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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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April 2016


Helme Heine "Richtige Freunde", 2012 Gouache, © Helme Heine, Foto: Archiv Moritzburg

Neues Themenheft "Luther 2017: 500 Jahre Reformation"

Ein Klick auf das Bild führt zum Download des Themenheftes.


Ausgewählte Neuerwerbungen im April 2016

Entleihbar mit Sign.: 11 SF 11

I'm Muslim, don't Panic - aus dem Alltag muslimischer Jugendlicher in Deutschland
Almut Röhrl & Sabine Hackenberg, Evangelisches Medienhaus, Dokumentarfilm, Deutschland 2015
1 DVD-Video (27 Min.) : farb.

Wie sieht der Alltag junger Muslime hierzulande aus? Der Dokumentarfilm zeigt exemplarisch drei Jugendliche aus Stuttgart, wie sie auch in anderen deutschen Städten zu Hause sein könnten. Die siebzehnjährige, lebhafte Dilara trägt das Kopftuch aus Überzeugung und macht gerade ihr Abitur. Ihr Traumberuf ist Lehrerin. Yusuf besucht die elfte Klasse eines Wirtschaftsgymnasiums. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit gleichgesinnten Kumpels beim Chillen im Jugendhaus oder beim Sport. Die sechzehnjährige Jilan ist mir ihrer Familie aus Syrien geflüchtet. Sie geht in die neunte Klasse einer Werkrealschule, die im Rahmen eines baden-württembergischen Pilotprojekts Islamunterricht anbietet.

Alle drei lassen uns teilhaben an ihrem Leben, sprechen über Vorurteile, die ihnen begegnen, über Familie, Freundschaften, Glaube und Zukunftswünsche. Die DVD enthält Unterrichtsmaterialien für den Ethik- und Religionsunterricht für die Klassen 7. bis 10. Schwerpunkte bilden die Themen Integration, Kopftuch und Islam kontra Islamismus.


Entleihbar unter Sign.: 11 SP 22

Black, Brown, White
Erwin Wagenhofer, Katholisches Filmwerk, Spielfilm, Österreich 2010
1 DVD-Video (102 Min.) : farb.

Fernfahrer Don Pedro fährt nicht zum ersten Mal eine Ladung mit ukrainischem Knoblauch nach Marokko. Dort nimmt er Flüchtlinge auf, um sie nach Europa zu schmuggeln. Das Geschäftsmodell von Pedro und seinem Speditionspartner Jimmy ist zwar riskant, aber auch ertragreich. Die Probleme beginnen, als sich eine junge Frau weigert, wie die Anderen in den Hohlraum des LKWs zu kriechen. Stattdessen nimmt sie mit ihrem kleinen Sohn in der Fahrerkabine Platz. Ziel ihrer Reise ist Genf, wo sie den Vater ihres Kindes, einen UN-Beamten, mit seiner Verantwortung konfrontieren möchte. Eine tückenreiche Irrfahrt beginnt ...


Entleihbar unter Sign.: 11 LE 15

Schulwelten - Lernen, Liebe und Konflikte ; 6 internationale Kurzfilme mit Begleitmaterial
Maritza Blanco ..., Baobab, Kurzfilme, Kolumbien u.a. 2004-2013
1 DVD-Video (15 + 16 + 18 + 21 + 10 + 17 Min.) : farb.

Sechs international ausgezeichnete Kurzfilme bieten Einblicke in den Mikrokosmos Schule und beleuchten unterschiedliche Facetten des sozialen Lebens. Es begegnen einander Menschen mit unterschiedlichen Biografien und sozialen Hintergründen – es kommt zu Mobbing, Ausgrenzung und Konflikten, wie z.B. in den Filmen "Hast du Cristina am 7. März gesehen?" oder "Der Heimweg".

Aber die Schule ist auch auf der ganzen Welt ein Ort, wo Freundschaften und Liebe entstehen und Menschen – so auch im Film "Alles oder nichts" oder in "Auschwitz on my mind" – vor schwierige Fragen gestellt werden. Ebenso zeigen Filme wie "Amar" und "Amal" auf, dass fast überall auf der Welt der Schulbesuch über soziale Chancen entscheidet und der Zugang zu Bildung für Mädchen noch immer nicht selbstverständlich ist. Zu den einzelnen Filmen gibt es ausführliches didaktisches Begleitmaterial auf dem ROM-Teil der DVD.


