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Evangelische Kirche der Pfalz 
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Letzte Aktualisierung: 21.11.2017
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Juli 2016


Quelle: ldn-knigi.lib.ru/JUDAICA/IBeller/IBeller_D.htm - "Das Purimfest", aus: Ilex Beller, Das Leben im jüdischen Dorf (Schtetl) in 80 Bildern, Motiv Nr. 39

Neues Themenheft "Rechtsextremismus" & Neuerwerbungen der Bibliothek im 1. Halbjahr 2016

Ein Klick auf die beiden Bilder führt zum Download der beiden Literatur- und Medienlisten.


100 neue Online-Videos auf unserem Medienportal

Auf unserem Medienportal www.medienzentralen.de finden Sie 100 neue Online-Videos zum Download auf den eigenen Rechner. In der "Erweiterten Suche" haben Sie die Möglichkeit, eine Funktion zu nutzen, die Ihnen die neuesten Titel eines bestimmten Zeitraums anzeigt.

Falls Sie noch kein Teilnehmer des Portals sind, dann registrieren Sie sich bitte kostenfrei. Voraussetzung ist lediglich ein Wohnsitz in der Pfalz. Die Freischaltung erfolgt nach 1-2 Werktagen.

Sämtliche Online-Videos sind auch im Online-Katalog der BMZ unter www.kirchenbibliothek.de (Button Online-Katalog) nachgewiesen. Von jedem Online-Video-Datensatz führt ein Link zur Download-Seite des jeweiligen Films auf dem Medienportal.


Ausgewählte Neuerwerbungen im Juli 2016

Entleihbar unter Sign.: 11 MB 07

Amoklove
Julia C. Kaiser, Katholisches Filmwerk, Kurzspielfilm, Deutschland 2009
1 DVD-Video (9 Min.) : farb.
Mit Verleih- und Vorführrechten!

Ein magischer Moment zwischen zwei Menschen in der U-Bahn, doch dann ist er vorbei und die beiden werden sich nicht wiedersehen – falsch! Fabian kämpft für seine Liebe und rennt Marie durch ganz Stuttgart hinterher. Das ist Amoklove: Eine Liebeserklärung im Moment einer Herzklappenpause. Wie ein rasantes Liebesgedicht erzählt der Protagonist atemlos von den Begegnungen, den gemeinsam besuchten Orten, von Momenten voll verpasster Chancen, unterlegt mit einer kunstvollen Tonebene und flirrenden Sommerbildern.

Unterrichtsmaterialien zum Film 
Online-Video-Version zum Download  


Entleihbar unter Sign.: 11 YB 73

Be nice
Marita Mayer u.a., Katholisches Filmwerk, Animationsfilm, Deutschland 2009
1 DVD-Video (6 Min.) : farb.
Mit Verleih- und Vorführrechten!

Oma will dem Enkelchen eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Doch das ist dem Knirps zu langweilig: Keine Action, nichts zum Gruseln. Gereizt vergisst Oma alle guten Vorsätze und die Geschichte gerät zum blanken Horror für den Kleinen. Der ist danach restlos bedient. Ein filmisches Lehrstück für Lesepaten und all jene, die sich dem kindlichen Schrei nach Spannung nicht entziehen können.

Unterrichtsmaterialien zum Film  
Online-Video-Version zum Download  


Entleihbar unter Sign.: 11 LL 13

Das gefrorene Meer
Lukas Miko, Katholisches Filmwerk, Kurzspielfilm, Deutschland 2006
1 DVD-Video (28 Min.) : farb.
Mit Verleih- und Vorführrechten!

Der 8-jährige Marco leidet unter der Abwesenheit seines Vaters. Auch am Weihnachtsmorgen muss er plötzlich fort. Arbeiten, wie seine Mutter sagt. Doch Marco glaubt, es liegt an ihrer Streitsucht. Als Marco seinen Vater dann durchs Busfenster zu sehen glaubt, ist seine Verwirrung vollkommen. Verheimlichen seine Eltern etwas vor ihm? Oder spinnt er nur wieder rum, wie seine Mutter sagt? Marco stellt seine Eltern und sich selbst auf die Probe: wenn er sich in Gefahr begibt, muss sein Vater einfach auftauchen. Ein einfühlsames Porträt über die Gefühlswelt eines Achtjährigen.

