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Evangelische Kirche der Pfalz 
Bibliothek und Medienzentrale
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Roßmarktstr. 4, 67346 Speyer
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Neben den Print-Ausgaben der abonnierten Zeitschriften werden auch Online-Versionen im Volltext angeboten.

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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Februar 2016


Quelle: www.kirchenkreis-soest.de

Online-Katalog mit Ausleihkonto & Neuerwerbungsdienst

Wir freuen uns, Ihnen seit Jahresbeginn 2016 für die Recherche einen neuen, verbesserten Online-Katalog zur Verfügung stellen zu dürfen. Es erwarten Sie folgende Erweiterungen der Such-Funktionalität:

1. Neue Filtermöglichkeiten bei der Recherche nach Titeln: Die Suche nach Online-Medien, Bibelstellen und Erscheinungsjahren gestaltet sich nun deutlich komfortabler. Die Warenkorb-Funktion erleichtert zudem Sammelbestellungen.

2. Verwalten Sie Ihr eigenes Ausleihkonto, indem Sie sich auf der Startseite des Online-Katalogs registrieren und anmelden. Ihre Benutzernummer erhalten Sie durch Anruf oder Mail an die BMZ. Sie haben jederzeit die volle Übersicht über die von Ihnen entliehenen Titel sowie alle Leihfristen. Zudem können Sie eigenständig verlängern und die Daten Ihres Kundenkontos aktuell halten.

3. Der Neuerwerbungsdienst gibt Ihnen die Möglichkeit, sich nach individuellen Einschränkungen und Einstellungen die neuen Titel der BMZ als pdf-Datei zusenden zu lassen.


Neues Themenheft "Online-Videos"

Ein Klick auf das Bild führt zum Download der nach 24 Themenkreisen sortierten Liste. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Benutzung des Heftes auf Seite 2.

Auf unserem Medienportal für Online-Videos unter www.medienzentralen.de finden Sie zahlreiche neue Online-Videos zum kostenlosen Download auf den eigenen Rechner. Erforderlich ist hierzu lediglich die einmalige Registrierung mit Ihren persönlichen Daten. Anschließend erfolgt die Freischaltung durch die MitarbeiterInnen der BMZ.


Lesung von Frau Prof. Dr. Irene Dingel

v.l.n.r. KP Christian Schad, Prof. Dr. Irene Dingel, Dr. Traudel Himmighöfer (Leiterin der BMZ)

Im Rahmen der von der EKD initiierten Reformationsdekade ist das Jahr 2016 inhaltlich dem Motto "Reformation und die Eine Welt" gewidmet. Die Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz möchte in diesem Kontext den Blick auf das Thema "Die Reformation in Europa - Ausbreitung, Verfolgung, Etablierung" lenken.

Frau Professorin Dr. Irene Dingel, Kirchenhistorikerin und Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz, spricht am Dienstag, dem 8. März 2016, um 19.00 Uhr, Roßmarktstraße 4, Speyer, über

"Außerdem haben wir deine Bücher nach Brabant und England geschickt ..."
Die Reformation in Europa - Ausbreitung, Verfolgung, Etablierung

Erläuternd wird die Referentin dazu Bilder präsentieren.

Die Reformation war für Europa ein einschneidendes Ereignis. Sie kultivierte einen neuen Zugang zur Heiligen Schrift, stellte das Verhältnis zwischen Gott und Mensch auf ein ausschließlich christologisches Fundament und übte Kritik an herrschenden Autoritätsstrukturen. So einig sich die Reformatoren in diesen Grundsätzen waren, so vielfältig entfaltete sich die Reformation in den durch unterschiedliche politische und gesellschaftliche Strukturen geprägten Regionen Europas. Der Vortrag lädt zu einem "europäischen Rundgang" ein. Er beleuchtet an ausgewählten Beispielen die Faktoren für die frühe Verbreitung reformatorischer Ideen, thematisiert Verfolgung und Untergrundexistenz und fragt nach den Bedingungen für eine langfristige Etablierung.

Zu der Thematik des Vortrags zeigt die Bibliothek und Medienzentrale Bücher und Medien, die ab 9. März kostenlos entliehen werden können. Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind in begrenzter Zahl am Haus vorhanden.

