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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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März 2015


Predella des Reformationsaltars von Lukas Cranach d.Ä. in der Wittenberger Stadtkirche St. Marien (1547)

Lesung am 12. März 2015 - Abend zum EKD-Themenjahr

Prof. Dr. Irene Dingel

Frau Prof. Dr. Irene Dingel, Kirchenhistorikerin und Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz, sprach am

Donnerstag, 12. März 2015, 19 Uhr, Roßmarktstr. 4, Speyer,

über das Thema "Die Reformation im Bild. Propaganda - Frömmigkeit - Repräsentation" (mit einer Power-Point-Präsentation).

Die Reformation entwickelte ein neues, kritisches Verhältnis zum Bild. Heiligen- und Bilderverehrung lehnte man dezidiert ab. Zugleich aber nutzte man das Bild als effektives Kommunikationsmedium zur Verbreitung und Darstellung der reformatorischen Lehre. So gab es in der Frühzeit der Reformation zahlreiche Flugschriften mit Darstellungen propagandistischen Inhalts. Maler wie Lucas Cranach stellten in ihren Bildern die reformatorische Lehre meisterhaft dar und förderten damit eine neue, evangelische Frömmigkeit. Fürsten ließen sich auf Gemälden als einflussreiche Förderer der Reformation verewigen. Der Vortrag zeigte, auf welche Weise Bilder reformatorische Inhalte vermittelten, Frömmigkeit beförderten und zur eigenen Standortbestimmung beitrugen.


Neuerwerbungslisten der BMZ im 2. Halbjahr 2014

Bitte klicken Sie zum Download der Hefte auf die beiden Bilder unten.


Ausgewählte Neuerwerbungen im März 2015

Entleihbar unter Sign.: 11 SF 09

Ehrensache
Jürgen Bretzinger, Katholisches Filmwerk, Kurzspielfilm, Deutschland 2012
1 DVD-Video (44 Min.) : farb.

Alex hat ein Auge auf Melek geworfen. Und auch das türkische Mädchen scheint sich für ihn zu interessieren. Als die beiden beim Grillfest miteinander tanzen wollen, taucht Meleks Bruder Cem auf und zieht sie von der Tanzfläche. Melek ist sich keiner Schuld bewusst - zumal sie die Erlaubnis ihrer Mutter hatte - und trifft sich erneut mit Alex. Als Cem davon erfährt, sperrt er seine Schwester kurzerhand ein. Nachdem Melek tagelang unentschuldigt in der Schule fehlt, machen sich Alex und seine Freunde Sorgen und gehen auf die Suche. Dabei geraten sie in Lebensgefahr. Ein spannender Kurzspielfilm, der einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Dialog leisten kann. Aus der Reihe Krimi.de

Download der Arbeitshilfe zum Film  


Entleihbar unter Sign.: 11 RQ 04

Schaltet mich ab! - Patientenverfügung im Ärztealltag
Renate Werner, Katholisches Filmwerk, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (29 Min.) : farb.

Seit 2009 ist der niedergeschriebene letzte Wille in der Patientenverfügung rechtsgültig. Auch wenn Ärzte anders entscheiden wollten, sie müssen dem Patientenwillen folgen, sonst machen sie sich der Körperverletzung strafbar. Renate Werner begleitet die Ärzte im St. Marienhospital in Köln: Was im neuen Gesetzestext einfach klingt, wird im Krankenhausalltag zum Dilemma. „Dazu kommt, dass etwa die Hälfte der Patientenverfügungen ungültig sind“, erzählt Geriatriearzt Johannes-Josef Raczinski. „Dann liegt es allein an uns Ärzten zu entscheiden, ob ein Leben verlängert wird oder nicht.“ Garantiert das neue Gesetz nun den Patientenwillen? Oder bringt es neue Konflikte in die Krankenzimmer?

Download der Arbeitshilfe zum Film  


Entleihbar unter Sign.: 11 ZG 17

Gnade
Matthias Glasner, Alamode Filmdistribution, Spielfilm, Deutschland 2012
1 DVD-Video (126 Min.) : farb.

