Vortrag in der BMZ Speyer am 17. Juni 2019

Pfarrer Jörn Wilhelm zum Thema "Ordinationsstreit 1969"

Anschrift und Kontakt

Evangelische Kirche der Pfalz 
Bibliothek und Medienzentrale
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Letzte Aktualisierung: 31.05.2019
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Februar 2019


© Karl Barth-Archiv; KBA 90307

Einladung: Buchvorstellung "Emil Lind & Albert Schweitzer"

Albert Schweitzer an der Orgel, rechts Emil Lind

Emil Lind und Albert Schweitzer
Ein pfälzischer Pfarrer und Schweitzer-Freund zwischen 'Ehrfurcht vor dem Leben' und 'Nationalkirche'

hrsg. von Klaus Bümlein und Armin Schlechter
Verlagshaus Speyer, 240 Seiten, fest gebunden

Herzliche Einladung zur Vorstellung des Buchs am Dienstag, den 12. März 2019, 18.30 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche Speyer, Große Himmelsgasse 3A
Die Vorstellung übernimmt Kirchenpräsident i.R. Eberhard Cherdron.

Das Buch rückt die Ausstrahlung des weltberühmten Theologen, Philosophen, Musikwissenschaftlers und Arztes Albert Schweitzer (1875 bis 1965) neu ins Licht. Es zeigt den jahrzehntelangen Kontakt des Friedensnobelpreisträgers mit einem pfälzischen Pfarrer auf.

Schon als pfälzischer Student hatte Emil Lind (1890-1966) Albert Schweitzer in Straßburg kennengelernt. Der engagiert liberale Pfarrer Lind gewann viel Anerkennung durch seine ungewöhnliche Gemeindearbeit in Ingenheim und seit 1926 in Speyer. Er wurde der Hauptorganisator des wohl größten pfälzischen Kirchenfests zum vierhundertjährigen Jubiläum der Protestation in Speyer. Mit niederschwelligen Angeboten, Gemeindefahrten, eindringlichen Predigten und einer ausgedehnte Pressearbeit gelang es ihm, den Protestantenverein in Speyer auf über tausend Mitglieder zu bringen. Die Universität Heidelberg zeichnete Lind 1931 mit der Würde des Ehrendoktors aus.

Spätestens 1929 hatte Lind wieder Verbindung zu Schweitzer aufgenommen. Es gelang ihm, den Arzt von Lambarene für einen Vortrag in der Gedächtniskirche zu gewinnen. Von da an entwickelte sich eine intensive Briefverbindung, die - unterbrochen in den Jahren 1937-1945 - bis zu Schweitzers Tod 1965 anhielt. Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz erwarb 2011 diesen Briefwechsel. Er wird von dem bekannten Schweitzer-Kenner Prof. Werner Zager ediert und erläutert.

So ist das Werk auch ein Buch über Emil Lind. Eine biographische Darstellung bietet Carolin Schäffer, die auch die Konflikte und Verstrickungen durch Linds nationalkirchliche Haltung seit 1937 nicht ausspart. Klaus Bümlein untersucht die zahlreichen biographischen und interpretierenden Werke Linds zu Schweitzer. Das Buch enthält zudem Studien zu Linds Predigten (Klaus Bümlein) und zu seinen zahlrechen Reisedarstellungen (Armin Schlechter). Udo Sopp und Gerhard Vidal geben Einblick in andere Freundesnetzwerke Schweitzers in der Pfalz. Eine Übersicht über den Nachlass Linds und eine Bibliographie runden das Werk ab.

Nach der Vorstellung wird das Buch, das als Nr. 34 der Veröffentlichungen des Vereins für Pfälzische Kirchengeschichte erscheint und vom Verlagshaus Speyer publiziert wird, zum Preis von 16,80 Euro zum Verkauf angeboten.

Um Anmeldung zur Buchvorstellung wird gebeten:
bibliothek[at]evkirchepfalz.de oder telefonisch unter: 06232/667415


Lesung von Frau Prof. Dr. Irene Dingel zum Kirchenlied

Prof. Dr. Irene Dingel

 

Frau Prof. Dr. Irene Dingel, Kirchenhistorikerin und Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz, spricht am Dienstag, 2. April 2019, 19 Uhr, Roßmarktstraße 4, Speyer, über das Thema „Gesungener Glaube. Das Kirchenlied als Medium von Frömmigkeit und Protest in der Frühen Neuzeit“.


