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Evangelische Kirche der Pfalz 
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Neben den Print-Ausgaben der abonnierten Zeitschriften werden auch Online-Versionen im Volltext angeboten.

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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Januar 2016



Neuer Online-Katalog ab 1. Januar 2016

Wir freuen uns, Ihnen ab Jahresbeginn 2016 für die Recherche einen neuen, verbesserten Online-Katalog zur Verfügung stellen zu dürfen. Es erwarten Sie folgende Erweiterungen der Such-Funktionalität:

1. Neue Filtermöglichkeiten bei der Recherche nach Titeln: Die Suche nach Online-Medien, Bibelstellen und Erscheinungsjahren gestaltet sich nun deutlich komfortabler.

2. Verwalten Sie Ihr eigenes Ausleihkonto, indem Sie sich auf der Startseite des Online-Katalogs registrieren und anmelden. Sie haben jederzeit die volle Übersicht über die von Ihnen entliehenen Titel sowie alle Leihfristen. Zudem können Sie eigenständig verlängern und die Daten Ihres Kundenkontos aktuell halten.

3. Der Neuerwerbungsdienst gibt Ihnen die Möglichkeit, sich nach individuellen Einschränkungen und Einstellungen die neuen Titel der BMZ als pdf-Datei zusenden zu lassen.


Neuerwerbungslisten der Bibliothek 2015

Ein Klick auf die beiden Bilder führt zum Download der Listen.


Neue Mitarbeiterin in der BMZ Speyer

Am 18. Januar 2016 wird unsere neue Mitarbeiterin, Frau Nina Träger, als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste ihre Arbeit in der BMZ Speyer aufnehmen. Sie ist jeweils montags und dienstags ganztags sowie freitags halbtags bei uns berufstätig. 

Wir wünschen ihr zum Start alles Gute.


Ausgewählte Neuerwerbungen im Januar 2016

Entleihbar unter Sign.: 11 YB 68

Tierisch einleuchtend - Einfach fabelhaft: 3 Bilderbuchkinos zu zeitgenössischen Fabeln
Ranga Yogeshwar u.a., Evangelisches Medienhaus, Animationsfilm, Deutschland 2015
1 DVD-Video (4 + 7 + 4 Min.) : farb. / 1 DVD-ROM

Tiere mit allzu bekannten menschlichen Wesenszügen stehen im Mittelpunkt der drei Bilderbuchkinos. Und natürlich lässt sich etwas lernen aus den Geschichten. Aber anders als in der klassischen Erzählform durchlaufen auch die Helden selbst einen Entwicklungsprozess und verändern sich. Und es sind für Fabeln ungewöhnliche Vierbeiner, um die es hier geht. Ein fröhliches Kaninchen hat einen belesenen, etwas sturen Frosch als Gegenüber, ein Schaf findet zu sich selbst und zwei eng befreundete Hunde machen eine praktische und eine sinnbildliche Entdeckung. Das umfangreiche Begleitmaterial mit Info- und Arbeitsblättern zu jedem Titel ist für den Deutsch-, aber auch fächerübergreifend an Grundschulen konzipiert.

Die drei Bilderbuchkinos: 1 Ranga Yogeshwar / Nina Dulleck (Illustration): Die fabelhafte Entdeckung einer kleinen Weisheit von großer Bedeutung: Ein indisches Märchen. © S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2012 / 2 Miriam Koch: Fiete Anders. © Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2007 / 3 Delphine Bournay: Die Grille aus Krümel und Pfefferminz – spielen Theater. Originaltitel: „La cigale“ in "Grignotin et Mentalo présentent" © 2009 l’école des loisirs, Paris


Entleihbar unter Sign.: 11 DE 12

Strafsache Luther - Wie Rom die Reformation verhindern wollte
Thomas Furch / Florian Kröppel, Matthias-Film, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (45 Min.) : farb.