Zu diesem Vortragsabend möchten wir Sie sehr herzlich einladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Wir erbitten Ihre Anmeldung bis spätestens 23. Februar 2016 per E-Mail an: presse[at]evkirchepfalz.de oder per Fax an: 06232/667228 oder schriftlich an:
Evangelische Kirche der Pfalz, Öffentlichkeitsreferat, Domplatz 5, 67346 Speyer


Ausgewählte Neuerwerbungen im Februar 2016

Entleihbar mit Sign.: 11 WN 35

Good Morning Karachi - eine junge Frau auf der Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung in der Welt der Mode
Sabiha Sumar, EZEF, Spielfilm, Pakistan 2013
1 DVD-Video (85 Min.) : farb.

Der Film spielt im Jahr 2007, zur Zeit der Rückkehr der ehemaligen Premierministerin und Oppositionspolitikern Benazir Bhutto aus dem Exil. Er handelt von einer jungen Frau aus der unteren Mittelschicht, die, allen gesellschaftlichen und familiären Widerständen zum Trotz, für ihren Traum von einer Model-Karriere und damit für ein selbstbestimmteres Leben kämpft.

Rafina lebt mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Rehan in Karatschi, der größten Stadt Pakistans. Ihre Nachbarin Rosie und deren Sohn Arif sind enge Freunde der Familie. Während Rafinas Mutter sie gerne so bald wie möglich verheiraten möchte, hat Rafina ganz andere Träume: Sie will arbeiten, Geld verdienen und die Welt sehen – und all dies möglichst als Model, so wie die Frau auf dem großen Werbeplakat auf dem Hausdach gegenüber, das Rafina jeden Tag betrachtet. Das Plakat stellt für Rafina Sehnsucht und Ansporn zugleich dar, ihren Traum anzugehen.

Also lernt sie in ihrer Freizeit Englisch und überredet Rosie, die im Schönheitssalon einer Modelagentur als Kosmetikerin arbeitet, ihr dort einen Job zu beschaffen. Sehr zum Missfallen von Rafinas Mutter nimmt Rosie sie eines Tages mit zu ihrer Arbeitsstelle. Auf ihr Wort hin wird Rafina, die über keine berufliche Ausbildung verfügt, tatsächlich als Rosies Assistentin eingestellt. Rafinas Mutter, die mittlerweile eine Verlobung zwischen Rafina und Arif arrangiert hat, ist darüber nicht sehr glücklich. Doch Rosie setzt sich auch hier für Rafina ein, und so bekommt sie von ihrer Mutter die Erlaubnis, bis zur Hochzeit zwei Monate lang arbeiten gehen zu dürfen. Im Salon taucht Rafina in eine ihr völlig neue Welt ein. Die modernen, weltgewandten Frauen der Oberschicht, die ihn frequentieren, und das geschäftige Treiben in der Agentur faszinieren sie und bestärken ihren Traum von einer eigenen Modelkarriere.


Entleihbar unter Sign.: 11 SP 18

Unterm Sternenhimmel - Turin, Dakar, New York ; drei Städte, drei Geschichten über die Fremde ...
Dyana Gaye, EZEF, Spielfilm, Frankreich 2013
1 DVD-Video (88 Min.) : farb.

Der Film erzählt eine Migrations- und Dreiecksgeschichte besonderer Art. Die junge Sophie verlässt Dakar, um mit ihrem Mann Abdoulaye in Turin zu leben. Doch als sie dort ankommt, trifft sie ihn zu ihrem Entsetzen nicht an. Abdoulaye ist mit einem Freund und mithilfe von Schleusern mittlerweile in New York angekommen – und die einzige Anlaufstation, die die beiden dort haben, ist Sophies Tante. Doch diese ist mit ihrem 19-jährigen Sohn Thierno auf dem Weg nach Dakar, womit sich der Kreis der Erzählung schließt. Für Thierno ist es die erste Reise nach Afrika, während es für seine Mutter die erste Rückkehr in ihre Heimat nach Jahrzehnten ist. Obwohl der Film alle Schattenseiten streift, die mit dem Thema Migration verbunden sind, so zeichnet er sich doch durch eine Leichtigkeit der Erzählung aus, die aus unverhofften Begegnungen während des Suchens entstehen.


Entleihbar unter Sign.: 11 TK 14

Rechter Populismus in Deutschland und Europa
Rainer Fromm / Christian Lang, FWU, Dokumentarfilm, Deutschland 2015
1 DVD-Video (25 Min.) : farb.

