

Bibliothek und Medienzentrale
der Evangelischen Kirche der Pfalz
BIBLIOTHEK
der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)
Die Bibliothek der Evangelischen Kirche der Pfalz sammelt als Zentralbibliothek unserer Landeskirche Literatur aus allen Bereichen der Theologie und deren Grenzgebiete (Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Geschichte). Sie dient der Literaturversorgung von Pfarrerinnen und Pfarrern, Religionslehrerinnen und -lehrern, Theologiestudentinnen und -studenten und kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als öffentliche Einrichtung ist sie jedoch auch für jeden theologisch Interessierten zugänglich.
Die Bibliothek umfaßt ca. 128.700 Bände. Mit Ausnahme von Nachschlagewerken, Loseblattsammlungen und Literatur vor 1850 ist unser gesamter Buchbestand entleihbar. Rund 200 Fachzeitschriften sind abonniert. Die Bestände unserer Bibliothek (ab 1850) können Sie per EDV recherchieren. Über den EDV-Katalog hinaus führen wir zusätzlich zu den konventionellen Alphabetischen und Systematischen Katalogen einen Homiletischen Katalog, der - nach Bibelstellen gegliedert - auf Predigtliteratur aus unseren Beständen verweist.
Seit September 1998 sind Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz in gemeinsamen Räumen im Neubau Roßmarktstraße 4 untergebracht. In unserem benutzerfreundlichen, modern ausgestatteten geräumigen Lesesaal können die Benutzer an 9 Einzelarbeitsplätzen in Ruhe die gewünschte Literatur einsehen. Sämtliche Zeitschriften des laufenden Jahres sind hier in Zeitschriftenschränken präsent. Ein Kopiergerät ist vorhanden.
An vier PCs sind die Bestände von Bibliothek und Medienzentrale unter vielerlei Kriterien recherchierbar. Darüber hinaus liegen mehrere CD-ROM-Datenbanken bei uns auf. Mehrere Internet-Arbeitsplätze stehen ebenfalls zur Verfügung.
Die Benutzung der Bibliothek ist gebührenfrei. Die Ausleihe (mit automatisierter Ausleihverbuchung) erfolgt als Sofortausleihe. In besonderen Fällen werden den Benutzern, die nicht in der näheren Umgebung von Speyer wohnen, die Bücher auf dem Postweg zugestellt.
Im Rahmen ihrer Möglichkeiten erteilt unsere Bibliothek Literatur- und Sachauskünfte.
Über unsere Neuerwerbungen informieren wir durch regelmäßig erscheinende Neuerwerbungslisten. Zu wichtigen Themen (z.B. Weihnachten, Ostern, Gewalt) veröffentlichen wir Literatur- und Medienhefte. Unsere Faltblätter geben Tipps und Tricks bei der Mediensuche. Neuerwerbungslisten, Themenhefte und Faltblätter sind zugleich auch als Word-Dateien auf unserer Homepage abrufbar.
In loser Folge werden Autorenlesungen angeboten.
______________________________________________________
Zurückliegende Veranstaltungen, Pressemeldungen und Publikationen:
Ausstellung zum Calvin-Jahr 2009 bis zum 4. September verlängert
Anlässlich des Calvin-Jahres 2009 präsentiert die Bibliothek und Medienzentrale (BMZ) die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Reformierten Bund in Auftrag gegebene Calvin-Wanderausstellung. Aufgrund der regen Nachfrage wird die Ausstellung bis zum 4. September 2009 verlängert. Die 14 Tafeln im A2-Format behandeln Leben, Werk und Wirkung des Genfer Reformators. Ergänzend hierzu hat die Bibliothek eine Buchausstellung erarbeitet. In fünf Vitrinen werden seltene Calvin-Drucke des 16. Jahrhunderts aus den eigenen Bibliotheksbeständen erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos. Neue Calvin-Literatur und –Medien, die in weiteren Vitrinen präsentiert werden, sind kostenlos entleihbar.
