlafwandler" eine der wichtigsten Neuerscheinungen zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs sein wird.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: H 2923

Ernst Piper:
Nacht über Europa - Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs 
Berlin : Propyläen 2013, 586 Seiten
ISBN 978-3-549-07373-5

Am 1. August 1914 begann ein Krieg, der nicht nur das Antlitz Europas, sondern der Welt veränderte. Das Zeitalter der Extreme, des Gemetzels brach an. Der europäische Kosmopolitismus starb auf den Schlachtfeldern. Dieser erste totale Krieg schonte nichts und niemanden, alle Bürger der beteiligten Staaten, auch Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle, wurden zu Kombattanten.

Der Historiker Ernst Piper hat sich intensiv mit den kulturgeschichtlichen Aspekten des Ersten Weltkriegs befasst und entfaltet ein großes geistiges Panorama dieser Zeit. Piper beschreibt die geistige Mobilmachung der Nationen, die Entwicklung des totalen Krieges, die Spaltung der Arbeiterbewegung, die Not der jüdischen Minderheiten und das unheilvolle Fortwirken des Krieges in Deutschland nach der Niederlage von 1918. Eindringlich zeigt er, wie sich das Kriegsgeschehen in Debatten, Literatur und Bildmedien spiegelt. Er stellt die politischen, geistigen und künstlerischen Akteure als Seismographen der tiefgreifenden Veränderungen vor, die die Welt erschütterten. So entsteht eine neue, eindringliche Erzählung des Ersten Weltkriegs, die aus der Flut der einschlägigen Literatur herausragt.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: NH 153

Antonia Meiners:
Die Stunde der Frauen - zwischen Monarchie, Weltkrieg und Wahlrecht 1913 - 1919

München : Sandmann 2013, 135 Seiten
ISBN 978-3-938045-81-7

1913 schien die Welt noch in Ordnung. Es gab Kaiserreiche und Monarchien, die Frauen trugen lange Kleider und arbeiteten nur im Haus, Bildung war nicht vorgesehen und Selbstständigkeit schon gar nicht. Als 1914 der Krieg ausbrach, jubelten fast alle, auch jene Frauen, die eigentlich allem Militärischen kritisch gegenüberstanden, wie etwa Käthe Kollwitz. Die Männer zogen in einen Krieg, der verlustreich war und in dessen Verlauf die Frauen Verantwortung in Fabriken, Lazaretten, Betrieben oder in der Landwirtschaft übernahmen. Als der Krieg 1918 zu Ende war, gab es kein Kaiser- und kein Zarenreich mehr, die Kleider wurden kürzer, und das Selbstbewusstsein der Frauen war gestiegen. Jetzt setzten die Frauen, die unsere Großmütter und deren Mütter waren, in Deutschland und Österreich das Wahlrecht durch. Das Buch von Antonia Meiners führt anhand von Porträts bekannter und unbekannter Frauen und vielen privaten Dokumenten durch eine Zeit, an deren Ende die Welt eine ganz andere war als noch 1913.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: H 2833

Yury Winterberg / Sonja Winterberg:
Kleine Hände im Großen Krieg - Kinderschicksale im Ersten Weltkrieg

Berlin : Aufbau-Verlag 2014, 367 Seiten
ISBN 978-3-351-03564-8

"Was nützt es, ein Kind zu sein, wenn Krieg ist ...": Die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", der Erste Weltkrieg, hat die Menschheit in einen Ausnahmezustand versetzt. Dazu gehörte auch die Generation der Kinder, deren Schicksale in diesem Buch erstmals erzählt werden. Kindersoldaten kämpften im Ersten Weltkrieg zu Tausenden in fast allen Armeen. Allein in England waren es etwa 250 000. Aber es gab auch die minderjährigen Kriegskrankenschwestern und viele Kinder, die die Grausamkeiten der Besatzung erleben mussten: 100 Jahre nach seinem Beginn wird die Geschichte des Ersten Weltkrieges anhand ihrer Tagebücher und Briefe völlig neu erzählt. Dabei kommen auch Prominente zu Wort, die im Ersten Weltkrieg heranwuchsen, unter ihnen Simone de Beauvoir, Marlene Dietrich, Heinz Erhardt, Alfred Hitchcock und Anaïs Nin.

