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Mut-Mach-Minute

In der Mut-Mach-Minute finden sie immer aktuell Gedanken die gut tun, nicht nur zum Thema Corona und als Mutmacher im Glauben - schauen sie gern rein!

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Mit-Mach-Minute für Kids!

Kindergottesdienst-Challenge
Die Rettung gegen Langeweile! Ab Montag 23.03.2020 gibt es hier jeden Tag eine tolle Aufgabe zu entdecken, und alles was man braucht hat man bestimmt zu Hause!

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Losung

Losung für Montag, 06. April 2020
Wenn ich auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre.
Hosea 8,12

Jesus spricht:  Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.
Johannes 18,37

© Evangelische Brüder-Unität

Mut - Mach - Minute

Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2. Tim1,7) - legt uns Paulus in der Bibel ans Herz. Vielleicht hilft das im Moment am meisten.

Viele sind besorgt über die Entwicklungen rund um Corona. Wir sind im öffentlichen und privaten Leben sehr eingeschränkt, auch als Kirche. Gemeinde lebt ja von Gemeinschaft. Persönliche Kontakte soll man aber dringend vermeiden! Da können wir nicht viel machen, oder?

Doch, als Kirchengemeinde tun wir bei Gott ganz viel, wir machen - Mut

Alle zwei, drei Tage gibt es eine neue Mut-mach-Minute als guter Gedanke für Euch.Ein Mutmacher gegen die Furcht, der vertrauen helfen und Kraft schenken will.Ganz im Vertrauen: Fürchtet euch nicht!

Und das sage nicht ich, das sagt Gott, versprochen. 

Bleibt mir bitte gesund.

Euer Pfarrer,

Henning Lang

MutMachMinute #08 - Was machst du gerade?

MutMachMinute #08 - Was machst du gerade? zum So 05.04.2020

(Hier auch als PDF zum runterladen und teilen)

Immer die eine Frage! Wenn ich facebook öffne, kommt: Was machst Du gerade?

Gerade (So 05.04.20 - 10:13h) sitze ich in Winden in der Kirche und denke. Ich denke an vier Mädels und fünf Jungs, die hier gerade heute mit vielen Gästen Konfirmation feiern wollten.

Die Mädels im ersten richtigen Kleid, in Schuhen mit Absatz vielleicht und einer Frisur, die Stunden gebraucht hat. Die Jungs im ersten Anzug mit Krawatte, die immer zu eng sitzt, ganz klar. Und sogar die hätten wenigstens Gel in den Haaren. Im Gottesdienst hätten wir sie gesegnet, für ihr weiteres Leben. Dann war das Fest geplant mit Omas und Opas, Tanten und Verwandten. Mit dem Lieblingsessen und noch was Gesundem dabei, grüne Blätter, Gemüse und so, wegen Mama. Was macht man nicht alles für seinen großen Tag. Oder lässt es mit sich machen? Und jetzt?

Klar, wir feiern das Fest in ein paar Wochen nach. Nein, das stimmt nicht! Wir werden das Fest nach ein paar Wochen feiern, so ist es richtig. Ihr Tag kommt! Wir werden feiern. Versprochen! Trotzdem fühlt es sich jetzt gerade etwas seltsam an.

Was mir Mut macht: Die Jugendlichen haben so gekämpft, haben auf der Konfifreizeit hart geschuftet. Sich mit Fragen beschäftigt, die bestimmt nicht immer ihre waren. Sie haben fast zwei Jahre Konfizeit mit mir übergestanden - die kann so eine kleine Pandemie doch nicht mehr schocken, oder?

Was machst Du gerade? - Frage ich mich, wo ich an die Jugendlichen denke. Die sitzen wohl zu Hause am Frühstückstisch statt in der Kirche: Pyjama statt Krawatte und Nutellastulle statt Abendmahlsbrot. Aber stopp!

Eines weiß ich genau: Auch wenn das Fest mit vielen Gästen heute nicht ist: Sie sind auch jetzt nicht allein. Die haben ihre Familie um sich, liebe Menschen, die mit ihnen zu Haus aushalten. Da sind ganz viele die heute so wie wir an sie denken. Gerade heute tut das gut.