Das Foto zeigt bei der Ausstellungseröffnung am 5. Februar 2009 (von links nach rechts): Dr. Traudel Himmighöfer (Leiterin der Bibliothek u. Medienzentrale), Oberkirchenrat Rainer Schäfer, Kirchenpräsident Christian Schad.
____________________________________________________________________________________

Neues Themenheft zum Calvin-Jahr 2009
Unter unserer Rubrik Themenhefte & Neuerwerbungen finden Sie unser neues Themenheft:
____________________________________________________________________________________
Einladung zur Autorenlesung
Zum vierten Mal veranstaltet die Bibliothek des Landeskirchenrats eine Autorenlesung,
zu der wir Sie herzlich einladen möchten.
Professor Dr. Christoph Strohm
(Universität Heidelberg)
liest aus seinem neuen Buch:
„Johannes Calvin – Leben und Werk des Reformators“
Grußwort: Kirchenpräsident Christian Schad
Musikalische Gestaltung:Donnerstag, 19. Februar 2009, 18 Uhr
Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz / Landeskirchenrat,
Lesesaal
Strohm, Christoph: Johannes Calvin : Johannes Calvin (1509–1564) hat Luthers Reformation so erfolgreich weitergeführt wie kein anderer. Durch sein Wirken konnte sie sich über Genf hinaus in Westeuropa und vor allem in Nordamerika ausbreiten. Doch bis heute ist der strenge Jurist und Theologe hoch umstritten. War er ein geistlicher Diktator oder einer der wichtigsten Gestalter der westlichen Zivilisation? Christoph Strohm zeichnet knapp und anschaulich die entscheidenden Stationen seines Lebens und Wirkens nach und macht deutlich, warum Calvin bis heute die Gemüter erregt.

Leben und Werk des Reformators
- 1. Aufl. - München : Beck, 2009
(Beck'sche Reihe ; 2469)
ISBN 978-3-406-56269-3
Preis: 7,90 €
(Quelle: http://www.beck.de)
Link zum Interview mit dem Autor Professor Dr. Christoph Strohm http://www.evpfalz.de/13426.phb.
_________________________________________________________________________
2007
Einladung zur Autorenlesung
Zum dritten Mal veranstaltet die Bibliothek des Landeskirchenrats eine Autorenlesung, zu der wir Sie herzlich einladen möchten.
Petra Bahr (Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland) liest aus ihrem neuen Buch:
Paul Gerhardt –»Geh aus, mein Herz …«
Musikalische Gestaltung:
Simone Sattelberger (Gesang),
Robert Sattelberger (Continuo),
Eberhard Cherdron (Continuo)
Grußwort:
Kirchenpräsident Eberhard Cherdron
Mittwoch, 10. Oktober 2007, 19 Uhr
Roßmarktstraße 4, 67346 Speyer
Bibliothek u. Medienzentrale der Evang. Kirche der Pfalz, Lesesaal
Eintritt frei!
Die Buchhandlung Oelbermann wird mit einem Bücherstand vertreten sein.

Petra Bahr: Paul Gerhardt – „Geh aus mein Herz…“
Leben und Wirkung
Herder spektrum
Originalausgabe
3. Aufl. 04.2007
Kartoniert, 160 Seiten
EUR 8,90/ EUR
ISBN 978-3-451-05786-1
Petra Bahrs Biographie beleuchtet Leben, Zeit und Wirkung des bekanntesten Barockdichters Paul Gerhardt (12.3.1607-27.5.1676)
„Geh aus mein Herz und suche Freud“ oder „Lobet den Herren alle die ihn ehren“ – selbst wer schon länger keinen Gottesdienst mehr besucht hat, erinnert sich an die altbekannten Lieder bei den ersten Tönen der vertrauten Melodie.
Es sind die Lieder des Barockdichters Paul Gerhardt, die die Gesangbücher füllen und darin den Bibeltexten beinahe den Rang ablaufen – und das obwohl ihr Autor im März 2007 seinen 400. Geburtstag feierte. Doch so bekannt und aktuell die Texte des protestantischen Barockdichters noch immer sind, so unbekannt ist Gerhardts Lebensgeschichte.