Unterrichtsmaterialien zum Film  
Online-Video-Version zum Download  


Entleihbar unter Sign.: 85 AN 69

Stephan Sigg:
Die Bibel für Schüler lebendig machen -
motivierende Ideen und Methoden zur Bibelarbeit 
Mülheim an der Ruhr : Verlag an der Ruhr 2016, 200 Seiten
ISBN 978-3-8346-3055-1

Psalmen und Gleichnisse, Briefe und Wundererzählungen, Evangelien und Offenbarungen: Sobald sie die Bibel aufschlagen sollen, schauen Ihre Schüler nur noch flehend zum Himmel? Dann sind diese frischen Ideen speziell für die Bibelarbeit in der Sekundarstufe genau das Richtige! Das umfangreiche Nachschlagewerk ist randvoll mit kreativen Angeboten und neuen Impulsen für die Arbeit mit dem „Buch der Bücher“. Hier finden Sie jede Menge schnelle und effiziente Hilfe, um die alten Texte motivierend in den Unterricht zu integrieren – sei es als kleiner Einschub, z. B. zum Einstieg, oder als intensive Auseinandersetzung in einer ganzen (Doppel-)Stunde.

Auswahl und Umsetzung funktionieren dabei praktischerweise in beide Richtungen: Sie können sowohl passende Bibelstellen zu einem bestimmten Thema finden als auch die passenden Themen- und Lehrplanbezüge zu einer bestimmten Bibelstelle. Nach einer bewusst kurz gehaltenen theoretischen Einführung erhalten Sie zunächst eine bunte Sammlung vielfältiger, abwechslungsreicher und flexibel einsetzbarer Methoden, die Sie auf jeden beliebigen Bibeltext anwenden können. Alle Methoden sind nach Unterrichtsphasen gegliedert, sodass die richtige Auswahl für den Einstieg, die Erarbeitung, die Sicherung oder auch die Besinnung besonders schnell geht. Im zweiten großen Praxisteil finden Sie dann konkrete Anregungen für rund 25 ausgewählte Bibelstellen – von echten Klassikern bis hin zu unbekannteren Auszügen. Zu jeder Bibelpassage werden die (Lehrplan-)Themen, zu der die jeweilige Stelle passt, aufgelistet und interessante Hintergrundinformationen zur Textgattung, zum biblischen Kontext und zur möglichen Deutung ergänzt. 

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 GO 50

Heike Bertsch-Nödinger u.a.:
"Gott braucht dich nicht" -
eine Unterrichtseinheit zu dem gleichnamigen Buch von Esther Maria Magnis für die Sekundarstufe II
Stuttgart : Calwer Verlag 2016, 72 Seiten 
ISBN 978-3-7668-4393-7

In ihrem autobiografischen Buch »Gott braucht dich nicht« beschreibt Esther Maria Magnis, wie sie als Kind eine Gotteserfahrung macht, nach dem Tod ihres Vaters mit Gott bricht und ihn schließlich in einer unerwarteten, offenen neuen Weise wieder findet. Ihre direkte, teils zornige und mit beißendem Humor durchsetzte Sprache ist herausfordernd und lädt Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit dem Thema ein. Das vorliegende Heft erschließt das Werk für den Unterricht der Oberstufe. In sieben Doppelstunden werden Grundfragen zum Thema „Gott“ erarbeitet.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 LF 24

Aline Kurt:
30 x 45 Minuten Religion - fertige Stundenbilder für Highlights zwischendurch ; Klasse 5 - 8
Mülheim an der Ruhr : Verlag an der Ruhr 2016, 126 Seiten
ISBN 978-3-8346-3053-7

