Hier das neue Themenheft "200 Jahre Kirchenunion" herunterladen

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Evangelische Kirche der Pfalz 
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Ab Montag, 23. Juli 2018, sind wir wieder für Sie da.

 

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Letzte Aktualisierung: 07.06.2018  
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Februar 2018


Unionssynode in Kaiserslautern 1818. Gemälde von 1824 an der Emporenbrüstung der Dreifaltigkeitskirche in Speyer (Bauabteilung des Landeskirchenrats der Evangelischen Kirche der Pfalz)

Neuerwerbungen der BMZ im 2. Halbjahr 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, Ihnen 747 Neuerwerbungen (Bücher, Hefte, audiovisuelle und Online-Medien) aus dem 2. Halbjahr 2017 präsentieren zu dürfen. Erstmals werden auch die Inhaltsbeschreibungen, die vergebenen Schlagworte sowie Internet-Links zu den Inhaltsverzeichnissen bzw. Download-Seiten der jeweiligen Titel mit abgedruckt. Bitte beachten Sie, dass unmittelbar hinter den Verfasser-Namen die Geburtsdaten der Autoren erscheinen. Diese sind nicht mit den Erscheinungsjahren der Bücher zu verwechseln. Letztere werden im Text zwischen Verlagsangabe und Seitenzahl angezeigt. Viel Freude beim Stöbern wünscht Ihre Bibliothek und Medienzentrale. 

Ein Klick auf die Bilder führt zum Download der Listen.


BMZ erhält Tauler-Sammlung

Martin Bucer schaut zu: Dr. Klaus Bümlein (links), Bibliotheksleiterin Dr. Traudel Himmighöfer und Kirchenpräsident Christian Schad bei der Präsentation der Tauler-Sammlung. Fotos: lk

Die Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz ist um eine wahre Rarität reicher: Eine rund 30 Bände umfassende Sammlung mit Schriften zu dem Mystiker und Theologen Johannes Tauler (um 1300 bis 1361) hat der frühere Bildungsdezernent der Landeskirche, Oberkirchenrat i.R. Klaus Bümlein, am Montag in Speyer Bibliotheksleiterin Traudel Himmighöfer überreicht.

Tauler sei ein herausragender Prediger und Seelsorger im deutschsprachigen Raum gewesen und fasziniere bis heute, bedankte sich Himmighöfer für die Sammlung, deren ältester Text, der „Druck von Basel“ mit Predigten Taulers, aus dem Jahr 1521 stammt. Der jüngste Band der Sammlung, „Johannes Tauler: Lebenswelt und mystische Lehre“ von Louise Gnädinger, ist 1993 erschienen. Die „großartige Schenkung“ stelle eine weitere Aufwertung der Bibliothek und Medienzentrale in Speyer dar, hob Kirchenpräsident Christian Schad die Bandbreite der landeskirchlichen Einrichtung hervor, die von jahrhundertealten Schätzen bis zum Online-Medienportal reicht.

Die Schenkung der Tauler-Ausgaben im zu Ende gehenden Jahr des Reformationsjubiläums kommt nicht von ungefähr: Der Augustinermönch und Reformator Martin Luther habe den Straßburger Dominikaner Johannes Tauler sehr geschätzt, erklärte Bümlein. So sei von Luther der Satz überliefert: „Ich habe nämlich weder in der lateinischen noch in unserer Sprache eine heilvollere und mehr mit dem Evangelium übereinstimmende Theologie gefunden.“ Johannes Tauler sei „von seiner Wirkung her eine wahrhaft ökumenische Gestalt“, sagte Bümlein, der die Sammlung im Laufe vieler Jahre zusammengetragen hat. Taulers Werk lasse sich „als ein überraschendes Dokument spiritueller Gemeinschaft zwischen Christen heute lesen“.

Nun finden die wertvollen Schriften im Magazinraum für Altbestände der Bibliothek einen geschützten und gesicherten Platz und können im Lesesaal der Bibliothek eingesehen werden. „Eine echte Bereicherung unseres Altbestandes“, freut sich Himmighöfer über das Geschenk. Denn bisher habe die Kirchenbibliothek nur neuere Veröffentlichungen zu diesem Theologen des späten Mittelalters besessen.


