Social Web

Facebook

Folgen Sie unseren Beiträgen:

Hinweis

In eigener Sache: Seit Oktober 2016 hat der Evangelische Kirchenbote eine neue Homepage. Falls Sie durch einen veralteten Link auf diese Seite gekommen sind: Hier befinden sich nur alte Artikel von 2010 bis Ende 2015 - sozusagen als Archiv. Die aktuellen Leseproben und das Archiv ab 2016 finden Sie auf unserer Homepage:

www.kirchenbote-online.de

16.10.2015

Patenschaften angeregt

Kohlstruck: Flüchtlinge begleiten und die Ursachen nicht verdrängen


Abend der Begegnung in Ludwigshafen: Der Gemeindesaal ist gut gefüllt. Foto: Kunz

Abend der Begegnung in Ludwigshafen: Der Gemeindesaal ist gut gefüllt. Foto: Kunz

Zur Übernahme von Patenschaften für Flüchtlinge hat die Ludwigshafener Dekanin Barbara Kohlstruck aufgefordert. Sie warnte zugleich davor, die Fluchtursachen zu verdrängen. Von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung dürfe nicht nur geredet werden. „Wir müssen endlich Ernst machen damit“, sagte Kohlstruck beim Abend der Begegnung anlässlich der Visitation ihres Kirchenbezirks durch den Landeskirchenrat in Ludwigshafen.

Kohlstruck betonte, dass der Kirchenbezirk Ludwigshafen die Zukunft der Stadt mitgestalten wolle. Kirche habe eine lange Tradition, Menschen zu begleiten und sich für sie verantwortlich zu fühlen. Wenn jeder Flüchtling einen Paten hätte, könne ihm oder seiner Familie dort geholfen werden, wo es nötig sei. Die Dekanin erinnerte die Besucher aus Kirche, Politik und Wirtschaft aber auch daran, jene Mitbürger nicht aus dem Blick zu verlieren, „die bei uns in Armut leben“.

Eva Lohse, Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen und Präsidentin des Deutschen Städtetags, machte deutlich, dass sie bei der Aufnahme von Flüchtlingen in der Akzeptanz der Bevölkerung einen Wendepunkt befürchtet. Ludwigshafen habe bisher mehr als 1200 Menschen aufgenommen nach dem Grundsatz, dass „wir alle helfen und das Asylrecht gewährleisten wollen“. Jetzt müsse ernsthaft überlegt werden, „wie wir den Zuzug bremsen können“. Sie hoffe auf die Mithilfe der Kirchen, damit aus „Angst und Abneigung nicht Hass und Ablehnung wird“.

Auch Kirchenpräsident Christian Schad, der die Visitation leitete, betonte, dass die Flüchtlingsströme nicht verebben werden, solange es die Fluchtursachen gebe. Einem fremdenfeindlichen Nein werde die pfälzische Landeskirche aber jederzeit entschieden entgegentreten. Ziel sei ein Leben in Würde für alle auf der Grundlage des Zeugnisses für den Gott, der das Leben will. mez