Ihre Schüler halten Religion für verstaubt und trocken? Beweisen Sie ihnen das Gegenteil! Mit diesen 30 fix und fertig ausgearbeiteten Sternstunden quer durch den Lehrplan bringen Sie im Handumdrehen Schwung in Ihren Unterricht. Die Jugendlichen setzen sich bspw. auf kreative Art und Weise mit ihrem eigenen Gottesbild auseinander, gehen anhand des Buchs Rut der Verbindung zwischen Sexualität und Erwachsenwerden auf den Grund, erforschen das Doppelgebot der Liebe, erarbeiten in einem Gruppenpuzzle die Bedeutung verschiedener christlicher Symbole, hinterfragen ihren Umgang mit der Schöpfung, diskutieren zum Thema Süchte, Eigenliebe und Zufriedenheit, lösen ein Vaterunser-Puzzle und formulieren das Gebet in moderner Sprache neu.

Dabei setzen sich die Jugendlichen immer wieder mit zentralen, aber auch weniger bekannten Bibeltexten auseinander, zu denen ihnen abwechslungsreiche Aufgabenstellungen neue Zugänge ermöglichen. Zu jedem Stundenentwurf erhalten Sie ausführliche Lehrerhinweise mit genauen Angaben zu Zielkompetenzen und eventuell benötigten Materialien, einen detaillierten Stundenablauf inklusive praktischer Durchführungstipps sowie kopierfertige Arbeitsblätter, Folienvorlagen etc. So sparen Sie wertvolle Vorbereitungszeit. Perfekt geeignet auch für Rand- und Vertretungsstunden!


Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


70. Geburtstag von Stefan Aust

Entleihbar, Sign.: H 2514/1527

Stefan Aust (* 1. Juli 1946 in Stade) ist ein deutscher Journalist. Er war von 1994 bis 2008 Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", seit 2014 ist er Herausgeber der Tageszeitung "Die Welt".

Inhalt des Buches: Die digitale Revolution hat unser Leben massiv verändert, und die neuen Kommunikationswege erleichtern unseren Alltag zum Teil erheblich. Aber wir zahlen dafür einen hohen Preis. Privateste Details, Bewegungsprofile und Kaufverhalten, nahezu alles kann anhand unseres digitalen Fingerabdrucks rekonstruiert werden. Wie die Welt spätestens seit der NSA-Affäre weiß, sind die technischen Möglichkeiten zur massenhaften Datensammlung und Ausspähung nicht nur vorhanden, sie werden auch genutzt. "Gegen 'Big Data' ist 'Big Brother' ein Zwerg", auf diese Formel bringen Stefan Aust und Thomas Ammann im Rückgriff auf George Orwell die neue digitale Welt. Sie beschreiben eine Entwicklung, die zeigt, wie sehr das Internet, von dem man sich dezentrale und herrschaftsfreie Kommunikation erhofft hat, von Wenigen für ihre Zwecke instrumentalisiert und von Sicherheitsbehörden überwacht wird. Die Autoren entwerfen das pessimistische Bild einer Welt, die Gefahr läuft, sich mit der digitalen Überwachung zu einem modernen und allumfassenden "1984" zu wandeln - nicht zuletzt auch durch unser eigenes Zutun.


20. Geburtstag von Klon-Schaf Dolly

Entleihbar unter Sign.: 11 VL 08

Das Schaf Dolly (* 5. Juli 1996 in Roslin (Midlothian); † 14. Februar 2003) war ein walisisches Bergschaf und das erste aus einer ausdifferenzierten somatischen Zelle geklonte Säugetier.

Dolly war das erste Säugetier, das durch ein Klonierungsverfahren gezeugt wurde, bei dem ausdifferenzierte, adulte Zellen als Spender der Erbinformation dienen. Bei der "Herstellung" von Dolly am 8. Februar 1996 im Roslin-Institut nahe Edinburgh in Schottland wurden 277 Eizellen (Scottish Blackface) mit Zellkernen aus den Euterzellen des Spendertiers, Finn Dorset, geimpft. Daraus entstanden 29 Embryonen, von denen eines, Dolly, überlebte. Leihmutter war auch ein Scottish-Blackface-Schaf. Als geistiger Vater Dollys galt zunächst der britische Embryologe Ian Wilmut, dessen Forschungsergebnisse am 27. Februar 1997 in der Zeitschrift Nature erstmals präsentiert wurden. Tatsächlich ist jedoch Keith Campbell der Erzeuger des Schafes Dolly, was Ian Wilmut im Jahre 2006 auch zugab. Der Zellbiologe und damalige Mitarbeiter in dem Klon-Projekt hätte somit eigentlich als Erstautor genannt werden und die finanziellen Ressourcen und Preise für die prominente Veröffentlichung erhalten müssen.

