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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Mai 2016


Pfingstfeuermäßig: das Zelt, das derzeit an verschiedenen Orten im Rheinland aufgeschlagen wird und für den Gedanken der Vielfalt wirbt. Foto: wir-wollen-vielfalt.de

Neues Themenheft "Martin Luther und die Juden"

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Ausgewählte Neuerwerbungen im Mai 2016

Entleihbar unter Sign.: 11 VF 20

Green Economy - Visionen, Technologien, Chancen ; Bildungsmanual - Filme zum Thema
Karin de Miguel Wessendorf u.a., Ecomove International, Dokumentarfilme, Deutschland 2012-2015
1 DVD-Video (52 + 50 + 92 + 12 + 10 + 14 + 60 + 21 Min.) : farb.

ECOMOVE hat ein umfangreiches, speziell auf Lehrkräfte zugeschnittenes Bildungsmanual entwickelt, das Handreichungen, Hintergrundinformationen und Filme anbietet, um das Thema "Green Economy – Visionen, Technologien, Chancen" im Unterricht sinnvoll umzusetzen. In Ergänzung zu den Filmen befindet sich pädagogisches Begleitmaterial auf der DVD, welches speziell für den Einsatz in der Umweltbildung konzipiert ist. Mit dem Bildungsmanual können Sie in vielfältiger Weise im Sekundarstufenunterricht arbeiten: im Rahmen der Berufsorientierung im Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik, aber auch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Politik, Sozial- und Gesellschaftskunde, im Kunst-, Geografie-, Ethik- und Deutschunterricht und teils auch in den naturwissenschaftlichen Fächern. Besonders sinnvoll ist ein fächerübergreifender Einsatz.

Die Filme liefern zahlreiche Impulse, sich mit Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens auseinanderzusetzen. Inhaltlich geht es u.a. um die Folgen unbegrenzten Wachstums, soziale Unternehmen, einen nachhaltigen Lebensstil oder Wohlstandsindikatoren. Wie erfolgreich und kreativ können junge Menschen ihre berufliche Zukunft in/mit "grünen Berufen" und alternativen Wirtschaftsformen gestalten? Beeindruckende Praxisbeispiele aus Deutschland und den USA zeigen unterschiedlichste Wege und Herangehensweisen und sollen zum Nachahmen inspirieren.

Die DVD bietet dazu persönliche Einblicke/Einschätzungen prominenter Umweltvertreter zum Thema, wie beispielsweise des ehemaligen Umweltministers Prof. Klaus Töpfer oder Karin Kortmann (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit - GIZ). Insgesamt kommen acht Akteure aus Wirtschaft, Politik und Umwelt zu Wort. Das Medienpaket besteht aus drei Dokumentationen, zwei Kurzfilmen, einem TV-Beitrag sowie Bonusmaterial. Dieses Bonusmaterial beinhaltet englischsprachige Shorts und eine Eigenproduktion mit verschiedenen Experteninterviews. Der DVD liegt ein Booklet bei, in dem die Filme beschrieben sind. Die Langfilme sind für den besseren Einsatz im Unterricht in Kapitel eingeteilt.


Entleihbar mit Sign.: 11 ZW 24

Wie auf Erden - die Fortsetzung zum Millionenseller "Wie im Himmel"
Kay Pollak, Prokino Filmverleih, Spielfilm, Schweden 2015
1 DVD-Video (130 + 35 Min.) : farb.

Nach dem überwältigenden Erfolg von "Wie im Himmel" erzählt Regisseur Kay Pollak endlich die Geschichte von Lena und ihrer schwedischen Dorfgemeinschaft weiter. Die Kirche von Ljusåker ist mal wieder leer. In seiner Verzweiflung greift Pastor Stig immer häufiger zum Hochprozentigen, bis ihm eine unorthodoxe Idee kommt: Durch ein großes Jubiläumskonzert wäre eine volle Kirche garantiert. Die quirlige Lena mit ihren unkonventionellen Ideen ist dafür genau die Richtige. Kirchenbänke raus, Musik und Tanz hinein und schon wird Händels „Halleluja“ modern interpretiert. So bringt sie zwar den Kirchenrat gegen sich auf, bezaubert jedoch den Restaurator Axel. So tut die willensstarke junge Mutter alles, um ihre eigene Stimme zu finden und sich damit Gehör zu verschaffen.


