“bäh…” Humor ist, wenn man…

Ich bin der Talar, der die Kirchenbank durchflattert; ich bin das Beffchen, das den Kuchenfleck aufzeigt; ich bin der Gedanke, den man als Pfarrer so nicht sagen darf: Ich bin der – „beffman“.

beffchen verknittert

beffman´s Dienstkleidung nach getaner Arbeit…

„Was haben die sich denn dabei gedacht?“, fragt mancher. „Einem der Ihren den Freifahrtschein zu geben, hinter einer Maske versteckt, über die kleinen und großen… Eigenheiten der Kirche zu schreiben.“

Eine gute Frage, wie ich finde. Denn ehrlicherweise hätte ich es mir selbst nicht vorstellen können, dass sich meine Mutter Kirche dies traut. Doch sie hat es getan. Sie hat sich quasi einen „Hofnarr“ gewählt. Weiterlesen

“bah…” Sommer, Sonne und – Yoga!

Wenn jetzt langsam die Menschheit mit müden Augen am anderen Morgen Freistösse und Spielverläufe, Elfmeter und mehr kommentiert, weil endlich (oder leider?) WM ist, dann beginnt die Freiluftsaison auch für die anderen, die Körperbewussten. Jetzt üben sie am See, auf der Wiese, hinter der Badeanstalt – Yoga morgens um sechs. Sie grüssen die Sonne, stehen im nach unten schauenden Hund, machen sich geschmeidig gegen das eigene Rückenweh, pflegen die göttliche Energie in sich.IMG_0819

Gefühlt gibt es in Zürich so viele Yogastudios wie Eisdielen. Ein Trend macht sich breit. Wer sich hier morgens dehnt und reckt, nach der Arbeit schnell noch auf der Matte schwitzt, zählt, so heisst es, zu denen, die “mehr” suchen in ihrem Leben. Solche Menschen wollen sich bewegen, nicht allein, um sich zu trainieren, sondern um sich irgendwie ganzer, präsenter, heiler, anders zu erfahren. Weiterlesen

“huch…” Einzug mit Hindernissen

Wie ist das, wenn man seine erste Pfarrstelle bekommt? Wie und wann kommt man in der ersten Gemeinde an? Was sind die ersten Eindrücke? Bleiben sie oder verflüchtigen sie sich wieder? Fragen über Fragen, die ich mir gestellt habe, bevor es tatsächlich so weit war. Noch in der Lernphase für das zweite Examen habe ich diese Fragen weit von mir geschoben. Denn vor das Leben in der Gemeinde hat die Landeskirche das Examen gestellt. Und da fragt man sich schon ab und zu, was geschehen würde, wenn man das Examen nicht besteht. Also spare ich mir die Fragen für die erste Gemeinde lieber auf, bis ich sicher gehen kann, dass ich auch in die Gemeinde komme.

Kirche

Groß, grau und massiv – so steht sie da, die Kirche in Schönenberg-Kübelberg

Zwei Tage nach meinem Examen habe ich einen Termin in Speyer. Ich darf mich vor dem Personalausschuss der Kirchenregierung vorstellen. Ein gutes Gespräch, wie ich im Nachhinein finde. Doch vor dem Gespräch bin ich natürlich wieder aufgeregt und nervös. Ich habe keine Ahnung, was da auf mich zukommt und erfahre auch nicht, wie es ausgeht. Weiterlesen

“mmh…” Wahlmüde wecken

Wieder war´s eine Qual, die der Wahl.

Tapfer durchwühlte ich die Kommunal-Europa-Zettelei und fragte mich erneut, warum es im Wahllokal nix zu trinken gibt.

 

Stattdessen dieses staubigbeklemmende „An die Tafel“-Gefühl. Immer steh ich verkehrt an, hab den Umschlag an der falschen Urne. Bis eine übellaunige Wahlhilfeverpflichtete mit letztem Bleistiftstummel mein Bürgerpflichtprogramm abhakt. Uff, geschafft. Weiterlesen

“aha…” Stadtluft macht frei. Von Kirche?

“Stadtluft macht kirchenfrei.” Ein altes Sprichwort, launig abgewandelt. Kristian Fechtner brachte so gestern in Homburg/Saar das traditionell ambivalente Verhältnis von Christentum und Stadt auf den Punkt. Der Mainzer Theologieprofessor referierte vor der pfälzischen Landessynode zum Schwerpunktthema “Kirche in der Stadt”. Es gehöre, so Fechtner, “zur klassischen Selbstwahrnehmung des Christentums in der Moderne, die Stadt als Krisenherd des Kirchlichen zu deuten”. Weiterlesen