Streng genommen handelt es sich bei Dolly nicht um einen richtigen Klon, da die Gene der Mitochondrien (Endosymbiontentheorie) nicht vom Spendertier, sondern von den Eizellen mit übernommen wurden. Somit wurde keine hundertprozentige genetische Übereinstimmung mit dem Ausgangstier erreicht. Im Laufe seines Lebens bekam das Schaf Dolly mehrere Lämmer, alle wurden auf natürliche Weise geboren.

Am 14. Februar 2003 musste Dolly im Alter von sechs Jahren infolge einer schweren Lungenkrankheit, der Lungenadenomatose der Schafe, eingeschläfert werden. Auslöser war das Jaagsiekte-Schaf-Retrovirus. Dolly zeigte zu diesem Zeitpunkt Alterserscheinungen wie etwa Arthritis. Schafe haben eine natürliche Lebenserwartung von durchschnittlich zehn bis zwölf, maximal 20 Jahren. Daher wird diskutiert, ob es sich bei den frühen Alterserscheinungen um Folgen des Klonens handelt, denn die implantierten Zellkerne stammten aus einem erwachsenen Tier und waren daher schon älter. Der ausgestopfte Balg des Tieres wird im Royal Museum in Edinburgh ausgestellt.

Inhalt der DVD: Adam, ein allein lebender junger Mann, hat schon länger seinen Abwasch nicht gemacht. Er ordert ein riesiges Kopiergerät, um sich seinen Gehilfen zu "klonen". Doch dieser hat auch keine Lust auf den Abwasch, ebenso wenig wie all die anderen Doubles, die noch entstehen. Am Ende herrscht in der Wohnung heilloses Chaos, nur Adam geht wieder zur Arbeit und seinem geregelten Leben nach. Doch er kann seine Tat nicht ungeschehen machen: Als die Klone sich auch seiner Freundin bemächtigen, zieht Adam aus. Der ROM-Teil der bilingualen DVD enthält neben den deutschen und englischen Filmtexten Arbeitsmaterialien.

Bitte beachten Sie auch:

Wikipedia-Seite von Dolly  


25. Todestag von Isaac B. Singer

Entleihbar unter Sign.: El 2219

Isaac Bashevis Singer (* 21. November 1902 in Leoncin, heute im Powiat Nowodworski (Masowien), Polen; † 24. Juli 1991 in Surfside, Miami-Dade County, Florida) war ein polnisch-US-amerikanischer Schriftsteller. Als erster und bislang einziger jiddischer Schriftsteller erhielt er im Jahr 1978 den Nobelpreis für Literatur.

Isaac Bashevis Singer wurde als Icek Hersz Zynger in Leoncin als Sohn des dortigen Rabbiners Pinchos Menachem Zynger wahrscheinlich am 21. November 1902 geboren. Er selbst gab den 14. Juli 1904 an. 1907 zog die Familie nach Radzymin, an den Hof eines chassidischen Rabbiners, 1908 an die Krochmalna-Straße im jüdischen Armenviertel von Warschau, damals die größte jüdische und jiddischsprachige Ansiedlung der Welt (1910 waren ca. 300.000, knapp 40 % der 780.000 Einwohner, Juden). Die katastrophale Wirtschaftslage während des Weltkriegs zwang die Familie, sich 1917 zu trennen - Isaacs Mutter, Batsheva, zog mit ihm und seinem jüngeren Bruder Mosche in ihre Heimatstadt Bigoraj bei Lublin, wo ihre Brüder in der Nachfolge des Vaters als Rabbiner amtierten, und wo der heranwachsende Singer das Schtetl, die traditionelle Lebensform polnischer Juden, die sich dort infolge der Besonderheiten der geographischen und politischen Lage unverändert erhalten hatte, aus eigener Anschauung kennenlernte ("Ich lebte jüdische Geschichte").

