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Evangelische Kirche der Pfalz 
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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Juni 2015


Marc Chagall, "Das Hohelied IV"

Neues Themenheft "Reformation: Bild und Bibel"

Bild und Bibel erinnern daran, dass die Reformation ihre Wirkkraft mit der Hilfe starker Kommunikationsmedien entfaltet hat. – Was bedeutet es, wenn wir als Christenmenschen, die vom Hören kommen und das Sehen brauchen, jetzt in ein digitales Jahrhundert gehen?

Bild und Bibel, den beiden zentralen Kommunikationsmedien der Reformation, gilt die Aufmerksamkeit des "Refo"-Themenjahrs 2015 der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Bibliothek und Medienzentrale hat aus diesem Anlass ein Themenheft mit Büchern, Medien und Aufsätzen zusammengestellt.

Bitte zum Download des Heftes auf das Bild oben links klicken!


Ausgewählte Neuerwerbungen im Juni 2015

Entleihbar unter Sign.: 11 UL 15

Crushed Willi
Kurzspielfilm ; zum Thema: Moderne Arbeitswelt

Volker Heymann, Katholisches Filmwerk, Kurzspielfilm, Deutschland 2013
1 DVD-Video (6 Min.) : farb.

Willi Huber, ein 62-jähriger Angestellter, wird wegen notorischer Computer-Phobie entlassen. Als „Quoten-Opa“ findet er kurz darauf einen Job in einem angesagten Szene-Bistro, wo er sich dem geballten Jugendkult ausgesetzt sieht. Anfänglich heillos überfordert, trumpft er am Ende mit einem unkonventionellen Computer-Einsatz auf.

Kurzfilmpreis der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung 2014


Entleihbar unter Sign.: 11 ZM 23

Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit
Uberto Pasolini, Matthias-Film, Spielfilm, Großbritannien 2013
1 DVD-Video (87 Min.) : farb.

John May ist ein Mensch der besonderen Art. Mit fast obsessiver Akribie und wahrer Engelsgeduld bemüht er sich im Auftrag der Londoner Stadtverwaltung darum, Angehörige einsam verstorbener Menschen ausfindig zu machen. Wenn sich alle Spuren als vergeblich erwiesen haben, kümmert sich Mr. May um eine würdevolle Beisetzung – liebevoll wählt er die geeignete Musik aus und schreibt die Ansprache für die Trauerfeier, deren einziger Gast er selbst ist. Als Mays Abteilung Einsparmaßnahmen zum Opfer fallen soll, stürzt er sich mit umso größerem Eifer auf seinen letzten Fall: Billy Stoke, dessen verwahrloste Wohnung genau vis-à-vis seinem eigenen Zuhause liegt. Immer tiefer gräbt sich Mr. May ins Leben Billy Stokes – der Beginn einer befreienden Reise, die ihn erstmals dazu bringt, sein eigenes Leben mit allen Aufregungen und Gefahren zu wagen …

Biennale di Venezia 2013 - Beste Regie


Entleihbar unter Sign.: 11 UJ 08

Was bin ich wert?
Jeder Mensch hat seinen Preis,-
Peter Scharf, Lighthouse Home Entertainment, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (98 Min.) : farb.

Die Würde des Menschen ist antastbar zumindest wenn es sich lohnt ... Was bin ich wert? entführt uns in eine Welt, in der Menschen auf Euro und Cent durchkalkuliert werden. Keine Utopie, sondern längst Realität! Experten in aller Welt behaupten, den Geldwert eines Menschen genau bestimmen zu können. Sie rechnen im Namen ihres Staates, für Versicherungen, Gesundheitsbehörden, das Militär oder ihren eigenen Profit. Was bin ich wert? ist ein Roadtrip zu den Meistern der Berechnungskünste in sechs verschiedenen Ländern mit den seltsamsten und kühnsten Kalkulationsmodellen.


Entleihbar unter Sign.: 85 DK 47

Oliver Arnhold / Hartmut Lenhard:
Kirche ohne Juden -
christlicher Antisemitismus 1933 - 1945 ; [E-Book inklusive]
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2015, 64 Seiten
ISBN 978-3-525-77687-2

Die Rolle der Kirche zur Zeit des Nationalsozialismus ist Thema in der Sekundarstufe II, in einigen Bundesländern auch schon ab Jahrgangsstufe 9. Die Annäherung erfolgt wirksam und eingängig anhand von Lebensgeschichten einzelner Personen. Mit konkreten Lebensgeschichten einzelner Personen geht biographisches Lernen über in ein tieferes Verständnis der historischen Sachverhalte kennen.