Buch-Neuerwerbungen im Februar 2018

Entleihbar unter Sign.: 32 S 14

Robert M. Zoske:
Flamme sein! - Hans Scholl und die Weiße Rose
München : Beck 2018, 368 Seiten
ISBN 978-3-406-70025-5

Ohne Hans Scholl hätte es die Weiße Rose nicht gegeben. Aber wie kam der 23-Jährige dazu, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren? Robert Zoske zeichnet auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten ein neues, faszinierendes Bild von einem jungen Mann, den der Heroismus des Nationalsozialismus ebenso anzog wie eine naturmystische Frömmigkeit, dessen Freiheitsdrang aber seine größte, kompromisslose Leidenschaft war. "Ganz leben oder gar nicht!", notierte Hans Scholl, und es ist erstaunlich, welche Erfahrungen sich in seinem kurzen Leben verdichten.

Während er zum Fähnleinführer in der Hitlerjugend aufstieg, leitete er eine verbotene Jugendgruppe, die abenteuerliche Fahrten unternahm und verpönte Schriftsteller las. Er liebte Jungen und Mädchen, schrieb Gedichte und Erzählungen. Als Medizinstudent interessierte er sich vor allem für Philosophie und erlebte als Sanitätssoldat das Grauen an der Front. Er war mit Künstlern und Schriftstellern befreundet, verehrte Stefan George und zunehmend Thomas Mann. Robert Zoske zeigt, wie sehr dessen Rundfunkansprachen die Flugblätter der Weißen Rose beeinflussten, die Hans Scholl verfasste und zusammen mit seinen Mitstreitern verbreitete. "Es lebe die Freiheit", waren seine letzten Worte. Das fesselnd geschriebene Buch lässt dieses Vermächtnis eindrucksvoll lebendig werden.


Entleihbar unter Sign.: 80 Y 53

Ralf Frisch:
Was fehlt der evangelischen Kirche? Reformatorische Denkanstöße
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2017, 280 Seiten
ISBN 978-3-374-05030-7

Die evangelische Kirche in Deutschland hat Substanz. Dennoch kehren ihr immer mehr Menschen den Rücken. Sagt ihnen die Kirche nichts mehr? Was sollte sie ihnen sagen? Was fehlt der evangelischen Kirche, um als hilfreich und lebensfördernd betrachtet zu werden? Oder geht es gar nicht nur um die Kirche? Hat sich die Gottesliebe verflüchtigt?

Ralf Frisch ist davon überzeugt, dass die evangelische Kirche die Menschen deshalb immer weniger anspricht, weil sie in spiritueller und metaphysischer Hinsicht sprachlos geworden ist und sich stattdessen in politischer Bewusstseinsbildung und sozialer Arbeit erschöpft. Sie ist kein Ort mehr, an dem man die Erfahrung des Heiligen machen kann. Die evangelische Kirche der Gegenwart – so die These dieses leidenschaftlichen und persönlichen Buches – droht sich selbst zu banalisieren.

Dennoch gibt es Hoffnung. Vielleicht, so Frisch, hat die evangelische Volkskirche ihre beste Zeit sogar noch vor sich, wenn sie sich wieder auf die letzten Dinge besinnt. Ralf Frischs reformatorische Denkanstöße sind ein kühnes Plädoyer für die Wiederentdeckung des Glaubensfundaments in einem freiheitlich-demokratischen Denk- und Lebensraum, der seine christlichen Wurzeln nicht verleugnet. Eine selbstkritische und selbstbewusste evangelische Kirche darf künftig die Kritik am Islam ebensowenig scheuen wie die Auseinandersetzung mit totalitären und reduktionistisch-naturwissenschaftlichen Welt- und Menschenbildern.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 60 P 10

Ralf Frisch:
Was können wir glauben? Eine Erinnerung an Gott und den Menschen
Stuttgart : Kohlhammer 2017, 351 Seiten
ISBN 978-3-17-032509-8

Was können Christen heute, also ziemlich genau fünfhundert Jahre nach der Reformation, glauben? Die Antwort auf diese Frage gibt dieses Buch, indem es das Apostolische Glaubensbekenntnis vergegenwärtigt - allgemeinverständlich, inspirierend und mitunter sogar aufregend. Diese Auslegung des Glaubensbekenntnisses ist zugleich eine Auslegung unserer Gegenwart und eine Auseinandersetzung mit herrschenden naturwissenschaftlichen Welt- und Menschenbildern.