Und ich weiß: Niemand ist allein. Weil, Corona hin oder her, in der Bibel verspricht Gott: Fürchte dich nicht, ich bin da! Ich sehe dich, was du tust in jedem Moment. Ich bin bei dir.

Gott ist nicht egal, was bei uns gerade los ist, wie es uns geht und was uns freut oder Sorgen macht. Er fragt uns lange vor facebook: Was machst du gerade? Und er will nicht nur wissen, was grad los ist, er trägt es mit. Er lässt uns damit nicht allein, sondern begleitet uns. Mit seinem Segen.

Damit unsere Konfirmanden das gerade heute wissen, habe ich ihnen zum Frühstück ein kleines Video serviert. Mit einem Lied von unserer Freizeit, dass sie und uns alle genau daran erinnert. Das geht so:

Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst, niemand ist da, der mir die Hände reicht. Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst, niemand ist da, der mit mir Wege geht. Und der Friede Gottes, der höher ist als unsre Vernunft, der halte, unsern Verstand wach und unsre Hoffnung groß. Und stärke unsere Liebe.
(findet man bei Youtube)

Und wenn euch facebook fragt, was machst Du gerade? hoffe ich, eure Antwort ist, klar: Mitsingen, mutig und laut! Na, wär das was?

Bleibt zu Hause und bleibt mir bitte gesund!

Euer

Henning Lang, Pfr.

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MutMachMinute #07 - Vaterunser

MutMachMinute #07 - Vaterunser zum Fr 03.04.2020

(Hier auch als PDF zum runterladen und teilen)

Es ist amtlich: Vaterunser hilft gegen Corona! Sagt das Robert-Koch-Institut, also die führenden Virologen in Deutschland! Die müssen es wissen, oder?

Sie informieren, wie wir uns vor Corona schützen können: zu Hause bleiben, Kontakt meiden und extra wichtig: Hygiene! Vor allem Hände waschen, mehrmals am Tag, mit Wasser und Seife und mindestens 20 Sekunden lang!

Wie lange? Genau, ein Vaterunser! Das dauert 23,47 Sekunden, habe ich gestoppt, normal gesprochen. (Klar, ihr könnt auch zählen oder dreimal Happy Birthday singen, aber das wäre doch albern, ehrlich ;-)

Also, gründlich Händewaschen! Und wo ihr die Hände schon gefaltet habt unter warmem Wasser, wäre Gelegenheit für ein Vaterunser. Das schützt dann sogar doppelt! Weil das Händewaschen für äußere Hygiene sorgt. Und das Vaterunser ist Reinigung für die Seele, Psychohygiene also.

Es stärkt die inneren Abwehrkräfte gegen all das, was uns rund um Corona derzeit angreift.

Vaterunser im Himmel... - sagt mir: Ich, ich bin nicht allein, mit dem, was mir grade zu schaffen macht. Da ist etwas, da ist Gott, der über mir wacht und mich begleitet. Das stärkt mein Vertrauen. Dein Reich komme, dein Wille geschehe. - Ja, da passiert viel, das ich nicht in der Hand habe, was mich hilflos und ratlos sein lässt. Aber, das soll mein Leben nicht bestimmen. Gott will nämlich was von mir, vor allem er will was für mich, was Gutes nämlich. Da atme ich tief und frei durch, und spreche weiter:

Unser tägliches Brot gib uns heute. - Der Gedanke ist echt heilsam, wo Solidarität gefragt ist. Es ist für mich gesorgt. Klopapier hamstern ist unnötig. Kein Sch**ß, es reicht, für alle. Also bleib gelassen und lass den andern ruhig was übrig.

Mit führ uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns vor dem Bösen ... - immunisiert das Vaterunser dann 4,62 Sekunden vor Schluss gegen Facebook-, Instagram- und WhatsApp-Fake. Glaub nicht jeden Post, schick nicht alles weiter, - sondern das Gute, klar. Erst denken dann klicken! Sei so frei in deiner Meinung. In so nervösen Zeiten wie heute ist Verstand gefragt, damit nicht jede Panikmeldung über die Pandemie selbst zur Seuche wird, die andere krank macht.