Niels (Jürgen Vogel) und Maria (Birgit Minichmayr) wandern mit ihrem Sohn Markus nach Nordnorwegen aus. Die Ehe des Paares kriselt und sie wollen in Hammerfest einen Neuanfang starten. Doch alle drei haben Schwierigkeiten, sich mit der fremden Umgebung zu arrangieren. In der Beziehung von Niels und Maria, wird es noch spannungsgeladener. Während sie sich in die Arbeit stürzt, beginnt er eine Affäre. Doch eines Nachts ändert ein schlimmer Unfall alles. Auf eigenartige Weise scheint sich alles für die kleine Familie zum Besseren zu wandeln. Das Geheimnis, das das Ehepaar nun teilen muss, schweißt es zusammen und zwingt es dazu, sich seinen Problemen zu stellen, um endlich eine Lösung und Vergebung zu finden.

Das Schuld und Sühne-Drama, vor traumhaft schöner Eiskulisse, lässt die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen richtig und falsch immer weiter verschwimmen.


Entleihbar unter Sign.: NBc 37

Susanne Schleußer (Red.):
Die Menschen der Bibel -
ein illustriertes Lexikon der Heiligen Schrift 
Stuttgart : Deutsche Bibelgesellschaft 2014, 432 Seiten
ISBN 978-3-438-06260-4

Dieser prächtig ausgestattete Bildband mit über 200 farbigen Abbildungen beinhaltet Porträts und Hintergrundinformationen zu etwa 500 biblischen Personen in alphabetischer Reihenfolge. Gemälde bedeutender Künstler wie Rembrandt, Fra Angelico, Botticelli sowie zahlreiche Buch- und Ikonenmalereien verbinden in diesem Lexikon Kunstgenuss und Information.


Entleihbar mit Sign.: Cb 220/66

Evangelische Kirche in Deutschland:
Es ist normal verschieden zu sein -
Inklusion leben in Kirche und Gesellschaft ; eine Orientierungshilfe
Gütersloh : Gütersloher Verlagshaus 2014, 192 Seiten
ISBN 978-3-579-05975-4

Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft: Mit dieser Schrift möchte die evangelische Kirche im Blick auf den grundlegenden Wandel im gesellschaftlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen Orientierung geben: Die Herausforderungen für kirchliches und gesellschaftliches Handeln auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft sind groß. Die evangelische Kirche leistet damit auch einen Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Diese Orientierungshilfe wendet sich an alle, die in Kirche und Diakonie tätig sind und für kirchliches Handeln Verantwortung tragen. Inklusion ist eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe und betrifft daher die ganze Gesellschaft und nicht nur Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen. Bedeutung hat das Thema insbesondere für Bildung, Ausbildung und alle, die als Arbeitgeber in Verantwortung stehen, aber auch für Wohnquartiere und Freizeiteinrichtungen. Ebenso stellt es für Kirchengemeinden eine chancenreiche Herausforderung dar. Über die kirchlichen Strukturen hinaus will die Orientierungshilfe Menschen, die in Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen, bei ihrem Einsatz für die Verwirklichung von Inklusion unterstützen.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Eb 7476

Melanie Wolfers:
Die Kraft des Vergebens - wie wir Kränkungen überwinden und neu lebendig werden
Freiburg : Herder 2013, 207 Seiten
ISBN 978-3-451-32631-8

Zentrales Element unseres Lebens sind Beziehungen. Es lässt sich nicht vermeiden, dass wir andere kränken und von anderen gekränkt werden. Wie ist damit umzugehen? Sich mit erlittenen Kränkungen auszusöhnen ist ein Weg in die Freiheit. Vergeben heißt, nicht länger auf eine bessere Vergangenheit zu hoffen, sondern in der Gegenwart zu leben. Vergebung ist der Ausstieg aus der Opferrolle.

Die Autorin, erfahrene Leiterin eines spirituellen Übungswegs zur inneren Versöhnung, zeigt Wege auf, mit den eigenen Kränkungsgefühlen wie Wut, Scham und Angst umzugehen und den Blick nach vorn zu richten. Ein psychologisch und spirituell fundiertes Buch zu einem zentralen Lebensthema.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


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Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


85. Geburtstag von Heiner Geißler

Entleihbar unter Sign.: Cb 1476

Heinrichjosef Georg "Heiner" Geißler (* 3. März 1930 in Oberndorf am Neckar) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Er war von 1982 bis 1985 Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1977 bis 1989 Generalsekretär der CDU. Besonders während der Zeit als Generalsekretär fiel Geißler öfters durch polarisierende, teilweise stark abwertende Äußerungen über die politische Linke auf. In den letzten Jahren sorgte seine Wendung zu tendenziell linken Positionen, vor allem in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, für beträchtliches Aufsehen, insbesondere als er im Jahr 2007 der globalisierungskritischen Organisation attac beitrat.