Ralf Frisch vertritt die These, dass der christliche Glaube inmitten der Gottesvergessenheit unserer abendländischen Kultur eine faszinierende und vernünftige Alternative darstellt. Um diesen Glauben überzeugend zur Sprache bringen zu können, muss man allerdings bereit sein, anders zu denken und die Welt anders zu sehen. Tut man dies, dann stellen sich in der Begegnung mit dem Glaubensbekenntnis Antworten auf die Sinnfrage ein, die das Dasein in der entzauberten Welt wieder zu einem metaphysischen Abenteuer werden lassen.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 85 GJ 37

Hartmut Lenhard:
Wofür ist Religion gut? Religionen in der säkularen Gesellschaft - Themenheft für den evangelischen Religionsunterricht in der Oberstufe
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 64 Seiten
ISBN 978-3-525-77693-3

Das Themenheft befasst sich fokussiert mit den weitreichenden und komplexen Aspekten von Religion und Religionen: Es nimmt Religion aus einer biografischen Perspektive wahr, betrachtet kontrovers die Säkularisierungsthese, fragt nach dem Begriff und Phänomenenen von Religion und konfrontiert diese mit kritischen Positionen. Es beschäftigt sich mit religiös konnotierten Anforderungssituationen in der säkularen Gesellschaft. Schließlich untersucht es die Perspektive der Theologie auf Religion und den Wahrheitsanspruch der Religionen. Auch das Thema Fundamentalismus läßt es nicht aus.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 84 U 47

Uwe Schauß:
"Sag, wie hast du's mit der Religion?" : Ein didaktischer Leitfaden für den Religionsunterricht in der Oberstufe 
2., erweiterte Auflage, Stuttgart : Calwer Verlag 2017, 288 Seiten
ISBN 978-3-7668-4445-3

Das Buch bietet einen profunden Überblick über die Themenfelder des Faches Evangelische Religion in der gymnasialen Oberstufe. Ausgehend von aktuellen Fragen, Alltagserfahrungen und Anforderungssituationen widmet es sich den Themen Grundlagen - Gott - Jesus Christus - Kirche - Liebe und Hoffnung. Besonders Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare sowie junge Unterrichtende erhalten wertvolle Anregungen für die Unterrichtsvorbereitung und –praxis. Die Lektüre regt zum selbstständigen theologischen Denken an und hilft bei der eigenen Positionsbestimmung. In der zweiten Auflage wurde zur besseren Orientierung die Gliederung verfeinert sowie ein Registerteil hinzugefügt.

Inhaltsverzeichnis des Buches 


Entleihbar unter Sign.: H 3195

Jörg Armbruster:
Willkommen im gelobten Land? Deutschstämmige Juden in Israel 
Hamburg : Hoffmann und Campe 2016, 285 Seiten
ISBN 978-3-455-50417-0

Was geschah mit den Juden, die vor dem zunehmenden Naziterror in den dreißiger Jahren nach Eretz Israel flüchteten? Und wie erging es den Holocaust-Überlebenden, die nach dem Zweiten Weltkrieg in das "Gelobte Land" auswanderten, um dort ein neues Leben zu beginnen? Sie mussten ihr Umfeld, ihre Kultur, ihre Sprache, ja ihre gesamte Lebensgrundlage hinter sich lassen. Sie landeten oft mit nichts als einem Bündel traumatischer Erfahrungen und der Hoffnung im Gepäck, hier einen sicheren Zufluchtsort zu finden.

Doch in vielen Fällen ging dieser Wunsch lange nicht in Erfüllung. Von früheren Einwanderergenerationen wurden sie "Jeckes" genannt, und das war nicht nur spöttisch, sondern durchaus auch abfällig gemeint. "Kommst du aus Überzeugung oder aus Deutschland?", lautete eine gängige Redewendung. Die von Flucht oder Lagerleben gezeichneten Menschen, die in den palästinischen, später israelischen Hafenstädten an Land gingen, wurden oft argwöhnisch als Fremde beäugt und blieben es auch lange. Sie entsprachen nicht dem Ideal des zionistischen Pioniers, der beherzt zupackt, um einen neuen Staat zu erschaffen.

