Leitartikel
Erhard Eppler kommt nach Speyer
von Hartmut Metzger
Der frühere Bundesminister, Kirchentagspräsident und Friedenspolitiker Erhard Eppler kommt am Donnerstag, 22. April, nach Speyer. Der Vortrags- und Gesprächsabend setzt die gemeinsame Veranstaltungsreihe „500 Jahre Reformation“ von „Kirchenbote“ und „Rheinpfalz“ fort. Mit Gustav Heinemann hat Eppler 1952 die Gesamtdeutsche Volkspartei gegründet. Von 1961 bis 1976 saß er für die SPD im Bundestag. 1968 wurde er Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. 1974 trat er wegen Differenzen mit Bundeskanzler Helmut Schmidt zurück. Von 1975 bis 1991 leitete Eppler die Grundwertekommission der SPD. Als stellvertretender Vorsitzender der Programmkommission wirkte Eppler entscheidend am Entwurf des SPD-Grundsatzprogramms mit.
„Kirchenbote“ und „Rheinpfalz“ haben ihre Veranstaltungsreihe am 23. April 2009 mit einer Podiumsdiskussion zwischen Kirchenpräsident Schad und Bischof Wiesemann vor rund 1000 Besuchern in der Speyerer Gedächtniskirche eröffnet. Ein Vortrags- und Gesprächsabend mit dem Theologen und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer in der Speyerer Dreifaltigkeitskirche setzte sie am 30. Oktober fort. Vor dem Hintergrund des Kriegsgeschehens im 20. und im 21. Jahrhundert will Erhard Eppler am gleichen Ort ab 19 Uhr zu einem brennend aktuellen Thema sprechen: „Die Protestanten und ihr Verhältnis zu Macht und Gewalt“. Bis zur großen 500-Jahr-Feier des Thesenanschlags Martin Luthers am 31. Oktober 2017 wollen „Kirchenbote“ und „Rheinpfalz“ zweimal jährlich die Bedeutung der Reformation für die Gesellschaft zum Thema machen.
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