Statt Panik machen, schau lieber nach vorn. Halte durch. Damit wir die Krise durchstehen. Es geht vorbei, „garantiert-hoffentlich“. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Tut gut, oder? Hygiene schützt, Körper - und Seele. Und du und ich, wir alle können viel tun, damit wir möglichst heil durch die Corona-Zeit kommen. Geduld hilft und aufeinander acht geben, statt Angst verbreiten lieber Mut machen! Und denkt dran, was das Robert-Koch-Institut rät: Öfter mal die Hände falten unter warmem Wasser und mit Seife ordendlich rubbeln. Wie lange? Vater unser...

Bleibt zu Hause und bleibt mir bitte gesund!

Euer

Henning Lang, Pfr.

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MutMachMinute #06 - April April ?

MutMachMinute #06 - April, April zum Mi 01.04.2020

(Hier auch als PDF zum runterladen und teilen)

Was? „Toilettenpapierhersteller Hakle, der über Nacht zum Luxuskonzern geworden ist, hat die Firma Microsoft übernommen!

Wie reingefallen? Ach so: April, April! Obwohl das mit Hakle könnte zumindest sein, bei dem Boom, den Toilettenpapier gerade erlebt ...

Vielleicht sollten Aprilscherze heute besser ausfallen. In der Corona Krise ist vielen nicht nach Lachen zu Mute, dafür ist die Sache zu ernst. Und spätestens, wenn man sieht, wie viele
wegen der Pandemie sterben, bleibt mir das Lachen eh im Hals stecken. Über Corona sollte man keine Witze machen, oder?

Nein, nicht drüber. Vielleicht aber dagegen? Vielleicht hilft gerade heute ja Lachen - gegen krankmachende Angst und Virusgefahr.

Lachen ist nämlich gesund! Sagt sogar die Wissenschaft. Lachforscher Willibald Ruch hat das über 25 Jahre erforscht und bestätigt: Negative Emotionen, wie Sorgen, Klagen, das hilflose Gefühl und all das, belasten und machen krank!

Aber es gibt ein Heilmittel: Humor! „Wer an ärgerlichen Situationen etwas Lustiges findet, unterbricht den Effekt des Negativen!“ so der Lachforscher. Also, Humor stoppt die Ausbreitung von Angst. Das Negative verliert seine alles bestimmende Macht über mich. Lachen löst Muskelverspannungen, setzt positive Hormone frei. Und ist gutartig ansteckend!

Davon, wie Freude und Hoffnung sich ausbreiten, erzählt die Bibel seit 2000 Jahren viele Lachgeschichten! Da ist die uralte Sarah, der ein Engel ansagt, dass sie Mama wird. Ich? Das ich nicht lache, denkt die nur und lacht wirklich, - vor Freude,- als ihr Kleiner zur Welt kommt.

Oder, wir stehen ja gerade in der Passionszeit vor Ostern. Da erinnern wir dran, wie Jesus leidet und stirbt. Ernste Sache. Bis die Sachgeschichte zur Lachgeschichte wird und drei Frauen, die Welt das Lachen lehren. Traurig gehen die am Ostermorgen zum Grab Jesu, und das ist leer. Erst fürchten sie sich, aber Schreck lass nach, lachen die drei vor Freude. Und erzählen die frohe Botschaft munter weiter. Die Pointe, Jesus lebt! Nichts muss bleiben, wie es ist!

Als Christ freue ich mich noch heute darüber! Es macht mir Mut und Hoffnung, dass der Tod eben nicht sein soll, sondern ich leben und lachen soll. Ich und alle Menschen sollen leben und immer wieder lachen!

Vielleicht tut es gerade heute gut, das zu wissen. Wo vieles Angst macht, wir nicht wissen, was kommt und Menschen sterben.