Der Film erklärt zunächst anhand von PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) wichtige Merkmale von Rechtspopulismus und legt einen Schwerpunkt auf die zentralen rechtspopulistischen Themen Islam- und Fremdenfeindlichkeit. Experten kommen zu Wort, die die Hintergründe erklären. Die Begriffe Populismus und Extremismus werden unterschieden. Anhand von Verbindungen zwischen rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Kreisen wird allerdings auch der fließende Übergang deutlich. Anschließend gibt der Film einen Überblick zu rechten Gruppierungen und Parteien in Deutschland und seinen europäischen Nachbarländern. Ausschnitte aus Reden, Gespräche unter den Vertretern verschiedener Parteien und Interviews liefern dabei weitere Beispiele für rechtspopulistische Thesen. Am Ende des Films steht die Frage, wie gefährlich rechter Populismus für die Demokratie ist und wie eine Abgrenzung dagegen möglich ist. Statements von Experten und Jugendlichen bieten Anknüpfungspunkte für die Diskussion.


Entleihbar unter Sign.: 50 K 57

Peter Marshall:
Die Reformation in Europa

Stuttgart : Reclam 2014, 209 Seiten
ISBN 978-3-15-010866-6

Was vor 500 Jahren in Wittenberg und also mitten in Deutschland begann, hat die Kirche und das ganze Christentum neu gestaltet, das moderne Europa mitgeschaffen, Weltgeschichte geschrieben und untilgbar geprägt. Aber nicht nur griff Luthers Reformation weit über Deutschland hinaus, in Deutschland wiederum wirkten auch andere reformatorische Ansätze, z.B. derjenige des Genfers Calvin, tiefgreifend mit. So nimmt der schottische Historiker Peter Marshall in seinem konzisen Abriss die Pluralität der europäischen Reformationen ganz ernst. Ihm geht es um prägnante und verständliche Charakterisierung aller Hauptlinien, Intentionen und großen Thesen der lutherischen, zwinglischen, calvinschen Reformation und der katholischen Reform und ihrer Prägekraft in Religion und Gesellschaft, Politik und Kultur bis heute, ihm geht es um Deutung und Interpretation des epochalen Ereignisablaufs.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 50 L 06

Martin Hoffmann:
Studienbuch Martin Luther -
Grundtexte und Deutungen
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2014, 248 Seiten
ISBN 978-3-374-03727-8

Wenn Martin Luthers Theologie gegenwärtig noch eine Bedeutung hat, so besteht sie nicht in der Konservierung ihrer Formeln, sondern in den theologischen Perspektiven, die er im Studium der Bibel herausgearbeitet hat und die es weiter zu verfolgen gilt – gerade in der Krise der Moderne. Für diesen Zweck braucht es neben den großen Werken über Luthers Theologie auch einen Wegweiser durch seine Schriften und sein Denken. Diesen entdeckt der Autor in Luthers theologia crucis und ihrer grundlegenden Logik für reformatorische Theologie: Das Studienbuch entfaltet 10 Schlüsselthemen in Luthers Theologie von der Perspektive des Kreuzes her und legt so eine Leitlinie durch sein Werk.

Eine Auswahl an Originaltexten vermittelt die notwendigen Basiskenntnisse zu den Themen und befähigt zu einer eigenen Meinungsbildung. Impulse für die Einzelarbeit und das Gruppengespräch helfen die Texte im Studium und der Gemeindearbeit einzusetzen. Die eigene Deutung des Autors zielt auf die Provokation und transformierende Kraft von Luthers Theologie und Ethik.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 GS 46

Rolf Sistermann:
Leben in Erwartung: die christlichen Zukunftshoffnungen - Themenheft für den evangelischen Religionsunterricht in der Oberstufe
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2015, 48 Seiten
ISBN 978-3-525-77686-5

»Leben in Erwartung«: Die christlichen Zukunftshoffnungen setzen sich mit dem Problem auseinander, wie der Mensch mit dem Wissen um seinen Tod fertig werden kann und wie dies seine Erwartungen an das Leben prägt. Typologisch unterscheidet Rolf Sistermann einen supranaturalistischen, einen apokalyptischen und einen mystischen Weg. Der Band bietet den Schülerinnen und Schülern erstmals eine Möglichkeit zur Ordnung ihrer oft diffusen Vorstellungen von einem Ewigen Leben.