Welche Vorgeschichte hat das Thema "Kirche und Nationalsozialismus" eigentlich? Bereits Ende des 19. Jahrhunderts zeigt sich bei Adolf Stoeckers "Christlich-Sozialer Bewegung" christlich motivierter Antisemitismus.

Wie hat sich die Kirche zur Zeit des Nationalsozialismus positioniert? Dazu werden die "Deutschen Christen", gegründet 1932, sowie die Landesbischöfe Meiser aus Bayern und Marahrens aus Hannover näher in den Blick genommen. Wer hat sich in dieser Zeit für die Juden eingesetzt? Der Fokus liegt hier auf Katharina Staritz, Marga Meusel und Elisabeth Schmitz.

Wie kann mit der kirchlichen Schuld nach 1945 umgegangen werden? Vorgestellt werden in diesem Zusammenhang die "Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit" und die "Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag".


Entleihbar unter Sign.: 85 RB 31

Cordula Möller:
Altern, Sterben, Tod - Themenheft Philosophie

Mülheim an der Ruhr : Verlag an der Ruhr 2015, 48 Seiten
ISBN 978-3-8346-2771-1

Mithilfe der Arbeitsblätter in diesem Heft setzen sich die Schüler mit den Tabu-Themen „Altern“, „Sterben“ und „Tod“ auseinander. Sie beschäftigen sich u. a. mit den positiven und negativen Seiten des Alters und dem Leben im Wandel (Odo Marquard). Sie erarbeiten Informationen über Nahtoderfahrungen, den Umgang mit dem Tod und der Trauer in verschiedenen Kulturen sowie über ein Leben nach dem Tod – jenseits von Unsterblichkeitsfantasien. Zudem setzen sie sich mit klassischen philosophischen Positionen zu dem Thema auseinander (Epikur, Seneca, Montaigne, Heidegger) und diskutieren aktuelle Themen, wie Sterbehilfe (Singer, Spaemann).

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 DF 23

Dieter Petri / Jörg Thierfelder:
Grundkurs Martin Luther und die Reformation - Materialien für Schule und Gemeinde
Stuttgart : Calwer Verlag 2015, 238 Seiten
ISBN 978-3-7668-4284-8

Der Band bietet grundlegende Bausteine zur Erarbeitung der Geschichte Martin Luthers und der Reformation, die schwerpunktmäßig für die Sekundarstufe I, darüber hinaus für die Sekundarstufe II und für die Gemeindearbeit geeignet sind. Über einen Code im Buch sind zahlreiche zusätzliche Bilder und Kopiervorlagen zugänglich.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


200 Jahre Wiener Kongressakte

Entleihbar, Sign.: Aa 2417/B/97

Auf dem Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 wurde nach der Niederlage von Napoleon Bonaparte in den Koalitionskriegen Europa neu geordnet. Nachdem die politische Landkarte des Kontinentes im Gefolge der Französischen Revolution erheblich verändert worden war, legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.

Unter der Leitung des österreichischen Außenministers Fürst von Metternich berieten politisch bevollmächtigte Vertreter aus rund 200 europäischen Staaten, Herrschaften, Körperschaften und Städten, darunter alle bedeutenden Mächte Europas mit Ausnahme des Osmanischen Reiches. Die führende Rolle spielten die fünf Großmächte Russisches Kaiserreich, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland, Kaisertum Österreich, Königreich Preußen und die wiederhergestellte französische Monarchie sowie der Kirchenstaat. Die deutschen Probleme wurden angesichts ihres Umfangs von den übrigen europäischen Angelegenheiten getrennt besprochen.