Neuerwerbungen der BMZ im 2. Halbjahr 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, Ihnen 1140 Neuerwerbungen (Bücher, Hefte, audiovisuelle und Online-Medien) aus dem 2. Halbjahr 2018 präsentieren zu dürfen. Es werden auch die Inhaltsbeschreibungen, die vergebenen Schlagworte sowie Internet-Links zu den Inhaltsverzeichnissen bzw. Download-Seiten der jeweiligen Titel mit abgedruckt. Bitte beachten Sie, dass unmittelbar hinter den Verfasser-Namen die Geburtsdaten der Autoren erscheinen. Diese sind nicht mit den Erscheinungsjahren der Bücher zu verwechseln. Letztere werden im Text zwischen Verlagsangabe und Seitenzahl angezeigt. Viel Freude beim Stöbern wünscht Ihre Bibliothek und Medienzentrale. 

Ein Klick auf die Bilder führt zum Download der Listen.


Buch-Neuerwerbungen im Februar 2019

Entleihbar unter Sign.: Bi 2421

Heinrich Reinermann:
Johannes Lonicerus 1499-1569 - ein Leben im Zeichen der Reformation    
Ubstadt-Weiher : Verlag Regionalkultur 2018, 288 Seiten
ISBN 978-3-95505-115-0

Johannes Lonicerus, Spross einer Handwerkerfamilie, gelang durch Bildung der Aufstieg – trotz einer vom Mittelalter noch ständisch geprägten Gesellschaft – hin zum Professor für Theologie und Universitätsrektor in Marburg. Er war ein Zeitgenosse vieler berühmter Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts und kannte etliche davon persönlich.

Als Schüler, Mitarbeiter und Freund Martin Luthers und Philipp Melanchthons hat Johannes Lonicerus den Prozess der Spaltung der abendländischen Kirche vom Wittenberger Thesenanschlag 1517 bis zum Augsburger Religionsfrieden 1555 hautnah miterlebt und über vierzig Jahre als Professor der ersten protestantischen Universität der Welt in Marburg auch mitgestaltet. Mit namhaften Reformatoren stand Johannes Lonicerus durch gemeinsame Arbeiten und Briefe in regem Kontakt, was ihm auf einer persönlichen Ebene Einblicke in deren Ansichten und Gedanken gab. Diese Einflüsse prägten ihn in den Wirren der Reformationsjahre. Denn ähnlich wie Luther beschritt er den Weg vom Mönch zum Protestanten und äußerte streitbar seine Meinung gegenüber den Machenschaften der etablierten Kirchenväter durch vielfältige Publikationen.

Der Autor Professor Heinrich Reinermann zeigt die wesentlichsten Stationen dieses Gelehrten und Predigers auf und stellt sie in den Kontext der maßgebenden geschichtlichen Ereignisse seiner Zeit. Er nimmt den Blick des Johannes Lonicerus ein um aufzuzeigen, worin die Eigenart der lutherschen Kirchenreform zu sehen ist und wie diese in das tägliche Leben zu übersetzen war. Weiter wendet er sich den die Reformation tragenden Erfolgsfaktoren zu, von den Interessensgegensätzen zwischen Kaiser und Fürsten des römischdeutschen Reiches bis zur flankierenden medialen, von der noch neuen Buchdrucktechnologie befeuerten Unterstützung.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Ca 3134

Bernd Liebendörfer:
Die Rezeption von Dietrich Bonhoeffers "Nachfolge" in der deutschsprachigen Theologie und Kirche  
Stuttgart : Kohlhammer 2017, 381 Seiten
ISBN 978-3-17-032493-0

Das Buch "Nachfolge" von Dietrich Bonhoeffer fand gleich nach seinem Erscheinen eine große Beachtung und ist in vielen Sprachen und zahlreichen Auflagen erschienen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkungsgeschichte dieses Buches im deutschsprachigen Raum. Es werden 32 verschiedene Autoren aus dem Bereich von wissenschaftlicher Theologie und Kirche untersucht, von Karl Barth über Albrecht Schönherr, Jürgen Moltmann, Christiane Tietz oder Peter Zimmerling und Wolfgang Huber bis hin zu Frère Roger und den Brüdern von Taizé. Es wird an Hand von verschiedenen Kriterien dargestellt, wie die Autoren Bonhoeffers Nachfolge-Gedanke aufgegriffen, wiedergegeben, weiterentwickelt oder auch für sich vereinnahmt haben. Die Untersuchung zeigt, dass das Verständnis von Nachfolge sehr vielfältig ist und unterstreicht damit den Bedarf, den Umgang mit diesem Grundbegriff des Glaubens zu klären.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: NBa 10