Inhaltlich orientiert er sich am Themenbereich 6 »Die christliche Zukunftshoffnung« des EKD-Kerncurriculums und macht die Leitgedanken der christlichen Zukunftshoffnung in vier kompetenzorientierten Bausteinen verständlich: Baustein 1: Das Streben nach unvergänglichem Ansehen - der Weg der Selbstbehauptung / Baustein 2: Der Wunsch des Menschen nach Unsterblichkeit - der supranaturalistische Weg / Baustein 3: Die Angst vor dem Weltuntergang und dem Weltgericht - der apokalyptische Weg / Baustein 4: Die Sehnsucht nach Teilhabe am Ewigen Leben - der mystische Weg. Kommen Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern mithilfe dieses multiperspektivischen Materials ins Gespräch über essenzielle und spannende Fragen zu Erwartungen an das Leben nach dem Tod.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


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Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


5 Jahre Beginn der Proteste in Syrien am "Tag des Zorns"

Online Video "Mohammed auf der Flucht" kostenlos herunterzuladen!

Der Bürgerkrieg in Syrien ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen Truppen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und den Kämpfern verschiedener Oppositionsgruppen. Auslöser des Bürgerkriegs war ein friedlicher Protest im Zuge des Arabischen Frühlings ab 4. Februar 2011, der zum bewaffneten Konflikt eskaliert ist. Eine wachsende Einflussnahme von Interessengruppen aus dem Ausland gewann mit der anhaltenden Auseinandersetzung an Bedeutung. Neben dem Zustrom von Geld und Waffen kämpften auch immer mehr ausländische Freiwillige und Söldner in Syrien. Die ursprüngliche Motivation der Opposition, die Demokratisierung Syriens zu erreichen, spielt seitdem nur noch eine geringe Rolle. Stattdessen trat der Kampf verschiedener Organisationen aus religiösen und ethnischen Gründen in den Vordergrund.

Im vierten Kriegsjahr zerfiel der Bürgerkrieg zunehmend in Einzelkonflikte auf syrischem Boden. Durch die direkte Einmischung des Iran und seiner Hisbollah-Miliz in den syrischen Bürgerkrieg sowie den russischen Militäreinsatz auf Seiten der Regierung und der internationalen Anti-IS-Koalition unter Führung der Vereinigten Staaten gegen den terroristischen Islamischen Staat (IS) in Syrien wurde der Krieg, der als Bürgerkrieg gegen die Assad-Regierung begann, zu einem Konflikt mit geostrategischen Dimensionen. Durch die Luftangriffe der Türkei auf Ziele der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Irak und der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien weitete sich der Konflikt weiter aus.

Die Vereinten Nationen geben an, dass 220.000 Menschen von März 2011 bis März 2015 getötet wurden. Rund 11,6 Millionen Syrer sind auf der Flucht: Mindestens vier Millionen Syrer flohen aus ihrem Land und 7,6 Millionen sind innerhalb Syriens auf der Flucht. Die UN bezeichnete die Flüchtlingskrise im Februar 2014 als die schlimmste seit dem Völkermord in Ruanda in den 1990er-Jahren.

Inhalt des Online-Videos "Mohammed auf der Flucht" (siehe Bild): Mohammed ist 13 Jahre alt und mit seiner Familie in die Türkei geflohen. Sie sind vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat Syrien geflüchtet und leben jetzt in einem wilden Flüchtlingscamp an der türkisch-syrischen Grenze. In einem kleinen Zelt aus Plastikplanen. Sie leiden unter der Kälte und fehlenden Medikamenten. Viele Verwandte von Mohammed sind bei der Bombardierung ihres Dorfes umgekommen. Jede Nacht sieht Mohammed in seinen Träumen die schrecklichen Raketenangriffe auf sein Dorf. Damit er die Erlebnisse verarbeiten kann, muss er darüber reden. Einem syrischen Betreuer schildert er die Ereignisse, während er sie gleichzeitig aufmalt. Mohammed will unbedingt wieder in sein Land zurück und dort eine bessere Zukunft aufbauen.

Link zum Download des Films  

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite des Bürgerkriegs in Syrien  


75 Jahre Beginn der Euthanasie-Aktion "T4" in Bethel

Entleihbar, Sign.: H 2514/1375

Die Aktion T4 ist eine nach 1945 gebräuchlich gewordene Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen in den Jahren 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa 1945 während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Die systematische Ermordung "unwerten Lebens" wurde bis zur bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und dem Untergang des "Dritten Reichs" ausgeübt.

