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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Dezember 2014



Heinrich Bedford-Strohm seit 11.11. EKD-Ratsvorsitzender

Heinrich Bedford-Strohm ist neuer Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern erhielt am 11. November in Dresden im ersten Wahlgang 106 von 125 abgegebenen Stimmen von Synode und Kirchenkonferenz der EKD. „Damit hat Heinrich Bedford-Strohm ein klares Mandat, die noch anstehenden Aufgaben dieser Amtsperiode des Rates zu Ende zu führen“, erklärte die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, in ihrer Gratulation. Die Wahl Bedford-Strohms sei ein Zeichen der Geschlossenheit zu einem Zeitpunkt, wo die Präsenz der Kirche in ethischen Grundsatzfragen mehr denn je gefragt sei. „Gleichzeitig brauchen die Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum 2017 jetzt unsere volle Aufmerksamkeit“, betonte die Präses.

Der 1960 in Memmingen geborene Bedford-Strohm folgt auf Nikolaus Schneider, der zum 10. November 2014 aus dem Amt geschieden war. Er steht seit Ende 2011 als Landesbischof an der Spitze der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und ist seit November 2013 Mitglied des Rates der EKD. Zuvor war Bedford-Strohm nach Stationen im Pfarramt von Diakonie und Gemeinde Professor für Systematische Theologie und Theologische Gegenwartsfragen an der Universität Bamberg. Heinrich Bedford-Strohm ist verheiratet und Vater dreier erwachsener Kinder.

Entleihbar unter Sign.: Eb 7355

Passend hierzu im Verleih:

Heinrich Bedford-Strohm und Jonas Bedford-Strohm:
Wer's glaubt, wird selig -
ein Glaubensgespräch zwischen Vater und Sohn 
Freiburg : Kreuz-Verlag, 2013, 191 Seiten
978-3-451-61193-3

Persönlich und ohne sich etwas zu schenken diskutieren Vater und Sohn über die Relevanz des christlichen Glaubens für junge Erwachsene heute, über Glück, Gott, Jesus, Kirche, Religion, Spiritualität und Tod. Der wortgewaltige Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern stellt sich den unbequemen Fragen: Warum ist es eigentlich sinnvoll zu glauben? Was hat das Evangelium mit dem Leben Jugendlicher heute zu tun? Ein spannender und offener Dialog.

Inhaltsverzeichnis des Buches 

Entleihbar unter Sign.: Ca 2874

Heinrich Bedford-Strohm (Hg.):
Glück-Seligkeit - theologische Rede vom Glück in einer bedrohten Welt

Neukirchen-Vluyn : Neukirchener Theologie 2011, 144 Seiten
ISBN 978-3-7887-2493-1

Glück ist ein Megathema. Das "Glücklich sein" gehört ohne Zweifel zu den aussichtsreichsten Kandidaten für den Titel des am häufigsten gesuchten Zieles in vielen Gesellschaften unserer Zeit. Dass das nicht erst heute so ist, zeigt die Tatsache, dass der "pursuit of happiness" es bis in die amerikanischen Verfassungstexte des 18. Jahrhunderts geschafft hat. Aber was ist eigentlich gemeint mit diesem "Glück", dem alle hinterherjagen? Der Blick in Ratgeber, die etwa "10 Anleitungen zum Glücklichsein" geben, reicht dazu sicher nicht aus. Können wir überhaupt irgendetwas für unser Glück tun? Oder ist es etwas radikal Geschenktes? Und wie lässt sich inhaltlich näher bestimmen, was mit diesem großen Wort gemeint ist? Könnte das Stichwort "Lebensfülle" eine zu verfolgende Spur sein? Und wie kann überhaupt persönliches Glück erfahren werden, ohne die Augen vor den Abgründen des Leids in dieser Welt zu verschließen?

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: Ca 2799

Heinrich-Bedford-Strohm (Hg.):
Und Gott sah, dass es gut war - Schöpfung und Endlichkeit im Zeitalter der Klimakatastrophe

Neukirchen-Vluyn : Neukirchener Verlag 2009, 190 Seiten
ISBN 978-3-7887-2391-0

Die Klimakatastrophe und die Bedrohung des ökologischen Gleichgewichts sind in den letzten Jahren zunehmend ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Gefragt sind politische Handlungsstrategien, aber auch individuelle Verantwortung und persönliche Verhaltensänderungen werden thematisiert. In diesem Band werden zentrale theologische Fragen wie etwa die nach Schöpfung und Endlichkeit erörtert, neuere ökologische Schöpfungstheologien vorgestellt und diskutiert und das Gespräch mit den Naturwissenschaften geführt.