Anne Paul Roukema:
Ps. - Die Psalmen in Bildern   
Aßlar : adeo 2018, 304 Seiten
ISBN 978-3-86334-207-4

Sie gehören zu den meistgesungenen Liedern der Welt: die Psalmen. Im Laufe der Jahrhunderte haben sie unzähligen Menschen Freude,Trost und Hoffnung geschenkt. Oft finden wir uns in den vielzitierten Zeilen wieder, wenn wir durch Zeiten gehen, in denen wir um Worte ringen. Dieses Buch bietet nun einen ganz neuen Zugang zu den alttestamentlichen Texten: Jede Seite transportiert einen von 150 Psalmen in die heutige Zeit - mit einem großflächigen, intensiven Motiv und einem Vers aus dem jeweiligen Abschnitt. Ein Bildband, der die Einladung, sich jeden Tag einen Moment der Ruhe und Besinnung zu gönnen, wunderschön illustriert auf Ihren Tisch legt - als Erinnerung, als Inspiration, als Trostspender.


Entleihbar unter Sign.: Eb 7945

Samuel Lutz:
Ulrich Zwinglis Spiritualität - ein Beispiel reformierter Frömmigkeit 
Zürich, TVZ 2018, 159 Seiten
ISBN 978-3-290-18170-3

Die reformierte Tradition ist spiritueller als ihr Ruf. Das zeigt sich auch im Blick auf den persönlichen Glauben und die Frömmigkeit Ulrich Zwinglis. Sein theologisches Denken und kirchliches Wirken, sein politisches Handeln und Selbstverständnis sind getragen von spiritueller Erfahrung im Umgang mit der Heiligen Schrift wie auch von hingebungsvollem Vertrauen in Gottes Walten.

Samuel Lutz geht Zwinglis Spiritualität nach, indem er den Reformator selbst zu zentralen Punkten seiner Theologie und seines Glaubens zu Wort kommen lässt. Wie können wir Gott erfahren? Wer sind wir als Kirche? Was soll der Staat? Ist Freude möglich in diesem elenden Leben? Der erste Teil des kleinen Buchs ist Zwinglis persönlicher Spiritualität gewidmet, der zweiten Teil deren Ausstrahlung ins kirchliche, politische und alltägliche Leben: Für Zwingli gehören geistliches und gesellschaftliches Leben untrennbar zusammen. Unter dem Gesichtspunkt der Spiritualität erscheinen der grosse Reformator und das reformierte Erbe in einem neuen Licht.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Aa 4513

Jörg Koch:
Der Wormser Lutherbaum   
Worms : Worms Verlag 2018, 163 Seiten
ISBN 978-3-944380-86-5

Über den Lutherbaum in Pfiffligheim scheint bereits alles geschrieben und gesagt: Der Baum, der zu Zeiten Luthers gepflanzt worden sein soll, war einst die größte Ulme Deutschlands, geblieben ist davon nur noch ein Stumpf, dessen Mitte ein Relief von Gustav Nonnen­macher (1953) ziert. Anlässlich des 950-jährigen Bestehens von Pfiffligheim hat sich der Historiker Jörg Koch eingehend mit der Geschichte des Lutherbaumes befasst und eine umfassende Monografie vorgelegt. Der Autor zeigt, welche Bedeutung der Baum als Luthergedenkstätte hatte, bevor 1868 das Wormser Lutherdenkmal eingeweiht wurde. Das Buch enthält außerdem einen vollständigen Faksimiledruck des Volksspiels »Der Lutherbaum zu Pfiffligheim« von Otto Kappesser.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar mit Sign.: 22 S 22/3

Manfred Hutter (Hg.):
Ostasiatischer Buddhismus und Buddhismus im Westen 
Stuttgart : Kohlhammer 2018, 493 Seiten
ISBN 978-3-17-028364-0

