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Evangelische Kirche der Pfalz 
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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Mai 2015


Innenansicht der Dreifaltigkeitskirche Speyer (Quelle: Bauverein Dreifaltigkeitskirche)

Ökumenischer Kirchentag in Speyer

Das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz laden gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Region Südwest (ACK) zu einem ökumenischen Kirchentag an Pfingsten 2015 nach Speyer ein. Bei einem Pressegespräch am 4.6.2014 stellten sie die Planung für das zweitägige Christentreffen in Speyer vor, zu dem rund 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden. Rund 100 kirchliche Organisationen, Verbände und Gruppen wirken an dem Programm mit. Es beginnt am Samstag (23. Mai 2015) um 12 Uhr und endet am Pfingstsonntag um 16 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Domgarten. Die Pfarreien und Kirchengemeinden in der Pfalz und im Saarpfalzkreis sind eingeladen, den ökumenischen Kirchentag am Pfingstmontag (25. Mai 2015) mit Aktionen vor Ort fortzusetzen.

Die Bibliothek und Medienzentrale (BMZ) der Evangelischen Kirche der Pfalz und die Diözesanbibliothek des Bistums Speyer präsentieren ihre Arbeit an einem gemeinsamen Stand in der Maximilianstraße in Speyer.


Ausgewählte Neuerwerbungen im Mai 2015

Entleihbar unter Sign.: 11 RB 14

9einhalbs Abschied
Kurzspielfilm ; zum Thema: Kinder und Tod
Guido Schmelich, Katholisches Filmwerk, Kurzspielfilm, Deutschland 2010
1 DVD-Video (14 Min.) : farb.

Warum kann man den toten Hamster Neuneinhalb nicht wieder anknipsen wie einen Lichtschalter? Und wie kommt er wohl in den Himmel, wo er weiterleben kann? Eine kleine Geschichte über zwei Brüder und die wichtigen Fragen des Lebens, die sich auch so mancher Erwachsener nicht immer beantworten kann.

FBW-Prädikat: Besonders wertvoll / Auszeichnungen: Sonderpreis der Jury des 13. Deutschen Hörfilmpreises 2013 / Friedrich-Wilhelm- Murnau- Kurzfilmpreis 2011, Wiesbaden / Bester Kinderkurzfilm, Filmfestival Bayreuth „kontraste 2011“ / Bester Kurzfilm beim 15. Int. SCHLINGEL Filmfestival in Chemnitz u.v.a.

Download der Arbeitshilfe zum Film  


Entleihbar unter Sign.: 11 SE 20

Antiziganismus
eine Filmreihe über Sinti und Roma und Antiziganismus
Yvonne Warsitz, Medienprojekt Wuppertal, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
2 DVD-Videos (235 Min.) : farb.

In dieser Dokumentarfilmreihe zum Thema »Antiziganismus« kommen Sinti und Roma selber zu Wort. Anstelle weiterer Fremdbeschreibungen und Reden über stehen im Zentrum der Filme Selbstbeschreibungen von Sinti und Roma verschiedener Generationen sowie die Darstellung der Vorurteile ihnen gegenüber, die zu Diskriminierungen führen.

Inhaltlich geht es in den Filmen um die folgenden Aspekte: Unterschiedliche individuelle Lebensläufe und Lebenswirklichkeiten - Wie sieht das tatsächliche Leben von Sinti und Roma aus, wie ist ihr Selbstbild? Darstellung der eigenen Kultur; Unterschiede zwischen Sinti und Roma / Geschichte und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma, der Völkermord in der Nazidiktatur und seine Auswirkungen; Umgang mit den hier entstandenen individuellen und kollektiven Traumata / Tradition des »Zigeuner«-Begriffes und Umgang mit Fremd- und Selbstzuschreibungen; Darstellung der Stereotypen und Vorurteile in der Mitte der Bevölkerung (Antiziganismus); Darstellung von Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen von Sinti und Roma heute, daraus folgende Ängste und Scham / Thema Migration und Abschiebung: Wie ist der Umgang mit Flüchtlingen, von denen ein Teil Roma sind? Welche Folgen hat der unsichere aufenthaltsrechtliche Status für das Leben? / Thema Armut und deren Instrumentalisierung: »Problem-Orte« wie Duisburg oder Dortmund aus dem Blickwinkel der verschiedenen Betroffenen / Medienanalyse zu romafeindlicher Berichterstattung mit Vorurteilen und rassistischen Stereotypen.