Nein, ich will am 1. April nicht über Corona oder die Opfer lachen, nie, das ist zynisch. Es geht darum, gegen den Tod und gegen Krankheit an zu lachen. Als Zeichen, dass Leid nicht sein soll, und der Tod nicht das letzte Wort hat, niemals haben darf, sondern das Leben.

Weil Gott uns nicht das fürchten lehren will, sondern Liebe, Leben und Lachen. Wie Kabarettist Hanns Dieter Hüsch sagt:

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

Was macht, dass ich so fröhlich bin
in meinem kleinen Reich?
Ich sing und tanze her und hin
vom Kindbett bis zur Leich.

Was macht, dass ich so furchtlos bin
an vielen dunklen Tagen?
Es kommt ein Geist in meinen Sinn,
will mich durchs Leben tragen.

Was macht, dass ich so unbeschwert
und mich kein Trübsinn hält?
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
wohl über alle Welt.

Bleibt zu Hause und bleibt mir bitte gesund!

Euer                                          Henning Lang, Pfr.

 

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MutMachMinute #05 - Verdreht

MutMachMinute #05 - Verdreht zum So 29.03.2020

(Hier auch als PDF zum runterladen und teilen)

Vordrehen oder zurück? Heute Nacht war es so weit. Um zwei Uhr wurde da die Uhr vorgedreht auf 3 Uhr. Sommerzeit. Der Tag ist also eine Stunde kürzer, heute müssen wir also eine stunde weniger zu Hause bleiben, juchu!

Nicht falsch verstehen, ich mag Zeitumstellung, ehrlich. Das Uhr vordrehen bringt mein Leben wieder zurück in Einklang mit der Natur. Gestern wurde ich um 6Uhr von alleine wach. Sowas ist doch nicht normal, das ist doch einfach wider die Natur, oder? Ab heute werde ich wieder vom Wecker um 6.30h wachgebimmelt und quäl mich aus dem Bett. So muss das doch sein.

Nicht nur Langschläfer wie ich würden die Uhr gern wieder zurück drehen. Das würden derzeit viel gern. Aber bitte mehr als eine Stunde, vielleicht drei, vier Wochen zurück? Da durfte man ohne Sorgen draußen mit Freunden Joggen gehen, Mit Oma Kaffeetrinken oder die Kids durften auf dem Spielplatz toben. Momentan ist das ja nicht erlaubt, und noch vieles mehr. Sinnvoll in der Situation, klar, aber weh tut es trotzdem.

Heute denke ich da ganz besonders an vier Jugendliche, unsere Minfelder Konfirmanden. Genau jetzt, heute, wollten die ihren großen Tag feiern. Konfirmation. Festgottesdienst mit Segen nur für Sie und ihr weiteres Leben als „Erwachsene“, dann großes Fest mit der Familie, die extra anreisen wollte teils von weit her, Geschenke, tolles Essen, vielleicht das erste echte Glas Sekt...

Und auf den Moment haben die Jugendlichen lange hingearbeitet. Seit Monaten wurde geplant und mit den Eltern organisiert. Fast zwei Jahre haben wir als Konfirmandengruppe gearbeitet, gestritten, gelacht und viel erlebt, für heute: Für große Tag.

Dafür wären die vier bestimmt gern „viel zu früh“ und ganz aufgeregt aufgestanden und im Kleid oder Anzug rausgeputzt in die Kirche.

Statt dessen sitzen die vier heute in Jogginghosen zu Hause auf der Couch. Wenn auch, nur 23 Stunden lang, dank Sommerzeit.

Das Kleid bleibt wohl im Schrank, und die Verwandten und Freunde zu hause. Das müssen wir aushalten. Wir können das Leben nicht zurück drehen, oder vor auf „Sommerzeit“, heile Welt und Sonnenschein.

Nein, wir können die Zeit nicht vordrehen auf Morgen, aber wir können darauf hoffen! Und vertrauen, dass es wieder gut wird. Das alles wieder gut werden kann und soll!

Ich will euer Glück und nicht euer Unglück. Ich habe im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft. Das sage ich, der Herr.