Entleihbar unter Sign.: 11 EN 36

Das radikal Böse
Stefan Ruzowitzky, Katholisches Filmwerk, Dokumentarfilm, Deutschland 2013
1 DVD-Video (93 Min.) : farb.

Das Töten unschuldiger Menschen. Massenerschießungen. Das ist das ultimative Grauen, das uns heute unvorstellbar erscheint. Wie kann ein Mensch so radikal böse werden? Wie konnten Einsatzgruppen und Soldaten im Zweiten Weltkrieg die Massenexekutionen durchführen und danach weiterleben? Wie konnten sie zu ihren Familien als Väter und treusorgende Ehemänner zurückgehen, mit dem Wissen, Frauen und Kinder getötet zu haben? Diesen Fragen geht der Filmemacher Stefan Ruzowitzky in "Das radikal Böse" nach.

Als Erzähltext dienen ihm Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Aussagen von deutschen Polizisten und Soldaten, ganz normalen Männern, die Erschießungskommandos angehörten. Junge Schauspieler geben den Menschen von damals eine Stimme. Auf der Bildebene entscheidet sich Ruzowitzky für unbekannte Gesichter, die nachgestellten Szenen mit Soldaten sind dabei reduziert, mit Großaufnahmen auf die Gesichter. Schemenhaft reihen sich mit Bildern und Texten Biographien und Schicksale aneinander. Es sind die Schicksale der Täter, die sich dem Gruppendruck beugten, die sich, angesteckt vom Hass auf den angeblichen Feind, zur Vollstreckung ihrer Taten verpflichtet sahen.

Zusätzlich kommen Experten und Zeitzeugen zu Wort, wie Militärpsychologen, Historiker, oder auch der damalige Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen, Benjamin Ferencz. Sie liefern wichtige Denkanstöße und neue Überlegungen zu einem der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte. Dazu die Warnung, dass es jederzeit wieder passieren kann, wenn die Menschheit sich nicht vorsieht. Ein beeindruckender und erschütternder Film über Täter, die auch zu Opfern eines Systems wurden, das radikal böse war. Eine intelligent aufbereitete Dokumentation mit eigenem stilistischen Konzept und wichtigen neuen Einsichten in die menschliche Psyche.


Entleihbar mit Sign.: Gqn 6/1+2

Hanns-Christoph Picker (Hg.):
Protestanten ohne Protest -
die evangelische Kirche der Pfalz im Nationalsozialismus 
Speyer : Verlagshaus Speyer 2016,
2 Bände, 911 Seiten
ISBN 978-3-939512-79-0

60 Autorinnen und Autoren haben im Auftrag der Evangelischen Kirche der Pfalz unter Federführung der Evangelischen Akademie und mit maßgeblicher Unterstützung des Zentralarchivs der Evangelischen Kirche der Pfalz ein umfangreiches Handbuch zur Geschichte der Landeskirche in der NS-Zeit erarbeitet.

Protestantismus und Nationalsozialismus gingen in der Pfalz weitgehend Hand in Hand. NS-Funktionäre sahen sich als gute Protestanten, Kirchenvertreter waren zum Teil begeisterte Nationalsozialisten. Einen ausgeprägten Kirchenkampf gab es in der Pfalz nicht.

Das zweibändige Werk bietet erstmals ein differenziertes und strukturiertes Gesamtbild der Geschichte der Landeskirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Durch eine konsequente Einbettung in überregionale, politische und alltagsgeschichtliche Zusammenhänge will es das Nachdenken über die NS-Geschichte insgesamt anregen. Es weiß sich den Standards geschichtswissenschaftlicher Forschung verpflichtet und ist zugleich auch für Nichtfachleute mit Gewinn zu lesen.


Entleihbar unter Sign.: Bi 2273

Thomas Mayer:
Hier stehe ich ... -
30 Lebensbilder von Menschen mit Haltung
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2016, 254 Seiten 
ISBN 978-3-374-04261-6

Hier stehe ich, ich kann nicht anders", ist die journalistisch genial zugespitzte Schlusssentenz von Martin Luthers Rede am Ende des Wormser Reichstages 1521. Luther widerrief nicht, weil "wider das Gewissen zu handeln beschwerlich, unheilsam und gefährlich ist". Diese historisch verbürgten Worte bekräftige er mit der berühmten Formel: "Gott helfe mir, Amen“.

