Pflegeleitbild / Pflegekonzept der Wasgau-Sozialstation Dahn

Unsere Ursprünge:

 

Vor Jahrzehnten wurde die häusliche Krankenpflege von Ordens- und Diakonieschwestern mit Unterstützung der Kranken- und Elisabethenvereine erbracht.

 

Ende der 60er Jahre deutete sich an, dass der Gemeindekrankendienst so nicht mehr aufrecht zu erhalten war.

Anfang der 70er Jahre wurde vom Sozialministerium Rheinland-Pfalz ein Modellversuch zur Bildung von Sozialstationen gestartet.

In den Jahren 1973/74 hatte auf Initiative vom damaligen Herrn Pfarrer Layes aus Dahn und dem Notar Herrn Dr. Schmitt ein Projekt mit gleicher Zielsetzung begonnen.

 

Mit Unterstützung vom Caritasverband und dem Diakonischen Werk wurde am 18.06.1974 im damaligen Schwesternhaus Dahn die Wasgau-Sozialstation Dahn gegründet.

Die Sozialstation ist für die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Hauenstein und Pirmasens Land verantwortlich.

 

Seit 01.10.1976 besitzt die Wasgau-Sozialstation Dahn die staatliche Anerkennung und ist in den benannten Verbandsgemeinden mit ihrem Leitsatz:

 

ZU HAUSE PFLEGEN

HELFEN

BERATEN

mit Herz, Hand und Verstand unterwegs.

 

Unser Pflegeverständnis

 

Das christliche Menschenbild ist Grundlage unseres Handelns und unserer Konzeption.

Wir behandeln jeden Menschen mit Würde und Respekt.

 

Trotz zeitlich enger Rahmenbedingungen bemühen wir uns Zuhörer und Gesprächspartner für unsere Klienten zu sein.

 

Unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht, Alter und Erkrankung begegnen wir allen Menschen gleich.

 

Unser Bestreben war schon immer, ist es heute und wird es immer sein, unseren Klienten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wir wollen, dass sie so lange wie möglich in ihrer Häuslichkeit versorgt werden können, wo sie sich wohlfühlen und ihnen alles vertraut ist.

 

Als Gast im Hause unserer Klienten respektieren wir deren individuelle Lebensumstände und Gewohnheiten.

 

Unsere Pflege orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Menschen und wir berücksichtigen diese bei der Planung unserer Arbeit.

 

Die Zusammenarbeit mit den Angehörigen ist Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Sie helfen uns die Biografie und Lebensgewohnheiten unserer Klienten zu erkennen und diese optimal in den Pflegeprozess einzubringen.

 

Wir beziehen alle am Pflegeprozess beteiligten Menschen ein, damit in der Kooperation und im Miteinander die Pflege gewährleistet ist und gelingen kann.

 

Kritik an uns und unseren Leistungen nehmen wir ernst. Sie ist für uns Anstoß zur Qualitätsverbesserung.

 

Die Wahrung der Schweigepflicht, des  Datenschutzes  und der Schutz der Privatsphäre sind für alle Mitarbeiter selbstverständlich.

 

 

Unser Qualitätsmanagement

 

 

Wir sind ein Team von Pflegefachkräften, Pflegehelfern, Hauswirtschafterinnen und Verwaltungskräften und werden durch qualifizierte Aushilfskräfte, Schüler und Praktikanten unterstützt.

Die Pflegedienstleitung und deren Stellvertretung verfügen über die gesetzlich vorgeschriebenen Zusatzqualifikationen.

 

Durch regelmäßige interne und externe Fortbildungen fördern wir die individuelle und berufliche Kompetenz des Personals und garantieren so den Menschen, die unsere Leistungen in Anspruch nehmen, ein hohes Pflegeniveau.

 

Die Wasgau –Sozialstation Dahn bildet jährlich mindestens drei Bewerber im Berufsbild „Altenpflege“ aus. Damit leisten wir einen Beitrag zur Bereitstellung von Ausbildungsplätzen und sichern der Sozialstation eine hohe Zahl qualifizierter examinierter Fachkräfte.

 

Wir planen die Pflege unserer Klienten nach den aktuellen medizinisch / pflegerischen und pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen und überprüfen regelmäßig die Pflegeergebnisse.

 

Wir arbeiten nach dem Pflegemodell von Frau Prof. Monika Krohwinkel.

Darin ist es die Aufgabe der Pflegepersonen, die Fähigkeiten und Ressourcen der zu betreuenden Menschen zu erkennen und zu fördern, sowie die Probleme in den jeweiligen AEDL ( Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des täglichen Lebens) festzuhalten und entsprechende Maßnahmen zu deren Unterstützung einzuleiten.