Entleihbar, Sign.: El 2600/7

Nicolas Detering (Hg.):
Populäre Kriegslyrik im Ersten Weltkrieg

Münster : Waxmann 2013, 270 Seiten
ISBN 978-3-8309-2740-2

Die populäre Kriegslyrik des Ersten Weltkriegs war ein Instrument der Propaganda wie der Sinnstiftung. Lyrische Formen ermöglichten es, Nationalismus und Militarismus, aber auch Trauer und Trost angesichts des massenhaften Sterbens mit dem „Schein des Schönen“ zu umgeben. Die Gattungen, Publikationsformen und Autoren waren vielfältig, die Gesamtproduktion an Gedichten und Liedern kaum überschaubar – von Eisenbahnwaggon-Aufschriften bis hin zu Balladen. Dieser Band sondiert das Feld aus einer interdisziplinären und kulturwissenschaftlichen Perspektive.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: 85 EG 72

Michael Landgraf:
Felix zieht in den Krieg - eine Erzählung über den Ersten Weltkrieg und seine Folgen

Neustadt an der Weinstraße : Agiro-Verlag 2014, 77 Seiten
ISBN 978-3-939233-21-3

Der Schüler Felix, aufgewachsen in einer beschaulichen Kleinstadt, zieht 1914 freiwillig in den Ersten Weltkrieg. Mitgerissen von der Kriegsbegeisterung, folgte er dem Ruf „Vorwärts mit Gott“. Was Felix jedoch erlebt, ist die Hölle auf Erden und das Ende der ihm bekannten Welt. Im Rückblick denkt er über den Krieg, dessen Ursachen und Folgen nach. Und er sucht nach einem Weg, das Erlebte zu verarbeiten.

Michael Landgraf nimmt in der Erzählung „Felix zieht in den Krieg“ die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise in die Welt junger Menschen vor hundert Jahren. Er geht so dem Ersten Weltkrieg, der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, auf den Grund. Die dargestellten Erlebnisse basieren auf Biografien von Schülern und Studenten. Eingebundene Feldpostkarten zeigen, wie Botschaften vermittelt wurden, und führen bildhaft den damaligen Zeitgeist vor Augen.

Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".

Links zum Thema "Kirchen und Erster Weltkrieg"

Feldpostkarte, gelaufen 1915. Zentralarchiv der Ev. Kirche der Pfalz Abt. 173 Nr. 298

Die Kirche und die Kriegslust von 1914
Interview mit Kirchenhistoriker Christoph Markschies
Patriotischer Aufruf der Kirchen zum Krieg 
Radiobeitrag von Kirsten Serup-Bilfeldt im Deutschlandfunk
Bruno Doehring ruft den "heiligen Krieg" aus 
Beitrag von Manfred Gailus auf "Zeit online" über den Berliner Domprediger, der die Deutschen zum Erlöservolk machte
"Durch Gott zum Sieg ..." 
Beitrag von Kirsten Serup-Bilfeldt im WDR über die Rolle der Kirchen im Ersten Weltkrieg
Militärseelsorge im Ersten Weltkrieg 
Beitrag des Deutschen Historischen Museums
Gott als Kriegsherr  
Beitrag zur Rezeption altestamentlicher Rede im Ersten Weltkrieg von Edith Petschnigg, Bernd Obermayer und Irmtraud Fischer
Kirche im Krieg - Der Erste Weltkrieg als europäische Christentumspraxis  
Beitrag der Tagung des Deutsch-Belgischen Bruderrats vom 29.08.2013
Archivpädagogische Angebote des Zentralarchivs 
Für das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz haben archivpädagogische Angebote eine hohe Priorität. Das Angebot an Unterrichtsmaterial wird daher ständig erweitert. Die Einheiten umfassen in der Regel eine Bildquelle und liefern Informationen zum Kontext sowie Interpretationsansätze. Das Angebot ist geeignet für die Fächer Geschichte, Religion, Deutsch, Ethik und Bildende Kunst. Derzeit liegt der Schwerpunkt auf dem Thema „Erster Weltkrieg“.  

