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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Dezember 2015



Weltklimakonferenz in Paris

Die UN-Klimakonferenz in Paris 2015 (kurz COP 21) findet als 21. UN-Klimakonferenz und gleichzeitig 11. Treffen zum Kyoto-Protokoll (kurz CMP 11) vom 30. November bis 11. Dezember 2015 in Paris, Frankreich statt. Dieser Konferenz wird eine zentrale Bedeutung zugemessen, da hier eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge des Kyoto-Protokolls verabschiedet werden soll. Den Vorsitz hat der französische Außenminister Laurent Fabius. Der Veranstaltungsort befindet sich in Le Bourget in Nähe des gleichnamigen Flughafens, nordöstlich von Paris. Die Konferenz im Parc des expositions teilt sich auf in ein nur den Delegierten zugängliches United Nations conference Centre, dem öffentlich zugänglichen Forum Climate Generations Areas für die Beteiligung der Zivilgesellschaft in unmittelbarer Nachbarschaft, sowie einem Ausstellungsbereich.

Statements verschiedener Kirchen und religiöser Führungspersonen:

Papst Franziskus veröffentlichte am 18. Juni 2015 die Enzyklika Laudato si', die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz befasst. Er äußerte in Bezug auf die Enzyklika in einer Pressekonferenz: "Wichtig ist, dass zwischen ihrer Veröffentlichung und dem Treffen in Paris ein gewisser zeitlicher Abstand liegt, damit sie einen Beitrag leistet. Das Treffen in Peru war nichts Besonderes. Mich hat der Mangel an Mut enttäuscht: An einem gewissen Punkt haben sie aufgehört. Hoffen wir, dass in Paris die Vertreter mutiger sein werden, um in dieser Sache voranzukommen." Im Vorfeld veranstaltete die Päpstliche Akademie der Wissenschaften am 28. April gemeinsam mit dem SDSN und Religions for Peace eine Konferenz zum Klimawandel ("Protect the Earth, Dignify Humanity. The Moral Dimensions of Climate Change and Sustainable Humanity"), bei der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Eröffnungsrede hielt.

Am 12. Juli veröffentlichten die Leiter der anglikanischen Kirchen von Australien und Südafrika einen gemeinsamen Artikel in der Canberra Times. In diesem riefen sie unter anderem dazu auf, Druck auf die politischen Führer auszuüben, damit es in Paris zu einem starken, kollaborativen Vertrag komme. Es gebe eine moralische Verpflichtung seinem Nächsten zu helfen. Hierzu gehören unter anderem pazifische Inselstaaten wie Kiribati, die bereits vom Klimawandel betroffen sind.

Am 13. Juli rief die Church of England, initiiert durch den Bischof von Sailsbury Nick Holtam, zu raschem Handeln gegen den Klimawandel auf.

Am 17. und 18. August fand in Istanbul ein Internationales Islamisches Symposium zum Klimawandel statt. Hierbei wurde eine islamische Deklaration zum Klimawandel verabschiedet, unterzeichnet unter anderem von Hossein Nasr, Ebrahim Rasool und Din Syamsuddin.

Am 29. Oktober wurde eine an die führenden Politiker dieser Welt gerichtete Buddhistische Erklärung zum Klimawandel veröffentlicht, unterzeichnet von führenden Buddhisten wie dem Dalai Lama und Thích Nhat Hanh. In diesem riefen sie unter anderem die Staatschefs dazu auf, bei der COP 21 mit Mitgefühl und Weisheit zu kooperieren und ein ambitioniertes und effektives Klimaschutzübereinkommen zu erreichen.

Bis Ende Oktober unterzeichneten zudem 425 Rabbiner einen öffentlichen Brief zur Klimakrise - initiiert unter anderem durch Arthur Waskow - in dem sie zu energischem Handeln gegen den Klimawandel aufriefen.

Am 26. November forderte Papst Franziskus am Umweltprogramm der Vereinten Nationen in Nairobi einen erfolgreichen Abschluss des Klimagipfels. Es sei "traurig", und er wage zu sagen, "katastrophal" wenn die Konferenz an Einzelinteressen von Staaten scheitere und sich diese gegenüber dem Wohl der Menschheit durchsetzten. Der Klimawandel sei "globales Problem mit schwerwiegenden Folgen", daher müsse eine Lösung beschlossen werden, die sowohl die Folgen des Klimawandels verringere, die Armut bekämpfe und "Respekt für die Menschenwürde" garantiere.