Standhaftigkeit und ein klares Bekenntnis, so wie der Reformator es vor knapp 500 Jahren vorlebte, haben auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren – unabhängig davon, ob man Christ ist oder nicht. Gerade in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt gehören eindeutige Orientierungen zu den Voraussetzungen, um sinnerfüllt in dieser einen und doch so verschiedenen Welt zu leben.

Luthers Credo ist bis heute Vorbild vieler – so auch für die hier vom langjährigen Chefreporter der Leipziger Volkszeitung porträtierten prominenten Zeitgenossen: den Dirigenten Herbert Blomstedt, die Holocaust-Überlebende Ruth Klüger, die Reformations-Botschafterin Margot Käßmann, den Papst-Maler Michael Triegel, den Startenor und Mäzen der Leukämieforschung José Carreras, die Olympiasiegerin Magdalena Neuner, die Politikerin Antje Hermenau, den Bergsteiger Reinhold Messner und viele andere. Insgesamt stellt das Buch 30 zwar sehr unterschiedliche, aber letztlich auch sehr ähnliche Lebensgeschichten vor: Hier stehe ich, ich kann nicht anders.


Entleihbar unter Sign.: Cb 2053

Jürgen Holtkamp:
Flüchtlinge und Asyl : Herausforderung - Chance - Zerreißprobe
Kevelaer : Verlagsgemeinschaft topos plus 2016, 181 Seiten
ISBN 978-3-8367-0008-5

Wir alle kennen die erschütternden Fernsehbilder von den ertrunkenen Flüchtlingen im Mittelmeer. Mehr als 51 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Hunger. Jürgen Holtkamp zeigt auf, warum Menschen eine lebensgefährliche Flucht aus ihrer Heimat riskieren, vor allem aber, was hier in Deutschland getan werden musste, welche besondere Verantwortung die Kirchen haben und was Menschen in den Gemeinden und in der Nachbarschaft konkret tun können.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


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Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


400. Todestag von William Shakespeare

Entleihbar unter Sign.: 11 XN 03

William Shakespeare (getauft am 26. April 1564jul. in Stratford-upon-Avon; † 23. Apriljul./ 3. Mai 1616greg. ebenda) war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler. Seine Komödien und Tragödien gehören zu den bedeutendsten und am meisten aufgeführten und verfilmten Bühnenstücken der Weltliteratur. Sein überliefertes Gesamtwerk umfasst 38 (nach anderer Zählung 37) Dramen, epische Versdichtungen sowie 154 Sonette.

Seine Bedeutung für die geschriebene Sprache ist auf dem gesamten Globus unumstritten. So gilt er - zusammen mit Homer - als bedeutendster Dichter der weltweiten Literaturgeschichte und ist - Schätzungen zufolge - mit 2 Milliarden bis 4 Milliarden verkauften Buch-Exemplaren seiner Werke der meistverkaufte Autor aller Zeiten.

Zu den Besonderheiten der deutschen Shakespeare-Rezeption seit der Romantik gehört die Auffassung, die Deutschen hätten eine besondere Affinität zu Shakespeare, sein Werk stehe der deutschen Seele näher als der englischen. Die Beschäftigung mit Shakespeare und die bis ins Politische reichende Popularisierung seines Werkes fand in der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, die im Jahr 1864 eher von Enthusiasten als von Fach-Philologen gegründet wurde, ihre institutionelle Verankerung. Sie ist die älteste Shakespeare-Gesellschaft der Welt und bedeutend älter als die englische.

Shakespeares Werk ist im Laufe der Jahrhunderte zur ergiebigsten Quelle geflügelter Worte geworden. Nur die Bibel wird noch häufiger zitiert.

Inhalt der DVD: Wenig ist aus dem Leben des berühmtesten aller Dichter bekannt: Weder kennen wir den Tag des Jahres 1564, an dem William Shakespeare geboren wurde, noch die genaue Ursache seines Todes 1616. Porträts, die ihn zeigen, sind zumeist lange nach seinem Ableben angefertigt worden; unzweifelhaft von der Hand des Schöpfers von 38 Dramen, 154 Sonetten und mehreren Versdichtungen stammen nur einige Unterschriften auf Rechtsdokumenten. Umso mehr Spekulationen umranken den Poeten: Er sei heimlich Katholik gewesen, obwohl die römische Kirche in England verfolgt wurde. Seine Stücke, die so viel Gelehrsamkeit und geographische Kenntnisse zeigen, könnten gar nicht von ihm sein, da er nie eine Universität besucht oder sein Heimatland verlassen hat. Manche behaupten gar, es habe ihn nie gegeben – und sein Name sei das Pseudonym eines berühmten Politikers.