450. Todestag von Johannes Calvin

Entleihbar unter Sign.: 50 M 17

Johannes Calvin (eigentlich Jean Cauvin; * 10. Juli 1509 in Noyon, Picardie; † 27. Mai 1564 in Genf) war ein Reformator französischer Abstammung und Begründer des Calvinismus. Er gilt als Vertreter einer kerygmatischen Theologie.

Calvin war als Reformator der zweiten Generation theologisch von Luther, Melanchthon, Zwingli und Bucer beeinflusst. Jedoch setzte er auch deutlich eigene Akzente. Er war tief religiös, in seinen Anschauungen strenger als Luther und willensstark. Mit scharfem Intellekt schuf er mit seiner "Institutio Christianae Religionis" das geschlossenste systematische Werk der Reformation. Als sein Wirkungsfeld sah er ganz Europa. Er unterhielt eine ausgedehnte Korrespondenz und unterrichtete Tausende Theologiestudenten, die von überall her an die 1559 gegründete Akademie in Genf kamen.

Bitte beachten Sie auch:  

Wikipedia-Seite von Johannes Calvin  
Startet einen DownloadThemenheft der BMZ zu Johannes Calvin  
Kompletter Text der "Institutio" Calvins online  

Online-Zeitschriften im Bestand der BMZ Speyer

Die folgenden Zeitschriften sind in der BMZ Speyer (auch) in der Online-Ausgabe benutzbar. Durch Klick auf den Link der jeweiligen Zeitschrift können Sie sich die Aufsätze der Hefte im Volltext anzeigen lassen - sofern sie im Intranet der Evangelischen Kirche der Pfalz angemeldet sind:

Göttinger Predigtmeditationen  
Homiletische Monatshefte  
Kerygma und Dogma  
Kirchliche Zeitgeschichte  
Leidfaden  
Pastoratheologie  
Philosophische Rundschau  
Theologische Rundschau  
Wege zum Menschen  
Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht  
Zeitschrift für Theologie und Kirche  

Themenjahr "Reformation und Politik"

Mit dem Themenjahr "Reformation und Politik" beginnt die zweite Halbzeit der Lutherdekade. Die Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum 2017 nehmen Gestalt an. Von Anfang an hat die Reformation auch politisch gewirkt. Martin Luther und die anderen Reformatoren bestimmten den Charakter und die Aufgaben von politischer Gewalt und Kirche neu und konnten auf diesem Weg ihr Verhältnis grundstürzend erneuern. Ihre Einsichten haben kulturelle Spuren hinterlassen, die bis heute gesellschaftliche Relevanz entfalten: ein Verständnis von Bildung als staatlicher Aufgabe, eine Neubewertung der Rechtsstellung der Frau und vieles mehr.

Das Themenjahr "Reformation und Politik" bietet auch im Hinblick auf den Beginn der neuen Legislaturperiode des deutschen Bundestags die Chance, sich vertiefend mit Themen wie der Unterscheidung und Zuordnung von Staat und Kirche, Gesellschaft und Religionen, mit Subsidiarität und Religionspolitik zu befassen. Und es bietet die Chance zum intensivierten Gespräch über den Beitrag, den die Kirchen für das Zusammenleben in Staat und Zivilgesellschaft leisten.

EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download   
Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation und Politik"    
Offizielle Seite von Luther 2017 zum Themenjahr "Reformation und Politik"    
Veranstaltungen zum Themenjahr  

Startet einen DownloadThemenheft "Kirche und Staat" der BMZ Speyer  

Neuerwerbungen der BMZ zu Politik und Religion

Entleihbar unter Sign.: H 2692

Ines-Jacqueline Werkner (Hg.):
Europäische Religionspolitik -
religiöse Identitätsbezüge, rechtliche Regelungen und politische Ausgestaltung
Wiesbaden : Springer 2013, 318 Seiten
ISBN 978-3-658-00958-8