Heiner Geißler wurde noch in der Endphase des Zweiten Weltkrieges zum Schanzdienst eingezogen, ihm gelang jedoch mit einem Schulkameraden die Flucht nach Hause. Da es in seinem Wohnort Spaichingen damals keine Schule gab, auf der er das Abitur hätte machen können, kam er mit 16 Jahren auf das von Jesuiten geleitete Kolleg St. Blasien im Schwarzwald. Es galt als Eliteschule, stand aber mit Hilfe des Landes Baden auch Kindern aus sozial schwächeren Familien offen. Nach dem Abitur 1949 trat er mit 19 Jahren als Novize dem Jesuitenorden bei, verließ ihn jedoch nach vier Jahren wieder, bevor er dauerhaft die Ordensgelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam hätte ablegen sollen: "Mit 23 Jahren habe ich gemerkt, ich kann zwei - also mindestens eins - dieser Gelübde nicht halten. Die Armut war es nicht." Geißler studierte Philosophie an der von Jesuiten betriebenen Hochschule für Philosophie München und anschließend Rechtswissenschaften in München und Tübingen. In Tübingen wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung Alamannia im KV. Sein juristisches Studium schloss er 1957 mit dem ersten Staatsexamen ab. 1962 folgte das zweite Staatsexamen. 1960 wurde er nach Vorlage der Arbeit "Das Recht der Kriegsdienstverweigerung nach Art. 4 Abs. 3 des Grundgesetzes" zum Dr. jur. promoviert.

Später vertrat Geißler besonders in wirtschaftspolitischen Fragen zunehmend linke Positionen. Von ihm kritisierte Positionen bezeichnete er teilweise als "ultrakonservativ", "turbokapitalistisch", "neoliberal", "rückwärtsgewandt" oder "von gestern". Basierend auf seiner Kritik erklärte er in einem Interview mit Spiegel Online im Mai 2007 seinen Beitritt zur globalisierungskritischen Organisation Attac. Er erklärte dies mit der von Attac angestrebten Humanisierung des Globalisierungsprozesses, die er ideell unterstützen wolle. "Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist nicht konsensfähig und zutiefst undemokratisch, es muss ersetzt werden durch eine neue Wirtschaftsordnung." In einem Interview mit dem Zuender in Kalenderwoche 21, 2007 bezeichnete Geißler ein Wirtschaftssystem, "in dem Hedgefonds unkontrolliert arbeiten können, sogenannte Geierfonds riesige Gewinne auf Kosten hochverschuldeter afrikanischer Länder machen und in dem der Börsenwert eines Unternehmens umso höher steigt, je mehr Arbeitnehmer wegrationalisiert werden", zudem als "krank, unsittlich und ökonomisch falsch". Der Kapitalismus sei, da er "keine Werte jenseits von Angebot und Nachfrage" kenne, genauso falsch wie der Kommunismus. Ein Vorbild für einen zu findenden neuen Mittelweg könne zwar "die alte deutsche soziale Marktwirtschaft" sein. Da die Märkte jedoch bereits globalisiert seien, könne der Nationalstaat als solcher hierfür keine Lösungen mehr bieten, vielmehr müsse sich im Gegenzug auch die Politik internationalisieren. Impulse dafür müssten allerdings - anstelle eines nationalstaatlichen Zentralismus - von regionalen, unterstaatlichen Ebenen ausgehen; denn: "Nur sie können Heimat vermitteln, nur dort können sich Menschen wiederfinden." Doch habe die EU als überstaatliche Organisation aufgrund ihrer übermäßigen Wirtschaftsorientierung bei der Bevölkerung an Vertrauen verloren.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Heiner Geißler  
Heiner Geißlers Website  
Dossier bei Spiegel Online  


65. Geburtstag von Kirsten Boie

Entleihbar unter Sign.: 11 YB 27

Kirsten Boie (* 19. März 1950 in Hamburg) ist eine deutsche Schriftstellerin aus Hamburg. Ihr erstes Kinderbuch "Paule ist ein Glücksgriff" veröffentlichte die Autorin 1985. Seitdem sind etwa 60 Kinder- und Jugendbücher, zahlreiche Beiträge in Anthologien und Drehbücher für das Kinderfernsehen von Kirsten Boie erschienen.