Der abschließende Band des dreiteiligen Werkes zum Buddhismus behandelt detailliert die Mahayana-Richtungen in Ostasien. Dabei nimmt die Darstellung der Religion in China und Japan verständlicherweise großen Raum ein. Als Besonderheit ist hervorzuheben, dass auch die Formen des Buddhismus in Vietnam und in Korea als eigenständige Kapitel behandelt werden und nicht nur als marginaler Appendix der Auswirkung des Buddhismus von China nach Vietnam bzw. als Reduktion von Korea als bloßer Durchgangs- und Vermittlungsraum des chinesischen Buddhismus nach Japan. Da seit dem 19. Jahrhundert verschiedene Formen des Buddhismus auch in den Westen gekommen sind, rundet ein umfangreiches Kapitel zum Buddhismus im Westen diese mehrteilige Religionsgeschichte des Buddhismus ab.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Ab 2190

Theo Sundermeier:
Lehren und Lernen in Afrika       
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2018, 221 Seiten
ISBN 978-3-374-05775-7

1971 erklärte der Internationale Gerichtshof das Südafrika übertragene Mandat über Namibia für völkerrechtswidrig. Das war der Kairos, den die beiden lutherischen Kirchen in Namibia wahrnahmen und in einem „offenen Brief“ an den Premierminister von Südafrika die Menschenrechte einklagten und ein freies Namibia forderten. Dieser Brief wirkte wie ein Fanal in der Gemeinschaft der Lutherischen Kirchen weltweit. Wie es dazu kam und wie der „Offene Brief“ entstand, schildert hier der letzte lebende Zeitzeuge.

Ein zweiter Schwerpunkt des Buches schildert den Weg des Theologen Theo Sundermeier, der zum Lehren nach Namibia kam und zum Lernenden wurde. Mission beginnt nicht mit lehren oder predigen, sondern mit hören und nochmals hören und der Aufgabe, den anderen zu verstehen. Kernbegriffe von Sundermeiers universitären Lehrtätigkeit in Deutschland wurden hier geformt u.a. „Hermeneutik des Fremden“, „Konvivenz“, „primäre und sekundäre Religion“.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: H 3293

Felix Bohr:
Die Kriegsverbrecherlobby - bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter    
Berlin : Suhrkamp 2018, 558 Seiten
ISBN 978-3-518-42840-5

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren in zahlreichen westeuropäischen Ländern NS-Kriegsverbrecher inhaftiert. Im Zuge der Westbindung der Bundesrepublik wurden die meisten von ihnen entlassen. Lediglich in Italien und den Niederlanden verblieben insgesamt fünf Deutsche im Gefängnis: der SS-Mann Herbert Kappler, als Kommandeur der Sicherheitspolizei verantwortlich für das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen, sowie die "Vier von Breda", die maßgeblich an der Ermordung der niederländischen Juden beteiligt gewesen waren. Hochrangige deutsche Politiker, unter ihnen die Bundeskanzler Brandt und Schmidt, setzten sich für ihre Freilassung ein.

Felix Bohr zeichnet das westdeutsche Engagement für die im Ausland inhaftierten NS-Täter nach. Er zeigt, wie sich aus Netzwerken von Kirchenverbänden, Veteranenvereinigungen und Diplomaten eine einflussreiche Interessenvertretung formierte, die rechtliche und materielle Hilfe leistete. Während Opfer des NS-Regimes um gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung kämpften, organisierte die Lobby Unterstützung für die Kriegsverbrecher auf höchster politischer Eben. Der Band enthält zahlreiche Informationen und Anmerkungen zum früheren Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche der Pfalz, Hans Stempel.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Bi 2427

Simone Frieling:  
Rebellinnen - Hannah Arendt, Rosa Luxemburg und Simone Weil 
Berlin : Ebersbach & Simon 2018, 140 Seiten
ISBN 978-3-86915-170-0

Hannah Arendt, Rosa Luxemburg udn Simone Weil - drei Kämpferinnen für die Freiheit: Eine klug komponierte Biografie über drei herausragende Denkerinnen, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben: Hannah Arendt, Rosa Luxemburg und Simone Weil waren sensibel, selbstbewusst, begabt und temperamentvoll, stammten aus assimilierten jüdischen Familien und wuchsen mehrsprachig auf. Ihre Hauptdisziplin war und blieb lebenslang die leidenschaftliche Konzentration auf das Geistige. Modern und aufgeklärt stellten sich alle drei den großen sozialen, politischen, philosophischen und religiösen Fragen ihrer Zeit und handelten kompromisslos nach ihrer Überzeugung, ohne Rücksicht auf eigene Verluste.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: Ab 2191