Jörg Armbruster ist durch Israel gereist, um mit möglichst vielen dieser heute um die neunzig Jahre alten Zeitzeugen zu reden. Hier ist er auf bewegende Lebensgeschichten gestoßen, die Überlebensgeschichten sind - bestimmt von dem Willen, sich gegen alle Widerstände zu behaupten. Und er erzählt davon, wie Herkunft und Erfahrungen der aus Deutschland vertriebenen Menschen deren Nachfahren in der zweiten und dritten Generation bis heute prägen. Ein Buch über die "immerwährende Gegenwart der Vergangenheit in Israel", ohne die ein Verständnis für das Geschehen im Nahen Osten unvollständig bleibt.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 22 M 26

Jens Holger Schjørring (Hg.):
Geschichte des globalen Christentums, Band 2: 19. Jahrhundert
Stuttgart : Kohlhammer 2017, 583 Seiten
ISBN  978-3-17-021932-8

Die Verflochtenheit der Weltreligionen in die globalen Dynamiken der Gegenwart ist im 21. Jh. selbstverständlich geworden. Das gilt auch für das Christentum. Angesichts der nach wie vor vorherrschenden regionalen oder nationalen Geschichtsschreibung ist allerdings nur wenig über den historischen Entwicklungsprozess des Christentums hin zu einer weltweit agierenden und plural differenzierten Religion bekannt.

Der vorliegende Band präsentiert erstmals im deutschen Sprachraum eine umfassende, interkonfessionelle und interdisziplinäre Geschichte des Globalen Christentums im 19. Jahrhundert. Ausgewiesene Theologen, Kirchenhistoriker und Historiker zeichnen die zahlreichen Umbrüchen nach, die das "lange 19. Jahrhundert" mit sich brachte und das Christentum in die Moderne beförderten.


Entleihbar mit Sign.: Ca 200/45

Manfred L. Pirner:
Allein aus Gnade - was soll's? Neue Wege zur Erschließung von Luthers Rechtfertigungslehre 
Stuttgart : Calwer Verlag 2017, 30 Seiten
ISBN 978-3-7668-4421-7

Allein aus Gnade wird der Mensch von Gott angenommen - das war Martin Luthers bahnbrechende Antwort auf seine Frage nach dem göttlichen Heil. Heute gehören weder Luthers Ausgangsfrage noch seine Antwort zu dem, was die meisten Menschen umtreibt und bewegt. Das Büchlein zeigt neue Wege, wie die geradezu überraschende Aktualität und Relevanz des lutherischen Rechtfertigungsglaubens heutigen Menschen in unserer Leistungs- und Mediengesellschaft erschlossen werden kann.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Vorankündigung: Lesung zum Thema Kirchenunion 1818

Frau Prof. Dr. Irene Dingel, Kirchenhistorikerin und Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz, spricht am Dienstag, 8. Mai 2017, 19 Uhr, Roßmarktstraße 4, Speyer, über ein Thema im Kontext der Pfälzischen Kirchenunion von 1818. Näheres wird noch bekannt gegeben.

Zu diesem Vortragsabend möchten wir Sie sehr herzlich einladen. Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind in begrenzter Zahl am Haus vorhanden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Wir erbitten Ihre Anmeldung:

per Mail an: bibliothek(at)evkirchepfalz.de oder
per Fax an: 06232/667-478 oder schriftlich an:
Evangelische Kirche der Pfalz/Landeskirchenrat
Bibliothek und Medienzentrale
Roßmarktstr. 4
67346 Speyer


Film-Neuerwerbungen im Februar 2018

Entleihbar mit Sign.: 11 WE 31

Ein Zeichen der Hoffnung 
Leandro Pinto Le Roux, EZEF, Kurzfilm, Peru/Deutschland 2016
1 DVD-Video (30 Minuten)

Kinder einer ganz besonderen Schule stehen im Mittelpunkt dieses Films. Unter der Woche leben die 18 Kinder in ihrer Schule – am Wochenende kehren sie dann wieder zu ihren Familien nach Hause zurück. Diese Schule befindet sich im peruanischen Andenhochland und liegt auf 4.500 Metern Höhe. Ohne den engagierten Lehrer Julio würde es sie kaum geben. Denn es war seine Initiative, den Kindern den täglichen, teils mehrstündigen Schulweg zu ersparen. Und auch der Lehrer reist zu Beginn der Woche an – er hat einen langen Weg, zuerst mit dem Bus und dann dem Motorrad – und er kehrt erst am Wochenende wieder zu seiner in der Stadt lebenden Familie zurück.

