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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Oktober 2015


Lucas Cranach der Jüngere, Studien von Köpfen und Händen, um 1558, Federzeichnung, 20,3 x 28,8 cm, Bildrechte: Staatsgalerie Stuttgart

Ausstellung "Leben nach Luther" in Speyer

Eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses

In Kooperation mit der Landeskirche zeigt das Historische Museum der Pfalz in Speyer "Leben nach Luther"

Speyer (hmp/lk). Welche Bedeutung hatte das Leben im evangelischen Pfarrhaus für Literatur, Philosophie und Wissenschaft in den vergangenen Jahrhunderten? Wie wurde es zur Projektionsfläche gesellschaftlicher und familiärer Ideale? Welche Rolle spielt es heute in unserer Gesellschaft?

Unter dem Titel "Leben nach Luther. Eine Kulturgeschichte des Evangelischen Pfarrhauses" widmet sich das Historische Museum der Pfalz in Speyer vom 12. September 2015 bis 10. Januar 2016 diesen und weiteren Fragen. Als Wanderausstellung wurde die Schau aus dem Deutschen Historischen Museum in Berlin übernommen und in Kooperation mit dem Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz um regionale Aspekte erweitert.

28 Bild- und Texttafeln sowie Hör-, Film- und Mitmachstationen beleuchten die Geschichte des evangelischen Pfarrhauses aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei spielen die Ursprünge von Pfarrfamilie und Pfarrhaus im Zusammenhang mit der Reformation eine ebenso große Rolle wie deren Leistungen in Geistes- und Naturwissenschaften. Nicht zuletzt berührt die Ausstellung das Verhältnis von Pfarrhaus und Politik im 20. Jahrhundert. Schließlich amtieren derzeit eine Bundeskanzlerin, die in einem evangelischen Pfarrhaus aufgewachsen ist, und ein Bundespräsident, der lange Jahre als evangelischer Pastor gewirkt hat. Gleichzeitig stellen Exponate aus dem Nachlass des bedeutenden Pfarrers und spätromantischen Schriftstellers Friedrich Blaul (1809-1863), Wandschmuck aus evangelischen Pfarrhäusern der Pfalz und fotografische Ansichten von pfälzischen Pfarrhäusern einen Bezug zum regionalen Umfeld her.

Die Mitmachstationen laden insbesondere Konfirmanden zu einer "Ausstellungsrallye" zum Thema Pfarrhaus ein. Kindern ab sieben Jahren erklärt "Walpurga, die Pfarrmaus" in einem Ausstellungsbegleitheft die Welt des evangelischen Pfarrhauses.

Gezeigt wird die Ausstellung im Sammlungsbereich "Neuzeit" des Historischen Museums der Pfalz. Katalog und Themenheft "Leben nach Luther. Das evangelische Pfarrhaus gestern, heute und morgen" sind im Museumsshop erhältlich. Die Wanderausstellung des Deutschen Historischen Museums ist in Kooperation mit dem Kulturbüro der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Internationalen Martin Luther Stiftung (IMLS) entstanden, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Hinweis: Die Ausstellung "Leben nach Luther. Eine Kulturgeschichte des Evangelischen Pfarrhauses" des Historischen Museums der Pfalz in Speyer (Domplatz 4) läuft vom 12. September 2015 bis 10. Januar 2016. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr. Mehr zum Thema: www.museum.speyer.de.

Bitte beachten Sie auch:

Die BMZ Speyer besitzt in ihrem Fundus eine Sammlung von Pfarrer-Romanen und -Erzählungen, die demnächst im Online-Katalog erschlossen werden sollen.


Neues DVD-Themenheft "Flucht / Flüchtlinge"

Download der Liste nach Klick auf das Bild

Mit einem Gemeinsamen Wort der Kirchen laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Dr. h.c. Augoustinos von Deutschland, zur 40. Interkulturellen Woche ab 27. September 2015 ein.

Die Vertreter der Kirchen würdigen in ihrem Gemeinsamen Wort, dass sich Deutschland in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einem Einwanderungsland entwickelt hat. Zugleich merken sie kritisch an, dass Teile der Bevölkerung Probleme mit der zunehmenden gesellschaftlichen Vielfalt haben. "In den vergangenen Monaten mussten wir erkennen, dass es in Deutschland auch heute noch offenen und verdeckten Rassismus gibt." Jeder Form von Ausgrenzung setzen die Kirchenvertreter das Konzept der Interkulturellen Woche entgegen: "Begegnung führt zum Abbau von Ängsten und lässt aus Unbekannten geschätzte Nachbarn, Freundinnen und Freunde werden. Gespräche schaffen Verständnis. Gesellschaftliche Teilhabe erlaubt volle Gleichberechtigung und lässt Integration wachsen."