Daniel Cryranka (Hg.):
Religion, Macht, Raum - religiöse Machtansprüche und ihre medialen Repräsentationen 
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2018, 170 Seiten
ISBN 978-3-374-05754-2

Unter dem Thema 'Religion - Macht - Raum. Religiöse Machtansprüche und ihre medialen Repräsentationen' fand vom 21.-23. Oktober 2016 in Wuppertal eine Tagung der Fachgruppe Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie (WGTh) in Kooperation mit dem Institut für Interkulturelle Theologie und Interreligiöse Studien (IITIS) statt.

Inhaltsverzeichnis des Buches   


Entleihbar unter Sign.: Cb 2198

Andrea Nickel-Schwäbisch:
Gott und Mammon - biblische Perspektiven zum Umgang mit Geld   
Neukirchen-Vluyn : Neukirchener Verlag 2019, 175 Seiten
ISBN 978-3-7615-6502-5

Andrea Nickel-Schwäbisch widmet sich in ihrem Buch dem Thema Geld aus biblischer und soziologischer Perspektive. In einem ersten Teil beschreibt sie auf spannende und fundierte Art, wie Geld entstanden ist und heute "funktioniert". Anhand ausgewählter Bibelstellen fragt sie dann in einem zweiten Teil danach, welche Rolle Geld in der Beziehung zwischen Gott und Menschen spielt und weckt das Bewusstsein dafür, das Geld schon immer auch eine spirituelle Komponente hatte. Entstanden ist ein tiefgründiges und kluges Buch mit überraschenden Einblicken in die Wechselbeziehung von Geld, Gesellschaft und Religion.

Inhaltsverzeichnis des Buches   


Entleihbar unter Sign.: Eb 7956

Johannes Eurich (Hg.):
Ambivalenzen der Nächstenliebe - soziale Folgen der Reformation
Leipzig : Evangelische Verlagsanstalt 2018, 239 Seiten
ISBN 978-3-374-05692-7

Der Band untersucht – ausgehend von den Impulsen der Wittenberger Reformation – den Zusammenhang zwischen der Rechtfertigungslehre und dem sozialen Engagement der Christen bzw. Kirchen. Luthers These war, dass Christen spontan Nächstenliebe üben würden. Aber ist das plausibel? Sind Christen folglich sozialer? Historische Beiträge heben in dieser Perspektive Entwicklungen in der Neugestaltung sozialer Versorgung nach 1517 hervor und beleuchten die Zusammenhänge mit der Entstehung des modernen Sozialstaats. Die Bedeutung von Nächstenliebe und Altruismus für die heutige Arbeit der Diakonie wird mit theoretischen und empirischen Analysen unterfüttert. Ergänzt durch Beiträge aus der diakonischen Praxis treten Vorzüge und Ambivalenzen von Nächstenliebe im professionellen sozialen Handeln deutlich hervor.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Film-Neuerwerbungen im Februar 2019

Entleihbar unter Sign.: 11 DB 03

Die Anfänge des Christentums
Martin Nudow, FWU, Dokumentarfilm, Deutschland 2018
1 DVD-Video (25 Minuten)

Die Botschaft vom Reich Gottes ist revolutionär: Sie zeichnet ein völlig neues Gemeinschaftsbild und macht Hoffnung darauf, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Die frühen christlichen Gemeinden sind davon überzeugt, dass es sich lohnt, darauf zu setzen, was Jesus Christus gelehrt hat. Innerhalb kurzer Zeit verbreitet sich der neue Glaube. Die Produktion begleitet die Anfänge des Christentums von der Urgemeinde über die erste Mission unter Juden- und Heidenchristen hin zur Keimzelle einer neuen Weltreligion.

