“bäh…”: Und am Ende ist doch alles irgendwie Fußball

und der Ball rollt auf dem Trainingsgelände des ProTuS Mühlbach am Glan

Der beffman meldet sich heute aus dem Stadion des 1.E.V. Pfalz und berichtet von den Ereignissen, die schon jetzt ihre Schatten auf die übernächste Woche werfen. Denn es geht rund im Verein.

Vom 20. bis 22. November tagt die Mitgliederversammlung des Dachverbandes, um die zu Ende gehende Legislaturperiode der Delegiertenversammlung Revue passieren zu lassen. Dazu kommt, dass der Verbandschef gewählt werden soll, um auch in Zukunft mit den Amtsbrüdern Sepp Blatter, Michel Platini und Franziskus aus Rom auf Augenhöhe sprechen zu können. Der inzwischen erfahrene Christian Schad, in Spielkreisen auch „der Lange“ genannt, stellt sich erneut dieser Herausforderung.  Dass er das Zeug dazu hat, bewies er ja schon in seiner aktiven Zeit als Spieler und Spielertrainer, in der er -mit Hilfe seines Köpfchens – sowohl in der Abwehr, als auch im Sturmzentrum immer dem Spielgerät die Stirn geboten hat. Nachdem er ins Lager der Funktionäre wechselte, konnte er diese Eigenschaft beibehalten und führt seit dem, mit dem Herz eines Spielmachers, die Verbandsleitung. Nun soll es also eine Neuauflage in diesem Amt geben.

Sicherlich dürfen die Fans hoffen, dass Schad, der unlängst am Trainingslager der Bundesauswahl in Dresden teilgenommen hat, mit neuen Trainings-, Finanzierungs- und Spielideen zu seinem Heimatverband zurückkehrt. Man darf gespannt sein, was die Presseabteilung des Vereins (verantwortet von dem als Spielertrainer eher blassen, jedoch als Redner brillianten Wolfgang Schumacher) den Delegierten und auch alles Fans mit auf den Weg geben wird.

Doch nun zurück zur Mitgliederversammlung. Die Mischung aus Funktionären und den gerne auch mal in schwarz gekleideten Spielertrainern der Bezirksverbände, blickt auf eine bewegte Zeit zurück. Glücklicherweise haben sich die Finanzen in den letzten sechs Jahren nicht in dem Maß verschlechtert, wie es erwartet wurde. Doch noch immer steckt der Landesverband in einer Phase fest, in der es eher um Konsolidierung, als um Innovation geht. Doch was tun? Die Ortsvereine klagen über Mitgliederschwund und die Spielertrainer müssen deshalb Spielvereinigungen erwirken. Die Bezirksgeschäftsstellen arbeiten noch immer nicht nach einem einheitlichen System und es fehlt der Mut, sich hier im Bezug auf eine effektive Arbeitsweise, auch mal an den kleineren Bezirken zu orientieren. Und letztlich sind es auch die Trainingsmethoden, die zwar bewährt sind, mit denen es aber in letzter Zeit schwerer wird, Mitglieder zu rekrutieren und sie dann auch noch von der passiven, in die aktive Mitgliedschaft zu führen.

Einzelne Stimmen im Verband machen dafür auch die starke Verwurzelung in der Tradition verantwortlich. „Heimat-Kirche-Pfalz – ob das der richtige Fan-Gesang ist, um Leute zum Mitsingen zu motivieren, weiß ich nicht…“, ließ unlängst ein gerade aus der West-, in die Ostpfalz gewechselter Spielertrainer verlautbaren. „Nichts desto trotz“, so allerdings auch eben jener Übungsleiter, „ist die Qualität des Trainings, genauso wie Spieltage oder die Jugendarbeit, bzw. die in der AH (Anm.der Red.: zu der in zwischen auch ein überwiegender Teil Damen gehören) nicht schlecht. Doch den Schritt auf den Platz wagen halt immer noch viel zu wenige“.

Dabei liegen doch hier gerade in diesen Tagen die Möglichkeiten! Auf dem eigenen Spielfeld den neuen Schwung wagen! Denn – die Vorstände der Ortsvereine und Spielvereinigungen werden noch in diesem Monat im ganzen Landesverband gewählt!

Wie so oft, war es zwar nicht überall leicht, Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, doch letztlich scheint es doch fast in jedem Verein gelungen zu sein. Neue Mannschaften, neue Funktionäre, sie können jetzt in ihr Amt gehoben werden.

Sie entscheiden über die Trainerfrage! Sie können die Weichen stellen, ob man lieber in die Stadien, oder doch eher in die Nachwuchsförderung Geld investiert! In ihrer Verantwortung liegt es, ob der Club um den Abstieg kämpft, er sich im Mittelfeld etabliert, oder er nach höherem strebt und letztlich Meister und Champions-League Teilnehmer wird. Da geht es um viel, aber auch um Vielschichtiges! Spieler, aber auch Manager, Physios, Platzwarte, Busfahrer, Gastro-Fachleute, Stadionmusiker, Fanbetreuer, Ordner, usw., sie sind gefragt (voranstehende Aufzählung ist sowohl in weiblicher, als auch in männlicher Besetzung gedacht)! Und es bleibt spannend, wie die Vereine entscheiden!

Dass das Spiel auch in Zukunft nicht immer Spaß machen wird, ist – leider – klar. Doch jeder Kick hat seine Höhen und Tiefen und nicht immer sind alle topfit, wenn es auf den Platz geht.