DVD-Themenheft "Flucht / Flüchtlinge" (2. Aufl.)

Download der Liste nach Klick auf das Bild

Mit einem Gemeinsamen Wort der Kirchen laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Dr. h.c. Augoustinos von Deutschland, zur 40. Interkulturellen Woche ab 27. September 2015 ein.

Die Vertreter der Kirchen würdigen in ihrem Gemeinsamen Wort, dass sich Deutschland in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einem Einwanderungsland entwickelt hat. Zugleich merken sie kritisch an, dass Teile der Bevölkerung Probleme mit der zunehmenden gesellschaftlichen Vielfalt haben. "In den vergangenen Monaten mussten wir erkennen, dass es in Deutschland auch heute noch offenen und verdeckten Rassismus gibt." Jeder Form von Ausgrenzung setzen die Kirchenvertreter das Konzept der Interkulturellen Woche entgegen: "Begegnung führt zum Abbau von Ängsten und lässt aus Unbekannten geschätzte Nachbarn, Freundinnen und Freunde werden. Gespräche schaffen Verständnis. Gesellschaftliche Teilhabe erlaubt volle Gleichberechtigung und lässt Integration wachsen."

Die BMZ Speyer hat ein Themenheft mit entleihbaren DVDs zum Stoffkreis "Flucht / Flüchtlinge" zusammengestellt. Ein Klick auf das Bild führt zum Download der Liste.


Ausgewählte Neuerwerbungen im Dezember 2015

Entleihbar unter Sign.: 11 ZT 08

Titos Brille
Regina Schilling, Warner Bros. Entertainment, Spielfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (91 Min.) : farb.

Adriana Altaras ist Regisseurin, Schauspielerin und Autorin. Sie ist Mutter zweier Kinder und Ehefrau eines deutschen Katholiken. Sie stammt aus einem Land, das es so nicht mehr gibt: Jugoslawien. Die Tochter jüdischer Partisanen, die für Tito kämpften und die im Nachkriegsdeutschland ein neues Leben begannen, erzählt in "Titos Brille" von ihrer "strapaziösen Familie". So ungewöhnlich Adrianas Familienleben auf den ersten Blick auch sein mag, so beispielhaft ist es für einen Großteil der Generation der Nachkriegskinder - trotz eines prallen Lebens sind die Wunden aus der Vergangenheit ihrer Eltern bis heute zu spüren und die Suche nach den eigenen Wurzeln ein steter Begleiter.


Entleihbar unter Sign.: 11 ZA 15

Aus dem Leben eines Schrottsammlers
Danis Tanovic, drei-freunde-Filmverleih, Spielfilm, Bosnien-Herzegowina 2013
1 DVD-Video (75 Min.) : farb.

Tuzla, Bosnien und Herzegowina, im Winter. Nazif schlachtet mit einem Freund bei bitterer Kälte ein altes Auto aus, um jedes verwertbare Teil beim örtlichen Schrotthändler zu verkaufen. Von dem kargen Lohn ernährt der Familienvater seine Frau Sénada, seine zwei kleinen Töchter und sich. Für Luxus und Extras ist kein Geld da, die Roma-Familie kommt gerade so über die Runden. Trotzdem freuen sie sich auf das dritte Kind. Bis Sénada eines Tages über starke Bauchschmerzen klagt und den beiden schnell klar wird: wer am Rande der Gesellschaft lebt, wird vom System nicht unterstützt. Sénada erfährt, dass ihr ungeborener Sohn tot ist, und braucht dringend medizinische Hilfe. Doch die Situation scheint ausweglos: Die Krankenhäuser weisen sie ab, da die Familie weder versichert ist noch die 500 Euro für den Eingriff aufbringen kann. Ein Kampf gegen die Zeit, den Tod und die Hoffnungslosigkeit beginnt ...