Die Filmreihe thematisiert Überlegungen zur Verbesserung der Situation des Zusammenlebens: Wahrnehmung und Reflexion von Stereotypen und Vorurteilen sind die Voraussetzungen für Veränderungen. Ziel der Filmreihe ist die Akzeptanz von Diversität, eine Sensibilisierung und der Abbau von Vorurteilen.


Entleihbar unter Sign.: 11 GP 12

Frauen in der Kirche
Gleichberechtigung? ; Mit interaktiven Arbeitsblättern und Mastertool-Folien! ; Mit Unterrichtsmaterial!
Medien LB, Deutschland 2014
1 DVD-Video (26 Min.) : farb.

Der Wunsch ist die Gleichberechtigung, die Wirklichkeit ist davon weit entfernt. Der Unterrichtsfilm stellt die Frage: „Welche Bedeutung sollen Frauen in den Kirchen haben?“ Es ist der Regelfall, dass Frauen es heute gesellschaftlich gesehen leichter haben, aber kirchlich gesehen hat sich noch nicht sehr viel verändert. Prof. Dr. Bertram Stubenrauch, LMU München: „In der katholischen Kirche sind es oft die Frauen, die das kirchliche Leben tragen. Das muss man einfach zur Kenntnis nehmen. Wenn die Frauen wegblieben, würde das Kirchliche in sich zusammenstürzen …. Aber wenn es darum geht, dies auch zu zeigen oder wenn es um Mitsprache geht, dann stehen die Frauen nach wie vor im Hintergrund … und das wird wohl nicht so bleiben können.“ Auch die Stellung der Frau in unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen wird dargestellt.

Gemeinsam mit dem umfangreichen Unterrichtsmaterial (klassische und interaktive Arbeitsblätter, Testaufgaben, Lehrtexte etc.) ist der Film sehr gut für den Einsatz im Unterricht geeignet. Im ausführlichen Datenteil der DVD 125 Seiten Unterrichts- und Begleitmaterial, davon: 18 Seiten Arbeitsblätter mit Lösungen / 20 Testaufgaben / 14 Seiten ergänzendes Unterrichtsmaterial mit Lösungen / 5 Arbeitsblätter für interaktive Whiteboards / 5 MasterTool-Folien


Entleihbar unter Sign.: 85 NB 92

Patrick Grasser:
Inklusion im Religionsunterricht - Vielfalt leben

Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 96 Seiten
ISBN 978-3-525-70207-9

Inklusion im Religionsunterricht muss fachdidaktisch bedacht werden. Durch konkrete Impulse zur Reflexion und fundierte Anregungen zur inneren Differenzierung wird das Buch zu einem Begleiter und Impulsgeber für einen gelingenden Religionsunterricht in heterogenen Gruppen. Dabei geht es nicht "nur" um Schülerinnen und Schüler mit einem körperlichen oder geistigen Handicap. Inklusiv unterrichten bedeutet auch die fruchtbare Berücksichtigung von unterschiedlichsten Migrantenperspektiven, von besonderen Bedürfnissen Hochbegabter, von differenzierten Erfahrungen mit der Bibel in anderen Teilen dieser Erde.

Patrick Grasser zeigt, wie das gemeinsame Lernen in heterogenen und inklusiven Klassen gelingen kann. Er diskutiert, welchen Rahmen die Schülerinnen und Schüler dafür brauchen und ob es Grenzen für inklusives Lernen gibt.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 84 H 14

Maike Lauther-Pohl:
Mit den Kleinsten Gott entdecken -
Religionspädagogik mit Kindern von 0 bis 3 Jahren ; Grundlagen und Praxismodelle
Gütersloh : Gütersloher Verlagshaus 2014, 176 Seiten
ISBN 978-3-579-07416-0

Glaube von Anfang an - mit den Kleinsten Gott entdecken: Kinder, die jünger sind als drei Jahre, stellen Kindertageseinrichtungen vor die Frage nach einer elementaren religiösen Begleitung. Wie kann es - auch angesichts der Verunsicherung von Eltern, Erziehern und Erzieherinnen - gelingen, bei ganz kleinen Kindern eine Fähigkeit zum Glauben grundzulegen?