Die Europäische Union galt lange Zeit als rein säkulare politische Gemeinschaft, in der Religion nicht zu thematisieren sei. Mit der viel beschworenen Rückkehr der Religionen und der Idee der postsäkularen Gesellschaft stellt sich diese Frage ganz neu. Die verstärkte Aufmerksamkeit für die gesellschaftliche Bedeutung von Religion speist sich mittlerweile aber auch aus dem europäischen Integrationsprozess selbst. In dem Maße, wie sich die EU nicht mehr nur als wirtschaftliches Projekt versteht, sondern auch als politische Union und Wertegemeinschaft, kommt der Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt Europas – gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten – eine wachsende Bedeutung zu.

Diesen Wandel greift der Band auf. Er verfolgt einerseits die Frage einer gemeinsamen Identität in Europa und untersucht andererseits die konkreten religionspolitischen Konsequenzen, die sich mit dem Vertrag von Lissabon ergeben haben und nun die Religionspolitik der Europäischen Union und ihr Verhältnis zu den Mitgliedsländern wie zur internationalen Staatenwelt prägen.

Inhaltsverzeichnis des Buches    

Entleihbar unter Sign.: 56 Z 23

Friedrich Wilhelm Graf (Hg.):
Politik und Religion - zur Diagnose der Gegenwart

München : Beck 2013, 324 Seiten
ISBN 978-3-406-65297-4

Das Spannungsverhältnis von Politik und Religion ist zu einem zentralen Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit geworden. Der politisch-religiöse Radikalismus der Gegenwart hat die Sprengkraft augenfällig gemacht, die die Religion in sich birgt. Zugleich verbindet sich mit der Religion die Hoffnung, dass sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Moderne zu stärken vermag.

International renommierte Wissenschaftler und führende Intellektuelle behandeln u. a. die Oszillationen von Politik und Religion in den USA und in Russland, das lange Streben nach dem Islamischen Staat, das Konzept der Theokratie, Judentum und Antike. Sie analysieren den Prozess der Sakralisierung und Entsakralisierung und formulieren grundsätzliche Positionen zur Bestimmung des Verhältnisses von Politik und Religion aus der Sicht der Theologie und der Philosophie.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: H 2831

Gert Pickel (Hg.):
Religion und Politik im vereinigten Deutschland - was bleibt von der Rückkehr des Religiösen?  

Wiesbaden : Springer 2013, 410 Seiten
ISBN 978-3-531-18344-2

Seit dem tiefgreifenden politischen Umbruch von 1989/1990 sind zwanzig Jahre vergangen, die scheinbar nicht nur von einem weiteren sozialen Bedeutungsverlust des Religiösen in Westdeutschland geprägt waren, sondern die auch nicht den erwarteten Aufschwung der Religion in den neuen Bundesländern brachten. Diese Entwicklung hat Folgen für die Stellung der Kirchen in der politischen Öffentlichkeit sowie ihre Relevanz als zivilgesellschaftlicher Akteur. Doch auch institutionelle Veränderungen, die den Einfluss der Kirchen auf Politik und Gesellschaft reduzieren, stehen zur Diskussion.

Parallel führen Entwicklungen religiöser Pluralisierung und Individualisierung zu neuen Herausforderungen, die eine Umgestaltung der kulturellen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen von Kirche und Religion implizieren könnten. Zugleich ergeben sich mit der propagierten „Wiederkehr des Religiösen“ und den Diskussionen über einen „postsäkularen“ Umgang mit religiösen Argumenten neue Felder des Umgangs zwischen Politik und Religion.