"Aus dem Leben eines Schrottsammlers" ist ein bewegender Film über eine Roma-Familie und die wahre Geschichte aus dem Leben von Sénada und Nazif, die sich als Laiendarsteller selbst spielen. In eindringlichen Bildern im Stile einer Dokumentation fängt der vielfach preisgekrönte Regisseur und Oscar-Gewinner Danis Tanovi (No Mans Land) das Familienschicksal als stiller Beobachter ein und zeichnet so ein unverfälschtes Bild von der Armut am Rande des heutigen Europas wieder.


Entleihbar unter Sign.: 11 VB 31

Climate Crimes - Umweltverbrechen im Namen des Umweltschutzes
Ulrich Eichelmann, Filmsortiment, Dokumentarfilm, Österreich 2012
1 DVD-Video (54 Min.) : farb.

"Climate Crimes" ist die Geschichte von atemberaubenden Landschaften, seltenen Arten und Menschen, die mit der Natur leben. Sie alle werden bedroht, nicht vom Klimawandel, sondern vom Klimaschutz und dem, was in seinem Namen geschieht. Mehr als zwei Jahre lang haben sich Ulrich Eichelmann und sein Team auf die Spuren von Klimaschutzprojekten und "grüner Energien" begeben. Er besuchte dazu die Mesopotamischen Sümpfe im Irak, die Urwälder Amazoniens und Indonesiens, den Südosten der Türkei sowie Schutzgebiete in Deutschland. Climate Crimes ist eine Reise zu den Tatorten der grünen Energien mit erschreckendem Ergebnis. Wasserkraftwerke, Biodiesel- und Biogasproduktion drohen selbst die letzten Juwele des Planeten zu vernichten. Und das wird zudem noch mit einem grünen Zertifikat "Klimaschutz" markiert. Ein bedrohlicher Etikettenschwindel.


Entleihbar unter Sign.: Cb 2026

Jochem Marotzke (Hg.):
Die Zukunft des Klimas
- neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen ; ein Report der Max-Planck-Gesellschaft
München : Beck 2015, 230 Seiten
ISBN 978-3-406-66967-5

Die Autoren berichten über die Möglichkeiten und Grenzen von Klimamodellen, über den globalen Kohlenstoff-Kreislauf und die Bedeutung der Vegetation für das Klima genauso wie über Reaktionen der Vogelwelt auf den Klimawandel. Sie geben einen Überblick über Klimaziele in der politischen Auseinandersetzung, fragen, warum Klimaverhandlungen scheitern, was Emissionszertifikate wirklich leisten und worin die völkerrechtlichen Voraussetzungen und Grenzen für gezielte Eingriffe in das Klimageschehen bestehen.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 GN 11

Eva Weber:
Mit Kindern Gebete und Psalmen entdecken -
Unterrichtseinheiten zum Sofort-Loslegen ; Klasse 1 - 4
Mülheim an der Ruhr : Verlag an der Ruhr 2015, 75 Blatt
ISBN 978-3-8346-2745-2

„Gott hat immer Zeit für mich und hört mir immer zu.“ – Diese Botschaft können Sie auch Grundschulkindern schon vermitteln. Damit die Kinder Gebete und Psalmen altersgerecht kennenlernen und verstehen können, hat die erfahrene Autorin dieses Thema zeitgemäß und mit vielen Kopiervorlagen aufbereitet. Die fertigen Stundenentwürfe enthalten ausführliche Anleitungen sowie sämtliche Arbeitsblätter, Noten und Bildvorlagen für eine unaufwendige Unterrichtsvorbereitung. Sie geben Ihnen alles Nötige an die Hand, um christliche Gebete kindgerecht, modern und sinnvoll zu thematisieren. Dabei sind die Materialien sowohl für den katholischen als auch für den evangelischen Religionsunterricht geeignet, aber auch für die Religionspädagogik allgemein und für die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit.

Vom Vaterunser über Segensgebete und freies Beten bis zum gesungenen Gebet: In je zehn Stunden für die Klassen 1/2 und 3/4 lernen die Schüler fächerübergreifend und teilweise in Stationenarbeit auf motivierende Weise verschiedene Gebetsformen kennen – und haben selbst Gelegenheit, zu beten und „mit Gott zu reden“.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 GN 74

Martina Steinkühler / Anne Fröhlke:
Die Geschichte vom guten König
Ostfildern : Patmos-Verlag 2015, 24 Seiten
ISBN 978-3-8436-0671-4

Vielen Kindern ist das Vaterunser nicht bekannt oder die Worte bleiben ihnen unverständlich. Dieses Bilderbuch erzählt in der Geschichte vom guten König Gott ganz neu - und ganz einfach. So fällt es großen und kleinen Lesern leicht, wieder einen Zugang zu diesem Grundgebet der Christen zu finden. Dabei helfen vor allem die witzigen, manchmal schrägen, immer liebevollen und detailreichen Zeichnungen, die Bilderbuch - Gucker in ein ganz neues Land mitzunehmen - in das Land des guten Vaters.


Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


60. Jahrestag der Zivilcourage von Rosa Parks

Entleihbar unter Sign.: 11 TJ 04

Rosa Louise Parks (* 4. Februar 1913 in Tuskegee, Alabama; † 24. Oktober 2005 in Detroit, Michigan) war eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin. Die Afroamerikanerin wurde am 1. Dezember 1955 in Montgomery, Alabama verhaftet, weil sie sich weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Dies löste den Montgomery Bus Boycott aus, der neben den Protesten im Fall Emmett Till als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gilt, die das Ende der sogenannten Jim-Crow-Gesetze herbeiführte.

Inhalt der DVD "Der Bus von Rosa Parks": Ein über 80jähriger Großvater möchte unbedingt seinem Enkel etwas zeigen. Er fährt mit ihm nach Detroit ins bekannte Henry-Ford-Museum, und dort interessiert ihn nur ein Exponat: ein gelber Bus. Er lässt den erstaunten und auch ein bisschen unwilligen Jungen auf einem bestimmten Sitz Platz nehmen, setzt sich neben ihn und erzählt ihm die Geschichte von Rosa Parks, die 1955 in diesem Bus saß und sich geweigert hatte, einem weißen Passagier ihren Platz frei zu machen; und er erzählt von seiner eigenen, unscheinbaren Rolle in dieser Geschichte. Das wirkt sehr authentisch und beeindruckt den Enkelsohn, denn der Großvater kann nicht nur durch den wirklichen Ort, sondern auch durch die Erzählungen über die brutale Gewalttat an einem Arbeitskollegen eine atmosphärische Dichte schaffen. So gelingt es, dem Enkel eine nach nur zwei Generationen fast nicht mehr vorstellbare gesellschaftliche Situation lebendig werden zu lassen. Die schrittweise Aufhebung der Rassentrennung war für das Leben des Großvaters eine so unfassbare und tiefgreifende Veränderung, dass es ihm ein großes Anliegen ist, die Bedeutung wirklich spürbar zu machen. Und sie gipfelte tatsächlich in der Wahl eines schwarzen Präsidenten.


40. Todestag von Hannah Arendt

Entleihbar unter Sign.: 11 ZH 15

Hannah Arendt (geboren am 14. Oktober 1906 in Linden, heute ein Stadtteil von Hannover; gestorben am 4. Dezember 1975 in New York; eigentlich Johanna Arendt) war eine jüdische deutsch-US-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin.

Die Entrechtung und Verfolgung von Juden in der Zeit des Nationalsozialismus sowie ihre eigene kurzzeitige Inhaftierung durch die Gestapo bewogen sie 1933 zur Emigration aus Deutschland. Vom nationalsozialistischen Regime 1937 ausgebürgert, war sie staatenlos, bis sie 1951 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt. Seitdem verstand sie sich als US-Amerikanerin und bekannte sich zur US-amerikanischen Verfassung. Sie war unter anderem als Journalistin und Hochschullehrerin tätig und veröffentlichte wichtige Beiträge zur politischen Philosophie. Gleichwohl lehnte sie es ab, als "Philosophin" bezeichnet zu werden. Auch dem Begriff "Politische Philosophie" stand sie eher distanziert gegenüber; sie gab der Bezeichnung "Politische Theorie" für ihre entsprechenden Publikationen den Vorzug und legte Wert darauf, dass sie als Historikerin arbeite. Die Intellektuellen, die sich ab 1933 Adolf Hitler zuwandten, verachtete sie.