So sagt Gott in der Bibel: Euer Leben soll glücklich sein. Hofft auf die Zukunft. Vertraut darauf. Auch wenn wir unsere Zeit gerade nicht verstehen. Der wahre Sinn für unser Leben ist nicht Unglück, nein. Eure Zukunft, eure Zeit soll glücklich sein!

Den tollen Gedanken, denkt Gott für uns. Und wenn ich heute darauf vertraue, fängt die glückliche Zukunft doch schon an? Dann gilt das schon heute! Oder? Muss heute schon gelten.

Vordrehen oder zurück? Wir können im Leben die Uhr nicht zurückdrehen oder vor, wenn es schwierig wird oder wir warten, abwarten müssen. Aber ganz egal ob vor Corona, nach Corona oder eben jetzt mittendrin, wir sind nicht allein. Auch heute denkt Gott schon was gutes für Morgen, für uns! Sicher.

Und ich denke ich heute besonders an meine vier Konfirmanden, und die vielen anderen im Land, die für heute Ihr großes Fest geplant hatten. Und ich drehe, wenigstens in Gedanken, frech die Zeit schon mal vor. Und freue mich heute schon auf den glücklichen Moment, wenn die verdrehte Corona-Zeit vorbei ist, und wir wieder alles das tun können, was gerade nicht geht. Konfirmation feiern, zum Beispiel! Dafür stehe ich dann sogar gern extra früh auf! Und ihr?

Bleibt zu Hause und bleibt mir bitte gesund!

Euer

Henning Lang, Pfr.

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MutMachMinute #04 - Rainbow-Warriors

MutMachMinute #04 - Rainbow-Warriors zum Do 26.03.2020

(Hier auch als PDF zum runterladen und teilen)

 

Sie sind einfach überall! Eine Gruppe frecher Aktivisten machen gerade unser Land unsicher, echte Rainbow-Warrior!

Sie stürmen keine Ölbohrinseln, klettern nicht auf Kraftwerkstürme und rollen auch keine Transparente von Fabrikdächern. Nein, sie treiben es echt bunt und kleben frech Regenbögen in die Fenster. Selbstgemalt, ganz klar!

Ihr erklärtes politisches Ziel: Freude verbreiten und Mut machen! Wir sind überall! Und wo man so Regenbögen in Fenstern sieht, zeigen die kleinen Regenbogenkrieger: Wir gehören auch dazu, wir gehören zusammen, keiner ist allein.

Und die frechen Weltverbesserer haben absolut unverschämt recht. Das sage nicht ich, so steht das sogar in der Bibel. Dort ist der Regenbogen nämlich der absolute Mutmacher, der genau das zeigen soll: Mensch, ihr seid nicht allein!

In der Bibel setzt Gott den Regenbogen für Noah an den Himmel, nach der Sintflut.

Noah ging es fast so wie uns. Er macht auch echt schwere Zeiten durch. Eingesperrt mit Kind und Kegel und allen Tieren in seiner engen Arche. Quarantäne also, zwar nicht aus Angst vor Tröpfcheninfektion, sondern eher weil es dauerregnet. Dazu wurde ihm noch Vierzig Tage und Nächte Ausgangssperre verordnet, bis die Flut vorbei ist. Nachdem die sich verzogen hat und der Alltag wieder einkehrt, passiert es. Als allererstes bekennt Gott Farbe für das Leben. Und er zaubert mit dem Regenbogen den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Alle sollen wissen: Gott ist da! Auch wenn es im Leben manchmal chaotisch, bedrohlich oder stürmisch kommt. Trübe Wolken über uns stehen: Du bist nicht allein!
Glaub es ruhig: Solange die Erde steht, soll das Leben nicht aufhören! Ich bin da, sagt Gott.

Farbe bekennen für das Leben. Dem Leben treu bleiben, gerade in trüben Zeiten, sich erinnern, dass unser Leben gesegnet ist. Eine bessere MutMachMessage kann man doch momentan, wo wir die meiste Zeit allein zu Hause bleiben müssen, eine bessere Message kann man da doch gar nicht verbreiten, oder? Ich bin nicht allein, du bist nicht allen, niemand ist allein.