1921 kehrte Singer wieder nach Warschau zurück, um sich am fortschrittlich-orthodoxen Tachkemoni-Seminar zum Rabbiner ausbilden zu lassen. Er brach die Ausbildung nach einem Jahr ab und zog zu seinen Eltern in die Provinz. Er konnte jedoch aufgrund der Intervention seines älteren Bruders Israel Joschua Singer (1893-1944) - seinerseits ein bekannter jiddischer Autor - 1923 als Korrektor für eine moderne jiddische Zeitschrift nach Warschau zurückkehren, wo er selbst zu schreiben begann. Den vollen Namen "Isaac Bashevis Singer" verwendete er erstmals 1950 beim Erscheinen seines ersten übersetzten Werks, der amerikanischen Fassung des Romans "Die Familie Moschkat". Als "Bashevis" machte er sich früh einen Namen, indem er das intensive Erlebnis seiner Entwicklungsjahre mehrmals literarisch darstellte und aufarbeitete. Singer hatte gerade einen ersten Roman, Satan in Goraj, in Fortsetzungen veröffentlicht, als ihm der ältere Bruder, der 1933 in den Redaktionsstab der großen jiddischen Tageszeitung "Forverts" nach New York berufen wurde, 1935 die Einreisemöglichkeit nach Amerika verschaffte. Die Übersiedlung bedeutete auch die Trennung von seiner ersten Frau Runia Pontsch und vom gemeinsamen Sohn Israel Zamir (geb. 1929), der nach Moskau und dann nach Palästina ging (Vater und Sohn trafen sich 1955 wieder).

Singer ließ sich in New York nieder, und nach längeren Eingewöhnungsschwierigkeiten - sein autobiographischer Roman über diese Zeit trägt den Titel "Verloren in Amerika" - wurde er ein produktiver und anerkannter jiddischer Autor, der vor allem im "Forverts" publizierte. 1938 traf er erstmals Alma Wassermann, geborene Haimann (1907-1996), die wie so viele aus Deutschland - in ihrem Fall aus München - geflohen war; die beiden heirateten 1940. 1943 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Allgemeine Bekanntheit erlangte Singer erst mit der 1953 erschienenen amerikanischen Übersetzung seiner 1945 entstandenen Kurzgeschichte "Gimpel der Narr" durch Saul Bellow. 1974 wurde ihm der National Book Award für seinen Roman "Feinde - die Geschichte einer Liebe" verliehen, 1978 erhielt er dann als erster und einziger jiddischer Schriftsteller für sein Gesamtwerk den Literaturnobelpreis: "für seine eindringliche Erzählkunst, die mit ihren Wurzeln in einer polnisch-jüdischen Kulturtradition universale Bedingungen des Menschen lebendig werden lässt" - Begründung aus der Preisverleihung.

Singers Werk steht im Spannungsfeld zwischen Religion und Moderne, Mystizismus und rationaler Einsicht. Charakteristisch ist aber auch die tiefe Verbundenheit mit der jüdischen Mystik (Kabbala), der talmudischen Ethik, Tradition und Folklore sowie eine große naturwissenschaftliche Bildung und Vertrautheit mit der Philosophie - vor allem mit Spinoza, Schopenhauer, Eduard von Hartmann und Otto Weininger. Sein wichtigstes schriftstellerisches Vorbild war Knut Hamsun, den er mehrmals ins Jiddische übersetzt hat.

Inhalt des Buches: Diese Märchen und Geschichten, in denen es von unerschrockenen Knaben, von Feen, Kobolden und Gnomen nur so wimmelt, sind sowohl für Kinder wie für Erwachsene eine spannende und unterhaltsame Lektüre. Und was darin an Weisheit und Wahrheit enthalten ist, wird niemals mit erhobenem Zeigefinger, sondern immer heiter und gelassen vermittelt.

