| Speyer, 18. Februar 2005
Az: III 520/01-8
Aufruf für die Sammlung des Gustav-Adolf-Werkes Pfalz 2005
135. Hauptfest Gustav-Adolf-Werk Pfalz am 2. und 3. Juli 2005 in Grünstadt
„Kirche bauen – mit Männern und Frauen“
Erstmals steht kein einzelnes Land im Mittelpunkt der Sammlung des Gustav-Adolf-Werkes Pfalz. Den Schwerpunkt bilden Projekte, die u.a. den Frauen in unseren Partnerkirchen zugute kommen. Wir greifen für diesen Aufruf zwei Beispiele heraus:
1) Aus unserem Nachbarland Polen , das sich in einem Wandlungsprozess befindet, der sich durch den Beitritt des Landes zur Europäischen Union 2004 verschärft hat,
2) aus Argentinien , das immer noch in einer großen Finanzkrise steckt.
Die Direktorin der Diakonie der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen , mag. theol. Wanda Falk, beschreibt die Veränderungen: „Die letzten Jahre waren eine Periode steigender Arbeitslosigkeit und zunehmender Verarmung einer großen Gruppe der Gesellschaft. Die Unsicherheit der Lebensperspektiven führt zu Alkohol- und Drogensucht und Gewalt in der Familie. Die traditionelle Rollenverteilung in den Familien bringt es mit sich, dass Gewalt gegen Frauen und Kinder aus der Vormachtstellung des Mannes erklärt und entschuldigt wird. Es ist Zeit, dass sich unsere Kirche damit beschäftigt, eine klare Stellung bezieht und konkrete Maßnahmen ergreift.“ Die evangelisch-reformierte Kirche Polens hat am 14. September 2003 einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung der Gemeinschaft von Männern und Frauen in der Kirche beschritten: Wiera Jelinek heißt die erste evangelische Pfarrerin in Polen (vgl. „Ich lebe einfach mit.“ Kirchenfrauen in Polen, Leipzig 2004, ISBN 3-87593-081-9). Das Hilfsprogramm „Gegen Gewalt“ unserer polnischen Partnerkirche ist 2005 Jahresprojekt der GAW-Frauenarbeit.
Die Finanzkrise in Argentinien hat die Zahl der Armen hochschnellen lassen und die Ärmsten der Armen noch ärmer gemacht. Kirchen, wie die kleine Evangelische Kirche am La Plata, können nur noch mit äußerster Kraftanstrengung Zeichen der Hoffnung setzen. Im Bereich Buenos Aires hat die IERP im Rahmen des Projektes „Mit den Armen das Evangelium teilen“ vier Zentren eingerichtet, in denen das Evangelium durch lebendige Ansprache und gemeinsames Handeln in einladender Weise laut und erkennbar wird. Die Projekte verbinden die biblische Botschaft mit elementarer Hilfe, Bildung und Ausbildung und richten sich an Frauen und Männer, Erwachsene und Kinder.
Das Mutter-Kind-Zentrum „Der Sämann“ befindet im Kreis Ezeiza, Provinz Buenos Aires. Viele Bewohner haben die Grundschule nicht abgeschlossen und keinen Beruf erlernt. Sie arbeiten als Handlanger beim Häuserbau, als Gärtner, Putzfrauen, Senkgrubenbauer. Das bekannte Elend der Dritten Welt (Kindersterblichkeit, Unterernährung, Krankheit, Schulflucht, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit der Kinder und Jugendverbrechen) breitet sich aus. Minderjährige bringen Kinder zur Welt, wobei Mütter und Kinder sich selbst überlassen sind. Das Projekt „Der Sämann“ ist ein Aufschrei gegen das Elend unter Kindern. Aus einem Mittagstisch und Kinderbetreuung wurde eine komplexe Hilfe mit Gebrauchtkleidersammlung, ärztliche Beratung und schließlich eine Tagesstätte für Schulkinder. Frauen nehmen an Ernährungskursen, Hygiene- und Familienberatung teil. Eine hoffnungsvolle Arbeit, die nach der Wirtschaftskrise durch die finanzielle Enge leider ständig gefährdet ist.