Entleihbar unter Sign.: Cb 2052

Michael Schmieder / Uschi Entenmann:
Dement, aber nicht bescheuert - für einen neuen Umgang mit Demenzkranken 

Berlin : Ullstein 2016, 221 Seiten
ISBN 978-3-550-08102-6

Worum geht es? Demenzkranke wollen als Menschen wahrgenommen werden. Aber wir "Gesunden" können nicht ertragen, einen geliebten Angehörigen ins Vergessen gleiten zu sehen - wir therapieren, beschäftigen und medikamentieren, damit wir uns nicht hilflos fühlen. Doch hilft das den Dementen? Nein, im Gegenteil. Die Kranken möchten in ihrem So-Sein angenommen werden. Dafür plädiert Michael Schmieder, und dieses Konzept praktiziert er im Pflegeheim Sonnweid - mit beeindruckendem Erfolg. 

Was ist besonders? Michael Schmieder ist ein Mann der Praxis: Er lebt das, was er schreibt. Er nimmt die Demenzkranken und ihre Bedürfnisse ernst und behandelt jeden Kranken als Individuum. Die Dementen bestimmen die Bedingungen, unter denen sie leben möchten. Wenn das bedeutet, dass eine Patientin nur noch Torte isst und ein anderer am besten im Flur schläft, so ist das in Ordnung. Hauptsache, es geht den Patienten gut. Und das tut es: Sonnweid gilt als eines der besten Pflegeheime für Demenzkranke. - Wer liest? Angehörige von Demenzkranken, alle, die mit Demenzkranken arbeiten, alle, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis des Buches 


Entleihbar unter Sign.: J 2646

Carlo Strenger:
Zivilisierte Verachtung - eine Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit

Berlin : Suhrkamp 2015, 103 Seiten 
ISBN 978-3-518-07441-1

Ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall ist klar, dass das Ende der Geschichte weiterhin auf sich warten lässt. Stattdessen wirft ein anderes Ereignis aus dem Jahr 1989 lange Schatten: 26 Jahre nach der Fatwa gegen Salman Rushdie stellt uns der Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" einmal mehr vor die Frage, wie der Westen selbstbewusst für seine Werte eintreten kann – ob nun gegen Fundamentalisten, Populisten oder die antiwestliche Rhetorik eines Wladimir Putin. Während viele Linke und Liberale durch die Logik der politischen Korrektheit gleichsam gelähmt sind, schwingen sich Figuren wie Marine le Pen und Bewegungen wie Pegida zu Verteidigern des Abendlandes auf.

In dieser Situation plädiert Carlo Strenger für eine Haltung der zivilisierten Verachtung, mit der das aufklärerische Toleranzprinzip wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird: Anstatt jede Glaubens- und Lebensform zu respektieren und diskursiv mit Samthandschuhen anzufassen, müssen wir uns daran erinnern, dass nichts und niemand gegen wohlbegründete Kritik gefeit sein darf: »Wenn andere Kulturen nicht kritisiert werden dürfen, kann man die eigene nicht verteidigen.«

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Aa 4343

Volker Leppin:
Die fremde Reformation - Luthers mystische Wurzeln
München : Beck 2016, 247 Seiten
ISBN 978-3-406-69081-5

Die Reformation gilt als Zäsur, mit der das Mittelalter endet. Volker Leppin zeigt demgegenüber, dass der junge Luther einer von vielen mystischen Schriftstellern war, und führt uns eine Reformation vor Augen, die viel mittelalterlicher und fremder ist, als es die Meistererzählungen von diesem „Umbruch“ wahrhaben wollen. Der Thesenanschlag zu Wittenberg, die Urszene der Reformationsgeschichte, hat nicht stattgefunden. Vielmehr hat Luther an diesem Tag ein „Disputationszettelchen“ verschickt, so wie es akademischer Brauch war.

Diese und viele andere überraschende Erkenntnisse lassen sich gewinnen, wenn man Luther konsequent in seinem spätmittelalterlichen Umfeld betrachtet. Rechtfertigungslehre und „Priestertum aller Gläubigen“, Predigtgottesdienst, Papstkritik und landesherrliches Kirchenregiment – all dies war selbstverständlicher Teil des spätmittelalterlichen Spektrums an Positionen und Protesten. Neu war allerdings die Art, wie Luther diese Elemente miteinander verband und von unterschiedlichen Interessengruppen zum Vordenker erhoben wurde. Erst diese Gemengelage führte zur Zuspitzung des Konflikts mit Rom. Vergessen und verdrängt wurden dabei Luthers mystische Wurzeln. Volker Leppin ruft sie anschaulich in Erinnerung und gibt Luther den spätmittelalterlichen Kontext zurück, der ihm von Protestanten wie Katholiken seit Jahrhunderten vorenthalten wird.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