Neben rassenhygienischen Vorstellungen der Eugenik sind kriegswirtschaftliche Erwägungen während des Zweiten Weltkrieges zur Begründung herangezogen worden. Gleichzeitig mit ersten kirchlichen Protesten wurden die Tötungen nach "Leerung" ganzer Anstaltsteile von "Heil- und Pflegeanstalten" (vor 1934 gewöhnliche Bezeichnung: "Irrenanstalt") seit 1942 nicht mehr zentral, sondern weniger offensichtlich und dezentral fortgesetzt. In Bethel begann die Aktion am 19. Februar 1941. "T4" ist die Abkürzung für die Adresse der damaligen Zentraldienststelle T4 in Berlin: Tiergartenstr. 4.

Inhalt des Buches: Im Nationalsozialismus wurden Menschen nicht nur aus politischen und rassistischen Motiven verfolgt. Auch wer in anderer Hinsicht dem Menschenbild der Nationalsozialisten nicht entsprach, lebte in tödlicher Gefahr: Personen mit körperlicher oder seelischer Behinderung, solche, denen Erbkrankheiten, Anomalien oder gesellschaftsschädigendes Verhalten unterstellt wurde, gleich, ob sie zuhause oder in Anstalten lebten. Ein perfides Zusammenwirken von Ideologie, Bürokratie, Wissenschaft und Medizin trieb ab 1939 eine Maschinerie des Tötens an, die, teils vor aller Augen, teils verschwiegen, in wahnwitzig anmutender Weise als "Erlösung“, als "Gnadentod“ oder "Sterbehilfe“ legitimiert wurde. Rund 200.000 Menschen fielen der "Euthanasie" bis 1945 zum Opfer. Wie stellt sich die Rolle der Beteiligten an diesen Verbrechen im Einzelnen dar? Wie verhielten sich die Angehörigen der zur Ermordung Bestimmten? Gab es Widerstand gegen das System der grauen Busse, mit denen die Menschen in den Tod gefahren wurden?

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite der Aktion T4  
Gedenkort T4  
Gedenkort für die Opfer  


100 Jahre Beginn der Schlacht um Verdun

Entleihbar unter Sign.: H 2893

Die Schlacht um Verdun war eine der bedeutendsten Schlachten des Ersten Weltkrieges an der Westfront zwischen Deutschland und Frankreich. Sie begann am 21. Februar 1916 mit einem Angriff deutscher Truppen auf die französische Stadt Verdun und ihre Befestigungen und endete am 19. Dezember 1916 ohne wesentliche Verschiebung des Frontverlaufs.

Die Schlacht markiert den Beginn der großen Materialschlachten des Ersten Weltkrieges - niemals zuvor war die Industrialisierung des Krieges so deutlich geworden. Dabei sorgte das französische System der Noria (auch "Paternoster" genannt) für einen regelmäßigen Austausch der Truppen nach einem Rotationsprinzip. Dies trug maßgeblich zum Abwehrerfolg bei und war ein wesentlicher Faktor in der Etablierung Verduns als symbolischer Erinnerungsort für ganz Frankreich. Die deutsche Führung nahm hingegen an, die französische Seite sei zur Ablösung der Truppen wegen übergroßer Verluste gezwungen. Falkenhayn beschrieb dies als vermeintliches "Weißbluten des Gegners". In der deutschen Erinnerungskultur wurde Verdun zu einem Begriff, der mit einem Gefühl der Bitterkeit und dem Eindruck, verheizt worden zu sein, verbunden war.

Obwohl die im Juli 1916 begonnene Schlacht an der Somme mit deutlich höheren Verlusten verbunden war, wurden die monatelangen brutalen Kämpfe vor Verdun zum deutsch-französischen Symbol für die tragische Ergebnislosigkeit des Stellungskriegs. Verdun gilt heute als Mahnmal gegen kriegerische Handlungen und dient der gemeinsamen Erinnerung und vor der Welt als Zeichen der geglückten deutsch-französischen Aussöhnung.

Inhalt des Buches: Der Erste Weltkrieg gilt als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Wie kaum ein Krieg zuvor hat er das Interesse von Zeitgenossen und Historikern geweckt. Michael Epkenhans entfaltet in seinem " Seminarbuch Geschichte" vor allem die globale Dimension dieses Weltkrieges, der nicht nur die Landkarte tiefgreifend veränderte, sondern auch politik- und kulturgeschichtlich, sozial- und wirtschaftsgeschichtlich gravierende Auswirkungen hatte.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite der Schlacht um Verdun  


Tagung in Ludwigshafen zum "Unternehmen Kirche"

Entleihbar unter Sign.: Cb 1860

"Doppelmoral - Wie glaubwürdig ist das Unternehmen Kirche?"

