Social Web

Facebook

Folgen Sie unseren Beiträgen:

Hinweis

In eigener Sache: Seit Oktober 2016 hat der Evangelische Kirchenbote eine neue Homepage. Falls Sie durch einen veralteten Link auf diese Seite gekommen sind: Hier befinden sich nur alte Artikel - sozusagen als Archiv. Die aktuellen Leseproben finden Sie auf unserer Homepage:

www.evangelischer-kirchenbote.de

01.12.2011

Abrahamitischer Sternenhimmel ziert die Kirchendecke

Sakralgebäude in Ruchheim für rund 240 000 Euro saniert – Spendenaktion für Sitzkissen gestartet – 55 000 Euro aus Benefizveranstaltung


Predigten im Gottesdienst (von links): Pater Darek Bryk, Dekan Michael Gärtner, Gemeindepfarrerin Christine Dietrich und Oberkirchenrat Gottfried Müller. Foto: Kunz

Predigten im Gottesdienst (von links): Pater Darek Bryk, Dekan Michael Gärtner, Gemeindepfarrerin Christine Dietrich und Oberkirchenrat Gottfried Müller. Foto: Kunz

Ruchheim. Ihre Saaldecke zeigt jetzt einen Sternenhimmel: Die 177 Jahre alte Kirche im Ludwigshafener Ortsteil Ruchheim ist nach einjähriger Sanierung mit einem Festgottesdienst am ersten Advent wieder in Dienst gestellt worden. Neben Gemeindepfarrerin Christine Dietrich predigten Oberkirchenrat Gottfried Müller, Dekan Michael Gärtner und Pater Darek Bryk. Der dargestellte abrahamitische Sternenhimmel, so die Pfarrerin, zeige inmitten von 1000 Sternen auch die Symbole Kreuz, Taube, Lyra und Schofarhorn. So predigte Oberkirchenrat Gottfried Müller über das Kreuz, Dekan Michael Gärtner über die Taube, Pater Darek Bryk über die Lyra und Pfarrerin Christine Dietrich über das Schofarhorn. Gestaltet wurde das Firmament von der Speyerer Künstlerin Almut Rettig.

Mit der erneuten Indienststellung der spätklassizistischen Kirche aus dem Jahr 1834 verbindet die Gemeinde eine Spendenaktion. Unter dem Motto „Mein Stern am Kirchenhimmel“ ist es möglich, für 25 Euro Pate eines der Sterne am Kirchenfirmament zu werden. Dafür erhalte der Geber von der Kirchengemeinde einen „Sternenbrief“, erklärte die Gemeindepfarrerin. Die Außen- und Innensanierung des Sakralgebäudes kostete rund 240 000 Euro. Die Evangelische Kirche der Pfalz habe 40 Prozent der Kosten übernommen und die Kirchengemeinde durch Rücklagen, Eigenleistungen freiwillige Helfer und Spendenaktionen 60 Prozent der Kosten getragen, erläuterte Christine Dietrich.

Allein mit Spenden und Erlösen aus Benefizveranstaltungen hätten mehr als 55 000 Euro aufgebracht werden können. So hätten Benefizaktionen des Evangelischen Frauenbunds Ruchheim um Ruth Senck rund 4000 Euro erbracht. Weitere 9000 Euro habe der Evangelische Frauenkreis um Marianne Nickel gespendet. Auch ortsansässige Handwerksbetriebe hätten unentgeltlich geholfen, führte die Pfarrerin aus. Doch weitere 8000 Euro seien noch nötig, um etwa neue Sitzkissen für die Kirchenbänke zu kaufen.

Begonnen habe die Sanierung damit, dass im Eingangsbereich ein neues Sandsteinfundament gelegt worden sei. Die Fassade sei teilweise neu gestrichen und das Blitzableitersystem erneuert worden. In diesem ersten Sanierungsabschnitt seien zudem zwei hölzerne Treppen, die zur Empore führen, nach Vorschriften des Denkmalschutzes restauriert worden.

In einem zweiten Bauabschnitt sei der marode Dachboden saniert worden. Bei der anschließenden Innensanierung sei der Innenraum nach einem neuen Farbkonzept gestrichen und mit einer modernen Beleuchtung ausgestattet worden. Außerdem seien Parkettfußboden und Kirchenbänke überarbeitet sowie Altarsockel, Lautsprecher- und Verstärkeranlage erneuert worden.

Wer für 25 Euro Pate eines Sterns in der Spendenaktion „Mein Stern am Firmament“ werden möchte, kann sich bei Pfarrerin Christine Dietrich unter der Telefonnummer 0 62 37 / 76 43 melden.

Weitere Spenden für die protestan­tische ­Kirche in Ruchheim können ­unter dem Stichwort „Mein Stern am Kirchenhimmel“ eingezahlt werden auf das Konto des Kirchengemeindeamtes Ludwigshafen bei der VR-Bank Rhein-Neckar, Kontonummer 85 001 604, BLZ 670 900 00. dob