25. Todestag von Max Frisch

Entleihbar unter Sign.: El 1617

Max Rudolf Frisch (* 15. Mai 1911 in Zürich; † 4. April 1991 ebenda) war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt. Mit Theaterstücken wie "Biedermann und die Brandstifter" oder "Andorra" sowie mit seinen drei großen Romanen "Stiller", "Homo faber" und "Mein Name sei Gantenbein" erreichte Frisch ein breites Publikum und fand Eingang in den Schulkanon. Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele, Erzählungen und kleinere Prosatexte sowie zwei literarische Tagebücher über die Zeiträume 1946 bis 1949 und 1966 bis 1971.

Der junge Max Frisch empfand bürgerliche und künstlerische Existenz als unvereinbar und war lange Zeit unsicher, welchen Lebensentwurf er wählen sollte. Infolgedessen absolvierte Frisch nach einem abgebrochenen Germanistik-Studium und ersten literarischen Arbeiten ein Studium der Architektur und arbeitete einige Jahre lang als Architekt. Erst nach dem Erfolg seines Romans "Stiller" entschied er sich endgültig für ein Dasein als Schriftsteller und verließ seine Familie, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können.

Im Zentrum von Frischs Schaffen steht häufig die Auseinandersetzung mit sich selbst, wobei viele der dabei aufgeworfenen Probleme als typisch für den postmodernen Menschen gelten: Finden und Behaupten einer eigenen Identität, insbesondere in der Begegnung mit den festgefügten Bildern anderer, Konstruktion der eigenen Biografie, Geschlechterrollen und ihre Auflösung sowie die Frage, was mit Sprache überhaupt sagbar sei. Im literarisch ausgestalteten Tagebuch, das Autobiografisches mit fiktionalen Elementen verbindet, findet Frisch eine literarische Form, die ihm in besonderem Maße entspricht und in der er auch seine ausgedehnten Reisen reflektiert. Nachdem er jahrelang im Ausland gelebt hatte, beschäftigte Frisch sich nach seiner Rückkehr zudem zunehmend kritisch mit seinem Heimatland, der Schweiz.

Inhalt des Buches: Bei seiner Einreise in die Schweiz wird Mister White festgenommen, weil er für die Polizei mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identisch ist. Frühere Freunde bestätigen den Verdacht. Er aber widersetzt sich dieser Festlegung, seine Aufzeichnungen in der Untersuchungshaft wehren sich gegen diese Behauptung mit der Feststellung: »Ich bin nicht Stiller!«.

Bitte beachten Sie auch:  

Wikipedia-Seite von Max Frisch  
Max-Frisch-Archiv an der ETH Zürich  
Wikipedia-Seite des Romans "Stiller"  


75. Geburtstag von Helme Heine

Entleihbar unter Sign.: 11 YB 61

Helme Heine (* 4. April 1941 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller, Kinderbuchautor, Illustrator und Designer. Er lebt seit 1990 in Neuseeland, schreibt Hör- und Drehbücher und schafft satirische Grafiken und Skulpturen.

Helme (Helmut) Heine wurde 1941 in Berlin geboren. Seine Jugend verbrachte er unter anderem in Lübbecke und ab 1953 in Wülfrath, bis zum Abschluss 1958 besuchte er dreizehn Schulen. Als Schüler zeichnete ihn ein "spielerisch nonkonformes sowie vielseitig künstlerisches Talent" aus. Anschließend studierte er Betriebswirtschaft und Kunst.

Mitte der 1960er Jahre zog er nach Südafrika. Dort blieb er über ein Jahrzehnt, gründete in Johannesburg das politisch-literarische Kabarett "Sauerkraut", brachte eine satirische Zeitschrift heraus, zeichnete und arbeitete als Regisseur, Bühnenbildner und Schauspieler.

1975 entstand Helme Heines erstes Kinderbuch "Das Elefanteneinmaleins". Das Buch wurde von der Stiftung Buchkunst mit dem Preis "schönstes deutsches Buch" ausgezeichnet und erschien auf der Ehrenliste des "Premio Grafico". Mit "Na warte, sagte Schwarte" folgte 1977 der erste große Erfolg.