 

Die regelmäßig evaluierte Pflegeprozessplanung erfolgt nach diesen AEDL. Diese wird in unserer Pflegedokumentation dokumentiert.

Dadurch wird die Pflege transparent.

 

Das Pflegesystem der Station setzt sich aus wirtschaftlichen Gründen aus einer Mischung von Bezugs- und Funktions- pflege zusammen. Die jeweiligen Touren werden Kunden-, Erlös- und Bedarfsorientiert geplant.

 

Wir beziehen die Patienten und alle an der Pflege beteiligten Personen in den Pflegeprozess mit ein.

 

Pflege- und Arbeitsabläufe sind zum Teil standardisiert und im Qualitätshandbuch der Sozialstation dokumentiert. Sie werden regelmäßig evaluiert.

 

In Pflegevisiten wird die Zufriedenheit der Klienten, sowie die Arbeits- und Ergebnisqualität regelmäßig überprüft.

Bei Bedarf werden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

 

Eine gute persönliche Hygiene und die Einhaltung aktueller Hygiene – und Arbeitsschutzrichtlinien ist für alle Mitarbeiter selbstverständlich.

 

Probleme, Beschwerden und Kritik werden erfasst, dokumentiert und schnellstmöglich durch die verantwortlichen Mitarbeiter bearbeitet, um Lösungsmöglichkeiten zu finden, unsere Qualität zu verbessern und eine größtmögliche Klienten -  Zufriedenheit zu erreichen.

 

 

Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer fachlichen und sozialen Fähigkeiten erreichen wir durch:

 

  • Regelmäßige Teamsitzung mit fachlichem Austausch

 

  • Wöchentliche Kleinteams mit Fallbesprechungen, Tourenplanung und Erfahrungsaustausch

 

  • Regelmäßige Inner – und Außerbetriebliche Fort – und Weiterbildungen für alle Mitarbeiter werden durch Freistellung und Kostenübernahme durch den Arbeitgeber ermöglicht

 

  • Bereitstellung ausreichender Fachliteratur und regelmäßige Informationsweitergabe neuester Gesetze und pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse

 

  • Regelmäßig werden Arbeitsabläufe und Standards in Qualitätszirkeln überprüft, überarbeitet oder neu erstellt

 

 

Wir – das Team

 

Die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen zu erhalten und zu fördern, bildet die Basis unserer Arbeit.

Alle Mitarbeiter/innen und die verantwortlichen Gremien der Sozialstation begegnen sich in gegenseitigem Vertrauen, in Fairness, Wertschätzung und Anerkennung.

 

Wir besprechen alle anfallenden Probleme und suchen gemeinsam nach Lösungen.

In regelmäßig stattfindenden Leitungs- und Bereichsmeetings werden die aufgetretenen Probleme analysiert, Lösungsansätze erarbeitet und diese dann auf ihre Wirksamkeit geprüft.

 

Alle Mitarbeiter/innen werden regelmäßig über aktuelle Änderungen und Neuerungen informiert.

Angebote zur Weiterqualifizierung stehen allen Mitarbeitern/innen zur Verfügung.

Ein Einarbeitungskonzept unterstützt die Eingewöhnung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter

 

Zur Förderung eines guten Betriebsklimas finden regelmäßige gemeinsame Aktivitäten statt.

 

Unsere Arbeitsbedingungen

 

Die Wasgau Sozialstation verfügt über helle, freundliche Räume mit guter technischer Ausstattung.

Dienstfahrzeuge stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Arbeitshilfen werden in benötigtem Umfang zur Verfügung gestellt.

Die Arbeitskleidung wird für alle Mitarbeiter in der Pflege gestellt und gereinigt.

Das Arbeitsverhältnis und die Vergütung sind tariflich geregelt ( TVÖD ).

Die Mitarbeiter/innen erhalten alle üblichen Sozialleistungen und haben Anspruch auf die kirchliche Zusatzversorgung.

Die Mitarbeitervertretung dient als Ansprechpartner und Vermittler, um Belange der Mitarbeiter und der Führungsebene umzusetzen.

Regelmäßige Gesundheitsüberwachung und entsprechender Gesundheitsschutz sind Standard, um der Führsorgepflicht gegenüber Mitarbeitern/innen und der Verantwortung dem Patienten gegenüber gerecht zu werden.