Der englische Historiker Michael Wood begibt sich in dieser Dokumentation auf die Suche nach dem wahren Shakespeare. Er spürt dessen Familiengeschichte nach, präsentiert die wenigen schriftlichen Zeugnisse seiner Existenz, besucht Originalschauplätze. Und entwirft so das Bild eines Mannes, der zwischen zwei Welten aufgewachsen ist: einer offiziellen protestantischen und einer verborgenen, in der der verfemte katholische Glaube weiterhin ausgeübt wird. Vielleicht ist es diese erzwungene Täuschung, die aus William Shakespeare einen genialen Menschenkenner macht. Woods Film lässt jene Zeit lebendig werden, in der der Dichter lebte: die unruhige Elisabethanische Ära, in der Englands Kultur einen Höhepunkt erreichte und das kleine Inselreich sich anschickte, zur Großmacht aufzusteigen.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von William Shakespeare  
Werke von William Shakespeare im "Projekt Gutenberg"  
Deutsche Shakespeare-Gesellschaft  


100. Todestag von Max Reger

Entleihbar unter Sign.: Bi 2273

Johann Baptist Joseph Maximilian Reger (* 19. März 1873 in Brand/Oberpfalz; † 11. Mai 1916 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Organist, Pianist und Dirigent. Max Reger war der Sohn eines Dorfschullehrers. Er wuchs in der nahegelegenen Stadt Weiden auf. Er erhielt schon früh musikalische Unterweisung. Nach einem Besuch der Bayreuther Festspiele 1888 beschloss er gegen den Wunsch seines Vaters, Musiker zu werden.

Er studierte an den Konservatorien in Sondershausen (bei dem Musiktheoretiker Hugo Riemann) und Wiesbaden (dort bei Albert Fuchs). Am Wiesbadener Konservatorium fand er eine Anstellung als Lehrer für Klavier und Orgel. Infolge seiner Militärdienstzeit und beruflicher Rückschläge erlitt er einen nervlichen und physischen Zusammenbruch und kehrte 1898 ins Elternhaus zurück. Dort steigerte sich Regers musikalische Tätigkeit enorm. 1901 siedelte er nach München um, wo er sich mehr musikalische Anregungen erhoffte als in der Oberpfalz.

1902 heiratete Reger die geschiedene Protestantin Elsa von Bercken, was seine Exkommunikation zur Folge hatte. Als Komponist wie als konzertierender Pianist war Reger in dieser Zeit äußerst produktiv. 1905 wurde er als Nachfolger Rheinbergers an die Akademie der Tonkunst berufen. Während eines Konzertaufenthalts in Karlsruhe empfing Reger 1907 seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Konservatorium in Leipzig; Konzert- und Kompositionstätigkeit behielt er bei. 1910 wurde er zum Dr. h. c. der Medizin in Berlin ernannt. Während er schon 1908 den Posten des Universitätsmusikdirektors wieder aufgegeben hatte, trat er 1911 stattdessen den Posten des Hofkapellmeisters bei der berühmten Meininger Hofkapelle an.

Das große Arbeitspensum zwischen Lehrverpflichtung und Tourneen forderte seinen Tribut. Nach einem Konzert am 28. Februar 1914 in Hagen brach Reger zusammen. Auf einer Tournee-Reise erlag Reger im Mai 1916 einem Herzversagen.

Berühmtheit erlangte Reger vor allem durch seine Kompositionen für die Orgel. Bereits in seiner Wiesbadener Zeit hatte er, obwohl selbst "katholisch bis in die Fingerspitzen", eine besondere Affinität für protestantische Choräle entwickelt, die ihn mit seinem großen Vorbild Johann Sebastian Bach verband. Reger entdeckte die alten barocken Gattungen Choralvorspiel, Fantasie und Fuge sowie Passacaglia wieder und entwickelte sie weiter. Besonders zu erwähnen sind die kühnen Choralfantasien. Aber auch in den Bereichen Kammermusik (u. a. Literatur für Streichersolo), Lied, Chor- und Orchestermusik hat er Bedeutendes geleistet.