Die Gründung der Heiligen Allianz, die am 26. September 1815 geschlossen wurde, war zwar nicht Bestandteil der offiziellen Verhandlungsergebnisse des Kongresses, steht aber inhaltlich in einem engen Zusammenhang mit diesem und bildet einen entscheidenden Bestandteil des 1815 entstehenden Metternich'schen Systems in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zur Heiligen Allianz gehörten zunächst Preußen, Österreich und Russland. Dieses Manifest der drei Monarchen rief zur christlichen Brüderlichkeit auf und stand damit im direkten Gegensatz zur revolutionären Brüderlichkeit der Völker. Metternich, der diesem Bund äußerst skeptisch gegenüberstand, hat dabei aus dem ursprünglichen Entwurf, der von einem Bündnis der "Völker und Heere" sprach, in seiner endgültigen Fassung ein "Bündnis der Herrscher" gemacht, die über den "Völkern und Heeren" stünden. Ziel der Vereinbarung war einerseits die Aufrechterhaltung der Balance zwischen den Fürsten und andererseits etwa bei revolutionären Bewegungen die Intervention bei den Völkern. Der Heiligen Allianz traten außer Großbritannien (dort verweigerte das Parlament einen Beitritt) und dem durch den Kongress wiederhergestellten Kirchenstaat unter Papst Pius VII., der das überkonfessionelle Konzept ablehnte, fast alle europäischen Staaten bei.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Wiener Kongresses  
Wiener Kongressakte 1815 im Volltext  
Kongress-Tagebuch des Freiherrn vom Stein   


50. Todestag von Martin Buber

Entleihbar unter Sign.: 32 B 65

Martin Buber (geboren am 8. Februar 1878 in Wien; gestorben am 13. Juni 1965 in Jerusalem) war ein österreichisch-israelischer jüdischer Religionsphilosoph.

Obwohl er selbst über allen jüdischen Richtungen stand, widmete sich Martin Buber dem Verständnis der orthodoxen und ultraorthodoxen mystischen jüdischen Bewegung im Westen. Dazu übersetzte er zahlreiche Erzählungen und Traditionen des Chassidismus in die deutsche Sprache. Insbesondere seine umfangreiche Textsammlung "Die Erzählungen der Chassidim" liefert dafür ein Zeugnis. Zeit seines Lebens war Buber ein Vermittler zwischen der bedrohten traditionellen jüdischen Welt im Osten und der westlichen wissenschaftlichen und aufklärerischen Moderne. Schon zu Beginn der zionistischen Bewegung und der jüdischen Einwanderung nach Palästina mahnte er eindringlich, gute Beziehungen zu den Arabern aufzubauen. Das trug ihm viel Widerspruch und Feindschaft ein.

Auf Anregung des Verlegers Lambert Schneider begann Buber 1925 zusammen mit dem Philosophen Franz Rosenzweig mit der Übersetzung der Heiligen Schrift, des Tanach, ins Deutsche. Es ging den beiden Gelehrten vor allem um die sprachlich genaue Übertragung des hebräischen Urtextes unter Wahrung seines vollen Bedeutungsreichtums. Nach Rosenzweigs Tod im Jahr 1929 setzte Buber die Arbeit allein fort; bis 1938 erschienen von vorgesehenen 20 jedoch nur 15 Bände. Die fehlenden Bände kamen erst nach dem Krieg, zu einem einzigen voluminösen Buch zusammengefasst, als "Schriftwerke" im Rahmen einer vierbändigen Gesamtedition der Buber-Rosenzweig-Bibel im Hegner-Verlag heraus. Die Buber-Rosenzweig-Übersetzung gilt neben der Tora-Übertragung von Moses Mendelssohn als bedeutendste deutschsprachige jüdische Bibel (und als genauste Übertragung der "alttestamentlichen" Bücher).

In seinen philosophischen Werken kommt bei Buber vor allem das Thema des Dialogs als anthropologisches Prinzip des Menschen zum Ausdruck. Sein Hauptwerk trägt den Titel "Ich und Du" und behandelt das Verhältnis des Menschen zu Gott und zum Mitmenschen als existentielle, dialogische und religiöse Prinzipien. Diese prägten u. a. den Arzt Hans Trüb, später den Pädagogen Hermann Röhrs und den Philosophen Amitai Etzioni, der das kommunitaristische Denken ausarbeitete; auch der strukturierende Dreischritt ich - du - wir des von den Didaktikern Urs Ruf und Peter Gallin entwickelten Dialogischen Lernens scheint von Bubers dialogischem Prinzip geprägt. Zudem plädierte Buber in Texten wie "Drei Sätze eines religiösen Sozialisten" für einen religiösen Sozialismus.