Sie gehört zu den herausragenden deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautoren der letzten Jahre und hat, so die Literaturwissenschaftlerin Hannelore Daubert, "einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Themen-, Formen- und Funktionsvielfalt der modernen deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur geleistet".

Ihr literarisches Schaffen zeigt eine beeindruckende Bandbreite: Sie schreibt für unterschiedliche Altersstufen und gestaltet in ihren Texten eine Fülle von Themen. Kirsten Boie nimmt nicht bestimmte Trends auf, um sie in ihren Kinder- und Jugendbüchern aufzugreifen, sie beugt sich auch nicht Moden. Vielmehr sind ihre Bücher von einer literarischen Qualität, die auch Erwachsene in ihren Bann zieht. In ihren Erstlesebüchern um das Mädchen Linnea oder in den King-Kong-Geschichten zeigt Kirsten Boie besonders ihr Können als Kinderbuchautorin. In theoretischen Beiträgen setzt sie sich mit der Frage auseinander, wie Erstlesebücher Kinder ansprechen. Sie nimmt Kinder als Leser ernst, möchte auch diejenigen aus lesefernen Familien erreichen und will mit ihren Büchern eine Lesemotivation wecken. Ihre Kinder- und Jugendliteratur zeichnet sich durch eine literarische Sprache aus, ohne dass sie die Adressaten über- bzw. unterfordert.

Zu Beginn ihres Schaffens dominierte der realistische Kinder- und Jugendroman. Sie tritt als scharfe Beobachterin der Alltagswelt der Kinder und Jugendlichen auf und versteht sich auch als eine Fürsprecherin der Kinder und Jugendlichen. Sie gilt mit Werken wie "Mit Kindern redet ja keiner" als die bekannteste Vertreterin des psychologischen Kinderromans in Deutschland, mit "Nella-Propella" beispielsweise zeigt sie, dass sie das Schreiben eines komischen (Familien-)Kinderromans beherrscht. Ihre Romane weisen moderne Formen des Erzählens auf, die nach und nach ihren Eingang in die Kinder- und Jugendliteratur gefunden haben. Ein Blick auf ihre Protagonisten zeigt, dass sie selbstbewusste, aktive, lebenskluge Kinder entwirft. Sie denken selbstständig und kritisieren mitunter das Verhalten der Erwachsenen offen.

Seit der Jahrtausendwende legte sie ihrem Publikum auch fantastische Kinder- und Jugendromane vor. Mittlerweile tritt Kirsten Boie, die in Literaturwissenschaften promoviert hat, als Literaturwissenschaftlerin auf. Sie nimmt Literatur für Kinder als Literatur wahr, reflektiert die aktuelle Kinder- und Jugendliteratur ebenso wie ihre eigene und ihre Schreibprozesse, und daher zeichnen sich ihre Romane durch eine literar-ästhetische Qualität aus. Zugleich verliert sie nie die kindlichen bzw. jugendlichen Rezipienten.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Kirsten Boie  
Kirsten Boies Website  
Werke Kirsten Boies auf "Perlentaucher"  

Informationen zur DVD links oben:

Eine Bildergeschichte aus der ZDF-Fernsehreihe "Siebenstein" nach einem Kinderbuch von Kirsten Boie. Juli will nicht aufs Klo gehen, weil ein Monster darin hockt. So passiert das Allerschrecklichste, was passieren kann, wenn man kein Baby mehr ist: Juli macht in die Hose, mitten im Kindergarten. Alle lachen Juli aus, bis auf Kathrin. Bei ihr zu Hause war nämlich auch ein Monster im Klo, und sie weiß, wie man es besiegt.