Inhalt des Buches: Susanne Popp, Autorin des Reger-Werkverzeichnisses und langjährige Leiterin des Max-Reger-Instituts ist wie keine andere prädestiniert, einen der faszinierendsten Komponisten der vorletzten Jahrhundertwende zu porträtieren. Zur rechten Zeit? Im Mai 2016 jährt sich zum 100. Mal der Todestag Regers – und die Musikwelt wird in zahlreichen Veranstaltungsreihen den großen „Unzeitgemäßen“ zwischen Tradition und Avantgarde neu verorten wollen. Die umfassende Biografie Susanne Popps leistet dazu Orientierungshilfe. Sie präsentiert Reger auf der Grundlage teils wenig bekannter Briefe und Dokumente, die das ruhelose Leben des Workaholics anschaulich illustrieren. Außerdem ist vorgesehen, die biographische Darstellung multimedial durch Hörbeispiele und Bilddokumente auf der Homepage des Reger-Instituts zu ergänzen.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Max Reger  
Max-Reger-Institut Karlsruhe  
Max-Reger-Archiv Meiningen  


80. Geburtstag von Karl Lehmann

Entleihbar unter Sign.: 32 L 11

Karl Kardinal Lehmann (*16. Mai 1936 in Sigmaringen) ist seit 1983 Bischof von Mainz. Von 1987 bis 2008 war er Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Lehmann wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben.

Karl Lehmann wurde in Sigmaringen geboren und verbrachte seine Kindheit in Veringenstadt, wo sein Vater Karl Lehmann Volksschullehrer war. Die Mutter Margarete Lehmann war ausgebildete Buchhändlerin. Nach der Schulzeit studierte Lehmann von 1956 bis 1964 Philosophie und Katholische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, wo er im dortigen Germanicum-Hungaricum lebte. Er wurde am 10. Oktober 1963 in Rom durch Julius Döpfner zum Priester geweiht. 1962 wurde Lehmann von der Päpstlichen Universität Gregoriana im Fachgebiet Philosophie mit einer Dissertation zum Thema Vom Ursprung und Sinn der Seinsfrage im Denken Martin Heideggers promoviert.

Beim 2. Vatikanischen Konzil von 1962 bis 1965 war er als Mitarbeiter des Theologen Karl Rahner tätig, dessen wissenschaftlicher Assistent er zunächst (1964 bis 1967) am Seminar für Christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, später (1967) am Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster war. 1967 wurde Karl Lehmann schließlich von der Gregoriana im Fachgebiet Theologie promoviert und durch den Freiburger Erzbischof Hermann Schäufele endgültig für die wissenschaftliche Laufbahn freigestellt.

1968 erfolgte ein Ruf auf den Lehrstuhl für Dogmatik II der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Seit 1971 war Lehmann Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Am 3. Juni 1983 wurde Lehmann vom Mainzer Domkapitel zum Bischof gewählt und infolgedessen am 23. Juni 1983 von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Mainz ernannt. Nachdem er seit 1985 stellvertretender Vorsitzender war, wurde er am 22. September 1987 zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. In den Jahren 1993, 1999 und 2005 wurde er jeweils für weitere sechs Jahre in diesem Amt bestätigt. Die letzte Wahl erfolgte auf der Vollversammlung der Bischöfe am 20. September 2005 in Fulda.

Lehmann wurde im Rang eines Kardinalpriesters mit der Titelkirche San Leone Magno während des Konsistoriums vom 21. bis 23. Februar 2001 zusammen mit 41 weiteren neu ernannten Kardinälen feierlich in sein Amt eingeführt. Nach dem Rücktritt Benedikts XVI. nahm Kardinal Lehmann am Konklave 2013 teil. Die Wahl des neuen Papstes Franziskus begrüßte er und sprach von einem "Neubeginn".