 

Unsere Leistungen

 

  • Alle Pflegeleistungen von der Unterstützung bei der täglichen Hygiene bis zur Versorgung Schwerstkranker und Palliativpatienten

 

  • Medizinische Behandlungen nach ärztlicher Verordnung

 

  • Hauswirtschaftliche Versorgung für Menschen, welche durch Krankheit, Alter oder Behinderung dazu nicht in der Lage sind

 

  • 24 Stunden Notrufbereitschaft

 

  • Unverbindliche Beratung über die Pflegeversicherung, Pflegefinanzierung, Hilfsmittel, weitere Angebote und Hilfsdienste

 

  • Halb- und vierteljährliche beratende Pflegeeinsätze nach §37 SGB XI

 

  • Individuelle Pflegeberatung und Schulung in der Häuslichkeit nach § 45 SGB XI

 

  • Seminare für  häusliche Krankenpflege nach § 45 SGB XI

 

  • Pflegeüberleitung zur stationären Aufnahme und bei Entlassung aus dem stationären Bereich

 

  • Veranstaltungen, Feste und Informationsveranstaltungen

 

  • Seniorenbetreuung zur Entlastung pflegender Angehöriger

 

  • Täglicher Menüservice mit warmen oder gefrorenen  Essen

 

 

Unsere Kooperationspartner

 

Ein wichtiger Bestandteil bei der Versorgung der uns anvertrauten Menschen ist eine gute Kooperation mit der Familie der Betroffenen und anderen an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen. Wir arbeiten eng zusammen mit:

 

  • den Angehörigen, Freunden, Nachbarn, Betreuern

 

  • den Kranken- / Pflegekassen und deren Vertretern

 

  • den Krankenhäusern, Sozialarbeitern und der Integrierten Versorgung

 

  • den stationären Einrichtungen der Altenpflege und dem Conrad von Wendt - Haus in Dahn

 

  • den Haus- und Fachärzten

 

  • den Therapeuten

 

  • den Mitarbeitern vom Hospiz und der Palliativstationen

 

  • den Apotheken

 

  • den Sanitätshäusern und dem medizinischen Fachhandel

 

  • den Pflegestützpunkten

 

  • Johanniter Unfallhilfe und DRK im Bereich des Hausnotrufes

 

  • den Kirchengemeinden und Seelsorgern

 

  • den Altenpflegeschulen

 

  • den Behörden und Ämtern

 

  • Herr Schlütter -Datenschutzbeauftragter (Fa. net.ter GmbH)

 

  • Herr Dr. Haag -Betriebsarzt (Fa. Betriebsmedizin Gräfenstein)

 

  • Berufsgenossenschaft - BGW

 

  • Herr Engler -Fachkraft für Arbeitsschutz/-Sicherheit (Fa. Techn. Büro Engler)

 

 

Pflege und Medizin sind als eine Einheit zu sehen, in der eine respektvolle Partnerschaft das Miteinander bestimmt.

 

Unsere Wirtschaftlichkeitsprinzipien

 

Wir verstehen uns als ein christliches Dienstleistungsunternehmen und

arbeiten kundenorientiert, wirtschaftlich, umweltbewusst und sparsam.

Dieses wirtschaftliche Arbeiten und die damit verbundene Sicherung der Existenz der Sozialstation versuchen wir durch die Optimierung von Arbeitsabläufen zu erreichen. Wir arbeiten geplant und zielorientiert.

Einwegartikel werden gezielt und sparsam und nur wo nötig eingesetzt.

Der Müll wird getrennt entsorgt.

Beim Einkauf und der Verwendung unserer Verbrauchsgüter (z.B. Büroartikel, Reinigungs- und Desinfektionsmittel) bevorzugen wir umweltschonende Produkte.

Unsere Dienstfahrzeuge sind Schadstoffarm und werden regelmäßig gewartet.

Bei der Tourenplanung gilt soweit möglich der Grundsatz: „Kurze Wege – wenig Fahrzeit“. Dies erreichen wir durch den Einsatz eines modernen Leistungserfassungsprogramms ( Vivendi Ambulant /factis ) und einer präzisen Personalpolitik.

Wir gehen verantwortlich mit unserer Arbeitszeit um.

Wir arbeiten korrekt um Fehler und Nacharbeit zu vermeiden.

Das eigene Arbeitsverhalten wird von jedem Mitarbeiter ständig überprüft und wenn nötig verbessert.

 

Alle Mitarbeiter sind für die Einhaltung und Umsetzung des Leitbildes verantwortlich, um auch weiterhin ein von der Bevölkerung und den Kooperationspartnern anerkannter Pflegedienst zu sein, der seine Aufgaben zur Zufriedenheit aller erfüllt.

 

 

Dahn den 10.08.2018                                    Hans-Peter Blank / Vorstand