Veranstaltungsort: Heinrich-Pesch-Haus, Ludwigshafen
Datum: 10. Februar 2016, 19-21 Uhr
Ansprechpartner: Jan Hendrik Quandt

Die Kirchen in Deutschland rufen Unternehmer und Führungskräfte oft und gerne dazu auf, den Menschen in den Mittelpunkt der Wirtschaft zu stellen. Doch wie sieht es in der Praxis der Kirche als Arbeitgeber aus? Wie gehen kirchliche Einrichtungen mit dem eigenen Personal um, und wie ist die Situation in kirchlichen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern? Steht hier am Ende die Wirtschaftlichkeit über der Menschlichkeit? Die einen sagen: Am Beispiel der Kirche und ihrer Einrichtungen werde die Spannung zwischen ethischer Überzeugung und betrieblicher Notwendigkeit deutlich. Unter den Bedingungen von Konkurrenz und Wettbewerbsdruck sei das eine Herausforderung – innerhalb der Kirche und außerhalb. Andere werfen der Kirche vor, sie messe mit zweierlei Maß: Von der Wirtschaft würden hohe ethische Standards verlangt, während intern andere Regeln gelten.

Mit uns über diese und andere Fragen diskutieren werden Hans Jörg Millies, Finanz- und Personalvorstand des Deutschen Caritasverbandes und Peter Wensierski, Redakteur im Deutschlandressort DER SPIEGEL. Wir laden Sie ein, sich an der Kontroverse zu beteiligen.

In Kooperation mit dem Heinrich-Pesch-Haus (Katholische Akademie Rhein-Neckar) Ludwigshafen und den Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen.

Inhalt des Buches: Die EKD-Unternehmerdenkschrift (2008) hat den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt vor neue Herausforderungen gestellt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes zeigen, wie die dialogische Struktur der Arbeit des KDA die Begegnung zwischen Kirche und Unternehmerschaft theoretisch und praktisch gestaltet. Diese Dialogarbeit verlangt nach einer Begründung, die einsichtig machen kann, dass die christlich-ethischen Grundüberzeugungen in einer pluralistischen Welt sinnvoll kommuniziert werden können, wenn sie mit der Bereitschaft einhergehen, eigene Meinungen in Frage stellen zu lassen. Kirchliche Dialogarbeit mit unternehmerisch Handelnden ist daher darauf ausgerichtet, dass diese offenen Kommunikationsprozesse sowohl gerechtigkeitstheoretisch erforderlich sind, als auch dem christlichen Grundverständnis entsprechen.


EKD-Themenjahr 2016 "Reformation und die Eine Welt"

„Was wir heute im Rückblick als ’Reformation‘ bezeichnen und manchmal etwas vereinfacht allein mit den Ereignissen vor 500 Jahren in Wittenberg in Verbindung bringen, hat eine globale Wirkung erzielt. Über 400 Millionen Menschen weltweit verbinden ihre geistig-religiöse Existenz mit dem reformatorischen Geschehen, das nicht nur von Wittenberg, sondern auch von anderen europäischen Städten und Regionen ausging“, schreibt der Vorsitzende des Rates der EKD, Heinrich Bedford-Strohm in seinem Vorwort zum Magazin des Themenjahres 2016.

Unter den Leitworten „One Word“, „One World“, „One Work“ beleuchtet das Magazin in mehr als 50 Beiträgen unterschiedliche Aspekte zu „Reformation und die Eine Welt“: die Vielfalt reformatorischer Kirchen und was sie verbindet; die Rolle der Bibel in unterschiedlichen Kontexten; der Pluralismus des Protestantismus als Konfliktpotenzial; koloniale Wunden als Herausforderung für Theologie und Kirche; Wege des Engagements für Gerechtigkeit und Frieden und vieles anderes mehr.

Migrationsgeschichten mit der Bibel im Gepäck werden erzählt. Orte, an denen Welten sich begegnen, werden beschrieben. Reformatorische Persönlichkeiten aus verschiedenen Kontinenten werden porträtiert. Internationale Kirchenbünde, wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) oder die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), stellen sich vor. Nicht zuletzt gibt es praktische Anregungen für Unterricht, Predigt und Gottesdienst.

EKD-Themenheft "Reformation und die Eine Welt" zum Download  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download
 
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.