Arendt vertrat ein Konzept von "Pluralität" im politischen Raum. Demnach besteht zwischen den Menschen eine potentielle Freiheit und Gleichheit in der Politik. Wichtig ist es, die Perspektive des Anderen einzunehmen. An politischen Vereinbarungen, Verträgen und Verfassungen sollten auf möglichst konkreten Ebenen gewillte und geeignete Personen beteiligt sein. Aufgrund dieser Auffassung stand sie rein repräsentativen Demokratien kritisch gegenüber und bevorzugte Rätesysteme und Formen direkter Demokratie.

Nicht zuletzt aufgrund ihrer zahlreichen theoretischen Auseinandersetzungen mit Philosophen wie Sokrates, Platon, Aristoteles, Immanuel Kant, Martin Heidegger und Karl Jaspers sowie mit den maßgeblichen Vertretern der neuzeitlichen politischen Philosophie wie Niccolò Machiavelli, Charles de Montesquieu und Alexis de Tocqueville wird sie dennoch häufig als Philosophin bezeichnet. Gerade wegen ihres eigenständigen Denkens, der Theorie der totalen Herrschaft, ihrer existenzphilosophischen Arbeiten und ihrer Forderung nach freien politischen Diskussionen nimmt sie in den Debatten der Gegenwart eine bedeutende Rolle ein.

Ihre öffentlichen Stellungnahmen zu politischen Ereignissen waren häufig unter Gegnern, aber auch Freunden umstritten; ihre Zivilcourage wurde oft als Unnachgiebigkeit wahrgenommen und bekämpft, insbesondere ihre Arbeit zum Eichmann-Prozess. Durch ihr politisches Hauptwerk Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft Anfang der 1950er Jahre wurde sie in der Öffentlichkeit bekannt. Vita activa oder vom tätigen Leben ist ihr philosophisches Hauptwerk.

Inhalt der DVD "Hannah Arendt - ihr Denken veränderte die Welt": Spielfilm über die Philosophin Hannah Arendt (1906-1975), vor allem ihre Beobachtung und Bewertung des Prozesses gegen Adolf Eichmann, die sie in ihrem Text "Die Banalität des Bösen" zusammenfasste. Verdichtet zum dynamisch erzählten Porträt einer höchst bemerkenswerten Denkerin, fesselt der Film als spannendes, persönliches wie geistiges Drama, bei dem besonders die Schilderung des New Yorker Milieus der deutsch-jüdischen Emigranten um 1961 überzeugt. (nach: film-dienst)

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Hannah Arendt  


125. Todestag von Sitting Bull

Entleihbar mit Sign.: 14 WA 01

Sitting Bull (* um 1831 am Grand River, South Dakota; † 15. Dezember 1890 in seinem Lager am Grand River in der Standing Rock Reservation, North Dakota) war Stammeshäuptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux. Als vor allem spiritueller Anführer leistete er jahrelangen Widerstand gegen die US-amerikanische Regierungspolitik. Nach der Niederschlagung der letzten militärischen indianischen Aufstände, zu denen er wesentlich beigetragen hatte, wurde er unter anderem durch Auftritte bei Wildwestshows bekannt und setzte sich für eine Versöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern ein. 1883 konvertierte er zum katholischen Christentum und wurde 1890 von Indianerpolizisten bei einer versuchten Verhaftung erschossen.

Inhalt der Audio-CD "Der große Geist spricht - Reden berühmter Indianerhäuptlinge": Nach ihrer Unterwerfung durch die weißen Eroberer beschworen legendäre Indianerhäuptlinge wie Häuptling Seattle, Sitting Bull oder Chief Joseph ein letztes Mal in kraftvollen Reden die visionäre Weisheit ihrer untergehenden Kultur. Ihre Worte sind einzigartige Zeugnisse: Die unverfälschte Rede des Häuptlings Seattle, eine Rede von Sitting Bull vor einer Indianerversammlung, die Forderung von Chief Joseph "Wir verlangen, als Menschen anerkannt zu werden" oder die stolzen Abschiedsworte von Black Hawk ...