Petra Bahrs Buch Paul Gerhardt – Geh aus mein Herz… zeichnet anhand der Lieder und der Epoche das Bild eines harten und entbehrungsreichen Dichterlebens zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Paul Gerhardt verbrachte die Hälfte seines Lebens im Ausnahmezustand des Dreißigjährigen Krieges, er verlor seine Frau und drei seiner vier Kinder. Und dennoch dichtete er Lieder wie „Geh aus mein Herz und suche Freud“.
Diese Ambivalenz im Leben Paul Gerhardts ist seinen Texten mit so manch schwermütiger Zeile eingeschrieben. Und gerade das, so Petra Bahr, macht die ungebrochene Aktualität dieser Lieder aus, die noch heute durch das Kirchenjahr begleiten, Kindern vorm Einschlafen und Kranken zum Trost gesungen werden.
Buchbesprechung: Geh aus mein Herz
Gegenwärtig: Paul Gerhardts Leben
Natürlich gibt es ihn und mitunter taucht er an unerwarteten Orten auf: der intelligent-eloquente, im besten Sinne verspielte Protestantismus. Diesmal hat er eine Nische im Programm des traditionell katholischen Herder Verlags gefunden: Die evangelische Theologin Petra Bahr, Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, hat in seinem Auftrag eine gebildet unterhaltende Paul-Gerhardt-Biographie geschrieben, die man jedem aufgeweckten Zeitgenossen in die Hand drücken möchte.
Ihr Buch bietet nicht nur eine kurze, mit Lust zu lesende Einführung in Leben und Arbeit des großen Barockdichters. Dieses Buch führt außerdem auf seinen gerade 143 Seiten beiläufig vor, was es heißt, sich mit Hilfe der evangelischen Tradition Welt zu erschließen. Es erinnert im gepflegten Plauderton daran, wie es sein könnte, wenn etwa Kenntnisse aus Theologie und Kirchengeschichte, glaubenspraktische Überlegungen, Wissen über den Dreißigjährigen Krieg, über Poesie und Gartenbau des Barock zum selbstverständlichen Spielmaterial des zeitgemäßen Denkens und Fühlens gehören. Kurz, es scheint etwas auf von der Lebendigkeit eines vielfach tot geglaubten protestantischen Bildungsbürgertums. Oder etwas schlichter: Die Autorin führt vor, dass es Spaß macht und Erkenntnisgewinn bringt, Welt, Leben, Geschichte durch die protestantisch gefärbte Brille zu bestaunen.
Stichwort Staunen. Es ist wohl auch diese pochende Neugier, die Lust an der Annäherung an eine Biographie, die mangels Quellenlage in historischer Unschärfe bleiben muss, die man im Untergrund des Textes spürt, und der man sich lesend gerne anvertraut.
Der schlechten Quellenlage ist es auch geschuldet, dass Bahr sich dafür entschieden hat, den heute noch so populären Liederdichter aus seiner Zeit heraus verstehen zu wollen. Wo Zeugnisse über ihn als Person fehlen, weiß man doch mehr über die Kontexte, in denen er sich bewegt hat. So erfährt man viel über die Lehrpläne in der Eliteschule zu Grimma, die Hochschullehrer in Wittenberg, die Verheerungen des Krieges und seiner Folgen für Brandenburg oder die Lebensumstände in der kleinen Residenzstadt Berlin. Es sind diese Kontexte, die Bahr in sieben Kapiteln zum Leben erweckt, und die sie vorsichtig unter die schemenhafte Silhouette Gerhardts legt, so dass auch sein Leben eine genauere Kontur gewinnt. Ähnlich kontextualisierend nähert sie sich auch einer Auswahl seiner Lyrik an und ermöglicht so neue Lektüreerfahrungen mit den alten Texten.
Zurück bleibt der Eindruck: Wer hätte gedacht, dass Theologie des 17. Jahrhunderts so interessant sein kann! Bahr, die bisher eher in akademischen Sprachweiten veröffentlicht hat, gelingt mit diesem Buch eine Gattung, die Schule machen sollte. Zeigt sie doch, wie interessant ein selbstbewusster Protestantismus sein kann, wenn er in der derzeit religiös neugierigen Gesellschaft gesprächsfähig sein will.