Die BMZ Speyer hat ein Themenheft mit entleihbaren DVDs zum Stoffkreis "Flucht / Flüchtlinge" zusammengestellt. Ein Klick auf das Bild führt zum Download der Liste.


Ausgewählte Neuerwerbungen im Oktober 2015

Entleihbar mit Sign.: 11 WE 26

Geheime Werkstätten - wieviel Freiheit kostet dieses Kleid?
Catalina Molina, EZEF, Dokumentarfilm, Österreich/Argentinien 2010
1 DVD-Video (40 + 19 Min.) : farb.

Es ist Nacht an der Bushaltestelle in Bolivien. Junge Frauen zeigen einem Vermittler Proben ihrer Arbeit, um eine Stelle als Näherin im Ausland zu ergattern. Unter ihnen ist auch Juana mit ihrem Mann und ihrem kleinen Jungen. Juana hat Glück. Doch als sie mit ihrer Familie zu der Gruppe derer treten möchte, die ausgewählt wurden, wird sie zurückgewiesen: „Keine kleinen Kinder und keine Alten!“ – So muss sich Juana schnell entscheiden, die Reise alleine oder gar nicht anzutreten. Nach einer nächtlichen Busfahrt überqueren sie die Grenze zu Argentinien und landen schließlich in einer illegalen Werkstatt in Buenos Aires.

Juana näht zunächst Etiketten in Kinderkleider ein, später wird sie mit anspruchsvolleren Aufgaben betraut. Radio Panamericana, ein Sender für Bolivianer in Argentinien, läuft lautstark und ununterbrochen, soll er doch die Nähgeräusche übertönen, damit die Werkstatt nicht auffliegt. Geführt wird die Werkstatt von Ramón und seiner Frau Estér; gegessen und geschlafen wird in den Räumen nebenan. Schon im Bus lernt Juana den jungen Juan kennen, der gleich ein Auge auf sie geworfen hat. Schon bald macht er ihr Hoffnung auf eine sehr viel besser bezahlte Stelle bei seinem Cousin, die er aber erst annehmen wird, sofern auch Juana mitkommen kann. Doch als sie bei einem kurzen Telefonat von ihrem Mann Gustavo erfährt, dass ihr Sohn im Krankenhaus behandelt werden muss, möchte sie nur noch nach Hause. Als sie Senor Ramón darum bittet, nach Bolivien reisen zu dürfen, lehnt er entschieden ab. Ramón und Estér sind mit einem großen Auftrag im Verzug, und Juana müsse auch die Vermittlung und die teure Fahrt noch abarbeiten. Und obwohl auch Juan versucht, ihr die Reisepläne auszureden – schließlich müsse sie doch das Geld für die Behandlung ihres Sohnes im Krankenhaus verdienen – möchte Juana nach Hause zurück. So wird sie entweder fliehen und auf ihren ohnehin spärlichen Lohn verzichten oder weiterarbeiten müssen.

Die Regisseurin zu ihrem Film: „Dieser Film handelt – wie der Titel ausdrückt – von heimlichen Nähwerkstätten in Argentinien, in denen Menschen ausgebeutet werden. Produziert wird dort für große Firmen. Die Story beruht auf Tatsachen, die ich recherchiert habe. Es war eine teure Produktion, weil wir mehrmals nach Argentinien fliegen mussten, sowohl für die Recherche als auch für den Dreh und Nachbereitungen. Eine andere wichtige Erfahrung war für mich hier das Casting: ich merkte, dass die Umsetzung mit Schauspielern nicht authentisch ist. Also habe ich mich entschieden, mit Laien zu arbeiten.“


Entleihbar unter Sign.: 11 SP 15

Can't be silent
Julia Oelkers, Good! Movies, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (83 Min.) : farb.

Sie sind angekommen und doch noch immer auf der Flucht. Sie sind Sänger, Musiker, Rapper und doch Ausgeschlossene und Abgeschobene. Mit ihrer Musik bringen sie Tausende von Menschen zusammen und sind doch selbst nicht berechtigt, den nächstliegenden Bezirk zu betreten.