Maike Lauther-Pohl erschließt in diesem Buch nicht allein die Gründe, die für eine religiöse Begleitung von Anfang an sprechen, und sie macht nicht nur die Aufgaben und Chancen dieser Begleitung deutlich: 14 strukturierte Modelle bieten darüber hinaus leicht umsetzbare Praxishilfen, mit denen das Erzählen biblischer Geschichten in der Kita zu einem erfahrungsreichen Vertrauenserlebnis für die Kleinsten wird. 14 strukturierte Modelle / Materialreich und leicht umsetzbar / Mit CD-ROM.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 GM 09

Anna Katharina Szagun:
Ist Gott ein Dreieck oder doch eher ein Elefant?
Jena : Format 2014, 65 Seiten
ISBN 978-3-941854-57-4

Kinder begegnen vielfältigen Spuren christlicher Kultur in Gebäuden, jahreszeitlichen Bräuchen, Ritualen oder Sprachformen. Aber was bedeuten die Muster dieser ‚kulturellen Tapete‘? Da in Familien christliche Tradition kaum ein Thema ist, sind Kinder mit ihren Fragen und Vorstellungen meist allein gelassen. Warum läuten täglich mehrmals Glocken? Warum trägt der Pastor eine Art Lätzchen? Wo gehen die Toten hin? Gott, Gebet, Himmel, Dreieinigkeit, Gottesdienst – was kann ich mir darunter vorstellen? Hat das etwas mit meinem Leben zu tun oder nicht? Als Lisa und Peter bei ihrem Besuch der Oma vielfältigen „Traditionsstücken“ begegnen und sie hinterfragen, werden sie nicht ‚abgewimmelt‘. Die Oma versucht, spielerisch und anschaulich die Inhalte der christlichen Botschaft in die Denk- und Vorstellungswelt der Kinder zu übersetzen und sie damit lebendig zu machen.

Das Buch zeigt, wie kindgerechte Annäherungen an Grundfragen christlichen Glaubens aussehen könnten. Es will Anstöße geben zu theologischen Gesprächen mit Kindern ab Grundschulalter in Familie, Schule und Gemeinde.


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Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


70 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs

Entleihbar unter Sign.: 25 H 72, darin enthalten: Predigt zum 8. Mai 1945

Am 8. Mai 1945 endete eine Ära: Der Zweite Weltkrieg war offiziell zu Ende, Deutschland hatte kapituliert. Es gab dabei sogar zwei offizielle Kapitulationserklärungen: Die erste wurde am 7. Mai 1945 im französischen Reims unterzeichnet, die zweite in der Nacht zum 9. Mai in Berlin.

Eigentlich war der Zweite Weltkrieg schon viel früher vorbei: Die meisten Gebiete des ehemaligen Deutschen Reichs waren schon seit Herbst 1944 von alliierten Truppen besetzt. Kämpfe gab es nur noch in Berlin und einigen Gebieten im Zentrum des Landes. Nach dem Selbstmord Hitlers am 30. April 1945 hatten viele Teile der deutschen Armee bereits aufgehört zu kämpfen und Teilkapitulationen für ihr Gebiet unterzeichnet. Auch Berlin kapitulierte am 2. Mai 1945.

Der von Hitler testamentarisch zu seinem Nachfolger ernannte Großadmiral Karl Dönitz suchte nun einen Weg, möglichst große Teile Deutschlands an die Westalliierten zu übergeben – aus Angst vor dem "bolschewistischen Feind". Er beauftragte Generaloberst Alfred Jodl, mit den Westalliierten unter US-General Dwight Eisenhower in deren französischem Hauptquartier in Reims zu verhandeln. Eigentlich wollte er zunächst eine weitere Teilkapitulation erreichen, mit der Option auf eine Gesamtkapitulation einige Tage später. Doch Eisenhower ließ sich darauf nicht ein: Er forderte eine sofortige Gesamtkapitulation Deutschlands.