Inhalt des Buches: Er ist alles geworden, was man in der katholischen Kirche werden kann: ein international bedeutender Theologe und Professor, Bischof und Kardinal, Kirchenpolitiker von Rang, ein gefragter Gesprächspartner von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Dabei wollte Karl Lehmann ursprünglich nur Pfarrer werden. Daniel Deckers vertieft sich mit bisher nicht gekannter Intensität in die Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen Mannes. Seine Biographie ist reich an Geschichte und Geschichten, an Hintergründen und bisher unbekannten Fakten.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Karl Lehmann  
Bibliographie Karl Lehmann 
Karl Lehmann - ein intellektuelles Porträt  


Ringvorlesung in Landau

Entleihbar unter Sign.: Aa 4041

Vorlesungsreihe "Konflikt ohne Toleranz? Judentum und Antisemitismus in Europa"

"Pfefferkorn und Luther" - Theologische Auseinandersetzungen und das Judentum in reformatorischer Zeit

Veranstaltungsort: Gemeindehaus der Stiftskirche Landau
Datum: 2. Mai 2016, 19 Uhr
Ansprechpartner: Dr. Christoph Picker

Judentum und Antisemitismus sind integrale Bestandteile der europäischen Geschichte. Die Debatten um Luthers judenfeindliche Schriften und ihre Wirkung geben Anlass, sich vertieft mit den konfliktreichen Entwicklungen zu beschäftigen. Neben historischen und theologischen Zugängen fragen wir nach der Gestalt des gegenwärtigen Antisemitismus und nach den Möglichkeiten seiner Bekämpfung.
In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften der Universität Koblenz-Landau und dem Frank-Loeb-Institut an der Universität Koblenz-Landau. Referent: Prof Dr. Volker Leppin, Universität Tübingen

Inhalt des Buches: Thomas Kaufmann stellt Luthers „Judenschriften“ vor dem Hintergrund der sich dramatisch verändernden historischen Kontexte der Reformationszeit und im Kontext der zeitgenössischen Debatten dar. Während in den 1520er Jahren - auch in Bezug auf die Haltung gegenüber den Juden - der Kampf gegen die Papstkirche im Vordergrund stand, dominierten seit den 1530er Jahren die Herausforderungen, die sich aus dem Aufbau eines reformatorischen Kirchenwesens ergaben. Die Analyse der von Luther angegebenen Anlässe seiner Schriften zeigt, daß der Reformator die Juden gezielt dem gefährlichen Vorwurf der „Proselytenmacherei“ aussetzte und gegen eine christliche Hebraistik kämpfte, die seine christologische Deutung alttestamentlicher Schlüsseltexte nicht teilte. Der Autor skizziert abschließend die Rezeptionsgeschichte der „Judenschriften“ bis ins 20. Jahrhundert.

Weitere Termine der Ringvorlesung in Landau

9. Mai 2016, 19 Uhr: Zwischen Reconquista und Humanismus - die Stellung Kaiser Karls V. zum Judentum im Reich und Europa

12. Mai 2016, 19 Uhr: Latenter Antisemitismus? - Katholische Kirche und Judentum

30. Mai 2016, 19 Uhr: Ambivalenz als Prinzip? Das Judentum in islamischer Perspektive


EKD-Themenjahr 2016 "Reformation und die Eine Welt"

„Was wir heute im Rückblick als ’Reformation‘ bezeichnen und manchmal etwas vereinfacht allein mit den Ereignissen vor 500 Jahren in Wittenberg in Verbindung bringen, hat eine globale Wirkung erzielt. Über 400 Millionen Menschen weltweit verbinden ihre geistig-religiöse Existenz mit dem reformatorischen Geschehen, das nicht nur von Wittenberg, sondern auch von anderen europäischen Städten und Regionen ausging“, schreibt der Vorsitzende des Rates der EKD, Heinrich Bedford-Strohm in seinem Vorwort zum Magazin des Themenjahres 2016.

Unter den Leitworten „One Word“, „One World“, „One Work“ beleuchtet das Magazin in mehr als 50 Beiträgen unterschiedliche Aspekte zu „Reformation und die Eine Welt“: die Vielfalt reformatorischer Kirchen und was sie verbindet; die Rolle der Bibel in unterschiedlichen Kontexten; der Pluralismus des Protestantismus als Konfliktpotenzial; koloniale Wunden als Herausforderung für Theologie und Kirche; Wege des Engagements für Gerechtigkeit und Frieden und vieles anderes mehr.

Migrationsgeschichten mit der Bibel im Gepäck werden erzählt. Orte, an denen Welten sich begegnen, werden beschrieben. Reformatorische Persönlichkeiten aus verschiedenen Kontinenten werden porträtiert. Internationale Kirchenbünde, wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) oder die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), stellen sich vor. Nicht zuletzt gibt es praktische Anregungen für Unterricht, Predigt und Gottesdienst.

EKD-Themenheft "Reformation und die Eine Welt" zum Download  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download
 
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.