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12.07.2012

Freiwillige seit einem Jahr im Dienst

Kirche und Diakonie ziehen weitgehend positive Bilanz – Keine Konkurrenz zum sozialen Jahr erkennbar


Fahrdienst: Bundesfreiwillige arbeiten unter anderem in der Gesundheits- sowie in der Alten- und Behindertenpflege. Foto: epd

Fahrdienst: Bundesfreiwillige arbeiten unter anderem in der Gesundheits- sowie in der Alten- und Behindertenpflege. Foto: epd

Die Evangelische Kirche der Pfalz und ihre Diakonie haben ein Jahr nach dem Start des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) eine weitgehend positive Bilanz gezogen. Nach einem verhaltenen Beginn habe sich die Zahl der Freiwilligen gut entwickelt, sagte Referent Reiner Landua in Speyer. Seit Juli 2011 seien insgesamt 63 Freiwillige im landeskirchlichen Dienst mit seinem friedensethischen Schwerpunkt tätig gewesen, derzeit seien es mehr als 40, sagte Landua. Die pfälzische Diakonie beschäftigt als Träger seit vergangenem Sommer 24 Frauen und Männer in dem neuen Freiwilligendienst.

Einsatzstellen unterhält die Landeskirche unter anderem in der Kinder- und Jugendhilfe, in der außerschulischen Jugendbildung und Jugendarbeit, in der Gesundheitspflege sowie in der Alten- und Behindertenhilfe. Die pfälzische Diakonie setzt die Freiwilligen in Alten- und Altenpflegeheimen, Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Kirchengemeinden, Behinderteneinrichtungen und Sozialstationen ein. Die meisten Teilnehmer sind Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre. Bei der Diakonie überwiegt der Frauenanteil, der Anteil von Männern und Frauen hält sich bei landeskirchlichen Einsatzstellen ungefähr die Waage.

Der neue Freiwilligendienst stelle keine Konkurrenz zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) dar, sagte die Referentin bei der Diakonie, Erika Münzer-Siefert. Für nächstes Jahr würden rund 260 Freiwillige erwartet, 32 davon seien Plätze für den BFD. Beide kirchliche Träger bieten für das laufende Jahr noch freie Plätze für den BFD und die Diakonie zudem für das FSJ an. Kritik übte die Diakonie an den organisatorischen Strukturen des Bundesfreiwilligendienstes. Oft dauere es zu lange, bis Bewerber vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben anerkannt würden, sagte Münzer-Siefert. Auch die Zulassung von BFD-Einsatzstellen zögere sich in vielen Fällen hinaus. Die pädagogische Betreuung der Freiwilligen durch die Bildungszentren des Bundesamtes sei unzureichend. Von 25 vorgesehenen Bildungstagen gestalte die Diakonie 20 selbst.

Von Überlegungen, die Angebote von Landeskirche und Diakonie für den Bundesfreiwilligendienst zusammenzuführen, berichtet Oberkirchenrat Michael Gärtner. Nach dem Ende der Amtszeit von Reiner Landua in drei Jahren solle es eine neue Lösung geben. epd