Inhaltsverzeichnis des Buches


300 Jahre Uraufführung "Nun komm, der Heiden Heiland"

Entleihbar unter Sign.: En 1061

Nun komm, der Heiden Heiland (BWV 61) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1714 in Weimar für den 1. Advent, den 2. Dezember 1714.

Bach schrieb die Kantate im Jahr seiner Ernennung zum Konzertmeister am Hof von Johann Ernst von Sachsen-Weimar für den 1. Advent und führte sie am 2. Dezember 1714 in der Schlosskirche Weimar erstmals auf. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Röm 13,11-14 LUT und Mt 21,1-9 LUT, der Einzug Jesu in Jerusalem. Der Textdichter Erdmann Neumeister übernimmt die erste Strophe von Martin Luthers "Nun komm, der Heiden Heiland", dem Hauptlied des 1. Advent, für den Eingangschor und benutzt als Schlusschoral den Abgesang der letzten Strophe von Philipp Nicolais "Wie schön leuchtet der Morgenstern". Der dritte Satz enthält die Bitte um ein "selig neues Jahr", da mit dem ersten Adventssonntag das neue Kirchenjahr beginnt. In Satz 4 zitiert Neumeister aus Offb 3,20 LUT "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir". Der Dichter verbindet die Motive vom Einzug Jesu in Jerusalem und seiner Wiederkunft (aus der Offenbarung) mit der persönlichen Bitte um den Einzug in das Herz des Glaubenden.

Inhalt des in der BMZ auszuleihenden Notenschubers:

1 Partitur / 3 Klavierauszüge / 2 Orgel / 4 Violine 1 / 4 Violine 2 / 3 Viola 1 / 2 Viola 2 / 3 Violoncello - Baß / 2 Fagott / 30 Chorpartituren / Choreinzelstimmen: 10 Sopran / 12 Alt / 10 Tenor / 8 Baß

Entleihbar unter Sign.: 80 PC 66

Passend dazu im Verleih:

Amelie zu Dohna u.a.
Bachkantatengottesdienste
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2010, 160 Seiten
ISBN 978-3-525-59534-3

Dieser Band enthält vollständige Abläufe von neun Gottesdiensten mit Bachkantaten zu den Kirchenjahreszeiten Advent, Ostern und Pfingsten sowie für den Reformationstag und weitere Kasualien wie etwa eine Andacht zum Thema Sterben oder für einen Gottesdienst nach einem Katastrophenfall. Eine kirchenmusikalische und theologische Vorbemerkung führt in die Gottesdienste ein. Liturgische Texte, Lieder, Gebete und Predigten sind jeweils ausformuliert. In einleitenden Kapiteln erhält der Leser zusätzliche Informationen über Gottesdienste mit Bachkantaten zu Bachs Zeit und heute sowie über Grundsatzfragen zur Gottesdienstgestaltung. Dabei finden sich auch Ausführungen zu Bachkantaten in katholischen Messen. Eine ausführliche Sammlung praktischer Tipps von »Einführungsvorträgen« bis zu »Kantatenaufführungen in dörflichen Gemeinden« schließt den Band ab.

Neben Theologen und Kirchenmusikern kommt auch der Schriftsteller Maarten 't Hart zu Wort, bekannt für seine Romane, in denen Bachkantaten eine große Rolle spielen. Dieser Band ist eine Arbeitshilfe für PfarrerInnen und KirchenmusikerInnen, anregend auch für ChorsängerInnen, Instrumentalisten und geistlich interessierte Liebhaber der Musik Johann Sebastian Bachs.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Ausgewählte Neuerwerbungen im Dezember 2014

Entleihbar mit Sign.: 11 WE 22

Rain
Maria Govan, EZEF, Spielfilm, Bahamas 2008
1 DVD-Video (93 Min.) : farb.