Was lief da schief hinter den Mauern des Vatikans? Warum war ausgerechnet ein unbekannter Mönch aus einem kleinen Städtchen in Deutschland erfolgreich im Kampf gegen die unbesiegbar scheinende Institution der Kirche? Die Antwort liegt im Vatikan selbst. Der Film begibt sich auf die Spuren eines Konflikts, der wie kein zweiter unsere Geschichte und das christliche Selbstverständnis geprägt hat. Anlässlich des anstehenden 500. Jubiläums des Thesenanschlags, erzählt der Film nicht die Biographie des Reformators, sondern wirft ein neues Licht auf die Fakten aus Sicht des Vatikans. Ein exklusiver Zugang zu den vatikanischen Archiven ermöglicht dabei die Suche nach bisher unveröffentlichten Akten zur »Causa Lutheris«.

Die spannende Detektivgeschichte versucht, kriminalistisch Licht ins Dunkel dieses weltbewegenden Falles zu bringen. Unter Berücksichtigung der neuen Faktenlage legt sie mitreißend historische Vorgänge in einer dramatischen Parallelerzählung zwischen Rom und Wittenberg dar.


Entleihbar unter Sign.: 11 SE 22

Töchter des Aufbruchs - Lebenswege von Migrantinnen
Uli Bez, BEZMedien, Dokumentarfilm, Deutschland 2014
1 DVD-Video (80 Min.) : farb.

Ältere Migrantinnen aus unterschiedlichen Nationen erzählen, wie sie nach Deutschland gekommen sind, in welchen Firmen sie ihre erste Arbeitsstelle gefunden haben, über das Altwerden in der zweiten Heimat. Sie berichten über ihre Träume und Visionen, über Enttäuschungen und Schmerz, sie erzählen von beruflichen Erfolgen und ihrem heutigen Platz in Familie und Gesellschaft. Der Film lebt durch die Geschichten, Anekdoten und Charaktere der Migrantinnen, er nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf ihre Reise aus Griechenland, der Türkei, aus Ex-Jugoslawien, der Ukraine, dem Irak und aus Nordafrika nach München. Er zeigt, wie die Frauen in Deutschland Fuß gefasst haben, aber auch welche Erinnerungen sie heute noch zornig werden lassen. Auch die Perspektive der jungen, der zweiten und dritten Generation der Migrantinnen kommt in "Töchter des Aufbruchs" zum Tragen - was sich letztlich auch in der Filmmusik widerspiegelt - ein eigens für den Dokumentarfilm geschriebener Rap begleitet die Reise.


Entleihbar unter Sign.: Ab 2108

Marco Hofheinz (Hg.):
Religionskritik interdisziplinär

Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2015, 204 Seiten
ISBN 978-3-374-04069-8

Das Phänomen »Religion« wird im Haus der Wissenschaften durchaus kritisch wahrgenommen. Unterschiedliche Disziplinen wie Philosophie, Religionswissenschaft, Sprach- und Literaturwissenschaft, aber auch die katholische wie evangelische Theologie widmen sich der Religionskritik. Der vorliegende Band wagt aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Perspektiven eine Annäherung an die Thematik der Religionskritik, die sich insbesondere interdisziplinär als bleibend wichtig erweist. Dazu werden die unterschiedlichen Perspektiven, Ansätze, Denkweisen und Erkenntnisinteressen der verschiedenen Disziplinen in den Blick genommen.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Eb 7545

Olav Meyer-Sievers:
Krisenfest - Stärke finden in seelischer Not

Gütersloh : Gütersloher Verlagshaus 2015, 191 Seiten
ISBN 978-3-579-07097-1

Wie verletzte Seelen wieder Stärke finden können: Olav Meyer-Sievers ist als Notfallhelfer Zeuge erschütternder Schicksale und erster Ansprechpartner für Menschen in existenziellen Lebenskrisen. Um angesichts solchen Leids nicht selbst Schaden zu nehmen, bedarf es einer guten psychischen Widerstandsfähigkeit. Wie Olav Meyer-Sievers es schafft, seelisch gesund zu bleiben, verdeutlicht er in diesem Buch und gibt viele Anregungen zur Stärkung der eigenen Resilienz. Schicksalsschläge und Lebenskrisen bewältigen: ein Notfallhelfer erzählt aus seinem Leben / Resilienz – innere Stärke gewinnen im Umgang mit eigenen Notlagen / Ein Blick hinter die Kulissen der Kriseninterventionsarbeit.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 VK 71