Lehrer Julio weiß, dass viele Kinder gar nicht zur Schule kämen, wenn sie täglich den langen Schulweg zurücklegen müssten. Und ihm liegt sehr daran, dass die indigenen Kinder auch einen Zugang zu Bildung bekommen. Er weiß, dass die staatliche Bildungspolitik die ländlichen Regionen vernachlässigt und er weiß, dass die Kinder auf dem Land einiges mitbringen, was in der Stadt schon verloren gegangen ist, wie Freundlichkeit, Selbstachtung und Respekt vor der Natur. Und so unterrichtet er die Kinder im Sinne eines befreiungspädagogischen Ansatzes von Paulo Freire, ohne dass im Film auch nur einmal von diesem pädagogischen Konzept die Rede wäre.

Es gibt keine Klassenstufen, sondern die sechs- bis zwölfjährigen Kindern lernen, essen, spielen und schlafen gemeinsam – und ihr Lernen beginnt in ihrem unmittelbaren Umfeld. Sie erforschen ihre natürliche Umwelt, sie erfahren mit welchen Heilpflanzen bestimmte Bauchschmerzen oder Atemwegserkrankungen behandelt werden können; sie helfen beim Einfangen und bei der Schur der Vikunjas, wobei sie nebenher auch Rechnen lernen. Ein wesentlicher und integraler Bestandteil des Filmes sind animierte Zeichnungen oder Figuren- und Landschaftkonstellationen, die mit den dokumentarischen Aufnahmen höchst artifiziell und harmonisch kombiniert werden. So steht die Wahrnehmung der Kinder nicht nur im Mittelpunkt des Filmes, sondern ihre Kreativität wird unmittelbar Bestandteil des Filmes selbst. Und so bietet der Film sowohl für Kinder, als auch für die Lehrerfortbildung eine Fülle von Anknüpfungspunkten und Anregungen für unsere Schulen.

Mit Verleih- und Vorführrechten!


Entleihbar unter Sign.: 11 FR 02

Etappen auf dem Lebensweg von Frère Roger
Ateliers et Presses de Taizé, Dokumentarfilm, Frankreich 2017
1 DVD-Video (90 Minuten)

16 Etappen auf dem Lebensweg von Frère Roger, dem Gründer der Communauté von Taizé – von seiner Kindheit in einem Schweizer Bergdorf, den Anfängen in Taizé mitten im Zweiten Weltkrieg bis zu seinem tragischen Tod während des Abendgebets in der Versöhnungskirche von Taizé.

Frère Rogers oft von Zweifel und Unsicherheit geprägtes Leben wird anschaulich durch Beiträge von Brüdern und langjährigen Freunden der Communauté, von evangelischen und katholischen Kirchenverantwortlichen, dem Sekretär von Papst Johannes XXIII., der Schwester Frère Rogers, die ihn ab 1941 in Taizé unterstützt hatte, einer Historikerin und Biographin sowie zahlreichen anderen Persönlichkeiten. So erscheint das Bild eines Menschen, der stets bereit war, ein Wagnis für die Versöhnung der Christen, für die Jugend und die Armen einzugehen. Der Film enthält Aufzeichnungen bisher unveröffentlichter Gespräche mit Frère Roger.


Entleihbar unter Sign.: 11 SB 26

Werte - Leuchttürme im pädagogischen Alltag
Inge Michels u.a., AV1 Film + Multimedia, Dokumentarfilm, Deutschland 2017
1 DVD-Video (57 Minuten)

Wir wissen i.d.R. um den Wert unseres Autos. Kennen wir auch unseren eigenen Wert? Und was ist uns der Mensch wert, der uns gegenübersteht, mit dem wir es gerade zu tun haben? Von was machen wir dessen Wert abhängig? Selbstwert, Wertschätzung, wertvoll – Begriffe, die uns sehr geläufig sind. Doch was steckt dahinter? Sind Werte nur Regeln, Normen oder sind sie Ergebnis/Ausdruck einer inneren Haltung? Was ist gut und was ist böse? Haben Werte auch etwas mit Bewertung zu tun? Werte und Ethik sind mancherorts ein Schulfach – doch kann man Werte unterrichten? Welche Bedeutung haben Werte in der Demokratie? Und wie kann Wertebildung in der Kindertagesbetreuung gelingen?