Film zum Weltgebetstag der Frauen 2015: Nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter fährt das Mädchen Rain von einer kleinen, entlegenen Insel der Bahams auf die weiter entfernte Insel New Providence. Dort, in der Hauptstadt Nassau, lebt ihre Mutter, die Rain als Baby verlassen hat und die sie seitdem nicht mehr gesehen hat. Rain findet ihre Mutter in einer heruntergekommenen Umgebung am Stadtrand. Sie trinkt, nimmt Drogen und prostituiert sich, um über die Runden zu kommen.

Rains Ankunft konfrontiert die Mutter mit ihrer Vergangenheit. Als Teenager-Mutter hatte sie Rain bereits kurz nach der Geburt bei deren Großmutter zurückgelassen. Rain findet eine Schule, die sie aufnimmt. Sie erfährt hier Ablehnung und Ausgrenzung, aber auch die Freundschaft einer Schulkameradin und die Unterstützung durch die Trainerin des Sportteams. Rain ist ehrgeizig und sie ist eine talentierte Läuferin. Mit Hilfe ihrer Sportlehrerin bereitet sie sich auf einen großen Wettkampf vor – und selbst ihre Mutter versucht, ihrem Leben mit Rain eine neue Wendung zu geben.

Die Hauptfiguren des Films sind Frauen dreier Generationen von Großmutter, Mutter und Tochter/Enkelin. Ihr Leben steht unter dem Zeichen unterschiedlicher Lebensentwürfe und Schicksale. Die tief im Glauben verwurzelte, sorgende Großmutter, die aus der Bahn geratene Mutter von Rain und Rain, die vielleicht ein besseres Leben haben wird.

Entleihbar unter Sign.: 11 HB 37

X-mas Sampler - vier Animationsfilme ; mit Weihnachtsliedern von Reinhard Horn!
Björn Steffens, Matthias-Film, Animationsfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (4 x 10 Min.) : farb.

Was genau feiern wir Weihnachten? Was ist der wahre Sinn von Weihnachten? Um diese Fragen kreisen die vier animierten Kurzfilme für Kinder. Sie veranschaulichen eine ebenso klare wie nachvollziehbare Botschaft: Im achtsamen und liebevollen Miteinander erfüllt sich die Weihnachtsverheißung. Die Geschichten sind in Bild und Ton langsam und liebevoll erzählt und deswegen für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

Filmfolge: 1 "Das allererste Weihnachtsgeschenk" (2010): Weihnachten aus der Perspektive einer Bedürftigen („Weihnachten im Schuhkarton“) / 2 "Ein ungewöhnlicher Gast" (2011): Lew Tolstois Geschichte vom Martin dem Schuster in nachempfundener Form / 3 "Zwei Euro für den Weihnachtsmann" (2012): Heiligabend – was macht mehr Freude: beschenkt werden oder schenken? / 4 "Als das Christkind verschwand" (2013): Eine Maus, ein Schäfchen und ein Plüsch-Elch finden heraus, wo Jesus heute Weihnachten feiert.

Entleihbar unter Sign.: 11 HB 38

Sterne, Hirten, Engel und ein Stall - Weihnachtstrickfilme aus dem TV-Magazin "Hallo Benjamin!"
Sven Goldenbaum, Evangelisches Medienhaus, Trickfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video

Als weitere Frucht aus der ersprießlichen Kooperation evangelischer Institutionen in Württemberg entsteht diese Weihnachts-DVD mit der fröhlichen Kirchenmaus Benjamin: In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gemeindepresse für Württemberg erscheint monatlich die Evangelische Kinderzeitschrift „Benjamin“ mit biblischen Bildergeschichten, Sachthemen und Bastelideen.

Das evangelische Medienhaus in Stuttgart produziert seit einigen Jahren das muntere halbstündige TV-Magazin für Kinder „Hallo Benjamin!“ Eine Moderatorin präsentiert hier mit Kinder-Studiogästen Inhalte, die Kinder bewegen. In dieser Sendung gibt es immer wieder animierte Bibelgeschichten aus der Kinderzeitschrift zu sehen. Sechs davon aus der Weihnachtszeit finden sich auf dieser DVD versammelt: „Wie Jesus gerettet wird“, „Ein Stern für alle“, „Das Jesuskind bringt Freude“, „Warten auf den König“, „Wir sind die Ersten!“, „Ein Kind wird geboren“.