Rainer Oberthür:
Das Buch vom Anfang von allem - Bibel, Naturwissenschaft und das Geheimnis unseres Universums

München : Kösel 2015, 104 Seiten
ISBN 978-3-466-37127-3

Rainer Oberthür erzählt die Geschichte vom Anfang der Welt auf zweierlei Weise: die Geschichte vom Urknall bis zur Entstehung des Lebens auf unserer Erde und die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel, ein Loblied auf Gott, der die Welt in sieben Tagen erschaffen hat. Beide Geschichten können unabhängig voneinander gelesen werden. Aber wer sie miteinander liest, begreift: Alle Dinge, die wir sehen, können wir doppelt anschauen – als Tatsache und als Geheimnis. Ein grandios gestaltetes Buch, faszinierend und voller Entdeckungen für Kinder wie Erwachsene. Wie unsere Welt entstanden ist / Ideales Geschenkbuch für Kinder und Erwachsene / Hochwertige Ausstattung, zahlreiche Bilder im Innenteil.


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Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


25. Jahrestag des Beginns des Zweiten Golfkriegs

Entleihbar unter Sign.: 22 B 96

Der Zweite Golfkrieg (auch Erster Irakkrieg genannt; englisch (First) Gulf War oder Gulf War I) begann mit der gewaltsamen Eroberung Kuwaits durch den Irak am 2. August 1990. Am 28. August wurde Kuwait durch den Irak annektiert. Ab dem 16. Januar 1991 begann eine Koalition, angeführt von den Vereinigten Staaten und legitimiert durch die Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates, mit Kampfhandlungen zur Befreiung Kuwaits.

In Bezug auf die verwendeten Rüstungsgüter und den Mobilisierungsgrad der Kriegsparteien war der Zweite Golfkrieg der schwerste Krieg seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, selbst wenn man den Koreakrieg in den Vergleich einbringt. Darüber hinaus zeichnete sich der Krieg durch die ungewöhnlich asymmetrische Verteilung der Kriegsopfer, die einseitige Verfügung des Kriegsendes und den hohen Grad an mittelbaren Umweltschäden aus.

Besonderheiten wies der Zweite Golfkrieg auch für die Verhältnisse im Nahen Osten auf, da er der erste Konflikt war, bei dem arabische Staaten gegeneinander aktiv Krieg führten. Des Weiteren waren die drei nichtarabischen Staaten der Region - Israel, der Iran und die Türkei - unmittelbar von den Ereignissen innerarabischer Politik betroffen und an ihnen beteiligt. Drittens war der Zweite Golfkrieg der erste militärische Großeinsatz der Vereinigten Staaten im Nahen Osten, von zwei eingeschränkten Operationen im Libanon (Libanonkrise 1958 und 1982-1984) abgesehen.

Für das Ereignis und den Ablauf des Zweiten Golfkrieges war das Ende des Kalten Krieges als eine sicherheitspolitische Konvention und als Epoche der Weltgeschichte von unmittelbarer Bedeutung. Der Krieg selbst hatte über die Kriegsschäden hinaus Auswirkungen auf zahlreiche Aspekte der internationalen und der irakischen Politik, vor allem auf die Kriegsführung und die politische Rolle der Medien in den beteiligten westlichen Staaten. Der Kabelsender CNN etablierte sich so durch seine anhaltende Berichterstattung aus dem Krisengebiet als international bekanntes Massenmedium.