Nuri (Dagestan), Jacques (Elfenbeinküste), Hosain (Afghanistan) und Revelino (Elfenbeinküste) haben ihr Land auf der Suche nach einer neuen Heimat verlassen. Interniert in Flüchtlingslagern und zum Stillstand verurteilt, leben sie einen schockierenden Flüchtlingsalltag. Doch da ist Heinz Ratz. Er hat 80 Asylbewerberheime in Deutschland besucht und dort Musiker von Weltklasseformat gefunden. Seine Combo "Strom & Wasser" wurde kurzerhand durch ein "feat. The Refugees" erweitert und begeisterte auf einer großen Deutschland-Tournee ein riesiges Publikum. Die Regisseurin Julia Oelkers begleitet Heinz Ratz und die Refugees bei dem Versuch, sich von ihren verordneten Plätzen zu lösen durch die so simple wie machtvolle Geste, die eigene Stimme zu erheben.


Entleihbar unter Sign.: 11 GN 10

Woran glauben?
Eva Achinger / Christiane Miethge, Katholisches Filmwerk, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (45 Min.) : farb.

Eigentlich ist die Sache ziemlich klar: die Kirchen sind leer, die Fußballstadien voll. Genauso wie die Clubs, die Bars, die Yogaklassen. Aber heißt das: aus, vorbei, der Mensch hat aufgehört zu glauben? Wir glauben: nein. Auch die Wissenschaft sagt: Zumindest ein kleines Eckchen unseres chronisch vernünftigen Kopfs glaubt an etwas – ob nun bewusst oder unbewusst. Irgendetwas hat jeder in seinem Leben, das Halt gibt, Sinn stiftet. Nur, was ist das? Woran glauben wir? Gott, das Higgs-Teilchen, die Liebe? Aus einem Internetblog zum Thema Glauben entstand die Dokumentation. Vorgestellt werden: Maria aus Kaufbeuren - die Religiöse, Julia aus Diedorf bei Augsburg - die spirituelle Atheistin, Christian aus Seeg - der Wissenschaftsgläubige, Franziska aus Schlehdorf - die Spirituelle.


Entleihbar, Sign.: H 2514/1595

Lars Geiges / Stine Marg / Franz Walter:
Pegida - die schmutzige Seite der Zivilgesellschaft?
Bonn : Bundeszentrale für politische Bildung 2015, 207 Seiten
ISBN 978-3-8389-0595-2

Pegida – selbsternannte europäische Patrioten oder Sammelbecken frustrierter Verlierer der Gesellschaft? Die Pegida-Bewegung, die seit dem Herbst 2014 unter wechselnden Bezeichnungen mit unterschiedlicher Resonanz in deutschen Städten demonstriert, verzeichnet Zulauf bei Weitem nicht nur aus der bürgerlichen Mitte. Sie zieht in großer Zahl auch Menschen an, die sich nicht oder nicht mehr im demokratischen Spektrum verorten und Pluralismus, Weltoffenheit und Toleranz geringschätzen. Welche Katalysatoren wirken auf die Demonstrierenden? Welche Motive treiben Pegida-Anhänger? Aus welchen Gruppierungen setzt sich ihre Anhängerschaft zusammen? Welche Lebensdauer, welche Dynamik und welche Widerstände lässt Pegida erwarten?

Die Autoren dieses Bandes haben sich beobachtend, fragend und dokumentierend der Erscheinung Pegida genähert und setzen sich kritisch mit ihr auseinander.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar, Sign.: H 2514/1579

Anja Tuckermann / Tine Schulz:
Alle da! Unser kunterbuntes Leben

Bonn : Bundeszentrale für politische Bildung 2015, 32 Seiten
ISBN 978-3-8389-0579-2

Samira ist in einem Boot und einem Lastwagen aus Afrika gekommen. Amad vermisst seine Fußballfreunde im Irak, aber weil dort Krieg war, musste er weg. Jetzt schießt er seine Tore mit neuen Freunden in Düsseldorf. Dilara ist in Berlin geboren, kann aber perfekt türkisch und feiert gerne das Zuckerfest. Ihre Familie kam vor Jahren aus Anatolien, weil es hier Arbeit gab. Wir kommen fast alle von woanders her, wenn man weit genug zurück denkt. Jetzt leben wir alle zusammen hier. Das kann spannend sein und auch manchmal schwierig. Auf jeden Fall wird das Leben bunter, wenn viele verschiedene Menschen von überallher zusammenkommen.

Anja Tuckermann und Kristine Schulz zeigen in diesem quirligen Buch, wie reich wir sind! Ein freundliches und offenes Buch über unser multikulturelles Miteinander.