1977 kehrte Heine mit seiner Familie nach Deutschland zurück und veröffentlichte mehr als 50 Kinder- und Jugendbücher, die vor allem bei Middelhauve, Diogenes, Hanser und Beltz erschienen und in 35 Sprachen übersetzt wurden. Sein berühmtestes Werk ist "Freunde" aus dem Jahr 1982. Die Weltauflage seines Gesamtwerkes beträgt über 25 Millionen.

Ende der 1980er Jahre ging Heine nach Irland und schließlich nach Neuseeland, wo er heute mit seiner Frau Gisela von Radowitz in Russell in der Bay of Islands lebt und arbeitet. Dort schreibt er Romane für Erwachsene, Hör- und Drehbücher für Funk, Film und Fernsehen wie den Kinofilm "Mullewapp", malt und zeichnet, schafft Skulpturen und entwirft unter anderem Möbel, Theater-Kostüme sowie Porzellan. In seiner Freizeit gärtnert, segelt und angelt er.

Helme Heine engagiert sich für die nach seinem erfolgreichsten Bilderbuch benannte "Freunde"-Stiftung mit dem Ziel, die Lebenskompetenz von Kindern im frühen Kindergartenalter umfassend zu fördern und Gewalt und Suchtproblemen vorzubeugen. Als Autor und Illustrator zählt Helme Heine heute weltweit zu den renommiertesten Buchkünstlern der Gegenwart. Seine Arbeiten erhielten zahlreiche nationale und internationale Preise.

Inhalt der DVD: Das Licht geht aus. An der Wand erscheinen in riesigen, farbenprächtigen Bildern die Bilderbuchhelden – und die Kinder tauchen in die Geschichte ein. Das digitale Bilderbuchkino auf DVD schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Mit digitalen Bilderbuchkinos macht das Betrachten von Bilderbüchern auch mit großen Gruppen in Kita und Grundschule Spaß. Und selbst Lesemuffel werden so begeistert den Geschichten folgen. Franz von Hahn, Johny Mauser und der dicke Waldemar leben gemeinsam auf Mullewapp und sind richtige Freunde. Wenn der Morgen anbricht, wird gemeinsam Mullewapp geweckt. Und wenn das geschafft ist, geht es hinein in die Abenteuer des Tages. Da werden waghalsige Fahrradtouren unternommen und der Dorfteich mit einem Seeräuberschiff erobert. Und am Ende eines langen Tages begegnen sich die drei Freunde im Traum – denn richtige Freunde träumen voneinander.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Helme Heine  
Website von Helme Heine 
Kurzbiografie und Rezensionen  


30. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

Entleihbar mit Sign.: 11 ZW 05

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat. Als erstes Ereignis wurde sie auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse als katastrophaler Unfall eingeordnet.

Bei einer unter der Leitung von Anatoli Stepanowitsch Djatlow durchgeführten Simulation eines vollständigen Stromausfalls kam es auf Grund schwerwiegender Verstöße gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften sowie der bauartbedingten Eigenschaften des mit Graphit moderierten Kernreaktors vom Typ RBMK-1000 zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg, der zur Explosion des Reaktors führte. Innerhalb der ersten zehn Tage nach der Explosion wurde eine Aktivität von mehreren Trillionen Becquerel freigesetzt. Die so in die Erdatmosphäre gelangten radioaktiven Stoffe, darunter die Isotope 137Cs mit einer Halbwertszeit (HWZ) von rund 30 Jahren und 131I (HWZ: 8 Tage), kontaminierten infolge radioaktiven Niederschlags hauptsächlich die Region nordöstlich von Tschernobyl sowie viele Länder in Europa. Nach der Katastrophe begannen sogenannte Liquidatoren mit der Dekontamination der am stärksten betroffenen Gebiete. Unter der Leitung des Kurtschatow-Instituts errichtete man bis November 1986 einen aus Stahlbeton bestehenden provisorischen Schutzmantel, der meist als "Sarkophag" bezeichnet wird.

Über die weltweiten gesundheitlichen Langzeitfolgen, insbesondere jene, die auf eine gegenüber der natürlichen Strahlenexposition erhöhte effektive Dosis zurückzuführen sind, gibt es seit Jahren Kontroversen. Die WHO hält insgesamt weltweit ca. 8000 Todesopfer (davon ca. 4000 direkt zuzuordnend und weitere ca. 4000 nachfolgend) für gesichert, es gibt aber auch Vermutungen über einige Hunderttausende bis hin zu Millionen von Opfern.

