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03.01.2013

Kreuz für die Stiftskirche

In Kaiserslautern vorgestellt – Kontrovers diskutierte Vorgeschichte


Filigran mit Durchblick: Pfarrer Jung stellt das Altarkreuz der Stiftskirche vor. Foto: view

Filigran mit Durchblick: Pfarrer Jung stellt das Altarkreuz der Stiftskirche vor. Foto: view

Ein schlichtes Kreuz schmückt jetzt den Altar im Chorraum der Kaiserslauterer Stiftskirche. Es wurde in einem Gottesdienst von Pfarrer Matthias Jung und Dekanin Dorothee Wüst in Dienst gestellt. Vor der Indienststellung ging Jung auf die Vorgeschichte ein.

„Warum hat die Stiftskirche kein Kreuz?“ Diese Frage hätten sich seit 2006, dem Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft, seit dem die Kirche bis heute täglich geöffnet ist, viele Besucher gestellt. Auch sei die Stiftskirche mangels Kreuz auch schon für eine Synagoge gehalten worden. Ein langer schwieriger Weg sei zu Ende gegangen. Vorbei sei das Kreuz mit dem Kreuz, sagte Jung. 2008 hätten sich bei einer Gemeindeversammlung zwei Drittel der Teilnehmer für ein Kreuz ausgesprochen.

Im Presbyterium habe man sich später mit einer Stimme Mehrheit für ein Kreuz ausgesprochen. Schwer hätte sich ein Ausschuss mit der Umsetzung getan, resümierte der Gemeindepfarrer, der den Vorsitz in dem Ausschuss innehatte. Die Entscheidung über Material, Form und Standort sei nicht leichtgefallen. Im Mai 2012 habe sich ein klares Profil abgezeichnet. „Es sollte ein schlichtes Altarkreuz sein.“

Unter drei Modellen habe sich das Presbyterium im September des vergangenen Jahres für den Entwurf des aus Kusel stammenden Künstlers Bernd Decker entschieden. Die großzügige Spende eines Gemeindemitglieds in Höhe von 3500 Euro habe die Finanzierung des 7000 Euro teuren Kreuzes erleichtert, so Jung.

Das aus Bronze gefertigte Altarkreuz ist 80 Zentimeter hoch und 74 Zentimeter breit. Durch die innen offene Form erscheint es filigran mit durchscheinender Verbindung zu seiner Umgebung. Dekanin Dorothee Wüst gab bei der Indienststellung dem Wunsch Ausdruck, dass das Kreuz den Blick der Menschen für Unrecht und Gewalt im Leben schärfen möge. jsw