Wie sich diese angesichts der heterogenen Religionskultur in die politischen Räume auf Bundes- und Landesebene einordnen lassen und welche Bedeutung die Religion für das Alltagsleben im wiedervereinigten Deutschland besitzt, soll in den Beiträgen des Bandes beantwortet werden.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar, Sign.: J 1492/23

Thomas Brose (Hg.)
Religion und Politik - das Messianische in Theologien, Religionswissenschaften und Philosophien des zwanzigsten Jahrhunderts

Tübingen : Mohr Siebeck 2013, 283 Seiten
ISBN 978-3-16-151048-9

Die neue Hinwendung zu Religionen ist ein politisch relevantes Phänomen geworden. Eine schillernde Zwischenstellung hat in allen Umbruchzeiten das Phänomen des Messianismus gehalten. Die christlichen Theologien könnten von außen als der Versuch beschrieben werden, einen durch seinen Tod den meisten als falsch erwiesenen Messias zum richtigen Messias umzudeuten. Die rabbinische Bewegung kann demgegenüber in ihrer Weigerung, diese Umdeutung mitzuvollziehen, als die Kraft bezeichnet werden, die einen anderen Begriff vom Messias in Kontradistinktion zum christlichen entwickelte. Wieder eine andere Rolle spielt das Messianische innerhalb der Religionen in den Gegenbewegungen zu den großen religiösen Instituten. Die Autoren der hier gesammelten Beiträge befassen sich in verschiedenen Kontexten mit dem Thema Messianismus im 20. Jahrhundert.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: 56 Z 22

Bernd Oberdorfer (Hg.):
Machtfaktor Religion - Formen religiöser Einflussnahme auf Politik und Gesellschaft

Köln : Böhlau 2012, 264 Seiten
ISBN 978-3-412-20826-4

Wie definieren Religionen ihre Stellung in Staat und Gesellschaft? Wie üben religiöse Institutionen und Funktionsträger weltlichen Einfluss aus? Und wie wirkt dies auf das geistliche Selbstverständnis von Religionsgemeinschaften zurück? In Fallstudien aus Geschichte und Gegenwart untersuchen die Autor/innen dieses Bandes den Einfluss der Religionen auf das politisch-gesellschaftliche Leben. Der Schwerpunkt liegt auf dem Christentum, vergleichend werden jedoch Studien zu Islam und Judentum hinzugezogen.

Die interdisziplinär angelegten Beiträge verbinden dabei religions-, sozial- und geschichtswissenschaftliche »Außensichten« mit einer theologischen »Innensicht«. Das thematische Spektrum reicht vom Christentum in der Spätantike bis zu den Kirchen in der modernen deutschen Gesellschaft. Betrachtet werden unter anderem die Rolle von Einzelgestalten wie Billy Graham und Ian Paisley, die Einwirkung der Kirchen auf gesellschaftliche Transformationsprozesse in Südamerika und Südafrika oder die Macht jüdisch-orthodoxer Parteien in Israel und schiitischer Geistlicher im Iran.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar, Sign.: Aa 2417/B/87

Irene Dingel (Hg.):
Die politische Aufgabe von Religion - Perspektiven der drei monotheistischen Religionen

Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2011, 433 Seiten
ISBN 978-3-525-10113-1

Das Verhältnis von Religion und Politik ist in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus der Forschung gerückt. Die Autoren dieses Bandes widmen sich diesem Verhältnis unter einer besonderen Zuspitzung. Ihre Beiträge analysieren, inwiefern es zum Selbstverständnis von Religionen gehört, einen Beitrag zur Gestaltung der gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit leisten zu sollen. Mit dieser Problematik verknüpft ist eine zentrale Frage: Wie erklärt und wie äußert sich der Anspruch von Religionen, eine »politische Aufgabe« zu besitzen? Im Fokus stehen die drei großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam, wobei für das Christentum zusätzlich die konfessionellen Differenzen in den Blick kommen, die zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen der politischen Aufgabe des Christentums geführt haben.

Für alle drei monotheistischen Religionen nehmen die Beiträger jeweils eine Doppelperspektive ein: historische Beispiele erhellen die jeweiligen Bedingungen und Kontexte für religiös motivierte Teilhabe an politischer Gestaltung und Verantwortung; Systematische Entfaltungen versuchen eine Einbettung dieser Beispiele in die spezifischen Denkhorizonte der jeweiligen Religionen. Das so erhobene politische Selbstverständnis der Religionen wird schließlich mit der Fremdwahrnehmung dieses Selbstverständnisses aus nichtreligiöser Perspektive kontrastiert.

Inhaltsverzeichnis des Buches