Die Schülerinnen und Schüler skizzieren in Grundzügen die Entstehung des Christentums / beschreiben wichtige Aspekte der Lebenspraxis und Riten in den frühen Gemeinden / ordnen Petrus und Paulus als zentrale Figuren in die Entstehung des Christentums ein / unterscheiden das junge Christentum vom Judentum / arbeiten charakteristische Merkmale der neuen Bewegung in Gegenüberstellung mit der jüdischen bzw. römischen Kultur heraus / erklären die paulinische Mission als wichtige Treibkraft bei der Ausbreitung des Christentums / setzen sich mit den Herausforderungen für die frühen Gemeinden auseinander / beurteilen die rasche Ausbreitung des Christentums unter besonderen Gesichtspunkten wie dem christlichen Menschenbild und Sozialverständnis / überprüfen das moderne Christentum auf Motivation, Selbstverständnis und weitere wichtige Kernaspekte der frühen Gemeinden hin / zeigen mögliche Konsequenzen aus wichtigen Kernaspekten der jungen Bewegung für die heutige Kirche und modernes Gemeindeleben auf.

Mit Verleih- und Vorführrechten!  

Unterrichtsmaterialien zum Film  
Auch als Online-Video zum Download  


Entleihbar mit Sign.: 11 WE 33

Los Versos del Olvido - Im Labyrinth der Erinnerung
Alireza Khatami, EZEF, Spielfilm, Frankreich 2017
1 DVD-Video (92 Minuten)

Ein alter Mann steht im Zentrum des Films. Er arbeitet auf einem Friedhof, am Rand einer namentlich nicht genannten lateinamerikanischen Großstadt. Der Film beginnt mit einem Dialog dieses Friedhofwärters mit dem Totengräber, von dem lange nichts zu sehen ist – nur die Erde, die er mit ruhiger Beharrlichkeit aus der Grube schaufelt. Nachdem es zu Unruhen in der Stadt gekommen ist – Schüsse sind zu hören und der Leichenwagenfahrer berichtet davon – tauchen in der Nacht Soldaten auf, die Tote von Lastwagen abladen und in die noch freien Kühlkammern der Leichenhalle verfrachten. Die unbekannten Toten werden dann ebenso überraschend wieder abgeholt, doch der Leichnam einer jungen Frau bleibt zurück. Der Friedhofswärter bemüht sich um eine würdige Beerdigung für die Unbekannte. Und zugleich versucht er, einer alten gramgebeugten Frau zu helfen, die in regelmäßigen Abständen vorbeikommt, um sich nach ihrer Tochter zu erkundigen, die schon vor Jahren ‚verschwunden‘ ist.

Ihr Schicksal ist wohl auch seines, wie immer wieder eingestreute Verweise auf Erinnerungen an seinen Sohn nahelegen. Und so wie der Totengräber für niemanden ein Grab aushebt, von dem er nicht weiß, wer es ist und wie sie oder er gestorben ist, so bemüht sich der Friedhofswärter darum, der toten jungen Frau eine Identität zu verschaffen – denn nur dann darf sie auch bestattet werden.

Mit Verleih- und Vorführrechten!  

Unterrichtsmaterialien zum Film


Entleihbar mit Sign.: 11 WE 34

Naomis Reise
Frieder Schlaich, EZEF, Spielfilm, Deutschland 2017
1 DVD-Video (92 Minuten)

Die 20-jährige Naomi lebt mit ihrer Mutter und ihren kleineren Geschwistern in Peru in bescheidenen Verhältnissen. Nur die große Schwester lebt, verheiratet mit einem Deutschen, ein scheinbar glückliches Leben. Als Naomi erfährt, dass sie von ihrem deutschen Ehemann ermordet wurde, ist sie wie betäubt. Die Mutter nach Deutschland zu begleiten, um als Nebenklägerin am Prozess teilzunehmen, kann sie sich nicht vorstellen, nimmt die Aufgabe aber schließlich an. Vom Leben ihrer großen Schwester weiß Naomi, wie sie im Verlauf des Prozesses merkt, nicht viel, von Problemen hat Mariella nichts erzählt. Nur zögerlich, im nüchternen Rhythmus eines Strafprozesses, wird ein Eheleben erkennbar, das zu ihrer Ermordung führte. Im sich verhärtenden Gesicht Naomis spiegelt sich die Gewalt der Tat, aber auch der Verhältnisse, in denen sie möglich war. Langsam erkennt sie die Realität hinter dem "Heiratsmarkt" für südamerikanische Frauen und dem Besitzanspruch eines deutschen Ehemannes, der glaubt, seiner peruanischen Ehefrau mit der Aufenthaltserlaubnis ein besseres Leben geschenkt zu haben.