Inhalt des Buches: Diese religionswissenschaftliche Publikation führt in die religiöse Pluralität in ausgewählten Ländern des Nahen Ostens ein. Bei jeder Religionsgemeinschaft werden einheitlich religiöse Lehre, Religions- bzw. Kirchengeschichte präsentiert. In Band I kommen folgende religiöse Gruppierungen zur Sprache: im Irak Muslime, Christen, Juden, Yeziden, Mandäer, in Jordanien Muslime und Christen, in Syrien Muslime, Nusayrier (Alawiten), Christen, im Libanon Christen, Drusen, Muslime. Zum besseren Verständnis der Hintergründe und Zusammenhänge beginnen die chronologisch dargestellten Religionsgeschichten mit der Entstehung der Religionsgemeinschaft, wobei allerdings der inhaltliche Akzent auf dem 20. und 21. Jahrhundert liegt. Mit dieser zusammenfassenden und auch für Nicht-Spezialisten verständlichen Arbeit soll zum einen die bislang fehlende Möglichkeit gegeben werden, einen leicht zugänglichen Überblick über die Religionsgemeinschaften im Nahen Osten zu gewinnen. Zum anderen soll sie als Ausgangspunkt und Grundlage für anschließende Detailforschungen dienen.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Zweiten Golfkriegs  


75. Geburtstag von Jürgen Micksch

Entleihbar unter Sign.: Ab 1946

Jürgen Micksch (* 20. Januar 1941 in Breslau) ist ein deutscher evangelischer Theologe und Soziologe sowie Initiator verschiedener sozialer und interreligiöser Einrichtungen.

Nach der Flucht aus Breslau besuchte Jürgen Micksch die Grundschule in Dorfbach im Landkreis Passau sowie das Luitpold-Gymnasium in München. 1960 machte er das Abitur am Luitpold-Gymnasium in München. Danach studierte er Philosophie und Theologie an den Universitäten in München, Heidelberg, Tübingen, Berlin und Erlangen. 1965 absolvierte er das 1. Theologisches Examen und arbeitete sodann als Vikar in Regensburg. 1966 wurde er Studieninspektor in Erlangen und begann das Studium der Soziologie in Erlangen, Nürnberg und Münster. 1968 absolvierte er das 2. Theologische Examen und 1971 promovierte er als Soziologe zum Dr. phil. über das Thema "Jugend und Freizeit in der DDR".

Danach war er als Pfarrer und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kirchlichen Außenamt der EKD in Frankfurt am Main tätig. In der Zeit von 1974 bis 1984 war er Ausländerreferent und Oberkirchenrat im Kirchlichen Außenamt und späteren Kirchenamt der EKD in Frankfurt am Main. In dieser Funktion war er u.a. Vorsitzender der Ökumenischen Kommission für die Unterstützung orthodoxer Priester, KdöR (1980-1994) und Geschäftsführer des Ausschusses der Kirchen für Ausländerfragen in Europa (1976-1984). Er war Initiator und Vorsitzender des bundesweiten Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Woche der ausländischen Mitbürger/Interkulturelle Woche und formulierte 1980 die Thesen "Die Bundesrepublik ist zu einer multikulturellen Gesellschaft geworden", die eine langjährige Kontroverse auslösten.

Von 1984 bis 1993 war er stellvertretender Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing. Während dieser Zeit gründete er PRO ASYL und die Obdachlosenzeitung BISS. Er organisierte und moderierte 1993 auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag Veranstaltungen mit dem Dalai Lama und Carl Friedrich von Weizsäcker. 1993 wurde Jürgen Micksch zum Interkulturellen Beauftragten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau berufen und übte dieses Amt bis 2001 aus. Parallel dazu hatte er Lehraufträge an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main. Seit 1994 ist Jürgen Micksch Vorsitzender des Interkulturellen Rates in Deutschland, wo er die Internationalen Wochen gegen Rassismus initiierte und das Abrahamische Forum und das Deutsche Islamforum gründete. 2014 wurde er geschäftsführender Vorstand der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Er ist Verfasser von über 350 Aufsätzen in Büchern, Lexika, Zeitschriften sowie Autor bzw. Herausgeber von über 25 Büchern.