Das sollen wir alle wissen. Und die Kinder machen vor, wie leicht das geht. Und falls ihr auch dazugehören und mitmachen wollt? Ausmalvorlagen gibt es massig im Internet. Oder malt einfach euren ganz eigenen Regenbogen. Dann einfach ans Fenster pappen. Fertig. Kinderleicht.

Danke allen Regenbogenkriegern, diesen frechen kleinen Aktivisten, die mit ihren selbstgemalten Regenbögen in unsere trüb-graue Zeit etwas Farbe bringen und so bunte Freude und Mut machen. Ich denke, wir können das doch alle gut gebrauchen, oder?

Bleibt zu Hause, malt vielleicht einen Regenbogen fürs Fenster und bleibt mir bitte gesund!

Euer

Henning Lang, Pfr.

 

 

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MutMachMinute #03 - rettender Lippenstift, rot!

MutMachMinute #03 - rettender Lippenstift, rot! zum Di 24.03.2020

(hier auch als PDF zum runterladen)

Was hilft in schweren Zeiten? Lippenstift, rot!

Ich hätte es selbst nicht geglaubt, aber Lippenstift hilft in der Not wirklich weiter.

Das war so: Vor ein paar Jahren im Advent, habe ich in Bad Bergzabern im Seniorenheim eine alte Dame besucht, sie war 92 Jahre und konnte nur noch im Bett liegen. Pflegefall.

Wir reden und sie erzählt stolz von ihrem Leben, ihrer Arbeit als Sekretärin in der Chefetage einer Bank, ihre Liebe zum Garten. Als unser Gespräch auf Weihnachten kommt, frage ich sie: „Was würden sie sich denn wünschen zu Weihnachten?“

„Nichts“ sagt sie und erklärt, dass sie ja seit Jahren kein Weihnachten feiert, sie hat keine Kinder, keine Verwandten, kein Besuch und liegt ja nur im Bett.

„Oder doch, einen Wunsch hab ich: Lippenstift, in rot!“ schiebt sie hinterher und lächelt.

Ein Lippenstift! - Zuerst konnte ich das nicht verstehen. Klar, vielleicht auch, weil ich ein Mann bin und mit Lippenstift wenig anfangen kann. Aber ich habe mich gefragt, für soll das gut sein? Die Dame liegt nur im Bett, kommt nicht raus, bekommt keinen Besuch. Für wen oder wozu dann Lippenstift?

Klar, den Lippenstift wünscht sie - für sich! Ihr selbst war der Lippenstift wichtig, lebenswichtig vielleicht sogar?

Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin. So sagt es ein Psalm in der Bibel, Psalm 139. Ich bin ein Mensch, von Gott geliebt und wunderbar gemacht. Jeder auf seine eigene Art. Jedes Leben, jeder Mensch ist einzigartig, würdig und recht.

Nicht das was wir tun oder nicht, nicht was wir können, entscheidet da. Einfach nur das wir sind, was wir sind: Eben wunderbar gemacht, ein Mensch, Kind Gottes. Von Gott geliebt, würdig und recht.

Vielleicht zeigt genau das ein Lippenstift, besonders ein roter. Man bzw. meist eher Frau trägt ihn auf, um sich selbst etwas gutes zu tun, die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen: Weil man es eben wert ist, schön zu sein!

Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin. Lippenstift erfüllt keinen besonderen Zweck, er ist nicht nötig. Aber er kann notwendig sein. Weil er unsere Würde als Mensch unterstreicht. Und die kann uns nichts und niemand nehmen. Kein Altenheim, kein Pflegebett und uns heute auch kein Corona- Virus.

Klar, sind wir auch sehr eingeschränkt: Besuche sind nicht möglich, wir gehen nicht unter die Leute wie sonst, müssen eben zu Hause bleiben. Vielleicht tut uns da der Lippenstift -Gedanke gut?

