“bah…” Still gesessen!

IMG_0171Die Neue Zürcher Zeitung überraschte in der vorletzten Woche mit einer spannenden Frage an ihre Lesenden: Stimmt es, dass Menschen heute nicht mehr still sitzen können? Ein Selbstversuch wurde angeraten: versuchen Sie, zwölf Minuten nichts anderes zu tun, als dazusitzen und sich allerhöchstens mit den eigenen Gedanken zu beschäftigen. OK. Ich mag Experimente. Ich habe es ausprobiert. Nicht so schwer und nicht zu einfach.

Inklusive der leichten Scham, dass mir in solchen Minuten vor allem einfällt, was ich von der Einkaufsliste nicht mehr weiss, die zuhause liegt. Jedenfalls ging für einmal die Zeit rum, ohne Blick aufs Handy, ich schwöre. Weiterlesen

“huch…” Die ersten hundert Tage und mehr

Eine der "Altlasten" - Das undichte Kirchendach oder besser, die Auswirkungen auf den Kirchenraum

Eine der “Altlasten” – Das undichte Kirchendach oder besser, die Auswirkungen auf den Kirchenraum

Nur zwei Tage nach meinem ersten Blog-Eintrag war es soweit: Die ersten hundert Tage im Amt waren rum. Die ersten hundert Tage hatte ich überlebt, war noch nicht sang- und klanglos unter gegangen. Und doch war in den ersten hundert Tagen schon einiges passiert. Doch was eigentlich?

Zunächst mache ich mich mit der Gemeinde vertraut. Ich lerne die ersten Menschen und Abläufe, die Traditionen und den Glauben der Menschen kennen und versuche, so gut es geht, so etwas wie Alltag zu finden. Einen Rhythmus für mein Leben und die Herausforderungen, die das Pfarramt mit sich bringt. Ich versuche die ganzen Termine unter einen Hut zu bringen und auch das Unvorhergesehene zu seinem Recht kommen zu lassen. Schnell stelle ich fest, dass man nicht alles planen kann, zum Beispiel, wenn die dritte Beerdigung in einer Woche angemeldet wird. Weiterlesen

“mmh…” Die Lutherin bei `Bild´

kein bild vorhandenNach Alice Schwarzer und Co nun also die Reformationsbotschafterin. Margot Käßmann schreibt für Sonntagsbild. Neben dem ein-bisschen-Spaß-muss-sein-Sänger–Skandälchen und anderen Wahnsinnsnews wirbt ihre aktuelle Kolumne: „Singet dem Herrn ein neues Lied.“ Launig geschrieben. Aber ob sie das einst als Kirchentagspastorin gedacht hätte, mal aus der Springerpresse zu tönen?

„Geht gar nicht!“ „Endlich!“ Zwischen Glücksfall und Sündenfall wurde die Causa Käßmann debattiert, auch auf Facebook. Dabei scheint´s der Normalfall. Bild kriegt sie alle. Weiterlesen

“aha…” Religiös ansprechend sein.

1869 Marees Philippus und Kaemmerer anagoria

Hans von Marées, Philippus und der Kämmerer (1869), [Public domain], via Wikimedia Commons

Kommunikation war oft mein Thema in diesem Blog – und nicht nur diesem. Kommunikation auf dem Weg von über die Luft übertragenen Schallwellen oder per zwischengeschalteter Technik, mit Hilfe von Tools, Apps und Gadgets, Kommunikation von Smartphone zu Tablet, offline oder online, Kommunikation auf Papier und Kommunikation digital.

Kommunikation soll mein Thema bleiben im neuen Autoren-Potpourri dieses Blogs, Glaubenskommunikation vor allem, offline oder online. Womöglich wird sich herausstellen, dass es da gar keinen großen Unterschied gibt. Um die vielen Spielarten, Un- und Möglichkeiten religiöser Kommunikation soll es gehen, gerade auch religiöser Online-Kommunikation, denn sie scheint mir relevanter zu sein, als so manche Studie glauben macht. Weiterlesen

“bäh…” Humor ist, wenn man…

Ich bin der Talar, der die Kirchenbank durchflattert; ich bin das Beffchen, das den Kuchenfleck aufzeigt; ich bin der Gedanke, den man als Pfarrer so nicht sagen darf: Ich bin der – „beffman“.

beffchen verknittert

beffman´s Dienstkleidung nach getaner Arbeit…

„Was haben die sich denn dabei gedacht?“, fragt mancher. „Einem der Ihren den Freifahrtschein zu geben, hinter einer Maske versteckt, über die kleinen und großen… Eigenheiten der Kirche zu schreiben.“

Eine gute Frage, wie ich finde. Denn ehrlicherweise hätte ich es mir selbst nicht vorstellen können, dass sich meine Mutter Kirche dies traut. Doch sie hat es getan. Sie hat sich quasi einen „Hofnarr“ gewählt. Weiterlesen