Entleihbar unter Sign.: 11 UB 05

Master of the Universe - die Herren der Finanzwelt: Ein Insider berichtet aus dem Herzen des Kapitalismus
Marc Bauder, Arsenal Filmverleih, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (88 Min.) : farb.

Kaum etwas hat größere Auswirkungen auf das Leben von Milliarden Menschen überall auf der Erde als die riskanten Geschäfte der Banker und Börsianer. Sie entscheiden nicht nur über das Schicksal von Unternehmen und Anlegern, sondern über das ganzer Staaten und Gesellschaften. Die Folgen der Finanzkrise von 2007/2008 haben die Wirtschaft weltweit einbrechen lassen, haben Arbeitslosigkeit und Schuldenkatastrophen gebracht. Das Paradoxe jedoch: In kaum einer Branche scheint - trotz dieser gewaltigen Wirkmacht – die Distanz zur Realität, zum Leben der Menschen so groß wie in der Finanzwelt. Für die Händler in New York oder Frankfurt am Main ist das Verschieben von riesigen Werten zur rein abstrakten Operation geworden, ein kapitalistisches Spiel mit Gleichungen und Zahlen, in dem allein der Gewinn zählt. Und die Mitspieler bewegen sich wie in einer Blase, abgeschottet, selbstbezogen und dennoch umweht von Allmachtsfantasien, von dem Gedanken, ein "Master of the Universe" zu sein.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm auf dieser DVD präsentiert etwas Rares: die Schau ins Innere jenes geschlossenen Kosmos. Regisseur Marc Bauder lässt den ehemaligen hochrangigen Investmentbanker Rainer Voss in klaren Worten – den Blick auf eine kalte Frankfurter Skyline gerichtet - ein Abbild seiner eigenen Karriere zeichnen und zugleich ein Porträt der sich entfesselnden Finanzwelt. Ein in seiner Offenheit ebenso erhellender wie beklemmender Bericht aus dem Herzen des modernen Kapitalismus.

Entleihbar unter Sign.: 11 ZL 13

A Long Way Down
Pascal Chaumeil, DCM Film Distribution, Spielfilm, Großbritannien 2014
1 DVD-Video (92 + 65 Min.) : farb.

Martin möchte sich am Silvesterabend umbringen. Zu diesem Zweck begibt er sich auf das Dach eines Hochhauses. Zu seiner Verwunderung trifft er dort jedoch auf J. J., Maureen und Jess, die sich alle ebenfalls töten möchten. Anstatt sich umzubringen, verbringen die Zufallsbekanntschaften die Nacht zusammen und erzählen sich ihre Lebensgeschichten. Als die Sonne aufgeht, schmieden sie den Pakt, sich gemeinsam am Valentinstag umzubringen. Und bis dahin wollen sie aufeinander aufpassen.

Entleihbar unter Sign.: Aa 4255

Peter Zimmerling:
Die Losungen -
eine Erfolgsgeschichte durch die Jahrhunderte 
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 198 Seiten
ISBN 978-3-525-63053-2

Als Zinzendorf am 3. Mai 1728 in der Singstunde der Herrnhuter Gemeine eine Losung für den nächsten Tag mitgab, hat niemand damit gerechnet, dass eine atemberaubende Erfolgsgeschichte begann. Inzwischen sind die Losungen das mit Abstand am weitesten verbreitete Andachtsbuch des Protestantismus. Es wird gegenwärtig allein in Deutschland in einer Auflage von über 800.000 Exemplaren gedruckt und erscheint weltweit in mehr als 50 Sprachen.

Will man dem Geheimnis der Losungen auf die Spur kommen, muss man ihre Wirkungsgeschichte betrachten. Zu allen Zeiten gab es eine Vielzahl von Menschen, die Gott durch die Losungen unmittelbar ansprach. Zu den berühmten regelmäßigen Losungslesern gehörten Otto von Bismarck, Jochen Klepper und Dietrich Bonhoeffer. Heute stammen die Leserinnen und Leser aus allen Gesellschaftsschichten, leben in ganz unterschiedlichen Lebenszusammenhängen und haben die vielfältigsten beruflichen Positionen inne.