Der Strafprozess steht im Mittelpunkt des Films, die Aussagen der Freundinnen Mariellas, der Mutter und Bekannter des Ehemannes, werden ausführlich geschildert. Doch steht der neutralen Tatsachenfeststellung des Gerichts ein gleichermaßen individueller wie gesellschaftlicher Rassismus männlicher Normalität gegenüber. der die Anwältin der Nebenklägerinnen immer wieder vergeblich zur Sprache bringt. Die ZuschauerInnen sind so gefordert, sich ein eigenes Bild zu machen, wo die Justiz, trotz der Aufdeckung der "niederen Motive" des "Beklagten" gegenüber der "Geschädigten", an der Auseinandersetzung mit Rassismus politisch scheitert.

Mit dokumentarischer Präzision inszeniert der Film seine DarstellerInnen, die zumeist tatsächlich am Gericht arbeiten und so dem subtilen Drama juristischer Sprache und juristischer Gesten gewachsen sind. Es ist aber vor allem Naomis Blick auf Berlin und die bundesdeutsche Realität, der dieser Perspektive ihre Schärfe gibt. Der Prozess, der das vermeintlich paradiesische Leben ihrer Schwester entzaubert, legt eine Vielfalt an Gefühlen und Erfahrungen offen. Wenn Naomi am Ende mit dem Fahrrad durch Berlin fährt, dann erscheint die Frage, ob auch sie in diesem Land leben kann, in neuem Licht.

Mit Verleih- und Vorführrechten!

Presseheft zum Film 


Sie interessieren sich für unsere weiteren Neuerwerbungen?
Unsere Neuwerbungslisten finden Sie in der Rubrik "Neuerwerbungen".


EKD-Themenjahr 2019: Karl Barth - "Gott trifft Mensch"

Entleihbar unter Sign.: 60 G 66

Michael Weinrich:
Karl Barth - Leben, Werk, Wirkung
Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2019, 492 Seiten
ISBN 978-3-8252-5093-5

Als der wohl größte Theologe des 20. Jahrhunderts hat Karl Barth die aktuelle Lebendigkeit des Wortes Gottes in der je neuen Lebenssituation in den Fokus der Aufmerksamkeit seiner Theologie gerückt. Gemessen an der Lebendigkeit des Geschehens der Selbsterschließung Gottes kann die Theologie niemals mehr sein als ein Versuch, den „Vogel im Flug“ zu beschreiben. Dieser Versuch bleibt darauf ausgerichtet, dass dieses biblisch bezeugte Geschehen selbst bestimmend bleibt.

Michael Weinrich führt umsichtig und differenzierend in Leben, Werk und Wirkung Barths ein und begnügt sich dabei nicht mit einer Erfassung der theologischen Lehre Barths. Er behandelt einfühlend die Problemkonstellationen, aus denen Barth die Theologie befreien wollte. Seine kritische Wahrnehmung des neuzeitlichen Selbstverständnisses führt nicht zurück in eine zurückzuholende Vergangenheit, sondern bemüht sich darum, die Aufklärung über die Gefangenschaften aufzuklären, in die sie die Theologie versetzt hat.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: NCa 6/1

Peter Zocher (Hg.):
Karl Barth - Bilder und Dokumente aus seinem Leben 
Zürich : TVZ 2018, 291 Seiten
ISBN 978-3-290-18199-4

Ein neuer, ungewohnter Zugang zu Karl Barth – die in diesem Bildband präsentierten Fotografien und Dokumente setzen den Theologen des Wortes Gottes in Szene. Die mehrheitlich unveröffentlichten Bilder aus dem Nachlass machen die wichtigen Stationen von Barths Biografie auf eine Weise anschaulich und lebendig, wie es Text allein nicht zu leisten vermag.

Die einzelnen Kapitel – von Kindheit und Jugend über Studium und erstes Pfarramt, Safenwil, Göttingen, Münster und Bonn nach Basel – zeigen das persönliche und familiäre Umfeld des jeweiligen Lebensabschnitts. Sie geben zugleich Einblicke in für Barth wichtige zeitgeschichtliche und kirchliche Kontexte, in denen er oft eine wichtige Rolle spielte. Kurze Einführungen zu jedem Kapitel bieten die wichtigsten Informationen zum biografischen und historischen Umfeld. Sie lassen aber den hier erstmals in dieser Fülle vereinten Bildquellen aus dem Karl Barth-Archiv den ihnen zukommenden Raum. Der Bildband erscheint im grösseren Format im Rahmen der Karl Barth-Gesamtausgabe als erster Band der Abteilung «Aus Karl Barths Leben» (Abt. VI) und zum Karl-Barth-Jahr 2019.

