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Nr. 33, 15. August 2010

 

 

Leseprobe 5

Für ihn ist das Ehrenamt eine Ehrensache

Der 25-jährige Pascal Berger ist Vorsitzender des Diakonievereins Ixheim – Mitglied bereits seit elf Jahren 

Im Gespräch mit Kindertagesstättenleiter Pascal Klein: Vorsitzender Pascal Berger (rechts). (Foto: Wille)
Im Gespräch mit Kindertagesstättenleiter Pascal Klein: Vorsitzender Pascal Berger (rechts). (Foto: Wille)
Zweibrücken. Er ist das jüngste Mitglied im Verwaltungsrat des Evangelischen Diakonievereins Ixheim und seit drei Monaten dessen jüngster Vorsitzender. Der 25-jährige Pascal Berger führt den Verein für die nächsten sechs Jahre ehrenamtlich.

Er ist Nachfolger von Ruhestandspfarrer Eckhart Emrich, der die als Krankenpflegeverein gegründete Körperschaft in den vergangenen zehn Jahren leitete. Berger studiert Jura in Saarbrücken und ergänzt nach seiner Einschätzung die Talente der älteren Ehrenamtlichen mit seinem juristischen Sachverstand.

Ob er etwas besser oder schlechter macht als sein Vorgänger, darüber will Berger nicht befinden. „Ich habe zwar die Entscheidungsgewalt, bin aber nicht der Chef des Vereins. Ich sehe mich nach außen als Sprachrohr. Innerhalb suche ich das beratende Gespräch mit Kollegen und Pfarrer Emrich, der mich weiter unterstützt“, sagt er. Einige aus dem 170 Mitglieder zählenden Diakonieverein seien bereits viel länger dabei, deshalb profitiere er von deren Erfahrung. Dafür könnten diese wiederum in anderen Angelegenheiten auf seine Sachkenntnis zurückgreifen. „Durch mein Studium kenne ich mich mit Paragrafenketten aus und schrecke deshalb auch nicht vor ihnen zurück“, sagt er.

Bereits seit elf Jahren ist Pascal Berger Mitglied im Diakonieverein, davon die letzten im Verwaltungsrat. „Ich wurde von einigen aus dem Verein angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, dieses Amt zu übernehmen“, erklärt er, wie sich seine ehrenamtliche Tätigkeit entwickelte.

Vor allem bürokratische Arbeiten für das Presbyterium gehören zu seinen Aufgaben. Ein Großteil seiner Arbeit nimmt der protestantische Kindergarten in der Thomas-Mann-Straße ein. Dort schaut er oft vorbei, um zu sehen, ob „alles rund läuft“. Zweimal wöchentlich trifft er sich mit dem Leiter des Kindergartens, Pascal Klein. Sie sprechen über Ereignisse der vergangenen Tage oder künftige Vorhaben. Auch um Arbeitsabläufe in der Kindertagesstätte, die demnächst umgebaut werden soll, kümmert sich der Vereinsvorsitzende. Er muss Verwaltungsangelegenheiten des Umbaus managen. Dazu gehöre es, Sitzungen einzuberufen, Kontakte mit anderen Diakonieeinrichtungen zu pflegen und an Schulungen teilzunehmen. Der 25-Jährige ist auch Mitglied des runden Tischs des Dekanats Zweibrücken.

Angst, dass er der Aufgabe nicht gewachsen sein könnte, hat er nicht. „Ich bin in mehreren Vereinen engagiert, habe deshalb viel Kontakt mit Menschen und als Jugendvertreter des ‚Weißen Rings’ kenne ich den Umgang mit der Presse“, sagt er. Zudem sei der Diakonieverein Ixheim ein intakter Verein. Trotz all der Aufgaben macht dem leidenschaftlichen Filmesammler die Arbeit Spaß. „Für mich bedeutet das: Ehrenamt ist Ehrensache“, sagt Berger. Marco Wille

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