Inhalt des Buches: „Islamfeindlichkeit ist die gegenwärtig am meisten verbreitete Form von Rassismus.“ Dieser Satz in der vom Interkulturellen Rat im Jahr 2008 im Rahmen des Clearingprojekts: Zusammenleben mit Muslimen veröffentlichten Broschüre „Das Islambild verändern. Positionen zur Überwindung von Islamfeindlichkeit“ hat kontroverse Debatten ausgelöst. Im vorliegenden Buch sind kritische und weiterführende Beiträge zum Thema Islamfeindlichkeit von Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Lebensbereichen zusammengestellt. Vielfältige Perspektiven werden deutlich. In einem Beitrag wird vorgeschlagen vom antimuslimischen Rassismus zu sprechen. Über solche Anregungen ist zu diskutieren, vor allem in Kooperation mit Muslimen. Öffentliche Debatten erhöhen die Chancen zur Überwindung von Islamfeindlichkeit.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Jürgen Micksch


85. Geburtstag von Trutz Rendtorff

Entleihbar unter Sign.: M 1564

Trutz-Gotthilf Peter Rendtorff (* 24. Januar 1931 in Schwerin) ist ein deutscher evangelischer Theologe.

Rendtorff, wie der Alttestamentler Rolf Rendtorff ein Sohn des Mecklenburger Landesbischofs Heinrich Rendtorff, besuchte das Marienstiftsgymnasium in Stettin und machte in Kiel in der Kieler Gelehrtenschule 1951 Abitur. Von 1951 bis 1956 studierte er Evangelische Theologie und Soziologie in Kiel, Bloomington (Indiana State University), Göttingen, Basel und Münster. 1956 wurde er in Münster zum Dr. theol. promoviert. Anschließend war er Assistent am Institut für Christliche Gesellschaftswissenschaften der Universität Münster. 1961 habilitierte er sich in Münster für Systematische Theologie. Von 1962 bis 1968 war Rendtorff Dozent und außerplanmäßiger Professor an der Universität Münster, von 1968 bis 1999 ordentlicher Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1999 wurde er emeritiert.

Rendtorff ist Mitbegründer des Instituts TTN (Technik-Theologie-Naturwissenschaften) an der Universität München und war von 1998 bis 2003 der Vorsitzende des Trägervereins TTN. Von 1979 bis 1984 war Rendtorff Vorsitzender der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie. Bis 1994 war er Präsident der im Jahre 1981 von ihm mitgegründeten Ernst-Troeltsch-Gesellschaft.

Rendtorff hat auch im kirchlichen Raum zahlreiche Funktionen wahrgenommen. Von 1979 bis 1997 war er Mitglied der Synode der EKD. In den Jahren 1980 bis 1997 leitete er als Vorsitzender die Kammer der EKD für öffentliche Verantwortung; in dieser Zeit erschienen die Friedensdenkschrift (Frieden wahren, fördern und erneuern, 1981), die Demokratiedenkschrift (Evangelische Kirche und freiheitliche Demokratie, 1985) und die Wirtschaftsdenkschrift (Gemeinwohl und Eigennutz, 1991).

Inhalt des Buches: Aus Anlass seines 70. Geburtstages im Jahre 2001 legten der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Vorstand, Geschäftsführung sowie ehemalige und derzeitige Mitarbeitende des Instituts TTN diese Festschrift vor. Sie richtet sich an alle, die am Dialog zwischen Naturwissenschaft, Wirtschaft und Ethik interessiert sind. Die Festschrift bietet ein Spektrum von Themen, die in vieler Hinsicht zur Tätigkeit von Professor Rendtorff in Beziehung stehen. Die Beiträge: Bioethik: Über einige Herausforderungen moderner Biologie / Gentechnikdiskussion und Diskriminierungsargumente / Vom Nutzen der Ethik für die medizinische Praxis / Menschenwürde als regulatives Prinzip in bioethischen Konfliktfällen / Ethik in der Klinikseelsorge // Wirtschaftsethik: Soziale Marktwirtschaft und Kirche - zwei Welten / Ethik in Bewegung - Bericht von einem gewagten EXPO-Projekt / Entgrenzte Ökonomie - Wirtschaftsethische Reflexionen zur Rolle ökonomischer Rationalität in Arbeits- und Lebenswelt / Verantwortung als Element christlicher Ethik - Eine Annäherung an das Konstrukt des Homo Oeconomicus.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Trutz Rendtorff  


Tagung in Bad Dürkheim: "Würfelt Gott oder würfelt Gott nicht?"