Am 7. Mai 1945 war es soweit: Jodl unterzeichnete im Namen des deutschen Oberkommandos die bedingungslose Kapitulation aller Streitkräfte. Doch den Alliierten und insbesondere den Sowjets unter Josef Stalin war dies nicht ausreichend: Sie forderten eine persönliche Unterschrift aller Inhaber der Kommandogewalt auf deutscher Seite. Sie wollten nicht riskieren, dass im Nachhinein womöglich irgendein Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Kapitulation aufkam. Zudem bestand Stalin darauf, dass der Oberkommandierende der Roten Armee, Marschall Georgij Schukow, bei der Zeremonie anwesend ist. Für Admiral Dönitz ist die Kapitulation jedoch damit vollzogen: Er übermittelt der Bevölkerung und den Truppen die Nachricht mit den Worten: "Am 8. Mai um 23 Uhr schweigen die Waffen." (Quelle: wissen.de)

Bitte beachten Sie auch:

Ende des Zweiten Weltkriegs (Bundeszentrale für polit. Bildung)
Erinnerungsorte an den Zweiten Weltkrieg
Die deutsche Kapitulation 1945  


100. Geburtstag von Frère Roger

Entleihbar unter Sign.: Bi 2037

Frère Roger Schutz (franz. Frère "Bruder"; * 12. Mai 1915 in Provence, Schweiz; † 16. August 2005 in Taizé, Frankreich) war Gründer und lebenslanger Prior der ökumenischen Bruderschaft von Taizé (Communauté de Taizé).

Frère Rogers bürgerlicher Name war Roger Louis Schutz-Marsauche. Sein Vater Karl Ulrich Schutz stammte aus Bachs im Zürcher Unterland, seine Mutter Amélie Henriette Schutz-Marsauche aus Burgund. Er war der Jüngste von neun Geschwistern. Obwohl sein Vater reformierter Pfarrer war, gab er seinen Sohn Roger bei einer katholischen Witwe in Kost, als er die Gemeinde wechselte. So ermöglichte er Roger eine höhere Schulbildung, die am neuen Wohnort nicht realisierbar gewesen wäre. Von 1937 bis 1940 studierte Roger evangelische Theologie in Lausanne und Straßburg.

Am 20. August 1940 kam er nach Taizé (Burgund, Frankreich). Dort versteckte er mit seiner Schwester Geneviève und Freunden Flüchtende (vor allem Juden und Oppositionelle) vor den Nationalsozialisten. 1942 besetzte die Gestapo das Haus und verhaftete die Bewohner. Schutz, der gerade einen Flüchtling in die Schweiz gebracht hatte, blieb dort bis zur Befreiung Taizés 1944. Nachdem Schutz mit drei Freunden nach Taizé zurückgekommen war, kümmerte er sich um Kriegswaisen, aber auch um deutsche Kriegsgefangene, obwohl die einheimische Bevölkerung das damals für unpassend hielt.

Aus dieser Arbeit ging 1949 die Gründung der Communauté de Taizé hervor, einer ökumenischen Bruderschaft. Am 17. April 1949 legten die ersten sieben Brüder aus dem Helferkreis Rogers die klassischen Ordensgelübde ab: Sie versprachen Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. 1951 stellte er die Regel von Taizé auf, in der es um ein Ethos der Tat, Selbstbeherrschung und die Befolgung von Beschlüssen der Gemeinschaft geht, die vom Prior vertreten werden. Frère Roger hat keine eigene Theologie entwickelt, sondern zeitlebens auf eine Versöhnung der christlichen Konfessionen hingearbeitet. "Lieben und es mit seinem Leben sagen" war sein Lebensziel, das er auch Millionen Jugendlichen in Taizé mit auf den Weg gab. Zur Communauté de Taizé gehören heute etwa einhundert Brüder aus über 25 Nationen. Darunter befinden sich Katholiken, Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen und Anglikaner.

Frère Roger baute die Aktivitäten der Gemeinschaft kontinuierlich aus. Ein besonderes Anliegen ist die Solidarität der christlichen Brüder mit den Ärmsten der Armen. Seit 1951 leben Brüder aus Taizé in Gemeinschaften mit Besitzlosen in Asien, Afrika und Lateinamerika zusammen. Besondere Beachtung fand die Zusammenarbeit von Frère Roger mit Mutter Teresa und ihren Sterbehäusern.