Anfang der 1960er Jahre stellte Buber seine Werke in drei Sammelbänden zusammen, geordnet nach Schriften zur Philosophie, Schriften zur Bibel und Schriften zum Chassidismus. Sein Hausverlag Lambert Schneider veröffentlichte die drei Bücher gemeinsam mit dem Kösel-Verlag. Diese Edition gilt nach Zusammenstellung und Ordnungsprinzip als "Ausgabe letzter Hand" und behält daher trotz der inzwischen begonnenen neuen Werkausgabe weiter ihre Gültigkeit. Das im eigentlichen Sinne letzte Buch Bubers ist der Band "Nachlese", dessen Druckfahnen er noch selbst korrigiert, dessen Erscheinen er aber nicht mehr erlebt hat. Die Spätzeit des Religionsphilosophen hat Werner Kraft im Band "Gespräche mit Martin Buber" dokumentiert.

Die aktuelle, auf 21 Bände angelegte Gesamtausgabe der Schriften Martin Bubers (Martin Buber Werkausgabe) war bislang als Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt. Seit 2010 wird die Edition an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf aus eigenen Mitteln sowie mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Die Gesamtausgabe Bubers ist in der BMZ Speyer entleihbar.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite Martin Bubers  
Digitalisierte Werke Bubers  
Martin-Buber-Gesellschaft  


300 Jahre Bach-Kantate "O heilges Geist- und Wasserbad"

Notenschuber der Bach-Kantate unter Sign. En 1165 entleihbar. Inhalt: 1 Partitur / 4 Klavierauszüge / 1 Orgel / 5 Violine 1 / 3 Violine 2 / 3 Viola / Violoncello - Kontrabaß / 1 Fagott

O heilges Geist- und Wasserbad (BWV 165) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie in Weimar für Trinitatis und führte sie am 16. Juni 1715 zum ersten Mal auf.

Bach war in Weimar Hoforganist von Johann Ernst von Sachsen-Weimar und wurde am 2. März 1714 zum Konzertmeister ernannt. Damit ging die Aufgabe einher, monatlich eine Kirchenkantate in der Schlosskirche aufzuführen. Er komponierte die Kantate für Trinitatis. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag nach Pfingsten waren Röm 11,33-36 LUT, "Welch eine Tiefe des Reichtums der Weisheit und Erkenntnis Gottes", und Joh 3,1-15 LUT, das Treffen Jesu und Nikodemus.

Der Kantatentext wurde vom Hofdichter Salomon Franck verfasst und 1715 in der Sammlung "Evangelisches Andachts-Opffer" veröffentlicht. Der Dichter hält sich eng an das Evangelium und leitet den Anfang von der Bemerkung Jesu ab: "Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen". In Satz 2, einem Rezitativ, führt der Text aus, dass die erwähnte Geburt in der Taufe erfolgt, einem Akt der Gnade Gottes: "Er wird im Geist- und Wasserbade ein Kind der Seligkeit und Gnade". Satz 3, eine Arie, betrachtet, dass der Bund im Laufe des Lebens immer wieder erneuert werden muss, da der Mensch ihn bricht (Satz 4). Die letzte Arie ist ein Gebet um die Einsicht, dass der Tod Jesu das Heil brachte: "meines Todes Tod". Der Schlusschoral ist die fünfte Strophe von Ludwig Heimbolds "Nun lasst uns Gott dem Herren", die Gottes Wort, Taufe und Abendmahl anspricht.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite der Bach-Kantate BWV 165  
Notendateien der Kantate  
Bach Cantatas Website  


Tagung in Landau: "Aufmüpfige Religion?"

Entleihbar mit Sign.: Aa 4204/65

"Aufmüpfige Religion?" - Protestantismus und Protest

Veranstaltungsort: Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen-Haus, Landau
Datum: 26. und 27. Juni 2015
Ansprechpartner: Dr. Christoph Picker

Die Reformation begann mit einem Protest gegen eingespielte religiöse Praktiken und überkommene Denkvorstellungen. Schnell entwickelten sich daraus grundsätzliche Anfragen an Kirche und Politik – bis hin zum Aufstand gegen die etablierte Ordnung.