500. Geburtstag von Teresa von Ávila

Entleihbar unter Sign.: 11 FA 01

Teresa von Ávila, geboren als Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada (* 28. März 1515 in Ávila, Kastilien, Spanien; † 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes, bei Salamanca), war Karmelitin sowie Mystikerin. In der katholischen Kirche wird sie als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt. Daneben wird auch in der anglikanischen und evangelischen Kirche mit Gedenktagen an sie erinnert.

Mit 14 Jahren verliert das schöne, vielseitig begabte und sportlich-gesellige Mädchen seine Mutter, der sie mit ihrem gesunden Menschenverstand, ihrer Empfindsamkeit, Sinnlichkeit und Klugheit wohl sehr ähnlich war und mit der sie eine Vorliebe für modische Ritterromane teilte.

Eine schwere Krankheit beendet eine kurze Internatszeit bei den Augustinerinnen. Stark fühlt die junge Frau den Zwiespalt zwischen ihrer Freude am weltlichen Leben und ihrer Angst vor Hölle und Ewigkeit, die sie, gegen den Willen des Vaters, 1535 als Novizin zu den Karmeliterinnen treibt. Nach tiefen religiösen Erfahrungen erkrankt sie auch hier. Sie spürt, wie sie die Kraft des inneren Gebetes wieder verliert und sucht Ablenkung von der geahnten Berufung im gesellschaftlichen Leben des Klosters, das eher ein feudales Damenstift ist (ohne Klausur, mit Dienerschaft und vielen Besuchen). 15 Jahre lang führt sie ein innerlich "höchst qualvolles Leben ... auf der einen Seite rief mich Gott, auf der anderen folgte ich der Welt". Sie wisse nicht, wie sie diesen Zustand überhaupt ausgehalten habe, schreibt die 45jährige später in ihrer Selbstbiographie.

Mit 40 Jahren erlebt sie ihre innere Umkehr und fasst 1558 den Entschluss, nach dem Vorbild der Clarissinnen, für die bald "die Unbeschuhten" genannten Ordensschwestern wieder die strenge Regel der Loslösung von der Welt, des Bußgebets und der Armut einzuführen. Sie, die selbst eigentlich nur in der Stille ihres Klosters leben wollte, gründet oder erneuert nun ab 1562 gegen massive Widerstände, auch aus den eigenen Reihen, doch letztlich mit Unterstützung des Papstes und Philipps II. sowie unter Mitarbeit von Johannes vom Kreuz auf vielen Reisen in alle Teile des Landes und trotz ihrer zarten Gesundheit 17 Frauen- und Männerklöster, die in ihrem Reformgeist geführt werden.

Reich und vielfältig sind die hinterlassenen Schriften der Therese von Avila, darunter 31 ihrer Gedichte und 458 Briefe. Alle zeigen eine von freudiger und keineswegs weltverleugnender Frömmigkeit getragene Fähigkeit, ihren Mitmenschen ihre sehr persönlichen, geistig-mystischen Erfahrungen in unmittelbar ansprechenden Bildern nahezubringen, die sie oft ihrem Alltag und eigenen, humorvoll und lebendig geschilderten Erlebnissen entnahm.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Teresa von Ávila  

Informationen zur DVD rechts oben:

Auf den ersten Blick erscheint Caterina von Siena als sanftmütige Frau: Klein, schmächtig, unscheinbar. Dass sich dieses zarte Persönchen mit den Mächtigen der Welt angelegt hat, scheint unvorstellbar. Und doch hat sie den Mut, als visionäre Mahnerin für den christlichen Glauben ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Gemeinsam mit Birgitta von Schweden wurde sie als "Patronin Europas" ausgewählt und gilt wie Theresa von Avila als Vorbild an Charisma und Mut. Doch was sie im tiefsten Inneren verbindet, ist ihre Sehnsucht nach einem erfüllten Leben in der Gegenwart Gottes. Der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher Rainer Wälde nimmt sie mit auf eine faszinierende Reise quer durch Europa. Gemeinsam mit seiner Frau Ilona bereist er die Lebensstationen dieser drei Persönlichkeiten und spricht mit namhaften Experten in Schweden, Deutschland, Italien und Spanien. Höhepunkt ihrer Spurensuche ist die heilige Stadt Jerusalem. Gemeinsam wollen sie herausfinden, warum diese drei Frauen bis heute als „Europas Leuchtfeuer“ die Menschen faszinieren.