Diese und weitere Fragen werden im „Pädagogik-Talk 04“ diskutiert. Wolfgang Endres (Pädagoge, Autor und Lerntrainer), Dr. Wolfgang Beutel („Demokratisch Handeln“), Margit Franz (Dipl.Päd.) und Susan Henning (KiTa-Leiterin in Schmalkalden) führen ein anspruchsvolles und zuweilen philosophisches Gespräch, das von der Bildungsjournalistin Inge Michels moderiert wird. Es bietet damit nicht nur pädagogischen Fachkräften, sondern im Prinzip allen Menschen orientierende Hilfen und richtungsweisende Impulse für das Leben und die Pädagogik, hat also im wahrsten Sinne des Wortes eine Leuchtturmfunktion.

Mit Verleih- und Vorführrechten!  


Entleihbar unter Sign.: 11 JV 05

Muslimische Feste - Feiertage und Rituale : Grundschule : Unterrichtsmaterial, interaktive Arbeitsblätter
MedienLB, Dokumentarfilm, Deutschland 2017
1 DVD-Video (23 Minuten)

Der Islam ist eine der drei Weltreligionen und mit Judentum und Christentum verwandt. Etwa fünf Prozent der deutschen Bevölkerung gehören diesem Glauben an. Der Film begleitet zwei türkische Familien beim Ramadan, dem Fastenmonat und zeigt das Fest des Fastenbrechens, Ramazan Bayrami. Das Opferfest Id al-Adha wird vorgestellt mit den Ritualen und den Stellen im Koran. Auch weitere regelmäßig wiederkehrende Feste, wie etwa Lailat al-Qadr, die Nacht der Bestimmung und weitere werden vorgestellt. Das Freitagsgebet als wichtigstes Gebet in der Woche zeigt der Film mit Aufnahmen von einem Moscheebesuch.

Der Zuschauer darf Gast einer Beschneidungsfeier (die etwa drei Wochen nach der Beschneidung im Krankenhaus stattfindet) sein und sieht eine türkisch-muslimische Hochzeitsfeier, und hier die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu einer christlichen Hochzeit. In Verbindung mit dem umfangreichen Zusatzmaterial (klassische und interaktive Arbeitsblätter, Testfragen, Glossar) ist die vorliegende DVD für den Einsatz im Unterricht geeignet.

Mit Verleih- und Vorführrechten!  


Weltgebetstag 2018: Surinam

Film beim EZEF entleihbar

Am 2. März 2018 findet der Weltgebetstag der Frauen (WGT) zum Schwerpunktland Surinam statt.

Die WGT-Geschäftsstelle konnte in diesem Jahr trotz intensiver Recherche keinen Film einer Regisseurin oder eines Regisseurs aus Suriname ausfindig machen, dafür aber einen informativen Dokumentarfilm, der einen guten Einblick in die Gegebenheiten des Landes bietet:

Dschungeldoktor trifft Schamanen (45 Min., WDR 2013)

Der Film begleitet den Medizinmann Edje Doekoe auf seinen Reisen im Dschungel von Suriname. Sein traditionelles Wissen um die Wirkung von Heilkräutern tauscht er mit einem Schamanen der Indios aus und setzt sich energisch für den Schutz des Regenwalds ein. Edjes Vorfahren wurden vor Jahrhunderten auf Sklavenschiffen nach Suriname verschleppt. Viele flohen von den Zuckerplantagen in den Süden des Landes, wo sie noch heute leben. Doch viele der Saramakaner, wie sich die Nachfahren ehemaliger Sklaven nennen, verlassen mittlerweile ihre Dörfer, um im Bauxit-Abbau oder in illegalen Goldminen Arbeit zu finden. Für Edje Doekoe ist das eine alarmierende Entwicklung, denn durch die Minenarbeiten wird der Regenwald, der mehr als 90% des Landes bedeckt, rasant vernichtet und Flüsse durch Quecksilber vergiftet.

Suriname ist Teil des Amazonasgebietes, der Fluss Suriname ist Namensgeber für das ganze Land, der kleinsten Nation Südamerikas und eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. Seine etwa 500.000 Einwohner gehören verschiedenen Bevölkerungsgruppen an: Da sind jene, deren Vorfahren die holländischen Kolonialherren mit brutalen Methoden als Sklaven aus Afrika holten, andere wiederum wurden nach Abschaffung der Sklaverei vor 150 Jahren als Vertragsarbeiter aus Java und Indien ins Land geholt. Die Indios, die ursprünglichen Einwohner des Landes, leben heute zurückgezogen im Süden des Landes. Die ehemalige Niederländische Kolonie wurde 1975 mit der Hauptstadt Paramaribo unabhängig.