Frère Roger nahm mit Frère Max 1962 bis 1965 auf Einladung von Papst Johannes XXIII. als Beobachter am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. 1970 kündigte Fr. Roger ein "Konzil der Jugend" an, dessen Hauptversammlung vom 28. August bis 2. September 1974 stattfand. Das "Konzil" machte Taizé weltweit bekannt. 1979 wurde das religiöse Jugendtreffen in dieser Form vorläufig ausgesetzt und ging in einen "Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde" über. Über sein Verhältnis zum Katholizismus sagte Roger Schutz öffentlich und in Gegenwart von Johannes Paul II. bei einem europäischen Jugendtreffen, er habe seine eigene Identität als Christ gefunden, indem er den Glauben seiner Herkunft mit dem Mysterium des katholischen Glaubens versöhnt habe, ohne aus der Gemeinschaft mit irgendjemandem auszutreten.

Nahezu gleichzeitig mit der Eröffnung des Weltjugendtags 2005 wurde Frère Roger am Abend des 16. August 2005, vier Tage vor dem 65-jährigen Jubiläum seiner Ankunft in Taizé, beim Abendgebet in der Versöhnungskirche der Communauté de Taizé von einer psychisch kranken Frau mit einem Messer tödlich verletzt.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Frère Roger  
Website der Communauté de Taizé  
Sammlung von Pressemeldungen zum Tod Frère Rogers


125 Jahre Schlusssteinlegung des Ulmer Münsters

"Die Heimsuchung" im Ulmer Münster, Peter Hemmel von Andlau, um 1480

Das Ulmer Münster ist eine im gotischen Baustil errichtete Kirche in Ulm, einer ehemals freien Reichsstadt. Der am 31. Mai 1890 vollendete 161,53 Meter hohe Turm ist der höchste Kirchturm der Welt. Der Grundstein wurde 1377 gelegt, als die freie Reichsstadt Ulm durch Jahrhunderte römisch-katholisch war. Durch die Predigten des Ulmer Reformators Konrad Sam und der nachfolgenden Einführung des evangelisch-lutherischen Bekenntnisses im Jahre 1520/1522 wurde das Ulmer Münster ein Gotteshaus der evangelischen Kirche, war bis 1894 im Besitz der Stadt Ulm und kam danach in den Besitz der evangelischen Kirchengemeinde Ulm. Das Ulmer Münster ist die größte evangelische Kirche Deutschlands. Es überstand die Bombardierungen der Stadt Ulm am Ende des Zweiten Weltkrieges 1944/1945 weitgehend unbeschädigt.

Der Chor des Münsters wird rechts und links von den beiden Chortürmen flankiert, die mit ihrer Höhe von 86 m zur Gruppe der besonders hohen Türme gehören. Das Kirchengebäude ist 123,56 Meter lang und 48,8 Meter breit. Das Mittelschiff hat eine Höhe von 41,6 Metern, die Höhe der Seitenschiffe beträgt 20,55 Meter. Das Münster hat rund 190.000 Kubikmeter umbauten Raum und der hohe Westturm belastet die Fundamente mit einer Masse von 51.500 Tonnen. Bei der Grundsteinlegung 1377 sollte diese Pfarrkirche eine Kirche der Bürger sein. Sie wurde von den weniger als 10.000 Bürgern der Stadt finanziert. Da das Münster nie als Bischofssitz geplant war, waren von Beginn an nur ein zentraler Westturm und zwei Chortürme vorgesehen. Deshalb gibt es in der Kirche auch keine Krypta oder Grablege. Hauptfassaden mit zwei flankierenden Türmen waren im Allgemeinen Bischofskirchen und Abteien vorbehalten.

Das Münster bietet 2.000 Sitzplätze in der normalen Bestuhlung. Beim Württembergischen Landesposaunentag, der alle zwei Jahre in Ulm stattfindet, haben durch zusätzliche Sitzgelegenheiten 4.500 Bläser mit Instrumenten Platz im Münster. Im Mittelalter bot es Platz für 20.000 bis 22.000 Menschen, da es damals üblich war, während des Gottesdienstes zu stehen.