Entleihbar, Sign.: H 2514/1568

David Stuckler / Sanjay Basu:
Sparprogramme töten - die Ökonomisierung der Gesundheit
Bonn : Bundeszentrale für politische Bildung 2015, 219 Seiten
ISBN 978-3-8389-0568-6

Sparprogramme zur Überwindung ökonomischer Krisen sind schmerzhaft. Das räumen zuweilen selbst ihre Befürworter ein. Die Epidemiologen David Stuckler und Sanjay Basu können anhand statistischer Analysen belegen, dass insbesondere Kürzungen der Sozial- und Gesundheitsbudgets häufig weit gravierendere Folgen haben als öffentlich eingestanden: Sie beeinträchtigen den Lebensstandard der Betroffenen und führen vor allem bei den Schwächsten der Gesellschaft zu Versorgungslücken. Stuckler und Basu stützen ihre These einer weit reichenden destruktiven Wirkung von Sparprogrammen mit Daten der Weltwirtschaftskrise von 1929 und aktuellen Entwicklungen in Island und Griechenland. Eine Abkehr von der Austeritätspolitik könne, so ihr provokantes Credo, unter ökonomischen Gesichtspunkten der Krisenbewältigung sogar zuträglich sein – und Leben retten.

Inhaltsverzeichnis des Buches


Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung

Entleihbar unter Sign.: 11 EQ 51

Als deutsche Wiedervereinigung oder deutsche Vereinigung (in der Gesetzessprache: Herstellung der Einheit Deutschlands) wird der durch die friedliche Revolution in der DDR angestoßene Prozess der Jahre 1989 und 1990 bezeichnet, der zum Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 führte. Die damit vollzogene deutsche Einheit, die seither an jedem 3. Oktober als Nationalfeiertag mit dem Namen Tag der Deutschen Einheit begangen wird, beendete den als Folge des Zweiten Weltkrieges in der Ära des Kalten Krieges vier Jahrzehnte währenden Zustand der deutschen Teilung.

Richtungweisend für diese Entwicklung war die Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989, die den endgültigen Zerfall des politischen Systems der DDR bewirkte. Notwendige äußere Voraussetzung der deutschen Wiedervereinigung war das Einverständnis der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, die bis dahin völkerrechtlich noch immer die Verantwortung für Deutschland als Ganzes innehatten beziehungsweise beanspruchten. Durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag (Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland) wurde der Einheit der beiden deutschen Staaten zugestimmt und dem vereinten Deutschland die volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten zuerkannt.

Maßgebliche Zwischenstationen auf dem Weg der deutschen Wiedervereinigung waren die Volkskammerwahl im März 1990 sowie der Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion. Am 20. September 1990 stimmten die Volkskammer der DDR und der Deutsche Bundestag dem Einigungsvertrag zu, am darauf folgenden Tag der Bundesrat.

Inhalt der DVD "Der Weg zur deutschen Einheit 1989/90": Mehr als vierzig Jahre lang teilt eine scharf bewachte Grenze Deutschland und Berlin in Ost und West. Im Sommer 1989 beginnt die Wende: Eine anschwellende Fluchtwelle, friedliche Demonstrationen und die Öffnung der Berliner Mauer führen das Ende der SED-Herrschaft herbei. Die Bundesregierung in Bonn unter Kanzler Kohl ergreift die Chance für die Vereinigung Deutschlands im Sinne des Grundgesetzes. Sie wird, während sich die Menschen in dem geteilten Land immer näher kommen, über mehrere Stationen erreicht: Runder Tisch, freie Wahlen, Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion sowie die 2+4-Verhandlungen mit den vier Siegermächten. Am 3. Oktober 1990 wird in Berlin der "Tag der Einheit" mit einem großen Volksfest begangen.


500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren

Entleihbar unter Sign.: NEk 426

Lucas Cranach der Jüngere (* 4. Oktober 1515 in Wittenberg; † 25. Januar 1586 ebenda) war als Sohn Lucas Cranachs des Älteren ein bedeutender Maler und Porträtist der Renaissance. Als Vertreter einer neuen Generation wählte Lucas Cranach d. J. mit Vorliebe figurenreiche, aufwendige Darstellungen. Dabei sind die ordnungslos anmutenden Kompositionen von überraschender Schönheit und die farbige Behandlung reichhaltiger als die Arbeiten des Vaters. Im Schaffensprogramm Lucas Cranach des Jüngeren war er der Schöpfer des neuen Bildprogramms der Protestanten. Bei ihm blickt die Gottesmutter Maria nicht keusch zu Boden, sondern direkt in die Augen des Betrachters.