Die Losungen sind kein Orakelspruch, wohl aber Ratgeber in Politik, Wirtschaft und Kirche. Das belegen Aussagen von Wolfgang Schäuble, Katrin Göring-Eckardt genauso wie von Wolfgang Huber und Ulrich Parzany. Die Losungen waren als Parole im Kampf gegen die zerstörerischen Mächte dieser Welt gedacht. Als „Bibel light“ hatten sie die Aufgabe, in das Gesamtverständnis der Heiligen Schrift einzuführen. Die Brüdergemeine sollte mit ihrer Hilfe in der Bibel die Stimme Jesu Christi vernehmen lernen. Dabei kannte Zinzendorfs Einfallsreichtum keine Grenzen. Es erschienen spezielle Losungsausgaben für Kinder und Jugendliche in kleinerem Buchformat und für Studierende in den Ursprachen. Peter Zimmerling untersucht Wirkungsgeschichte, Theologie und Praxis der Losungen.

Entleihbar unter Sign.: 62 L 95

Gian Domenico Borasio:
selbst bestimmt sterben -
was es bedeutet, was uns daran hindert, wie wir es erreichen können
München : Beck 2014, 206 Seiten
ISBN 978-3-406-66862-3

"selbst bestimmt sterben" ist ein Buch, das zum Nachdenken über die eigene Einstellung zum Leben und zum Sterben anregt. Es bietet keine Patentrezepte – wohl aber konkrete Hinweise darauf, wie man sich auf die letzte Lebensphase so vorbereiten kann, dass sie den eigenen Wünschen entspricht. Gian Domenico Borasio erläutert in klar verständlicher Sprache, worauf es auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Lebensende wirklich ankommt.

Die öffentliche Debatte über das Lebensende wird auf unverantwortliche Weise auf die Frage nach Euthanasie bzw. Suizidhilfe reduziert. Dabei betreffen diese Möglichkeiten, aus dem Leben zu scheiden, selbst dort wo sie gesetzlich erlaubt werden, nur einen winzigen Teil der Bevölkerung. Was ist aber mit der riesengroßen Mehrheit an Menschen, für die es nicht darum geht, den eigenen Todeszeitpunkt selbst bestimmen zu wollen? Was bedeutet „selbstbestimmtes Sterben“ in der modernen Gesellschaft? Und was hat es mit all diesen verwirrenden Begriffen auf sich, die durcheinandergebracht werden: aktive, passive, indirekte Sterbehilfe, Behandlungsabbruch, Suizidhilfe und so weiter?

Der Autor schöpft aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Betreuen und Begleiten von Schwerstkranken und Sterbenden, um mit vielen weit verbreiteten Missverständnissen aufzuräumen. Ausgehend von den neuesten wissenschaftlichen Studien führt das Buch den Leser Schritt für Schritt dazu, seine ganz eigenen Vorstellungen über das Lebensende zu entwickeln, und beschreibt Mittel und Wege, um diesem Ziel – trotz aller Hindernisse – möglichst nahe zu kommen.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: 85 LF 22

Susanne Bürig-Heinze u.a.:
Anforderungssituationen im kompetenzorientierten Religionsunterricht - 20 Beispiele
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 144 Seiten
ISBN 978-3-525-70211-6

Braucht man das, was da gelernt wird im Religionsunterricht? Und: Wofür braucht man es? Im modernen kompetenzorientierten Religionsunterricht haben Anforderungssituationen einen hohen Stellenwert. Durch sie sollen Schülerinnen und Schüler herausgefordert werden, religiöse Ausdrucksformen wahrzunehmen und zu deuten und auf die eigene Lebensgestaltung zu beziehen. Dieser Anspruch ist hoch und löst bei Lehrerinnen und Lehrern Lust, aber auch Unsicherheit beim Erkennen und Finden von angemessenen Anforderungssituationen aus.

