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2007

 

 

Wir über uns

Montag ist nicht jeder Woche Anfang

Während eine „Kirchenboten“-Ausgabe gedruckt wird, entsteht bereits die nächste

Die Gesamtredaktion im evangelischen Pressehaus in Speyer (von links): Klaus Koch, Ingelore Dohrenbusch, Alexander Ebel, Hartmut Metzger, Jochen Krümpelmann, Brigitte Degitz, Alexander Lang, Henny Müller und Wolfgang Schumacher. (Foto: Landry)
Die Gesamtredaktion im evangelischen Pressehaus in Speyer (von links): Klaus Koch, Ingelore Dohrenbusch, Alexander Ebel, Hartmut Metzger, Jochen Krümpelmann, Brigitte Degitz, Alexander Lang, Henny Müller und Wolfgang Schumacher. (Fotos: Landry)

Die „Kirchenboten“-Woche fängt am Mittwoch an. Während in Oggersheim das fertige Blatt aus den Druckmaschinen läuft, beginnt in Speyer bereits die Arbeit an der nächsten Ausgabe. Die Redaktionskonferenz gibt den Startschuss: Hierzu findet sich die „Kirchenboten“-Redaktion mit Kalender und Notizblock an einem Tisch zusammen. Chefredakteur Hartmut Metzger und die Redakteurinnen Brigitte Degitz, Ingelore Dohrenbusch und Henny Müller beraten, wie die nächste Ausgabe aussehen soll.

Mit von der Partie sind auch die Kollegen der drei weiteren Redaktionen unter dem Dach des Evangelischen Presseverbandes in der Pfalz: Klaus Koch und Alexander Lang vom Evangelischen Pressedienst (epd) steuern ihre Ideen bei – ebenso Alexander Ebel vom Evangelischen Rundfunkdienst (erd) und Online-Redakteur Jochen Krümpelmann vom Evangelischen Mediendienst (emd). Auch Wolfgang Schumacher vom Evangelischen Presseverlag Pfalz kommt regelmäßig dazu. Die enge Zusammenarbeit der Redaktionen hat viele Vorteile. Jeder, der ein Thema recherchiert oder eine Pressekonferenz besucht, bedient die anderen Redaktionen mit. Das spart Zeit und Energie, die für andere Reportagen und Berichte genutzt werden können.

Wenn eine neue Ausgabe des „Kirchenboten“ geplant wird, geht es zunächst um Termine, Themen und Textlängen. Ein Blick auf den Wandkalender, in den alle wichtigen Pressekonferenzen und Ereignisse eingetragen werden, gibt Aufschluss über die aktuelle Nachrichtenlage. Nun entsteht ein Arbeitsplan: Was soll auf die Themenseite 5? In der Diskussion sind kirchliche Themen wie der evangelische Religionsunterricht in den Nachbarländern von Frankreich bis Polen. Oder soll eine soziale Frage aufgegriffen werden – etwa neue Ansätze zu generationenübergreifendem Wohnen?

Dann wird geklärt, welche aktuellen Ereignisse in der Pfalz als „Nachricht und Meinung“ auf den Seiten 3 und 4 platziert und kommentiert werden sollen. Unbedingt ins Blatt müssen eine anstehende Dekanswahl und eine Pressekonferenz der Diakonie. Welche bundesweit bedeutsamen Meldungen sind in den Nachrichtenüberblick der „Umschau“ auf Seite 6 zu übernehmen? Welche Aktivitäten in den Kirchengemeinden – Modellprojekte, besondere Bauvorhaben und neue Gottesdienstformen – haben ihren Platz auf den Regionalseiten „Zwischen Rhein und Saar“?

Das A und O bei all diesen Entscheidungen ist eine klare Auswahl, denn der Umfang des Sonntagsblatts setzt enge Grenzen. Die Aufgaben werden verteilt. Jeder weiß jetzt, was zu recherchieren, zu schreiben oder zu bestellen ist und welche Fotografen zu beauftragen sind. Wenn das Konzept steht, ist der „Kirchenbote“ im Kopf fast fertig. Unvorhersehbare Ereignisse und Entwicklungen führen natürlich immer wieder zu Änderungen.

Währenddessen hat die Produktion der ersten Seiten längst begonnen. Eva Konrad hat an ihrem Computer bereits die Seite 2 mit der Andacht produziert. Am Bildschirm richtet die technische Redakteurin die Schriftgrößen und Zeilenabstände ein und baut aus Texten und Bildern fertige Seiten.

