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Zur Person - Christine Gölzer

Christine GölzerMein Name ist Christine Gölzer. Ich bin 1964 in Blaubeuren geboren,
groß geworden bin ich als älteste von vier Geschwistern im Bayerischen.

Mein Wunsch, Theologie zu studieren und Pfarrerin zu werden, entstand über
die Kirchenmusik und meine Tätigkeit als Organistin.

Nach dem Studium in Erlangen, Wien und Heidelberg machte ich in der Pfalz Examen, da mein Mann, der ebenfalls Pfarrer ist, von dort stammt. Wir haben drei Kinder. Seit 2006 bin ich Pfarrerin der Dreifaltigkeitskirchengemeinde in Speyer.

Ich bin gerne Pfarrerin. Dabei ist es mir vor allem wichtig, mit den Menschen hier vor Ort zu leben, ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte zu haben. Christlicher Glaube hat auch in der modernen Welt seinen Platz. Ihn selbstverständlich zu leben und weiterzutragen, darin sehe ich meine Aufgabe.

Textprobe: Wer hofft, ist seiner Zeit voraus

Ein altehrwürdiges Universitätsgebäude, viele festlich gekleidete junge Menschen, ein paar honorig dreinblickende ältere Männer – Zeugnisverleihung.Und auch ich bin da, um meiner Schwester zu gratulieren.

Wenn ich in die Gesichter all der jungen Leute schaue, dann sehe ich in erster Linie Freude. Sie freuen sich über das, was sie erreicht und geleistet haben, und dass die ganze Paukerei nun ein Ende hat. Und sie alle strahlen eine enorme Zuversicht aus. Zweifler haben heute keine Chance. Heute werden Pläne geschmiedet und Karrieren erträumt, bei denen einem ganz schwindlig wird.

Gut, dass es das noch gibt, denke ich. Gut, dass es Punkte und Ereignisse im Leben gibt, an denen die Hoffnung auf eine gute Zukunft alles andere auf die Seite drängt. Schön wäre es, wenn möglichst viel davon auch in Erfüllung ginge, schön auch, wenn dieses leichte, hoffnungsfrohe Lebensgefühl noch lange andauern würde.

Wer hofft, wer Visionen von einer besseren Zukunft, einer gerechteren Welt behält, der ist seiner Zeit voraus, und der hat an dieser neuen, anderen Zukunft schon seinen Anteil. Die Gesichter der jungen Menschen zeigen das ganz deutlich.

Christliche Hoffnung geht noch weit über all die Träume dieses Abends hinaus – deshalb kann sie auch noch weiter tragen – hinein bis in Gottes Ewigkeit.