Tagung in Landau zum Phänomen des "Djihadismus"

Entleihbar unter Sign.: Ab 1294

"Djihadismus und seine Anziehungskraft auf Jugendliche"

Veranstaltungsort: Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen-Haus, Landau
Datum: 17. bis 19. März 2015
Ansprechpartner: Dr. Georg Wenz

Militante salafistische und transnationale djihadistische Organisationen und Netzwerke sind zu einem bedeutenden Faktor der globalen Politik und globaler Krisen geworden. Das Phänomen des Djihadismus erfährt gegenwärtig einen Globalisierungs- und Professionalisierungsschritt, indem u.a. die sozialen Medien strategisch eingesetzt werden, um weltweit Menschen für den propagandistischen und bewaffneten Kampf ("Netwar") anzuwerben.

Die Fortbildung vermittelt wissenschaftliche Kenntnisse über die historische Entwicklung, die Strategien und die Ideologie des radikalen Neo-Salafismus bzw. Djihadismus, um die aktuellen Entwicklungen sachkundig und differenziert einordnen zu können. Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Rolle des Internets für die Propaganda und Rekrutierungsmaßnahmen djihadistischer Organisationen. Schließlich werden die Faktoren und der Verlauf der Radikalisierung von Jugendlichen im Kontext neo-salafistischer Mobilisierung analysiert und Präventionsmaßnahmen für den schulischen Kontext diskutiert.

In Zusammenarbeit mit dem Erziehungswissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsinstitut der Evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz (EFWI) und dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz.


50 Jahre Medienzentrale Speyer 1965 - 2015

Unsere Medienzentrale als eines von acht Arbeitsfeldern der Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer feiert im Jahr 2015 ihr 50jähriges Jubiläum. Die Zentralbibliothek der Landeskirche kann bereits auf eine knapp 200jährige Historie zurückblicken und wurde ca. 1820 gegründet.

Mit fortschreitender Technisierung wird 1965 die damals so genannte „Film-, Bild- und Tonstelle“ ins Leben gerufen. Man startet mit gerade mal 162 Medien. Ein Vierteljahrhundert später hat sich die Zahl bereits verzehnfacht. In den 1980er Jahren werden alle Schallplatten, Tonbänder und Super-8-Filme ausgesondert und stattdessen Videokassetten zum Verleih angeboten. Mit der zunehmenden Vielfalt der AV-Medien wächst nicht nur der Bestand, sondern auch die Zahl der Entleihungen. Die „Film-, Bild- und Tonstelle“ wird in „Medienzentrale“ umbenannt und 1998 der Bibliothek eingegliedert. Die Erwerbung muss mit dem technischen Wandel der Datenträger schritthalten. Das Angebot wird um CDs, CDROMs und DVDs erweitert. 2011 werden die 16 mm-Filme aus dem Verleih genommen. 2013 schließt sich unsere Medienzentrale dem Medienportal der Landeskirchen und Bistümer an. Hier können nach Registrierung kostenfrei Online-Videos auf den Rechner des Kunden heruntergeladen werden. Aktuell sind etwa 13.000 im Online-Katalog verzeichnete, audiovisuelle Medien entleihbar bzw. per Download anzusteuern.


EKD-Themenjahr 2015 "Reformation - Bild und Bibel"

Bild und Bibel, den beiden zentralen Kommunikationsmedien der Reformation, gilt die Aufmerksamkeit des neuen Themen-Magazins der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Magazine sind ein Beitrag zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017. Im Jahr 2015 kommt die Reformation als Medienereignis in den Blick.

In mehr als 50 Beiträgen beleuchtet das Magazin grundsätzliche Aspekte und praktische Fragen: das Bilderverbot aus dem 2. Buch Mose; die Bildsprache der Reformation; die Frage, wie die Bibel zu verstehen ist; den Umstand, dass Bilder politisch missbraucht werden; die Frage, wie man Bilder lesen lernen kann; die Bedeutung der digitalen Revolution für unser Leben; die (Wunsch-)Bilder von Kirche und vieles andere mehr.

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Offizielle Seite von Luther 2017 zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Veranstaltungen zum Themenjahr  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.