Inhalt des Buches "Lucas Cranach der Jüngere - Entdeckung eines Meisters": Der monografisch angelegte Band ergründet erstmals das Leben und Werk Lucas Cranachs d.J. und stellt ihn als vielseitigen Meister vor. Er würdigt ihn als fürstlichen Auftragnehmer, als Maler reformatorischer Epitaphien, Altäre und Bibeln, als ausgezeichneten Porträtisten, Zeichner und Drucker. Bis zu seinem Tod 1586 leitete Lucas Cranach d. J. in Wittenberg eine der größten und produktivsten Kunstwerkstätten in Europa. Die reich bebilderte Publikation mit Essays namhafter Cranach-Forscher vermittelt in über 200 Gemälden, Zeichnungen, Holzschnitten und Archivalien ein eindrucksvolles Bild dieses verkannten Künstlers.


75. Jahrestag der Stuttgarter Schulderklärung der EKD

Führende Vertreter der neu gebildeten Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gaben das Stuttgarter Schuldbekenntnis bei einem Treffen mit Mitgliedern des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) am 18./19. Oktober 1945 in Stuttgart ab. Erstmals bekannte sich die evangelische Kirche in Deutschlands darin zu einer Mitschuld am Krieg und an den nationalsozialistischen Verbrechen. Die Erklärung markiert den Neuanfang in den Beziehungen der deutschen evangelischen Kirche mit der ökumenischen Gemeinschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Schuldbekenntnis löste innerhalb des deutschen Protestantismus schwere und lang andauernde Kontroversen aus. In diesen Auseinandersetzungen trafen die verschiedenen theologischen, kirchlichen und politischen Strömungen des deutschen Protestantismus aufeinander. Der Streit führte letztendlich zu einer Neubewertung der jüngeren evangelischen Kirchengeschichte und veränderte das Selbstverständnis des deutschen Protestantismus nachhaltig.

Buchhinweis: Martin Greschat (Hg.), Die Schuld der Kirche - Dokumente und Reflexionen zur Stuttgarter Schulderklärung von 18./19. Oktober 1945, München : Kaiser 1982, 317 Seiten, ISBN 3-459-01427-X, Entleihbar unter Sign.: Aa 2102/4


50 Jahre Medienzentrale Speyer 1965 - 2015

Unsere Medienzentrale als eines von acht Arbeitsfeldern der Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer feiert im Jahr 2015 ihr 50jähriges Jubiläum. Die Zentralbibliothek der Landeskirche kann bereits auf eine knapp 200jährige Historie zurückblicken und wurde ca. 1820 gegründet.

Mit fortschreitender Technisierung wird 1965 die damals so genannte „Film-, Bild- und Tonstelle“ ins Leben gerufen. Man startet mit gerade mal 162 Medien. Ein Vierteljahrhundert später hat sich die Zahl bereits verzehnfacht. In den 1980er Jahren werden alle Schallplatten, Tonbänder und Super-8-Filme ausgesondert und stattdessen Videokassetten zum Verleih angeboten. Mit der zunehmenden Vielfalt der AV-Medien wächst nicht nur der Bestand, sondern auch die Zahl der Entleihungen. Die „Film-, Bild- und Tonstelle“ wird in „Medienzentrale“ umbenannt und 1998 der Bibliothek eingegliedert. Die Erwerbung muss mit dem technischen Wandel der Datenträger schritthalten. Das Angebot wird um CDs, CDROMs und DVDs erweitert. 2011 werden die 16 mm-Filme aus dem Verleih genommen. 2013 schließt sich unsere Medienzentrale dem Medienportal der Landeskirchen und Bistümer an. Hier können nach Registrierung kostenfrei Online-Videos auf den Rechner des Kunden heruntergeladen werden. Aktuell sind etwa 13.000 im Online-Katalog verzeichnete, audiovisuelle Medien entleihbar bzw. per Download anzusteuern.


EKD-Themenjahr 2015 "Reformation - Bild und Bibel"

Bild und Bibel, den beiden zentralen Kommunikationsmedien der Reformation, gilt die Aufmerksamkeit des neuen Themen-Magazins der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Magazine sind ein Beitrag zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017. Im Jahr 2015 kommt die Reformation als Medienereignis in den Blick.

In mehr als 50 Beiträgen beleuchtet das Magazin grundsätzliche Aspekte und praktische Fragen: das Bilderverbot aus dem 2. Buch Mose; die Bildsprache der Reformation; die Frage, wie die Bibel zu verstehen ist; den Umstand, dass Bilder politisch missbraucht werden; die Frage, wie man Bilder lesen lernen kann; die Bedeutung der digitalen Revolution für unser Leben; die (Wunsch-)Bilder von Kirche und vieles andere mehr.

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Offizielle Seite von Luther 2017 zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Veranstaltungen zum Themenjahr  
Startet einen DownloadThemenheft der BMZ zu "Reformation: Bild und Bibel" mit Büchern, Medien und Aufsätzen  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.