Wie steht es heute in Deutschland mit dem Protestpotential des Protestantismus – und mit dem Protestpotential von Religion überhaupt? Politische und gesellschaftliche Systeme brauchen kritische Impulse, um sich weiter zu entwickeln. Spätestens seit den 80er Jahren haben verschiedene soziale Bewegungen diese Funktionen wahrgenommen: Frauenbewegung, Behindertenbewegung, Ökobewegung, Friedensbewegung, Anti-Atom-Kraft-Bewegung, Anti-Globalisierungsbewegung – um nur die markantesten Beispiele zu nennen.

Wieviel Aufmüpfigkeit braucht die demokratische Gesellschaft? Und welche Rolle spielt dabei der Faktor Religion? Wirkt Religion wie „Opium für das Volk“ – oder sind die Religionsgemeinschaften Impulsgeberinnen für soziale Veränderungen? Stärken sie die Erfahrungen von „Handlungsmächtigkeit“? Ermutigen Sie zur Anwaltschaft für Benachteiligte? Fördern sie zivilen Eigensinn? Oder haben sie in Ihrer Staatsnähe doch vor allem systemstabilisierende Funktion?

In Zusammenarbeit mit dem Frank-Loeb-Institut an der Universität Koblenz-Landau und der Evangelischen Akademikerschaft Pfalz-Saar. Ein Netzwerkprojekt der Evangelischen Akademien in Deutschland mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zum Reformationsjubiläum 2017.


50 Jahre Medienzentrale Speyer 1965 - 2015

Unsere Medienzentrale als eines von acht Arbeitsfeldern der Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer feiert im Jahr 2015 ihr 50jähriges Jubiläum. Die Zentralbibliothek der Landeskirche kann bereits auf eine knapp 200jährige Historie zurückblicken und wurde ca. 1820 gegründet.

Mit fortschreitender Technisierung wird 1965 die damals so genannte „Film-, Bild- und Tonstelle“ ins Leben gerufen. Man startet mit gerade mal 162 Medien. Ein Vierteljahrhundert später hat sich die Zahl bereits verzehnfacht. In den 1980er Jahren werden alle Schallplatten, Tonbänder und Super-8-Filme ausgesondert und stattdessen Videokassetten zum Verleih angeboten. Mit der zunehmenden Vielfalt der AV-Medien wächst nicht nur der Bestand, sondern auch die Zahl der Entleihungen. Die „Film-, Bild- und Tonstelle“ wird in „Medienzentrale“ umbenannt und 1998 der Bibliothek eingegliedert. Die Erwerbung muss mit dem technischen Wandel der Datenträger schritthalten. Das Angebot wird um CDs, CDROMs und DVDs erweitert. 2011 werden die 16 mm-Filme aus dem Verleih genommen. 2013 schließt sich unsere Medienzentrale dem Medienportal der Landeskirchen und Bistümer an. Hier können nach Registrierung kostenfrei Online-Videos auf den Rechner des Kunden heruntergeladen werden. Aktuell sind etwa 13.000 im Online-Katalog verzeichnete, audiovisuelle Medien entleihbar bzw. per Download anzusteuern.


EKD-Themenjahr 2015 "Reformation - Bild und Bibel"

Bild und Bibel, den beiden zentralen Kommunikationsmedien der Reformation, gilt die Aufmerksamkeit des neuen Themen-Magazins der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Magazine sind ein Beitrag zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017. Im Jahr 2015 kommt die Reformation als Medienereignis in den Blick.

In mehr als 50 Beiträgen beleuchtet das Magazin grundsätzliche Aspekte und praktische Fragen: das Bilderverbot aus dem 2. Buch Mose; die Bildsprache der Reformation; die Frage, wie die Bibel zu verstehen ist; den Umstand, dass Bilder politisch missbraucht werden; die Frage, wie man Bilder lesen lernen kann; die Bedeutung der digitalen Revolution für unser Leben; die (Wunsch-)Bilder von Kirche und vieles andere mehr.

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Offizielle Seite von Luther 2017 zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Veranstaltungen zum Themenjahr  
Startet einen DownloadThemenheft der BMZ zu "Reformation: Bild und Bibel" mit Büchern, Medien und Aufsätzen  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.