Die anderen Teile des Projektes sind:
Hilfszentrum für Straßenkinder im Tageszentrum La Paloma
Mission im Westen
Städtische Mission in Florencio Varala
Die Projekte 2005:
GAW Pfalz 2005
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Kirche bauen – mit Männern und Frauen |
Gesamtsumme € 87.390 |
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1. Kollektenvorschlag (kann auch von Zwgr. gezeichnet werden) |
15.000 |
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Verkündigung des Evangeliums unter den Armen, Argentinien |
5.000 |
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Beihilfe für das Projekt „Laienpastoren für missionarische Arbeit“ in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bolivien |
3.000 |
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Jahresprojekt 2005 der AG der Frauenarbeit im GAW: |
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Frau, wohin gehst Du? (Polen, Kaliningrad) |
3.000 |
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Einrichtung von Räumlichkeiten für die Frauenarbeit, Slowenien |
4.000 |
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2. Europa |
24.000 |
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Belgien, Renovierung Pfarrhaus in Horebeke |
1.500 |
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Italien, Starthilfe Gemeindeaufbau in Perugia |
3.000 |
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Österreich, Außenrenovierung Kirche in Bregenz |
1.500 |
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Österreich, Sanierung Gemeindezentrum in Villach |
2.500 |
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Polen, Neubau Begegnungszentrum in Pisz (Johannisburg) |
5.000 |
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Rumänien, Neubau Kirche in Temesvár (Timişoara) |
1.000 |
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Rumänien, Reparaturen am Gemeindehaus in Apaţa (Apáca/Geist), |
1.000 |
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Rumänien, Um- und Ausbau des Diakoniezentrums „Luther“ in Baia Mare (Nagybánya/Neustadt, Frauenbach) |
2.500 |
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Serbien-Montenegro, Heizung für Kirche und Gemeindehaus in Zrenjanin |
1.000 |
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Slowakei, Bau Pfarrhaus in Bánovce nad Ondavou |
1.000 |
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Spanien, Neubau Gemeindezentrum in Mahón, Menorca |
2.000 |
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Ukraine, Renovierung Pfarrhaus in Beregszasz (Beregovo), Transkarpatien |
1.000 |
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Ungarn, Neubau Kirche und Gemeindezentrum in der Missionsgemeinde Budapest-Káposztásmegyer |
1.000 |
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3. Innerdeutsche Diaspora |
7.000 |
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Fonds für die pfälzische Diaspora: Gemeindezentrum in Dahn |
5.000 |
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Sanierungshilfe für die Evangelische Grundschule in Berlin-Lichtenberg |
2.000 |
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4. Südamerika |
11.890 |
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Beihilfe zur Fertigstellung des Gemeindezentrums der Kirchengemeinde Pouso Redondo, Santa Catarina, Brasilien |
5.890 |
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Studien- und Stipendienprogramm des Gustav-Adolf-Werks (GAW) |
6.000 |
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5. Sondergaben des GAW Pfalz |
29.500 |
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Prag-Chodov, Tschechien, Tilgung eines Darlehens beim Landeskirchenrat |
5.000 |
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Rumänien, Essen auf Rädern |
2.000 |
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Förderung des Evangeliums in Spanien |
500 |
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Projekte durch Umlagen an die Zentrale des GAW |
16.000 |
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Vertrauensgaben des GAW Pfalz für Elsaß und Lothringen, Kärnten, Polen |
6.000 |
Informationen zu den einzelnen Projekten entnehmen Sie dem Projektkatalog 2005 des Gustav-Adolf-Werkes, vorhanden bei den Zweiggruppenvorsitzenden und den Dekanaten. Textvorschläge für Sammlungsaufrufe in Gemeindebriefen sind im Internet abzurufen unter der Adresse: www.gaw-pfalz.de . Das GAW dankt im Namen der Diaspora für jede Hilfe.
Die Sammlung für das GAW findet in der Regel in den Monaten Mai und Juni statt, die Zweigfeste zwischen April und September. Die Sammelergebnisse bitten wir bis zum 1. Dezember 2005 an den Schatzmeister der GA-Hauptgruppe Pfalz, Herrn OVR i. R. Horst Däuwel, Buchenstraße 50 in 67067 Ludwigshafen zu melden, Telefon 0621/552334 oder Fax 0621/5505830. Wir weisen darauf hin, dass die Festkollekten ohne Abzug an das GAW Pfalz weiterzuleiten sind.
Informationsmaterial sowie Sammellisten und -tüten sind über die Dekanate bzw. die Zweiggruppen erhältlich. Die Sammlung lässt sich auch mit einem Überweisungsträger organisieren. Wegen der Notlage vieler Partner weisen wir darauf hin, dass die Sammlung für das GAW als landeskirchliche Sammlung in der Verantwortung der Presbyterien liegt.
Die Sammlung im Jahre 2003 mit dem Schwerpunkt Italien erbrachte unter dem Motto „ Essere chiesa insieme – Gemeinsam Kirche sein“ die Summe von 142.719,14 Euro. Hierfür wird herzlich gedankt, zumal das Ergebnis spürbar gestiegen ist. [zurück
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