Die Arbeitshilfe bietet eine Fülle von konkreten Praxisbeispielen und Materialangeboten, die sich auf alle schulischen Altersstufen beziehen und klärt folgende Fragen: Was unterscheidet den Einstieg in eine Unterrichtssequenz von einer Anforderungssituation? Müssen Anforderungssituationen immer echte Lebenssituationen sein? Können auch fiktive Situationen zu Anforderungssituationen werden? Was können Anforderungssituationen beim Aufbau von Kompetenzen leisten? Inwiefern können Anforderungssituationen in die bisherige Unterrichtspraxis integriert werden? 20 Beispiele laden ein, an diese anzuknüpfen, Erfahrungen zu sammeln und eigene Wege zu gehen.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


Sterbehilfe-Debatte im Deutschen Bundestag

Geprägt von persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen der Abgeordneten hat der Deutsche Bundestag am Donnerstag, 13. November 2014, über Sterbebegleitung und Sterbehilfe diskutiert. Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert sprach von dem vermutlich anspruchsvollsten Gesetzgebungsprojekt dieser Legislaturperiode und wies darauf hin, dass bis zu einer Entscheidung neben der aktuellen rund vierstündigen Debatte noch zwei weitere große Aussprachen im kommenden Jahr anstünden.

Das vom Fraktionszwang losgelöste Beratungsverfahren in Form von Fünf-Minuten-Beiträgen der Abgeordneten nannte er ungewöhnlich. Im Kern geht es darum, ob und wie der Gesetzgeber die Sterbehilfe künftig regeln sollte. Voraussichtlich im Herbst 2015 wird der Bundestag über die dann vorliegenden Gesetzentwürfe abstimmen. Ein erster Versuch, zu einer umfassenden gesetzlichen Regelung zu kommen, war 2012 gescheitert.

Textarchiv des Deutschen Bundestages zur Debatte  

Entleihbar unter Sign.: Cb 1899:

Michael Frieß (Hg.):  
Wie sterben? Zur Selbstbestimmung am Lebensende - eine Debatte

Gütersloh : Gütersloher Verlagshaus 2012, 144 Seiten
ISBN 978-3-579-06849-7

Würde im Leben – Würde im Sterben: Wie wollen wir sterben? Wann wollen wir sterben? Und dürfen wir solche Fragen überhaupt stellen? Die Menschenrechtskonventionen fordern die Würde im Sterben ebenso wie die Würde im Leben. Und Würde beinhaltet in erster Linie das Recht auf Selbstbestimmung. In unserer heutigen, technisierten westlichen Welt ist der Tod weitgehend verdrängt, die Spitzenmedizin hat geniale Möglichkeiten, unser Leben zu verlängern, und gaukelt uns so beinahe ewiges Leben vor. Damit rauben wir uns die Chance, uns aktiv auf den Abschiedsprozess vorzubereiten. Michael Frieß und Markus Reutlinger beleuchten die Frage nach der Selbstbestimmung des Menschen am Lebensende aus unterschiedlichen Perspektiven und lassen Expertinnen und Experten aller Richtungen zu Wort kommen.

Inhaltsverzeichnis des Buches  

Entleihbar unter Sign.: 11 RQ 03

Notausgang - eine Dokumentation über Sterbehilfe
Andreas von Hören, Medienprojekt Wuppertal, Dokumentarfilm, 2014
2 DVD-Videos (102 + 231 Min.)

»In über 90 Jahren Erdendasein durften wir 59 Jahre gemeinsam durch das Leben gehen. Jetzt haben wir beschlossen, auch den letzten Schritt gemeinsam zu tun. Wir werden am 15.01. in die Schweiz fahren, um dort den Freitod zu finden. Wir danken Euch für die schönen gemeinsamen Stunden und grüßen Euch ein letztes Mal.«

So schrieb das Ehepaar K., das über viele Jahre sich verschlechternde chronische, multimorbide Erkrankungen hatte, aus ihrem katholischen Pflegeheim in einem kleinen Ort im Schwarzwald an ihre Freunde in ihrem Abschiedsbrief. Im Januar 2014 starben sie gemeinsam durch einen ärztlich unterstützten Suizid in der Schweiz. »Unser Leben ist schön gewesen. Keiner von uns soll alleine leben müssen. Wir haben so viele Jahre gehabt, das war auch ein Geschenk. Jetzt wollen wir miteinander sterben.«

Der Film begleitet das Ehepaar in dieser selbstbestimmten Entscheidung bis in den Tod. »Zum Leben gehört der Tod«, sagt die Schweizer Ärztin Dr. Erika Preisig, die Palliativmedizinerin und Sterbehelferin zugleich ist. Neben der Suizidbegleitung des Ehepaars K., zu der auch die helfende Ärztin Dr. Erika Preisig ausführlich befragt wird, lässt der Film auch andere Sterbewillige mit schweren, chronischen lebensverkürzenden Erkrankungen zu Wort kommen. Im Interview beschreibt der Münchener Rechtsanwalt Wolfgang Putz die rechtliche Lage zur Sterbehilfe in Deutschland. Mehrere deutsche Sterbehelfer werden nach ihren Motivationen und Erfahrungen befragt.

