“aha…” Auf dem Weg zur Sprachfähigkeit II: Formen

10616704_10152505690512638_123929397368668775_nNach der inhaltlichen Perspektive auf die Sprach- oder Auskunftsfähigkeit im Glauben soll es heute um die formale Perspektive gehen: Auf welche Weise können wir unsere “Stories”, unsere Lebens-Geschichten, mit Gottes Geschichte zusammendenken und erzählen? Wie lassen sich sprachlich solche offenen Räume schaffen, in die sich verschiedene Menschen so einfinden können, dass sie ihren je eigenen Sinn darin entdecken? Weiterlesen

“aha…” Auf dem Weg zur Sprachfähigkeit I: Inhalte

Kirche erzählen.In meinem letzten Beitrag, dem ersten in einer Reihe zum Thema Glaubenskommunikation, ging es um die Frage, ob und wie Menschen sich nach wie vor auf religiöse und spirituelle Themen ansprechen lassen. Allerdings tendiert diese Formulierung zu einem Beziehungsgefälle, zum klassischen Sender-Empfänger-Modell: so, als stünden „wir“ mit unserer religiösen Weisheit auf der einen Seite, um die religiös Unwissenden oder Unmusikalischen auf der anderen Seite damit zu beglücken. Deshalb ist es mir wichtig, zu Beginn des heutigen Beitrags auf die Zweiseitigkeit der Beziehung zu pochen, wie ich sie vor 5 Wochen auch gegen Ende formuliert habe: „Jeder ein Schüler, jeder ein Lehrer, und das mitten in der Welt – das ist die Herausforderung der Ausbildung von Sprachfähigkeit im Glauben.“ Also: miteinander auf der Suche sein – und die Gelegenheiten wahrnehmen, die Spuren des lebendigen Gottes nicht nur beim Anderen zu entdecken, sondern sie auch bei sich selbst entdecken zu lassen.

Was lässt sich nun aber genauer unter dem Schlagwort „Sprachfähigkeit im Glauben“ verstehen? Eine inhaltliche Perspektive soll heute den Anfang machen, eine formale und eine psychologische werden noch folgen. Weiterlesen

“aha…” Religiös ansprechend sein.

1869 Marees Philippus und Kaemmerer anagoria

Hans von Marées, Philippus und der Kämmerer (1869), [Public domain], via Wikimedia Commons

Kommunikation war oft mein Thema in diesem Blog – und nicht nur diesem. Kommunikation auf dem Weg von über die Luft übertragenen Schallwellen oder per zwischengeschalteter Technik, mit Hilfe von Tools, Apps und Gadgets, Kommunikation von Smartphone zu Tablet, offline oder online, Kommunikation auf Papier und Kommunikation digital.

Kommunikation soll mein Thema bleiben im neuen Autoren-Potpourri dieses Blogs, Glaubenskommunikation vor allem, offline oder online. Womöglich wird sich herausstellen, dass es da gar keinen großen Unterschied gibt. Um die vielen Spielarten, Un- und Möglichkeiten religiöser Kommunikation soll es gehen, gerade auch religiöser Online-Kommunikation, denn sie scheint mir relevanter zu sein, als so manche Studie glauben macht. Weiterlesen

“aha…” Stadtluft macht frei. Von Kirche?

“Stadtluft macht kirchenfrei.” Ein altes Sprichwort, launig abgewandelt. Kristian Fechtner brachte so gestern in Homburg/Saar das traditionell ambivalente Verhältnis von Christentum und Stadt auf den Punkt. Der Mainzer Theologieprofessor referierte vor der pfälzischen Landessynode zum Schwerpunktthema “Kirche in der Stadt”. Es gehöre, so Fechtner, “zur klassischen Selbstwahrnehmung des Christentums in der Moderne, die Stadt als Krisenherd des Kirchlichen zu deuten”. Weiterlesen

“aha…” Kinderlose sind irrelevant.

Nein, ich schreibe nix über Hoeneß.
(Gut, jetzt hab’ ich’s doch getan. Kommentiert das, wenn ihr unbedingt müsst.)
Stattdessen hab’ ich’s in diesen Wochen irgendwie mit Irrelevantem.
(Obwohl, wieso “stattdessen” – passt da nicht auch der Hoeneß … ?)
Vergangene Woche ging’s hier im Blog mit der Frage nach der Relevanz kirchlicher Onlineaktivitäten durchaus selbstkritisch zu. Diese Woche mache ich mich mal bei anderen unbeliebt: Bei Kinderlosen und bei Politikern. Weiterlesen