Gibt es etwas zu kritisieren? Kleinigkeiten: Die schiere Lust am wohlklingenden Formulieren bringt gelegentlich ungenaue Bilder hervor, etwa wenn „sich das Luthertum wie ein Ariadnefaden durch die Gedichte" zieht oder sich „Donnerkeile" zwischen die Fugen der alten politischen Ordnung schieben. Manchen wird vielleicht ein biographischer Überblick im Anhang fehlen, der es noch leichter machen würde, sich dem „Dichter an die Verse" zu heften. Aber, wie gesagt Kleinigkeiten. Ansonsten: Kaufen, lesen, weiterempfehlen. Und wieder öfter Paul-Gerhardt-Lieder singen.
Evamaria Bohle
Quelle: http://www.herder.de/programm/buchbesprechungen/alle_texte?k_tnr=5786
Zur Autorin:

Dr. Petra Bahr, Jahrgang 1967, ist seit 2006 Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die studierte Theologin, Literaturwissenschaftlerin und promovierte Philosophin hat als Journalistin gearbeitet und lebt heute in Berlin.
Sie ist Autorin mehrerer Bücher zu Leben, Werk und Wirken von Paul Gerhardt.
*****************************************************************************************
"Biblisches" Alter
Landeskirche erhält kostbare Otmar-Bibel

Zunächst wird die rare Kostbarkeit – bei dem Exemplar handelt es sich um die 14. und letzte vorlutherische Bibel – im Magazin der Bibliothek sorgsam verwahrt. Bibliotheksleiterin Dr. Traudel Himmighöfer denkt indes daran, das wertvolle Stück zusammen mit einer weiteren Schenkung der Familie Grohmann, einer Nürnberger Endter-Bibel von 1755, im Leseraum der Bibliothek in der Roßmarktstrasse 4 eine Zeit lang auszustellen. Die im wahrsten Sinne des Wortes schwergewichtige Endter-Bibel ist auch unter dem Begriff "Dillherr-Bibel" nach dem Verfasser der Vorrede bekannt.
"Das ist nicht zu toppen. Die in Augsburg gedruckte Otmar-Bibel ist die absolut wertvollste in unserem Bestand", schwärmt Traudel Himmighöfer. Das Besondere sei die deutschsprachige Übersetzung, die, sprachlich antiquiert und im Satzbau stark ans Lateinische angelehnt, auch für die Menschen der damaligen Zeit schwer zu verstehen gewesen sei. Kurze Zeit später, im Jahr 1522, erschien Luthers Übersetzung des Neuen Testaments in einer zeitgemäßen, verständlichen Sprache. Die äußerst rare und wertvolle Otmar-Bibel ist vor allem im Neuen Testament mit wunderbaren schwarz-weißen Holzschnitten und kleinen Bildergeschichten illustriert sowie mit einem reich mit Ornamenten der Renaissance verzierten Titelrahmen versehen, in dessen Innenraum die Titelzeilen stehen. Himmighöfer hat herausgefunden, dass acht weitere Exemplare dieser kunstvoll in Schweinsleder gebundenen Bibel in den großen Universitäts- und Landesbibliotheken von Berlin, Dresden, Halle, Hamburg, Jena, Leipzig, Stuttgart und Tübingen lagern.
Ein ebenfalls sehr wertvolles Exemplar ist die 25. Nürnberger Dillherr-Bibel von 1755. Sie enthält Abbildungen von elf Kurfürsten. Die Endter-Bibel zählt zu den noch am häufigsten anzutreffenden Familienbibeln aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Zu verdanken hat die Landeskirche die großzügigen Gaben den Kontakten des Vorsitzenden des Vereins für pfälzische Kirchengeschichte, des früheren Oberkirchenrats Dr. Klaus Bümlein, zur Familie Grohmann. Kürzlich fand die Übergabe der beiden Bibeln in den Räumen der evangelischen Bibliothek im Beisein der Witwe von Johannes Grohmann, Eva-Maria Grohmann, sowie von Kirchenpräsident Eberhard Cherdron, Traudel Himmighöfer und Klaus Bümlein statt.