Dieser Film kann NICHT in der Medienzentrale sondern nur direkt beim EZEF (Evang. Zentrum für den Entwicklungsbezogenen Film) ausgeliehen werden.

Unterrichtsmaterialien zum Film  

Bitte beachten Sie:

13 in der BMZ Speyer entleihbare Materialien zum Weltgebetstag 2018 finden Sie, wenn Sie im Online-Katalog im Feld Schlagwörter "Weltgebetstag Surinam" eingeben.


Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


Neues Themenheft "Passion & Ostern"

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, Ihnen auf 79 pdf-Seiten die 3. Auflage unseres Themenheftes "Passion & Ostern" präsentieren zu dürfen. Es werden ca. 300 Bücher, audiovisuelle und Online-Medien verzeichnet. Neben den bibliographischen Angaben der Titel werden auch die Inhaltsbeschreibungen, die vergebenen Schlagworte sowie Internet-Links zu den Inhaltsverzeichnissen der jeweiligen Werke bzw. Download-Seiten der Online-Videos mit abgedruckt. Viel Freude beim Stöbern wünscht Ihre Bibliothek und Medienzentrale.

Ein Klick auf das Bild führt zum Download der Liste.


Bücher und Medien zum Unionsjubiläum 2018

Entleihbar unter Sign.: Ca 3070

Karl-Heinrich Lütcke (Hg.):
Was heißt Kirchen-Union heute? - Beiträge zu einem Symposium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz 
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2015, 80 Seiten
ISBN 978-3-374-04140-4

Im Jahr 2017 jährt sich die Einführung der preußischen Kirchenunion zum 200. Mal: Am Reformationstag 1817 feierten viele lutherische und reformierte Gemeindeglieder erstmals gemeinsam einen Sakramentsgottesdienst. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz steht als Gliedkirche der Altpreußischen Union in dieser unierten Tradition, doch was kann sie für das Kirche-Sein heute bedeuten? Ist eine solche Gestaltung sichtbarer Einheit bei Bekenntnisverschiedenheit in reformatorischer Tradition ein Modell mit Zukunft und beispielgebend etwa auch für andere Kirchenbünde?

Ein Symposium ist dieser Frage aus verschiedenen Perspektiven nachgegangen. Kritiker und Befürworter des Unions-Gedankens kamen dabei zu Wort, kirchengeschichtliche und systematische Zusammenhänge wurden entfaltet. Der Band dokumentiert die Beiträge.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar mit Sign.: Ca 200/32

Amt der Union Evangelischer Kirchen (Hg.):
Gemeinsam evangelisch - 200 Jahre lutherisch-reformierte Unionen in Deutschland
Hannover : UEK 2016, 102 Seiten
ISBN 978-3-87843-049-0

„Gemeinsam evangelisch“ – so lässt sich der Grundimpuls der lutherisch-reformierten Unionen zusammenfassen, die vor nunmehr zwei Jahrhunderten in Deutschland initiiert wurden. Der Ursprung in der Reformation verbindet die evangelischen Landeskirchen. Ebenso vereint sie der Auftrag, „die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk“ (These 6 der Barmer Theologischen Erklärung). Diese Verbundenheit in Ursprung und Auftrag reicht tiefer und weiter als die konfessionellen sowie die weiteren damit verknüpften Verschiedenheiten.

Solche Unterschiede haben sich bereits in den ersten Jahrzehnten der Reformation herausgebildet. Sie haben sich phasenweise zu Gegensätzen und sogar wechselseitiger Bekämpfung verschärft, dann aber auch wieder zu einem fraglosen Nebeneinander entspannt. Ebenso alt wie die innerevangelischen Unterschiede sind die Bestrebungen, die evangelische Gemeinsamkeit zu stärken, also die Gegensätze zu überbrücken und ein mehr oder minder konflikthaftes Nebeneinander zu einem lebendigen Miteinander zu entwickeln. Zur Geschichte dieser Bestrebungen, an deren Beginn etwa Philipp Melanchthon und Martin Bucer stehen, gehören die lutherisch-reformierten Unionsbildungen des 19. Jahrhunderts und ihre mittlerweile 200-jährige Wirkungsgeschichte.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Ca 2969

Michael Beintker (Hg.):
Kirchengemeinschaft leben und gestalten - ein Votum des Theologischen Ausschusses der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK)
Neukirchen-Vluyn : Neukirchener Theologie 2016, 123 Seiten
ISBN 978-3-7887-3015-4

