“huch…”: Einfach mal abschalten

Abwesenheit_BlogSommerzeit – Urlaubszeit. Es gibt wenige Zeiten im Jahr, auf die wir uns so freuen, wie auf den Urlaub. Endlich Zeit für andere Dinge. Endlich Luft und Raum, um durchzuatmen. Endlich raus aus dem Alltag und rein in das andere Leben. Sommerzeit – Urlaubszeit. Das Leben um mich herum schein irgendwie auf Sparflamme weiter zu laufen. Die Menschen werden weniger hektisch und stehen weniger unter Termindruck. Außer natürlich, sie machen sich den berühmten Freizeitstress.
Wenn Sommerzeit ist, merke ich das auch im Pfarramt. Weiterlesen

“mmh…” Sommerfriedenssonate

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s´ist Sommer, s´ist Sommer
Und ich begehre
O Gott
nicht viel, nur
Sonnenbeschienen
zu lachen.

s´ist Sommer, s´ist Krieg
Hundert Jahre Erster Weltkrieg.
Die Präsidenten stehen mit Sonnenbrillen
geschützt reden sie vom Frieden.
Tausende Tote dieser Tage weltweit. Weiterlesen

“aha…” Auf dem Weg zur Sprachfähigkeit I: Inhalte

Kirche erzählen.In meinem letzten Beitrag, dem ersten in einer Reihe zum Thema Glaubenskommunikation, ging es um die Frage, ob und wie Menschen sich nach wie vor auf religiöse und spirituelle Themen ansprechen lassen. Allerdings tendiert diese Formulierung zu einem Beziehungsgefälle, zum klassischen Sender-Empfänger-Modell: so, als stünden „wir“ mit unserer religiösen Weisheit auf der einen Seite, um die religiös Unwissenden oder Unmusikalischen auf der anderen Seite damit zu beglücken. Deshalb ist es mir wichtig, zu Beginn des heutigen Beitrags auf die Zweiseitigkeit der Beziehung zu pochen, wie ich sie vor 5 Wochen auch gegen Ende formuliert habe: „Jeder ein Schüler, jeder ein Lehrer, und das mitten in der Welt – das ist die Herausforderung der Ausbildung von Sprachfähigkeit im Glauben.“ Also: miteinander auf der Suche sein – und die Gelegenheiten wahrnehmen, die Spuren des lebendigen Gottes nicht nur beim Anderen zu entdecken, sondern sie auch bei sich selbst entdecken zu lassen.

Was lässt sich nun aber genauer unter dem Schlagwort „Sprachfähigkeit im Glauben“ verstehen? Eine inhaltliche Perspektive soll heute den Anfang machen, eine formale und eine psychologische werden noch folgen. Weiterlesen

“bäh…” Heimat – Kirche – ach, behalt´s

IMG_1556[1]Es ist nur eine Randnotiz. Im Wochenblatt meines Dorfes. Da steht: „Einladung zur Diskussion über den Sinn der kirchlichen Vorrechte am xy um z in NN.“ , gez. Arbeitsgruppe „Säkularer Grüne“.
Dann drei Namen kirchenkritischer Geister und der Hinweis auf die Anfrage nach einem kirchlichen Vertreter. Der oder Die kann einem jetzt schon leid tun. Willkommen zur öffentlichen Hinrichtung. Bäh!

Jetzt sitz ich hier und frage mich, wie kann es soweit kommen? Weiterlesen

“bah…” Still gesessen!

IMG_0171Die Neue Zürcher Zeitung überraschte in der vorletzten Woche mit einer spannenden Frage an ihre Lesenden: Stimmt es, dass Menschen heute nicht mehr still sitzen können? Ein Selbstversuch wurde angeraten: versuchen Sie, zwölf Minuten nichts anderes zu tun, als dazusitzen und sich allerhöchstens mit den eigenen Gedanken zu beschäftigen. OK. Ich mag Experimente. Ich habe es ausprobiert. Nicht so schwer und nicht zu einfach.

Inklusive der leichten Scham, dass mir in solchen Minuten vor allem einfällt, was ich von der Einkaufsliste nicht mehr weiss, die zuhause liegt. Jedenfalls ging für einmal die Zeit rum, ohne Blick aufs Handy, ich schwöre. Weiterlesen