So versucht der Film den gesellschaftlichen und politischen Diskurs in Deutschland über Sterbehilfe und insbesondere den ärztlich assistierten Suizid über den Blickwinkel der tatsächlich Betroffenen, d. h. den hilfesuchenden, leidenden Patienten und den Sterbehelfern, zu unterstützen und Aufklärung hierüber zu leisten.


50. Geburtstag von Richard David Precht

Entleihbar unter Sign.: 66 B 04

Richard David Precht (* 8. Dezember 1964 in Solingen) ist ein deutscher Philosoph und Publizist, der vor allem durch populärwissenschaftliche Bücher und Fernsehsendungen zu philosophischen Themen bekannt wurde.

Precht ist ein Verfechter einer Erneuerung der Bürgergesellschaft. Philosophisch steht er dem US-amerikanischen Kommunitarismus nahe, der Idee, die Gesellschaft durch höheren bürgerlichen Gemeinsinn zu demokratisieren. Die Verpflichtung von Wirtschaft und Politik auf stetiges Wirtschaftswachstum sieht er als schädlich an und als bedrohlich für Wohlstand und Wohlbefinden. Fragen nach der Verteilungsgerechtigkeit, der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich und der Etablierung moralferner Milieus in der Oberschicht ebenso wie in der Unterschicht sieht er als grundlegend an. Schuldzuweisungen gegenüber Migranten fasst er als Ablenkungsmanöver auf, das die Beschäftigung mit diesen grundlegenden Fragen verhindern soll.

Hinsichtlich des Bildungssystems vertritt Precht die Ansicht, das traditionelle System aufzulockern, kompetente Personen besser einzubeziehen und auch mittels elektronischer Hilfen besser auf den Wissensstand von Schülern und Studenten einzugehen. 

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Richard David Precht  
Richard David Precht auf "Spiegel Online Kultur"  

Informationen zum oben rechts angezeigten Buch:

Bücher über Philosophie gibt es viele. Aber Richard David Prechts Buch ist anders als alle anderen. Denn es gibt bisher keines, das den Leser so umfassend und kompetent und unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt hätte: Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Was darf die Hirnforschung? Prechts Buch schlägt einen weiten Bogen über die verschiedenen Disziplinen und ist eine beispiellose Orientierungshilfe in der schier unüberschaubaren Fülle unseres Wissens vom Menschen: Eine Einladung, lustvoll und spielerisch nachzudenken über das Abenteuer Leben und seine Möglichkeiten!

Inhaltsverzeichnis des Buches  


60. Jahrestag der ersten Organtransplantation

Entleihbar unter Sign.: 11 QM 04

Ronald Herrick wollte nur eines: das Leben seines Bruders Richard retten. Nicht einen Augenblick habe er zu diesem Schritt gezögert, sagt der heute 73-Jährige. Seiner Entscheidung folgte die weltweit erste erfolgreiche Organtransplantation. Die historische Operation am 23. Dezember 1954 im damaligen Peter Bent Brigham Hospital in Boston im US-Staat Massachusetts dauerte fünfeinhalb Stunden. Sie sicherte nicht nur das Leben von Herricks Bruder für weitere acht Jahre, sondern führte zu zigtausenden Nierentransplantationen in aller Welt und schließlich auch zur Verpflanzung weiterer Organe vom Herzen bis zur Leber. Herricks Arzt Joseph Murray brachte der Eingriff 1990 den Nobelpreis für Medizin ein.

Informationen zur DVD links oben:

Organspende
Franziska Angerer, FWU, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (23 Min.) : farb.

