
Jan Thomas Otte lebt und arbeitet als freier Journalist in Heidelberg.
Nach seinem Zivildienst im hessischen Marburg verbrachte er längere
Zeit im Auftrag der Kirche in Israel.
Seit 2005 studiert Jan Thomas Otte Evangelische Theologie in
Heidelberg. Parallel dazu macht er eine Journalistenausbildung bei der
Konrad-Adenauer-Stiftung.
Er schreibt unter anderem für die Rhein-Neckar-Zeitung und den Evangelischen Kirchenboten in Speyer. In seiner Freizeit fährt er gerne Fahrrad – auch durch die pfälzischen Weinberge und Wälder.
Textprobe: Das Kreuz mit den Kreuzchen
Gegossen in hochkarätiges Gold glänzt es im Schaufenster. Vielleicht haben Sie sogar eins um den Hals hängen: ein Kreuz. Oder genauer: das Kreuz, das Symbol der Christen seit 2000 Jahren. Jetzt in der Passionszeit steht es besonders im Mittelpunkt in Gottesdiensten und Andachten.
Aber auch außerhalb der Kirchen ist es zu finden. Seine beiden Balken liegen sozusagen kreuz und quer auf der Straße. An der Kreuzung, die Fliesenkreuze im Bad, beim Lösen des Kreuzworträtsels oder Eindrehen einer Kreuzschraube. Das Kreuz ist ein verbindendes Element. Es bietet Halt und Orientierung.
Sogar der Schmerz im Rücken ist ein Zeichen des Kreuzes. Es verkörpert die Kreuzigung Christi, der sein Kreuz tragen musste und daran starb. Dennoch ist es zum Zeichen des Trostes geworden, zum Symbol für das Leben und die Liebe. Die Senkrechte steht für die Verbindung zwischen Gott und den Menschen. Und die Horizontale steht für die Verbindung zwischen allen Menschen guten Glaubens.
Wieviel Karat das Gold auch haben mag, in das man es gießt; wie viele Brillanten man auch immer darauf setzen mag; ob es verramscht wird oder teuer verkauft – das Kreuz bleibt immer auch anstößig und sperrig, weil diese Geschichte Jesu Christi darin steckt. Was ist es für Sie Nur Schmuckstück? Oder mehr?