Entleihbar unter Sign.: 60 N 23

"Die Rolle des Zufalls im Weltbild der Physik"

Veranstaltungsort: Jugendbildungsstätte Martin-Butzer-Haus, Bad Dürkheim
Datum: 22. bis 24. Januar 2016
Ansprechpartner: Katrin Platzer

„Gott würfelt nicht“, hat Albert Einstein einmal gesagt. Begriffe wie Schicksal oder Glück haben keinen Platz in der naturwissenschaftlichen Welt, die Arbeit der Wissenschaftler gründet auf der Annahme, dass alles, was sich in unserem Universum ereignet, den unveränderlichen Naturgesetzen gehorcht. Die Quantenphysik hat uns eines Besseren belehrt: Der Zufall führt im Mikrokosmos die Regie. In der Welt der Atome sind einzelne Ereignisse nicht mehr präzise vorhersagbar, lediglich ihre Wahrscheinlichkeit ist mathematisch berechenbar. Dieser Verzicht auf Kausalität fiel auch Albert Einstein schwer, wie das Eingangszitat ausdrückt. Der Philosoph und Theologe Albert Schweitzer formulierte: „Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will.“ „Schmetterlingseffekt“ und „Chaostheorie“ waren vor 20 Jahren Modeworte. Die Beantwortung der Frage „Zufall oder nicht?“ ist jedoch nach wie vor strittig, daher wollen wir dieser im Rahmen der Tagung nachspüren.

Für Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 26 Jahren.

Inhalt des Buches: Das englische Original präsentiert sich als DIE Einführung zu dem Verhältnis zwischen Religion und Naturwissenschaft. Und das ist nicht übertrieben. Ian G. Barbour ist der Nestor des naturwissenschaftlich-religiösen Dialogs und sein Buch hält, was es verspricht: Barbour gibt eine übersichtliche, aktuelle Einführung in die Kernthemen des Dialogs zwischen Naturwissenschaft und Glaube. In einfacher, klar verständlicher Sprache beleuchtet er die faszinierenden Themen, die sich an der Schnittstelle der materiellen und der spirituellen Dimension des Lebens ergeben, z.B. Neurowissenschaften, Genetik und die Natur des Menschen, Evolution und andauernde Schöpfung, die Implikationen der Quantenphysik für das Weltbild, Astronomie und Schöpfung.


EKD-Themenjahr 2016 "Reformation und die Eine Welt"

„Was wir heute im Rückblick als ’Reformation‘ bezeichnen und manchmal etwas vereinfacht allein mit den Ereignissen vor 500 Jahren in Wittenberg in Verbindung bringen, hat eine globale Wirkung erzielt. Über 400 Millionen Menschen weltweit verbinden ihre geistig-religiöse Existenz mit dem reformatorischen Geschehen, das nicht nur von Wittenberg, sondern auch von anderen europäischen Städten und Regionen ausging“, schreibt der Vorsitzende des Rates der EKD, Heinrich Bedford-Strohm in seinem Vorwort zum Magazin des Themenjahres 2016.

Unter den Leitworten „One Word“, „One World“, „One Work“ beleuchtet das Magazin in mehr als 50 Beiträgen unterschiedliche Aspekte zu „Reformation und die Eine Welt“: die Vielfalt reformatorischer Kirchen und was sie verbindet; die Rolle der Bibel in unterschiedlichen Kontexten; der Pluralismus des Protestantismus als Konfliktpotenzial; koloniale Wunden als Herausforderung für Theologie und Kirche; Wege des Engagements für Gerechtigkeit und Frieden und vieles anderes mehr.

Migrationsgeschichten mit der Bibel im Gepäck werden erzählt. Orte, an denen Welten sich begegnen, werden beschrieben. Reformatorische Persönlichkeiten aus verschiedenen Kontinenten werden porträtiert. Internationale Kirchenbünde, wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) oder die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), stellen sich vor. Nicht zuletzt gibt es praktische Anregungen für Unterricht, Predigt und Gottesdienst.

EKD-Themenheft "Reformation und die Eine Welt" zum Download  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download
 
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.