Inhaltsverzeichnis des Buches  


Entleihbar unter Sign.: 11 FB 07

Gottes fröhlicher Partisan - Karl Barth
Peter Reichenbach, Matthias-Film, Dokumentarfilm, Deutschland 2017
1 DVD-Video (59 Minuten)

Karl Barth, für die einen ist der Schweizer Theologe der Kirchenvater des 20. Jahrhunderts, für die anderen ein Häretiker, ein Ketzer, der die Mächtigen der Welt ständig provozierte. Als einer der wenigen Theologen bezieht Karl Barth klar und deutlich Stellung gegen das Naziregime und wird zu einer der stärksten Stimmen im Widerstand gegen die Nazis. Während der dunklen Kriegsjahre ist er für viele verzweifelte Menschen eine Stimme, die ihnen Hoffnung gibt. Nach dem 2. Weltkrieg, inzwischen ein Star unter den Theologen, lässt sich Barth weder vom kapitalistischen Westen noch vom kommunistischen Osten instrumentalisieren. Auch sein Privatleben gibt Anlass zu Diskussionen. Der verheiratete Theologe und Familienvater verliebt sich in die junge Charlotte von Kirschbaum und eine ebenso schöne wie schwierige Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

Der Film macht sich auf die Suche nach der Stimme von Karl Barth. Woher kommt dieser Mann, der keine Auseinandersetzung scheut und für viele Menschen zur moralischen Instanz seiner Zeit wird?

Mit Verleih- und Vorführrechten  

Auch als Online-Video zum Download  

Bitte beachten Sie: Weitere entleihbare Bücher und Medien der BMZ zu Karl Barth finden Sie HIER


Entleihbar mit Sign.: NAa 54/70

Er stellte sich gegen Adolf Hitler, protestierte gegen die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik und warnte vor einer geistlosen Konsum-Gesellschaft. Der streitbare Schweizer Karl Barth war jahrzehntelang die mutigste und prägnanteste Stimme des Protestantismus. Vor 50 Jahren, am 10. Dezember 1968, starb der „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“ im Alter von 82 Jahren in seinem Geburtsort Basel.

Barth – unter anderem Theologieprofessor in Bonn, Göttingen und Münster – polarisierte sein Leben lang, vielen galt er als unbequemer Störenfried. In seinen späten Jahren warf man ihm zu wenig Distanz zum Kommunismus vor. Schweizer Politiker gingen auf Abstand. Viele erinnerten sich wieder an den jungen Barth, den unbequemen „roten Pfarrer“, der ab 1911 in der kleinen Bauerngemeinde Safenwil im Aargau Arbeiter im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne unterstützt hatte.

In vielen Auseinandersetzungen agierte Barth „geradezu draufgängerisch“, schrieb die Theologieprofessorin Christiane Tietz in ihrer in diesem Jahr erschienenen Biografie über den Schweizer Gelehrten: „Wenn er es für nötig hielt – und das war oft der Fall – legte er sich unerschrocken mit den politisch und kirchlich Mächtigen an.“ (Quelle: EKD, 8.12.2018)

Website Karl Barth 2019  
Wanderausstellung Karl Barth 2019 (mit Bestellmöglichkeit) 
Karl-Barth-Zentrum für Reformierte Theologie, Basel  

Einzelne, kostenfreie Exemplare des "Karl-Barth-Magazins" können über Jessica.Jaworski(at)ekd.de bestellt werden.

Bitte beachten Sie auch:

EKD-Themenheft 2018 "Grüße aus dem Kirchenjahr" zum Download 
EKD-Themenheft 2017 "Gott neu vertrauen" zum Download 
EKD-Themenheft 2016 "Reformation und die Eine Welt" zum Download 
EKD-Themenheft 2015 "Reformation - Bild und Bibel" zum Download  
EKD-Themenheft 2014 "Reformation und Politik" zum Download
 
EKD-Themenheft 2013 "Reformation und Toleranz" zum Download  
EKD-Themenheft 2012 "Reformation und Musik" zum Download  

Alle EKD-Themenhefte sind auch in gedruckter Form in der BMZ entleihbar.