Bei allen Einschränkungen, die wir erleben, wo so vieles dringender und wichtiger ist, klar, als Schminke - Denkt trotzdem mal an Euch selbst und gönnt euch was Gutes. Zieht mal feine Kleider an, auch wenn es niemand da draußen sieht. Legt den buntesten Lippenstift auf und lächelt in den Spiegel, einfach als Lebens-Zeichen! Weil es euch zeigt, Du bist es wert, würdig und recht.

Und alle Herren der Schöpfung, die ja eher selten Lippenstift tragen: Ihr deckt den Tisch sauber mit Tischdecke, Serviette, Kerze und allem Schnickschnack und genießt die Tiefkühlpizza statt vor der Glotze in Eurer eigenen heimischen „Pizzeria Corona“!

Klingt albern? Tut aber gut! Ihr seid es nämlich - bei Gott - wert. Und wenn ihr dann so über euch schmunzeln müsst, mit Anzug und Krawatte oder Lippenstift allein zu Hause - sagt einfach laut: Danke, Gott, dass ich wunderbar gemacht bin!

 

Bleibt zu Hause und bleibt mir bitte gesund!

Euer

Henning Lang, Pfr.

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MutMachMinute #02 - Alle Zeit der Welt

MutMachMinute #02 - Alle Zeit der Welt zum 22.03.2020

(Hier zum Runterladen als PDF)

Endlich! Als Hörspielfan konnte ich es kaum erwarten. Am Montag lag die neue Folge 204 der drei Fragezeichen in meinem Briefkasten. Ein spannendes Hörspiel als willkommene Abwechslung, wenn man schon das Haus nicht verlassen darf. Wir haben ja gerade alle zeit der Welt... Also CD-Spieler an und los ging der Krimi. Eine Stunde später war die Schlussmelodie der Folge zu hören und, es war das einzige, was ich in der ganzen Zeit mitbekommen habe. Der Krimi selbst lief irgendwie an mit vorbei. Ich war einfach nicht bei der Sache.

Die ganze Zeit haben mich andere Gedanken beschäftigt: In welchem Supermarkt gibt es wohl Karottensalat im Glas, der war beim Einkaufen gerade aus. Ob es bei Tagesschau.de was Neues gibt? Und im Minutentakt hab ich das Handy nach whatsapp-Nachrichten gecheckt, besorgt, nervöse Unaufmerksamkeit.

Alles hat seine Zeit und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde, sagt die Bibel.
Und, Krimihören war bei mir gerade nicht dran. Da musste ich zugeben: auch mich beunruhigt die ganze Corona-Geschichte mehr, als ich mir eingestehe. Weil man die Gefahr nicht sehen kann, man sich sorgen macht, um Menschen, die einem wichtig sind. Weil die Einschränkungen auch um uns herum immer mehr, immer spürbarer werden.

Neben dem, was uns „innen drin“ bewegt, ist auch „um uns rum“ vieles anders. Meine Regeln für den Tag, passen nicht mehr. Plötzlich sind drei Kinder 24h zu Hause und an Schreibtischarbeit ist nicht zu denken. Plötzlich ist statt Geburtstagsbesuch nur telefonieren „erlaubt“, um keinen zu gefährden. Und alle Termine im Kalender sind abgesagt. Es fällt schwer, einfach nicht das zu tun, was man sonst immer macht. Vor allem fällt schwer, nicht das so machen zu können wann und wie man es gern will.

Alles hat seine Zeit und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde, - und gerade jetzt ist es dran, zu Hause zu bleiben, nichts von dem zu tun, was sonst meinen Alltag bestimmt. Weiter wie bisher, geht nicht, klar! Aber was kann man schon tun, in der Situation?

Vielleicht brauchen wir - neue Regeln für unseren Tag. Müssen neue und andere Routinen finden, die besser passen. Auch mit den Menschen, mit denen wir leben. Wie gelingt es da, Kinder, Arbeit, Partnerschaft neu zu gestalten? Wie findet man in der engen Situation Raum und Zeit für sich selbst? Als Ausgleich?