Bitte beachten Sie auch:  

Wikipedia-Seite von Isac B. Singer 
Werke von und über Isaac B. Singer in der Deutschen Digitalen Bibliothek  


Reizthema TTIP - Gesprächsrunde in Annweiler

Entleihbar mit Sign.: Cb 112/61

"Reizthema TTIP" - Offener Akademiegarten unter dem Trifels

Veranstaltungsort: Evangelische Akademie der Pfalz, Am Trifels-Gymnasium Annweiler
Datum: 5. Juli 2016, 19 Uhr
Ansprechpartner: Dr. Christoph Picker

Die Veröffentlichung geheimer Dokumente durch Greenpeace hat die kontroverse Debatte über eine geplante „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union (TTIP) noch weiter angeheizt. Nicht nur, dass die Verhandlungspositionen immer noch weit voneinander entfernt sind – auch die Befürworter und die Kritiker eines solchen Freihandels stehen sich scheinbar unversöhnlich gegenüber. Wem nützt freier Handel? Welche ökonomischen, entwicklungspolitischen, sozialen und kulturellen Nebenwirkungen sind von einer Liberalisierung des transatlantischen Handels zu erwarten. Welche Rahmenbedingungen braucht eine nachhaltige Welthandelsordnung?

Darüber diskutieren wir bei einem Imbiss und bei einem Glas Wein. Kurze Impulse bieten Werner Simon, Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rhein-Land-Pfalz und Heinz Fuchs, ehemaliger Referent für Wirtschaft und Umwelt bei „Brot für die Welt“.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde der Evangelischen Akademie e.V.

Inhalt des Buches: Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat ihre Position zu dem Transatlantischen Freihandels- und Investitionsschutzabkommen (TTIP) in einer Orientierungshilfe für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen vorgestellt. Darin spricht sie sich nicht für eine grundsätzliche Ablehnung aus, sondern formuliert Anforderungen an einen möglichen Vertrag. Erarbeitet wurde die Orientierungshilfe vom Kirchlichen Entwicklungsdienst der EKBO im Berliner Missionswerk. Sie geht auf einen Beschluss der Kirchenleitung der EKBO zurück, der betont, dass ein völkerrechtlicher Vertrag die Chancen des Abbaus von Handelshemmnissen enthält. Zugleich aber die Gefahr beinhalte, dass kurzfristiger Wohlstandsgewinn zu Lasten wirtschaftlich schwächerer Länder und zukünftiger Generationen geht.


EKD-Themenjahr 2016 "Reformation und die Eine Welt"

„Was wir heute im Rückblick als ’Reformation‘ bezeichnen und manchmal etwas vereinfacht allein mit den Ereignissen vor 500 Jahren in Wittenberg in Verbindung bringen, hat eine globale Wirkung erzielt. Über 400 Millionen Menschen weltweit verbinden ihre geistig-religiöse Existenz mit dem reformatorischen Geschehen, das nicht nur von Wittenberg, sondern auch von anderen europäischen Städten und Regionen ausging“, schreibt der Vorsitzende des Rates der EKD, Heinrich Bedford-Strohm in seinem Vorwort zum Magazin des Themenjahres 2016.

Unter den Leitworten „One Word“, „One World“, „One Work“ beleuchtet das Magazin in mehr als 50 Beiträgen unterschiedliche Aspekte zu „Reformation und die Eine Welt“: die Vielfalt reformatorischer Kirchen und was sie verbindet; die Rolle der Bibel in unterschiedlichen Kontexten; der Pluralismus des Protestantismus als Konfliktpotenzial; koloniale Wunden als Herausforderung für Theologie und Kirche; Wege des Engagements für Gerechtigkeit und Frieden und vieles anderes mehr.

Migrationsgeschichten mit der Bibel im Gepäck werden erzählt. Orte, an denen Welten sich begegnen, werden beschrieben. Reformatorische Persönlichkeiten aus verschiedenen Kontinenten werden porträtiert. Internationale Kirchenbünde, wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) oder die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), stellen sich vor. Nicht zuletzt gibt es praktische Anregungen für Unterricht, Predigt und Gottesdienst.

EKD-Themenheft "Reformation und die Eine Welt" zum Download  

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download
 
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.