Der Hauptturm kann über 768 Stufen bis zu einer Galerie im oberen Drittel des Turmhelms in einer Höhe von 143 Metern bestiegen werden. Von dort bietet sich dem Besucher ein eindrucksvolles Panorama der Stadt und ihrer Umgebung. An einigen Tagen im Jahr ist bei Föhn sogar der Blick über ganz Oberschwaben bis zu den Alpen möglich.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Ulmer Münsters  
Website des Ulmer Münsters  
Ulmer Münster im Bildindex der Kunst und Architektur


Tagung in Landau: "Inklusion braucht Platz"

Entleihbar unter Sign.: 80 XN 02

"Inklusion braucht Platz" - Der öffentliche Raum als Begegnungsraum

Veranstaltungsort: Gelände der Landesgartenschau in Landau und Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen-Haus, Landau
Datum: 7. bis 8. Mai 2015
Ansprechpartner: Dr. Christoph Picker

Diese handlungsorientierte Tagung nimmt die Barrieren im öffentlichen Raum in den Blick und animiert dazu, den öffentlichen Raum als Begegnungsraum zu gestalten. Der erste Tag auf der Landesgartenschau soll einen theoretischen Impuls mit ästhetischen Erfahrungen verbinden. Der zweite Tag hat den Charakter einer Projektwerkstatt. Politiker, Betroffene und Studierende werden in Tandems öffentliche Räume in der Mittelstadt Landau, aber auch in der Großstadt Ludwigshafen und im Dorf mittels „Experten“-Befragungen, Interviews, Fotos und Filmen erkunden. Die Ergebnisse werden am Projekttag eingespielt. In Zusammenarbeit mit dem Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie AdöR und der Evangelischen Akademikerschaft Pfalz-Saar.


50 Jahre Medienzentrale Speyer 1965 - 2015

Unsere Medienzentrale als eines von acht Arbeitsfeldern der Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer feiert im Jahr 2015 ihr 50jähriges Jubiläum. Die Zentralbibliothek der Landeskirche kann bereits auf eine knapp 200jährige Historie zurückblicken und wurde ca. 1820 gegründet.

Mit fortschreitender Technisierung wird 1965 die damals so genannte „Film-, Bild- und Tonstelle“ ins Leben gerufen. Man startet mit gerade mal 162 Medien. Ein Vierteljahrhundert später hat sich die Zahl bereits verzehnfacht. In den 1980er Jahren werden alle Schallplatten, Tonbänder und Super-8-Filme ausgesondert und stattdessen Videokassetten zum Verleih angeboten. Mit der zunehmenden Vielfalt der AV-Medien wächst nicht nur der Bestand, sondern auch die Zahl der Entleihungen. Die „Film-, Bild- und Tonstelle“ wird in „Medienzentrale“ umbenannt und 1998 der Bibliothek eingegliedert. Die Erwerbung muss mit dem technischen Wandel der Datenträger schritthalten. Das Angebot wird um CDs, CDROMs und DVDs erweitert. 2011 werden die 16 mm-Filme aus dem Verleih genommen. 2013 schließt sich unsere Medienzentrale dem Medienportal der Landeskirchen und Bistümer an. Hier können nach Registrierung kostenfrei Online-Videos auf den Rechner des Kunden heruntergeladen werden. Aktuell sind etwa 13.000 im Online-Katalog verzeichnete, audiovisuelle Medien entleihbar bzw. per Download anzusteuern.


EKD-Themenjahr 2015 "Reformation - Bild und Bibel"

Bild und Bibel, den beiden zentralen Kommunikationsmedien der Reformation, gilt die Aufmerksamkeit des neuen Themen-Magazins der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Magazine sind ein Beitrag zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017. Im Jahr 2015 kommt die Reformation als Medienereignis in den Blick.

In mehr als 50 Beiträgen beleuchtet das Magazin grundsätzliche Aspekte und praktische Fragen: das Bilderverbot aus dem 2. Buch Mose; die Bildsprache der Reformation; die Frage, wie die Bibel zu verstehen ist; den Umstand, dass Bilder politisch missbraucht werden; die Frage, wie man Bilder lesen lernen kann; die Bedeutung der digitalen Revolution für unser Leben; die (Wunsch-)Bilder von Kirche und vieles andere mehr.

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Offizielle Seite von Luther 2017 zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Veranstaltungen zum Themenjahr  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.