Studientag in Heidelberg: "Aus Konflikten lernen"

Entleihbar unter Sign.: 62 T 04

"Aus Konflikten lernen" - Krisenmanagement für Einsteiger

Veranstaltungsort: Kommunikationszentrum des DKFZ Heidelberg
Datum: 5. Dezember 2015
Ansprechpartner: Katrin Platzer

Erfolgreiches Krisenmanagement setzt die Fähigkeit voraus, aus Konflikten zu lernen. In jeder Form von Zusammenarbeit bilden sich Rollen und Formen der Arbeitsteilung aus. Das gilt umso mehr in komplexen Arbeitsvorhaben. Je anspruchsvoller die Probleme sind, die es zu lösen gilt, desto produktiver sind dabei kooperative Führungsstile. Sie fördern die Motivation und die Akzeptanz von Konfliktlösungen. Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie ein Praxisbeispiel einbringen und in der Gruppe vorstellen und unter den genannten Prämissen reflektieren.

Für Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre.

Inhalt des Buches "Was Frieden schafft": Wie Religionen Frieden schaffen: Entgegen vielen Vorurteilen zeigt dieses Buch: Religionen schaffen Frieden! Konkrete Friedensbeiträge und -potenziale von Religionen anschaulich zu machen, ihre Aktualität und Relevanz darzustellen sowie am Beispiel zu zeigen, wie religiöse Friedensarbeit international, aber auch ›im Kleinen‹ vor Ort aussehen kann, das ist das Anliegen des Autors. Markus Weingardt setzt es um, indem er 10 Methoden konstruktiver Konfliktbearbeitung beschreibt und ihre Anwendung anhand jeweils eines Beispiels aus dem internationalen und nationalen Kontext veranschaulicht. Ein geschichten- und bilderreiches, spannendes und praktisches Buch konkreter Arbeit für den Frieden. 10 Modelle, 20 Beispiele / Ein Handbuch der Friedensarbeit.


50 Jahre Medienzentrale Speyer 1965 - 2015

Unsere Medienzentrale als eines von acht Arbeitsfeldern der Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer feiert im Jahr 2015 ihr 50jähriges Jubiläum. Die Zentralbibliothek der Landeskirche kann bereits auf eine knapp 200jährige Historie zurückblicken und wurde ca. 1820 gegründet.

Mit fortschreitender Technisierung wird 1965 die damals so genannte „Film-, Bild- und Tonstelle“ ins Leben gerufen. Man startet mit gerade mal 162 Medien. Ein Vierteljahrhundert später hat sich die Zahl bereits verzehnfacht. In den 1980er Jahren werden alle Schallplatten, Tonbänder und Super-8-Filme ausgesondert und stattdessen Videokassetten zum Verleih angeboten. Mit der zunehmenden Vielfalt der AV-Medien wächst nicht nur der Bestand, sondern auch die Zahl der Entleihungen. Die „Film-, Bild- und Tonstelle“ wird in „Medienzentrale“ umbenannt und 1998 der Bibliothek eingegliedert. Die Erwerbung muss mit dem technischen Wandel der Datenträger schritthalten. Das Angebot wird um CDs, CDROMs und DVDs erweitert. 2011 werden die 16 mm-Filme aus dem Verleih genommen. 2013 schließt sich unsere Medienzentrale dem Medienportal der Landeskirchen und Bistümer an. Hier können nach Registrierung kostenfrei Online-Videos auf den Rechner des Kunden heruntergeladen werden. Aktuell sind etwa 13.000 im Online-Katalog verzeichnete, audiovisuelle Medien entleihbar bzw. per Download anzusteuern.


EKD-Themenjahr 2015 "Reformation - Bild und Bibel"

Bild und Bibel, den beiden zentralen Kommunikationsmedien der Reformation, gilt die Aufmerksamkeit des neuen Themen-Magazins der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Magazine sind ein Beitrag zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017. Im Jahr 2015 kommt die Reformation als Medienereignis in den Blick.

In mehr als 50 Beiträgen beleuchtet das Magazin grundsätzliche Aspekte und praktische Fragen: das Bilderverbot aus dem 2. Buch Mose; die Bildsprache der Reformation; die Frage, wie die Bibel zu verstehen ist; den Umstand, dass Bilder politisch missbraucht werden; die Frage, wie man Bilder lesen lernen kann; die Bedeutung der digitalen Revolution für unser Leben; die (Wunsch-)Bilder von Kirche und vieles andere mehr.

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
Offizielle EKD-Seite zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Offizielle Seite von Luther 2017 zum Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" 
Veranstaltungen zum Themenjahr  
Startet einen DownloadThemenheft der BMZ zu "Reformation: Bild und Bibel" mit Büchern, Medien und Aufsätzen  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.