Baut aus Texten und Bildern fertige Seiten: Technische Redakteurin Eva Konrad.
Baut aus Texten und Bildern fertige Seiten: Technische Redakteurin Eva Konrad.

Herausgenommen aus der tagesaktuellen Produktion sind außerdem Rubriken, die ihren festen Platz im „Kirchenboten“ haben – so die Glückwünsche und die Rundfunktipps, um die sich Margitta Borchers kümmert. Derweil bearbeitet Eva Konrad das Foto für die Bildbetrachtung auf der Rückseite. Am Bildschirm optimiert sie die Kontraste, während Ute Hook-Dillinger die ersten fertigen Seiten Korrektur liest. Bearbeitet hat Eva Konrad inzwischen schon die Mittelseiten über 200 Jahre industriellen Orgelbau. Die Reportagen auf diesen Seiten entstehen in enger Zusammenarbeit mit dem Sonntagsblatt von Hessen-Nassau.

So vergeht die Woche. Bereits am Freitag liegen die meisten Artikel für die Schwerpunktseiten vor. Das Layout muss nun entworfen werden. Derweil sichtet Henny Müller die e-mails mit den Beiträgen für die Regionalseiten, die ihr die Mitarbeiter zwischen Rhein und Saar zugeschickt haben: Berichte über Veranstaltungen, Projekte, Jubiläen oder Personen. Sind die Ereignisse auch für die anderen Gemeinden von Bedeutung? Haben sie einen aktuellen Bezug?

Nicht alle Beiträge erfüllen diese Kriterien, und auch auf den Regionalseiten ist der Platz beschränkt. Die meisten Manuskripte muss Henny Müller kürzen, auch die Leserbriefe. Die Ankündigung einer Ausstellung enthält nicht alle notwendigen Informationen. Mit einem Anruf klärt sie die offenen Fragen ab. Veranstaltungshinweise werden für die Rubrik „Termine und Tipps“ gesammelt. Die Rubrik „Personen“ gibt Auskunft über haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kirche. Immer wieder klingelt das Telefon. Kirchengemeinden fragen an, ob ein Mitarbeiter des „Kirchenboten“ über die Einweihung der renovierten Orgel berichten kann. „Nein, wir können nicht selbst kommen“, sagt Henny Müller, „bitte schicken Sie uns einen Text.“

Inzwischen ist es wieder Mittwoch geworden: Eva Konrad hat die Seiten am Bildschirm fertiggestellt und die letzten Korrekturen eingefügt. Nun schickt sie die digitalen Seiten über Datenleitung ins Oggersheimer Druckzentrum, wo der „Kirchenbote“ produziert wird. Am Nachmittag ist es dann so weit: Die Druckmaschine läuft an. In einer knappen Stunde liegt der neue „Kirchenbote“ in 25 000 Exemplaren vor. In Speyer sitzt die Redaktion wieder am runden Tisch und berät über die Ausgabe der nächsten Woche.

Während die Ausgabe an die Austräger ausgeliefert wird, ist der „Kirchenbote“ bereits im Internet zu lesen. Unter www.evangelischer-kirchenbote.de steht eine Auswahl der Artikel zur Verfügung. Seit kurzem ist der „Kirchenbote“ auch zu hören – im Online-Audioangebot, das neben Beiträgen des Rundfunkdienstes unter www.protcast.evpfalz.de Hörproben bereitstellt. Brigitte Degitz

 

Druckfrisch auf die Reise zum Leser

Zu Paketen gebündelt und mit Adressaufklebern versehen warten die druckfrischen „Kirchenboten“ in Oggersheim auf ihren Transport zu den rund 800 Austrägern. Noch in der Nacht werden sie im Druckzentrum in Transporter verladen und zusammen mit der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ ausgeliefert. Am kommenden Morgen schon können sich die Boten in ihrem Gebiet auf den Weg machen. So erreicht das Sonntagsblatt bis Freitag oder Samstag seine Leserschaft. Da die Transporter nicht in alle Winkel der pfälzischen Landeskirche fahren, wird auch die Post aktiv. Sie beliefert beispielsweise die Austräger in Duchroth, Bad Münster am Stein oder im saar-pfälzischen Hauptstuhl. Der Paketdienst liefert die „Kirchenboten“-Bündel hier den Austrägern ins Haus. In Orten, in denen keine Boten für die Sonntagszeitung unterwegs sind, steckt der Briefträger das Blatt direkt in den Kasten der Leserinnen und Leser. KB

 

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