Solche neuen Strukturen sind wichtig und tun gut! Es lohnt, sie ganz bewusst zu finden. Sie geben Halt in der momentanen Unsicherheit. Und wisst ihr was? Der Prozeß ist „gezwungener Maßen“ - sogar - befreiend!

Alles hat seine Zeit und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde, - Meine erste Maßnahme gegen die besorgt, nervöse Unaufmerksamkeit: Online-Öffnungszeiten.

Statt im Minutentakt nach neuen Entwickungen in den Nachrichten zu schauen, zwinge ich mich, zu vier festen Zeiten am Tag nach emails, whatsapp, Tageschau und co zu schauen. Damit eben nicht die sorgenvolle Hilflosigkeit oder ein Corona-Virus da draußen mein Leben bestimmt. Die Freiheit nehme ich mir nicht einfach, die schenkt Gott mir! Gott sei Dank!

Dazu kurz noch ein Gedanke: Wo viele momentan ärgert, das alles abgesagt oder verschoben oder gerade nicht möglich ist: Es gibt so vieles, das jetzt, vielleicht gerade jetzt, seine Zeit hat:

Sonne genießen im Garten hat seine Zeit, in Ruhe telefonieren mit Freunden oder der älteren Nachbarin hat seine Zeit, Bücher lesen, basteln mit den Kids oder den Keller aufräumen hat seine Zeit. Einen Wunschzettel schreiben mit all den Sachen, die wir machen, wenn Corona in einigen Wochen hoffentlich vorbei ist... Da ist so viel, was wir jetzt tun können.

Bei Gott. Wir sind so frei. Also nur Mut!

Schreibt mir gern, was Euch noch so alles einfällt? Was euch gerade jetzt, froh macht, Hoffnung schenkt, gut tut. Was jetzt gerade dran ist und seine Zeit hat. Und

Bleibt bitte zu Hause und bleibt mir bitte gesund!

Euer

Henning Lang, Pfr.

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MutMachMinute #01 - Was macht Mut? - Beten!

MutMachMinute zum Fr. 20.03.20 
(Hier auch zum runterladen)

Gerade jetzt, wo jeder zu Hause für sich alleine ist, tut es gut zu wissen, ich bin nicht allein! Das bringen wir zum Ausdruck mit der Aktion "Vaterunser zur Abendglocke", eine tolle Idee der Kirchengemeinde Römerberg.

Jeden Abend, wenn die Abendglocke zu hören ist, laden wir ein: Betet doch zu Hause bei Euch ein Vaterunser "mit uns", mit allen, die zur gleichen Zeit genauso ihr Vaterunser sprechen. So sind wir verbunden mit Gott und miteinander.

Oder betet direkt für Euch und andere. Dazu habe ich zwei Gebete der Evang. Kirche in Baden gefunden, die ich Euch gern ans Herz und "in den Mund" legen möchte: 

Fürchten will ich mich nicht
vor dem Corona-Virus.
Aber wachsam sein
um mich und andere nicht zu gefährden. 

Zurückweichen will ich nicht
vor denen, die Hass und Panik schüren
vor allem, was fremd ist.
Vielmehr wachsam sein
und für Menschlichkeit eintreten. 


Fürchten will ich mich nicht
in diesen aufgeregten Zeiten.
Wach will ich sein
Besonnen
Solidarisch
Und klar. Amen

Und:

Heute will ich beten
für den Kneipenbesitzer,
der seine Bar schließen muss
und keine Einkünfte mehr hat 


für die Krankenschwester,
die am Rande ihrer Kräfte ist
und weitermachen muss 


für das kleine Mädchen,
das nicht mehr draußen spielen darf
und nicht versteht, warum 


für den rüstigen Mann,
der Hamsterkäufe macht aus lauter Angst,
obwohl er weiß, dass es unsolidarisch ist 


Heute will ich beten
für diese Menschen
und für alle, deren Leben jetzt nicht mehr ist wie früher. Amen

(Gefunden bei "Stille to go" der Evang. Kirche in Baden.)

 

Bleibt mir Gesund!
Euer

Henning Lang, Pfr.