Für die einen ist es der Gipfel der Nächstenliebe, für die anderen ein Eingriff in die Würde des Sterbenden. Auf Grund der Skandale um die Manipulation bei der Organvergabe ist die Bereitschaft zur Organspende zurückgegangen und die Bedenken diesbezüglich gestiegen. Dabei wird häufig übersehen, dass Organspende auch Leben rettet. Diese Produktion möchte ehrlich und offen Aufklärung bieten und Hilfe bei der ganz persönlichen Entscheidung leisten.


Hundert Jahre Erster Weltkrieg

Im Gedenken an "Hundert Jahre Erster Weltkrieg", der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", hat die BMZ erstmals die drei pfälzisch-evangelischen Kirchenzeitungen (Kirchenbote, Pfarrerblatt, Union) inhaltlich erschlossen. In den drei Themenheften finden Sie sämtliche 2723 Artikel der Jahre 1914 bis 1918 aufgelistet. 

Startet einen DownloadDer Evangelische Kirchenbote im Ersten Weltkrieg     
Startet einen DownloadPfälzisches Pfarrerblatt im Ersten Weltkrieg     
Startet einen DownloadDie "Union" im Ersten Weltkrieg    

Bitte beachten Sie auch:  

Startet einen DownloadThemenheft "Kriegspredigten im Ersten Weltkrieg"  
Startet einen DownloadThemenheft "Kirche und Erster Weltkrieg"  
Die Union [Jahrgänge 1901-1941] im digitalisierten Volltext lesen!  

Ausgewählte Neuerwerbungen zum Ersten Weltkrieg  
Unterrichtsmaterialien zum Ersten Weltkrieg  
Neuerwerbungen zum Thema "Kirchen und Erster Weltkrieg"  
Internet-Links zum Ersten Weltkrieg  


EKD-Themenjahr 2014 "Reformation und Politik"

Mit dem Themenjahr "Reformation und Politik" beginnt die zweite Halbzeit der Lutherdekade. Die Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum 2017 nehmen Gestalt an. Von Anfang an hat die Reformation auch politisch gewirkt. Martin Luther und die anderen Reformatoren bestimmten den Charakter und die Aufgaben von politischer Gewalt und Kirche neu und konnten auf diesem Weg ihr Verhältnis grundstürzend erneuern. Ihre Einsichten haben kulturelle Spuren hinterlassen, die bis heute gesellschaftliche Relevanz entfalten: ein Verständnis von Bildung als staatlicher Aufgabe, eine Neubewertung der Rechtsstellung der Frau und vieles mehr.

Das Themenjahr "Reformation und Politik" bietet auch im Hinblick auf den Beginn der neuen Legislaturperiode des deutschen Bundestags die Chance, sich vertiefend mit Themen wie der Unterscheidung und Zuordnung von Staat und Kirche, Gesellschaft und Religionen, mit Subsidiarität und Religionspolitik zu befassen. Und es bietet die Chance zum intensivierten Gespräch über den Beitrag, den die Kirchen für das Zusammenleben in Staat und Zivilgesellschaft leisten.

EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download   
Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation und Politik"    
Offizielle Seite von Luther 2017 zum Themenjahr "Reformation und Politik"    
Veranstaltungen zum Themenjahr  

Bitte beachten Sie auch:

Neuerwerbungen der BMZ zu "Religion und Politik"  
Startet einen DownloadThemenheft "Kirche und Staat" der BMZ Speyer  
Internet-Links zu Religion und Politik  


EKD-Themenjahr 2015 "Reformation - Bild und Bibel"

Bild und Bibel, den beiden zentralen Kommunikationsmedien der Reformation, gilt die Aufmerksamkeit des neuen Themen-Magazins der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Magazine sind ein Beitrag zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017. Im Jahr 2015 kommt die Reformation als Medienereignis in den Blick.

In mehr als 50 Beiträgen beleuchtet das Magazin grundsätzliche Aspekte und praktische Fragen: das Bilderverbot aus dem 2. Buch Mose; die Bildsprache der Reformation; die Frage, wie die Bibel zu verstehen ist; den Umstand, dass Bilder politisch missbraucht werden; die Frage, wie man Bilder lesen lernen kann; die Bedeutung der digitalen Revolution für unser Leben; die (Wunsch-)Bilder von Kirche und vieles andere mehr.

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Offizielle Seite von Luther 2017 zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Veranstaltungen zum Themenjahr  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.