Die Schenkung aus dem Nachlass von Johannes Grohmann bezeichnet Bibliotheksleiterin Traudel Himmighöfer als "großen Vertrauensbeweis für unsere Bibliothek und ein Zeichen der Wertschätzung". Ein ähnliches Highlight liegt knapp drei Jahre zurück: 2004 "vermachte" der Neustadter Pfarrer Helmut Assmann der evangelischen Bibliothek eine "Zürcher Bibel" aus dem 16. Jahrhundert.
Hinweis: Wissenswertes über die Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer, Roßmarktstrasse 4, im Internet unter http://www.kirchenbibliothek.de/. (12. März 2007)
***************************************************************************
Kirchenbibliothek unter den "Top Ten"

So kann der Besucher nicht nur nach allen möglichen Aspekten wie Titel, Verfasser, Schlagwort oder Erscheinungsjahr suchen, sondern auch nach Medienart, sowie unter der kompletten Aufsatzerfassung (darunter 1514 Aufsätze der "Blätter für pfälzische Kirchengeschichte") recherchieren. Bei der Spurensuche helfen Faltblätter mit Tipps für eine gezielte Literatur- und Medienrecherche. Sie sind auch auf der Homepage (unter dem Button "Katalog") zu finden. Und nicht zuletzt sind da die freundlichen Mitarbeiter der evangelischen Bibliothek und Medienzentrale, neben Leiterin Dr. Traudel Himmighöfer Karin Feldner-Westphal, Heidi Herbel und Robert Zobotke, die den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Stolz ist Himmighöfer, dass seit 1. September 2005 in "ihrer" Bibliothek auch ausgebildet wird. Zurzeit lernt eine junge Frau den Beruf der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste.
Auch auf kleine Leseratten und junge Kunden wartet in der Roßmarktstraße 4 in Speyer ein großes Angebot an Büchern, Videos, CDs und Dia-Serien – alles in allem hunderte von Titeln. In den freundlich gestalteten und mit PC ausgestatteten Räumen gibt es bei jeder Mediengruppe einen ansprechenden Kinder- und Jugendbereich, der zum Schmökern und Studieren, Blättern und Nachschlagen einlädt mit Büchern von Janosch, Erwin Moser oder Bibel-Geschichten und Film-Klassikern wie "Das Beste aus der Sendung mit der Maus". Mit einer Zusammenstellung der "Best of" Sammlung an Kinderliteratur und Kindermedien, vom Mäuse-Special bis zur Kirchenglocken-Herstellung, präsentiert sich die Bibliothek und Medienzentrale am Rheinland-Pfalz-Tag vom 19. bis 21. Mai in Speyer auf dem Gelände der Evangelischen Landeskirche am Domplatz 5. Übrigens Seite an Seite mit den katholischen Kollegen an einem "Bibliotheks-Ökumene-Stand".
"Türöffner auch für Kirchenferne"
"Unser Anliegen ist es, Werte und Sozialkompetenz zu vermitteln", erklärt Traudel Himmighöfer die Auswahl an Kinder- und Jugendliteratur. Dieses Angebot sei in den letzten Jahren wesentlich erweitert worden. "Das ist wichtig, weil die frühkindliche religiöse Erziehung immer weniger zuhause stattfindet." Weitere Schwerpunktbereiche, mit denen sich die Einrichtung beim Rheinland-Pfalz-Tag mit Themenheften präsentieren will, werden voraussichtlich die Themen "evangelisch-katholisch", "Frauen", "Liebe und Sexualität" sowie "Kirche und Sport" sein, verrät die Oberbibliotheksrätin, die 1992 die Leitung der Bibliothek übernommen hat.