Beim Nachdenken über Kirchengemeinschaft muss die Gemeinde als primäres Sozialisationsfeld des Glaubens die ihr zustehende Aufmerksamkeit erfahren. Leben ereignet sich in bewegter Kommunikation zwischen Menschen. Auch die überregionalen Zusammenschlüsse sind nur in dem Maß lebensfähig, wo solche Begegnungen ermöglicht und eigens gefördert werden. Das bedeutet, dass man die gesamtkirchlichen Organisationsfelder mit den Kommunikationsprinzipien des modernen Gemeindeaufbaus verknüpfen muss, wenn Kirchengemeinschaft mehr sein soll als eine Strukturfeststellung.

Im Dialog der Kirchen ist Kirchengemeinschaft heute ein vordringliches ökumenisches Thema, das in den letzten Jahrzehnten vor allem durch die Leuenberger Konkordie an Gewicht gewonnen hat. Demnach können konfessionsverschiedene Kirchen unbeschadet ihrer rechtlichen Selbstständigkeit in uneingeschränkter gottesdienstlicher und geistlicher Gemeinschaft stehen und dabei ein glaubwürdiges Tatzeugnis ihrer Einheit ablegen. So betrachten die evangelischen Kirchen Kirchengemeinschaft als eine in verschiedene Richtungen gestaltbare, von organisatorischer Pluralität und Vielfalt geprägte kirchliche Daseinsform, die in der vollen Gemeinschaft in Wort und Sakrament gründet, sich aus ihr speist und von ihr zusammengehalten wird.

Dieses Verständnis stößt bei ökumenischen Partnern immer wieder auf Skepsis; sie befürchten, dass das dabei vorausgesetzte Verständnis kirchlicher Einheit undeutlich bleibt. Man muss also zeigen können, weshalb die Pluralität von Bekenntnistraditionen einen biblisch gerechtfertigten Reichtum darstellt und der Einheit und Katholizität der Kirche produktiv dient, statt sie zu behindern.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


EKD-Themenjahr 2018 "Kirchenjahr & kirchliche Feiertage"

Die EKD lässt die Tradition der Themenjahre- bzw. Themenmagazine mit dem Reformationsjubiläum 2017 nicht ausklingen. Das Themenmagazin 2018 „Kirchliche Feiertage als kultureller Reichtum“ knüpft an das vom Europäischen Parlament und vom Europäischen Rat als „Europäisches Kulturerbejahr SHARING HERITAGE“ ausgerufene Jahr an. Mit dem EKD-Themenmagazin 2018 wird der Gedanke des europäischen Erbes auch für immaterielle Güter geöffnet.

„Die kirchlichen Feiertage sind kein Überbleibsel einer vergangenen Epoche, sondern in ihrer humanisierenden Funktion sind sie auch heute noch eine Chance für eine Gesellschaft im Wandel und dienen der Gesellschaft im Ganzen. Sie geben dem Zeitempfinden einen wiederkehrenden Rhythmus und gewähren einen regelmäßigen Freiraum. Auf diese Weise verhelfen sie zu dem notwendigen Abstand vom Alltag. Sie bieten einen Raum, sich die wichtigen und entscheidenden Fragen bewusst zu machen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Aus welcher Quelle lebe ich? Wofür lohnt es sich zu leben? Sie bieten ebenso Raum für herausgehobene, festlich gestaltete Begegnungen mit anderen“, so Bedford-Strohm.

Das 97-seitige Magazin wendet sich an interessierte Leserinnen und Leser in der Kirche, in Bildungseinrichtungen und in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Die mehr als 50 Beiträge zu den Festzeiten und Festtagen des Kirchenjahrs bieten theologische und historische Reflexionen, Geschichten zu Traditionen und Festtagsbräuchen und zahlreiche weitere Informationen. Im Magazin finden sich zudem viele Anregungen für die Praxis. Es wird den Kirchen und Gemeinden wie auch den kirchlichen Bildungseinrichtungen und Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt.

EKD-Themenheft "Grüße aus dem Kirchenjahr" zum Download  

Bitte beachten Sie auch:  

EKD-Themenheft "Gott neu vertrauen" zum Download 
EKD-Themenheft "Reformation und die Eine Welt" zum Download 
EKD-Themenheft "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Politik" zum Download
 
EKD-Themenheft "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.