Doch dass

  • - nach jedem Spiel auch gilt, dass es wieder vor dem Spiel ist
  • - jedes Spiel rund 45 Minuten dauert (mit Nachspielzeit)
  • - die Bibel eckig ist
  • - der gewinnt, der mehr Tore schießt
  • - „dann auch mal einer die Hand ins Heft nehmen“ muss (Zitat Thomas Helmer)

gilt und der Verbandspräsident Schad nach einem schlechten Tag wie Reiner Calmund sagen möchte

  • - “Ich würde am liebsten zu Hause die Rollläden runterlassen, aus der Konservendose essen und mit einem Sack über dem Kopf Feldwege laufen.”

gehört eben zum Spiel dazu. Aber gerade auch deshalb liebt man dieses Spiel vom Ortsverein, über die Spielvereinigung und die Bezirksverbände, bis hin zum Landesverband und ihrem Präsidenten Christian Blatter….äh…Schad!

Hej-ja, hej-ja, 1.E.V.PFALZ!! Olé, olé und Schaaa-lalaaa-lalalalalalala!

Und da man beim Fußball immer irgendwas ätzend finden kann, freut sich der Redakteur über die Fan-Kommentare

vom Vorgeplänkel der Landestrainingstage und der Delegiertenversammlung

Euer beffman!

“bah…”: Von wegen erinnern!

Reformationstag! Wie wäre -

den Lob auf Luther und die Erinnerung an Zwingli, so wichtig beide waren, lassen wir heute einfach einmal weg. Stattdessen reden wir darüber, was uns Protestanten und Protestantinnen ausmacht und worauf wir wirklich stolz sind in unserer Geschichte. Nein, das ist keine Abgrenzung gegen andere, kein später Konfessionalismus, ich schlage es uns vor einfach als Identitätspflege. Ich bin gern Protestantin, zum Beispiel, weil bei uns Frauen Pfarrerinnen werden können. Darauf bin ich stolz. Andere vermutlich auf anderes. Und wenn wir so zusammen sitzen, dann redet einer vielleicht von Dietrich Bonhoeffer, eine andere von den Frauen der Reformation. Ehrlich gesagt finde ich, erinnern macht am meisten Spass, wenn es persönlich wird, wenn also nicht zuerst Ereignisse erzählt werden heute, sondern Erfahrungen. Weiterlesen

„huch…“: Wie wertvoll Kollegen sind

KollegenVor etwa vier Wochen mache ich mich auf den Weg nach Landau ins Butenschoen-Haus. Nach acht Monaten ist es das erste Mal, dass ich wieder dort zu Gast bin. Die Herberge, in der wir während des Vikariats regelmäßig untergekommen sind, ist nun Treffpunkt für den ersten FEA-Kurs – den ersten Kurs der Fortbildungen in den ersten Amtsjahren. Gespannt fahre ich nach Landau. Ich freue mich die Kolleginnen und Kollegen aus dem Kurs wieder zu sehen. Blicke aber auch ganz erwartungsvoll auf die Dinge, die sie aus ihren Gemeinden zu erzählen haben. Denn seit dem Ende unseres Vikariats haben wir uns nur selten gesehen und gesprochen. An den Ordinationen besuchten wir uns gegenseitig. Aber ansonsten haben wir uns im Alltag des Pfarramtes doch schnell aus den Augen verloren. Umso schöner ist es die Kurskollegen endlich wieder zu treffen. Weiterlesen

“aha…” Auf dem Weg zur Sprachfähigkeit III: Psychologie

VierOhrenFür die dritte Perspektive auf die Sprachfähigkeit im Glauben, die kommunikationspsychologische, beziehe ich mich auf einen „Klassiker“: das dreibändige Hauptwerk des Psychologen und Kommunikationswissenschaftlers Friedemann Schulz von Thun, „Miteinander reden“. Schulz von Thun entwirft darin ein Modell der Kommunikation, das gleichermaßen klar verständlich wie ergiebig ist. Mit seinem „Quadrat der Nachricht“ (vgl. zum Folgenden [1], S.19-21) geht er davon aus, dass jede Mitteilung immer vier Seiten hat. Und während der Sender mit „vier Schnäbeln“ spricht, hört der Empfänger auf „vier Ohren“. Kommunikationsstörungen entstehen dadurch, dass oft nur eine Seite der Mitteilung explizit ausgesprochen ist und alle anderen Botschaften „zwischen den Zeilen“ mitschwingen. Weiterlesen

“bäh”… in love with my job

in love with my job 2Ja, es ist ätzend.

Das Telefon kennt keine Ruhezeiten, die Haustür keine Sperrstunde, die Kuchenteller keinen Rand und das Ohr blutet auch hin und wieder, wenn das Gespräch sich zum x-ten Mal wiederholt.

Genauso ist es mit Treffen in Kollegenkreisen, die ja immer wieder mal nach dem Grundsatz strukturiert sind, dass in der versammelten Pfarrerschaft (mmh, bah, die Pfarrerinnenschaft vergessen, sorry *zwincker*) zwar schon alles gesagt wurde, bloß noch nicht von jeder und jedem.

Keine Frage, der Pfarrberuf scheint eine der anspruchsvollsten, aussaugendsten und ungerechtesten Tätigkeiten der Welt zu sein. Verglichen mit anderen Berufen, die eine ähnlich lange Ausbildung voranstellen, auch noch schlecht bezahlt – wie unfair.
Also, wie gemacht für all die jammernden Pfaffinnen und Pfaffen, die sich mit stolz geschwellter, protestantischer Brust herausgefordert fühlen, gegen jede Einschränkung des persönlichen Umfelds tapfer anzuschreiben und anzuschwätzen. Und ja, mir passiert das auch manchmal. Weiterlesen