"Ausleihen darf jeder, der im Einzugsbereich unserer Landeskirche wohnt, unabhängig von seiner Konfession. Zu unseren Kunden zählen interessierte Leser aus der gesamten Pfalz, Lehrer und Pfarrer, Hausfrauen und Presbyter, Studenten und Schüler, Professoren und Oberkirchenräte, Gemeindediakone und Erzieher, Prädikanten und Lektoren, Verwaltungsangestellte des Landeskirchenrats oder Vertreter unserer Kirchenpresse", beschreibt die Leiterin der Bibliothek und Medienzentrale den breit gestreuten Kunden-Kreis. 6508 Benutzer und 26.883 Ausleihen wurden im vergangenen Jahr registriert. Nicht weniger als 2107 telefonische und schriftliche Anfragen wurden 2005 an die Bibliothek und Medienzentrale gerichtet. Seit 1992 haben sich die Ausleihen und Benutzerzahlen der Bibliothek fast vervierfacht, die Ausleihen der Medienzentrale mehr als verdreifacht, zitiert Himmighöfer aus der Statistik.
"Zur Kernaufgabe unserer Einrichtung, nämlich der gezielten Literatur- und Medienvermittlung und Ausleihe, ist in den letzten Jahren immer mehr die Informationsvermittlung hinzugekommen. Der Kunde fragt nicht mehr nur nach Büchern und Medien, sondern er sucht Informationen jeglicher Art", stellt Traudel Himmighöfer fest. "Wir geben das Material an die Hand für Predigten und Unterricht, für Konfirmandenstunden und Seniorennachmittage, für Vorträge und Vorlesungen, für Prüfungen, Gutachten oder Veranstaltungen vielfältigster Art." Die Bibliothek und Medienzentrale kooperiert mit anderen Dienststellen der Landeskirche, wie etwa den Religionspädagogischen Ämtern, der Arbeitsstelle Friedensdienst oder der Erwachsenenbildung.
Wenn sich der Trubel rund um den Rheinland-Pfalz-Tag gelegt hat, soll auch eine andere Erfolgsstory fortgesetzt werden: die Autorenlesungen, die 2005 mit Klaas Huizing und Ulla Lachauer gestartet worden waren. Denn, so betont Traudel Himmighöfer, die Bibliothek und Medienzentrale der pfälzischen Landeskirche sehe sich "als Türöffner auch für Kirchenferne".
Hinweis: Weitere Informationen zur Bibliothek und Medienzentrale der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer, Roßmarktstraße 4, unter http://www.kirchenbibliothek.de/. (15. März 2006)
**************************************************************************************
CD-ROM zur pfälzischen Kirchengeschichte

Besondere Schwerpunkte liegen auf der Reformationsgeschichte und im 19. Jahrhundert. Querschnittsthemen wie Kirchenbau, Kirche und Schule oder Diakonie bieten systematische Schlüsselinformationen. Hörbeispiele zu den Themen Glocken, Orgel und Kirchenlied, zwei Predigten sowie zwei Kirchenrundgänge bereichern das inhaltliche Angebot. Wer möchte, kann sein Wissen bei einem Quiz testen. Die Fragen können auch ausgedruckt werden. Die CD-ROM ist aufgrund der kompakten Darstellung und der übersichtlichen Navigation auch gut für den Schulunterricht und die Erwachsenenbildung geeignet. Die neue Darbietungsform der Kirchengeschichte versteht sich auch als ein Auftakt zum Jubiläumsjahr 2004, in dem die Evangelische Kirche der Pfalz der Protestation 1529 und der Einweihung der Gedächtniskirche 1904 gedenkt.
Ein Beispielkapitel der CD können Sie sich hier anschauen.
Das Medium ist zum Preis von 19,90 € in jeder Buchhandlung, im Zentralarchiv, in der Bibliothek des Landeskirchenrates oder im Religionspädagogischen Zentrum in Neustadt/Weinstraße erhältlich.
Traudel Himmighöfer – Michael Landgraf – Gabriele Stüber
Pfälzische Kirchengeschichte multimedial
Verlag Regionalkultur Ubstadt-Weiher 2003
Veröffentlichungen des Vereins für Pfälzische Kirchengeschichte – Neue Medien; 1
ISBN: 3-89735-248-6