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Losung

Losung für Mittwoch, 20. November 2019
Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.
Psalm 71,23

Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern.
Epheser 5,19

© Evangelische Brüder-Unität

Gemeindebrief

Pfarrerin Suse Günther

Pfarrerin Suse Günther

Seit Anfang des Jahres arbeite ich als Krankenhausseelsorgerin im Kreis-krankenhaus St. Ingbert und werde auch ab und zu Gottesdienst halten in der Martin Luther Kirche. Ich bin 1963 in Homburg geboren, bin verheiratet, wir haben zwei Töchter (18 und 21 Jahre alt).

Ich war Vikarin an der Hauptschule Sobernheim, an der Berufsschule Bad Kreuznach, in der Kirchengemeinde Frankenthal und im Frauenhaus Ludwigshafen. Von 1990 bis 2002 war ich Gemeindepfarrerin in Bruchmühlbach mit Vogelbach und Hauptstuhl. Von 2002 bis 2009 Seelsorgerin

am Krankenhaus Landstuhl und an der Reha Westpfalz. Von 2009 bis 2016 hatte ich die Krankenhauspfarrstelle in Zweibrücken inne.

Meine abgeschlossene Zusatzausbildung als systemische Therapeutin und Beraterin habe ich von 2009 bis 2015 bei der Saarländischen Gesellschaft für Systemische Therapie und Beratung und beim Helm Stierlin Institut in Heidelberg gemacht. Zum Zweibrücker Krankenhaus konnte ich mit dem Rad fahren, wie überhaupt Bewegung und Reisen mir ebenso große Kraftquellen sind wie Natur (unser Garten) und musizieren. Jetzt bin ich leider aufs Auto angewiesen, denn nach der Schließung des Evangelischen Krankenhauses hat mich die Pfälzische Landeskirche zur dienstlichen Aushilfe ins Dekanat Zweibrücken bestellt. Noch bis Ende März werde ich mit halber Stelle im ehemaligen Ev, Krankenhaus tätig sein und mit halber im Krankenhaus St. Ingbert.

Ab April bin ich mit halber Stelle in St. Ingbert, die andere halbe Stelle im Dekanat als „Feuerwehr“. Hier  z.B. zuständig für die so zahlreichen Hochzeiten im Kloster Hornbach. Im St. Ingberter Krankenhaus bin ich vormittags zu erreichen und wurde freundlich aufgenommen. Natürlich fällt eine so große Umstellung in einem Alter, wo ich eigentlich dachte, dass allmählich die Weichen gestellt sein würden, sehr schwer. Wie überhaupt der ganze Prozess rund ums Zweibrücker Krankenhaus bei allen Mitarbeitenden seine Spuren hinterlassen hat. Dies umso mehr, weil niemand versteht, was da eigentlich geschehen ist und warum. Wer die Drahtzieher waren und wer die Gewinner.

Manchmal treffe ich in St. Ingbert Mitabeitende oder Patienten, die ich schon von Zweibrücken kenne, ein wenig Vertrautheit für beide Seiten in der ungewohnten Situation.

In der Zweibrücker Krankenhauskapelle hängt in Plexiglas geprägt Psalm 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von wem kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat…“ Dieser Psalm endet mit den Worten: „der Herr behüte Deinen Ausgang und Deinen Eingang von nun an bis in Ewigkeit“.

Das ist mir bei alle den vielen Neuanfängen des Berufes immer Trost gewesen: Dass auf ein Ende ein neuer Anfang kommt. Und dass beides in Gottes Hand liegt. Also: Auf ein Neues. Mit Gottes Segen.