Inhalt der DVD aus dem Jahr 2006: 20 Jahre nach der Katastrophe ist Tschernobyl wieder ganz nah: Nach einem fatalen Störfall in einem deutschen Kernkraftwerk treibt eine radioaktive Wolke auf die kleine Stadt Schlitz bei Bad Hersfeld zu. Menschen fliehen in Panik, es herrschen Chaos und Anarchie. Inmitten des Szenarios verliebt sich die 16-jährige Hannah in ihren Mitschüler Elmar. Zusammen versuchen sie, der tödlichen Gefahr zu entkommen. Doch auf der Flucht werden sie getrennt und Hannah kontaminiert ...

Bitte beachten Sie auch:  

Wikipedia-Seite von "Tschernobyl"  
Historische Tondokumente zur Katastrophe von Tschernobyl  
Tschernobyl auf "zeitgeschichte online"  


Buchvorstellung "Protestanten ohne Protest" in Speyer

Herausgeber Dr. Christoph Picker

"Protestanten ohne Protest" - Die Evangelische Kirche der Pfalz im Nationalsozialismus

Veranstaltungsort: Forum des Historischen Museums Speyer
Datum: 18. April 2016, 19 Uhr
Ansprechpartner: Dr. Christoph Picker

60 Autorinnen und Autoren haben im Auftrag der Evangelischen Kirche der Pfalz unter Federführung der Evangelischen Akademie und mit maßgeblicher
Unterstützung des Zentralarchivs der Evangelischen Kirche der Pfalz ein umfangreiches Handbuch zur Geschichte der Landeskirche in der NS-Zeit erarbeitet. Das Buch wird jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Protestantismus und Nationalsozialismus gingen in der Pfalz weitgehend Hand in Hand. NS-Funktionäre sahen sich als gute Protestanten, Kirchenvertreter waren zum Teil begeisterte Nationalsozialisten. Einen ausgeprägten ‚Kirchenkampf‘ gab es in der Pfalz nicht.

Das zweibändige Werk bietet erstmals ein differenziertes und strukturiertes Gesamtbild der Geschichte der Landeskirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Durch eine konsequente Einbettung in überregionale, politische und alltagsgeschichtliche Zusammenhänge will es das Nachdenken über die NS-Geschichte insgesamt anregen. Es weiß sich den Standards geschichts-wissenschaftlicher Forschung verpflichtet und ist zugleich auch für Nichtfachleute mit Gewinn zu lesen.

Die Präsentation soll nicht nur die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit vorstellen, sondern auch zum Weiterdenken anregen. Welche Konsequenzen ergeben sich für die Erinnerungskultur innerhalb und außerhalb der Kirche? Wie lässt sich aus der Geschichte lernen?

Zur Buchvorstellung mit dem Chefredakteur der Rheinpfalz, Michael Garthe, und zum Weiterdenken laden wir Sie herzlich ein.


EKD-Themenjahr 2016 "Reformation und die Eine Welt"

„Was wir heute im Rückblick als ’Reformation‘ bezeichnen und manchmal etwas vereinfacht allein mit den Ereignissen vor 500 Jahren in Wittenberg in Verbindung bringen, hat eine globale Wirkung erzielt. Über 400 Millionen Menschen weltweit verbinden ihre geistig-religiöse Existenz mit dem reformatorischen Geschehen, das nicht nur von Wittenberg, sondern auch von anderen europäischen Städten und Regionen ausging“, schreibt der Vorsitzende des Rates der EKD, Heinrich Bedford-Strohm in seinem Vorwort zum Magazin des Themenjahres 2016.

Unter den Leitworten „One Word“, „One World“, „One Work“ beleuchtet das Magazin in mehr als 50 Beiträgen unterschiedliche Aspekte zu „Reformation und die Eine Welt“: die Vielfalt reformatorischer Kirchen und was sie verbindet; die Rolle der Bibel in unterschiedlichen Kontexten; der Pluralismus des Protestantismus als Konfliktpotenzial; koloniale Wunden als Herausforderung für Theologie und Kirche; Wege des Engagements für Gerechtigkeit und Frieden und vieles anderes mehr.

Migrationsgeschichten mit der Bibel im Gepäck werden erzählt. Orte, an denen Welten sich begegnen, werden beschrieben. Reformatorische Persönlichkeiten aus verschiedenen Kontinenten werden porträtiert. Internationale Kirchenbünde, wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) oder die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), stellen sich vor. Nicht zuletzt gibt es praktische Anregungen für Unterricht, Predigt und Gottesdienst.

EKD-Themenheft "Reformation und die Eine Welt" zum Download  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download
 
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.